Das Wichtigste in Kürze
- Aufbau der Abrechnung: Erfahre, welche Posten auf deiner Mastercard-Rechnung stehen und welche Kartentypen es gibt.
- Stichtage und Zyklen: Vergleiche, wann GLS Bank, Deutsche Bank und Hanseatic Bank deine Rechnung erstellen und abbuchen.
- Zahlungsmethoden im Vergleich: Verstehe die Unterschiede zwischen SEPA-Lastschrift, Überweisung und Online-Banking mit Kosten und Risiken.
- Gesamtbetrag vs. Teilzahlung: Finde heraus, was Teilzahlung bei Ø 18,61 % Sollzins pro Monat wirklich kostet.
- Kontostand und Abrechnung prüfen: Überblick über alle Wege, deinen aktuellen Saldo und neue Rechnungen einzusehen.
- Konsequenzen bei Zahlungsverzug: Lerne, ab wann Verzugszinsen von 6,27 % p.a. und SCHUFA-Einträge drohen.
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*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.
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Was ist eine Mastercard-Abrechnung und wie ist sie aufgebaut?
Die Mastercard-Rechnung bezahlen – das klingt simpel, aber dahinter steckt ein System mit festen Regeln, das du kennen solltest. Deine Kreditkartenabrechnung ist eine monatliche Zusammenfassung aller Transaktionen, die du innerhalb eines definierten Abrechnungszeitraums mit deiner Karte getätigt hast. Sie funktioniert wie ein Kontoauszug: übersichtlich, chronologisch, mit allen relevanten Zahlen.
Die Abrechnung erfüllt drei Funktionen gleichzeitig. Erstens schafft sie Transparenz über deine Ausgaben. Zweitens ist sie eine formelle Zahlungsaufforderung. Drittens dient sie dir als Instrument zur Ausgabenkontrolle – du siehst auf einen Blick, wo dein Geld hingeflossen ist.
Was steht konkret auf der Abrechnung?
Eine vollständige Mastercard-Abrechnung enthält folgende Posten:
- Abrechnungsmonat, Abrechnungsdatum und den genauen Abrechnungszeitraum
- Alle Kartenumsätze mit Transaktionsdatum und Buchungsdatum
- Transaktionsbeschreibung: Händler oder Dienstleister, Betrag in Originalwährung und Euro
- Eventuelle Gebühren – zum Beispiel Jahresgebühr oder Auslandseinsatzgebühr
- Zinsen, aber nur wenn sie anfallen, etwa bei Teilzahlung oder Barabhebung
- Lastschrifteinzüge und eingegangene Überweisungen
- Aktueller Kartensaldo und der Saldo des Vormonats
Wichtig: Ein positiver Kartensaldo ist möglich. Das passiert zum Beispiel, wenn du zu viel überwiesen hast oder eine Rückbuchung vom Händler eingegangen ist.
Welche Kartentypen gibt es – und was bedeutet das für deine Rechnung?
Nicht jede Mastercard funktioniert gleich. Es gibt drei grundlegende Typen, und jeder hat eine andere Abrechnungslogik:
Charge Card: Das ist in Deutschland der häufigste Typ. Alle Umsätze des Monats werden gesammelt und einmal monatlich als Gesamtbetrag vom hinterlegten Referenzkonto eingezogen. Du zahlst immer den vollen Betrag – keine Zinsen, kein Spielraum für Teilzahlung. Einfach, transparent, günstig.
Revolving Card: Hier hast du die Wahl. Du kannst den Gesamtbetrag zahlen oder nur einen Mindestbetrag – typischerweise 2 bis 5 % des offenen Saldos. Auf den Restbetrag fallen dann Zinsen an. Der durchschnittliche Sollzinssatz in Deutschland lag im Dezember 2025 bei 18,61 % p.a. Das klingt abstrakt, wird aber schnell teuer – dazu später mehr.
Debit Mastercard: Hier gibt es keine monatliche Abrechnung im klassischen Sinne. Jede Transaktion wird direkt vom Girokonto abgebucht – in der Regel innerhalb von 1 bis 3 Werktagen nach der Zahlung. Du brauchst also immer ausreichend Deckung auf deinem Konto.
Welchen Typ du hast, steht in deinen Kartenkonditionen. Im Zweifel hilft ein Blick ins Online-Banking oder ein Anruf beim Kundenservice.
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*Es gelten Bedingungen. Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.
Abrechnungszyklus: Wann wird die Mastercard-Rechnung erstellt?
Der Abrechnungszyklus bei Mastercard ist monatlich – das ist der Standard bei allen gängigen Anbietern. Aber wann genau der Stichtag liegt und wann das Geld tatsächlich von deinem Konto abgebucht wird, hängt stark von deiner Bank ab.
Als allgemeinen Richtwert gilt: Mastercard setzt den Sammelstichtag auf den Abend des 25. eines Monats. Die Rechnung erscheint dann rund 2 Werktage später in deinem Online-Postfach. Zum Vergleich: Visa arbeitet mit dem 22. als Stichtag und versendet die Abrechnung bereits am ersten Buchungstag danach.
Zwischen dem Abrechnungsstichtag und der tatsächlichen Abbuchung vom Referenzkonto liegen je nach Institut 2 bis 7 Bankarbeitstage. Das ist keine Kulanzfrist – das ist der normale Verarbeitungszeitraum. Dein Konto muss zum Abbuchungstag gedeckt sein, nicht schon am Stichtag.
Was passiert mit Transaktionen nach dem Stichtag?
Kaufst du am 26. eines Monats ein und der Stichtag war der 25., erscheint diese Transaktion nicht mehr in der aktuellen Abrechnung. Sie wandert automatisch in den nächsten Monat. Das kann praktisch sein – oder dazu führen, dass du den Überblick verlierst, wenn du nicht regelmäßig ins Online-Banking schaust.
📌 Good to know
Transaktionen nach dem Buchungsschluss erscheinen erst in der nächsten Monatsabrechnung. Plane das ein, wenn du kurz vor dem Stichtag größere Ausgaben hast.
Bankvergleich: Stichtage und Abbuchungsfristen
Die folgende Tabelle zeigt, wie unterschiedlich die Banken vorgehen. Die Unterschiede sind erheblich – zwischen 2 und 7 Bankarbeitstagen Abstand zwischen Abrechnung und Abbuchung:
| Bank | Buchungsschluss | Abrechnungserstellung | Abbuchung vom Referenzkonto |
|---|---|---|---|
| GLS Bank | 18. des Monats | Monatsende | 7 Bankarbeitstage nach Monatsende |
| Deutsche Bank | 25. des Monats | 25. (bzw. vorheriger Arbeitstag) | 2 Bankarbeitstage nach dem 25. |
| Hanseatic Bank | k. A. | 25. des Monats | Letzter Arbeitstag des Monats |
| Naspa | k. A. | Monatsmitte | k. A. |
| Mastercard allgemein | Abend des 25. | 2 Werktage nach dem 25. | k. A. |
Ein konkretes Beispiel: Bei der GLS Bank gilt der 18. als Buchungsschluss. Alles, was du bis zum 18. ausgibst, erscheint in der Monatsabrechnung. Die Abbuchung erfolgt dann erst 7 Bankarbeitstage nach Monatsende – du hast also vergleichsweise viel Zeit, dein Referenzkonto aufzufüllen. Bei der Deutschen Bank geht es schneller: Stichtag ist der 25., Abbuchung bereits 2 Bankarbeitstage danach.
Die Naspa rechnet zur Monatsmitte ab – das ist ungewöhnlich, aber nicht selten bei regionalen Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Schau also immer in deine persönlichen Kartenkonditionen, um den genauen Rhythmus zu kennen.
Mastercard Rechnung bezahlen: Alle Zahlungsmethoden im Überblick
Wenn deine Mastercard-Rechnung erstellt ist, hast du grundsätzlich drei Wege, sie zu begleichen. Jeder hat seine Vor- und Nachteile – und einen entscheidenden Unterschied beim Thema Fristversäumnis.
Methode 1: SEPA-Lastschrift
Die SEPA-Lastschrift ist die bequemste und sicherste Option. Du richtest einmalig ein Lastschriftmandat ein, und der fällige Betrag wird automatisch zum Fälligkeitstermin von deinem Referenzkonto abgebucht. Keine manuelle Aktion nötig, keine Gebühren für dich als Karteninhaber.
Der einzige Haken: Dein Referenzkonto muss am Abbuchungstag ausreichend gedeckt sein. Ist das nicht der Fall, kommt es zu einer Rücklastschrift. Das kostet dich Gebühren – und im schlimmsten Fall gerätst du in Zahlungsverzug, obwohl du das gar nicht wolltest. Halte also immer einen Puffer auf dem Konto.
Empfehlung: Richte die SEPA-Lastschrift ein, sobald du deine Karte erhältst. Das schützt dich vor vergessenen Zahlungen und Mahngebühren.
Methode 2: Manuelle Überweisung
Wer keine Lastschrift einrichten möchte, kann manuell überweisen. Auf deiner Abrechnung steht eine persönliche Kontonummer für dein Kreditkartenkonto – dorthin überweist du den fälligen Betrag. Die übliche Zahlungsfrist beträgt 2 bis 3 Wochen nach Rechnungserstellung.
SEPA-Inlandsüberweisungen werden meist am nächsten Werktag gutgeschrieben, maximal innerhalb von 1 bis 3 Werktagen. Plane also nicht auf den letzten Drücker. Wer am Freitagabend überweist, riskiert, dass die Gutschrift erst am Dienstag erscheint.
Das größte Risiko bei der manuellen Überweisung: Du vergisst sie. Besonders in stressigen Monaten passiert das schneller als gedacht. Wer diesen Weg wählt, sollte sich eine Erinnerung im Kalender setzen.
Methode 3: Online-Banking
Online-Banking ist keine eigenständige Zahlungsmethode, sondern ein Kanal. Über das Online-Banking deiner Bank kannst du deine Abrechnung einsehen, dein Lastschriftmandat verwalten und manuelle Überweisungen auslösen. Die Bearbeitungszeit entspricht der normalen SEPA-Überweisung: in der Regel 1 Werktag.
💡 Tip
Aktiviere im Online-Banking die E-Mail-Benachrichtigung, sobald eine neue Abrechnung verfügbar ist. So verpasst du keine Frist – auch wenn du die Lastschrift bereits eingerichtet hast.
Vergleich der drei Methoden
| Methode | Automatisch | Kosten (Karteninhaber) | Bearbeitungszeit | Risiko |
|---|---|---|---|---|
| SEPA-Lastschrift | Ja | Keine | Sofort zum Fälligkeitstermin | Rücklastschrift bei fehlender Deckung |
| Manuelle Überweisung | Nein | Keine (SEPA-Inland) | 1–3 Werktage (oft 1 Werktag) | Vergessen, Fristversäumnis |
| Online-Banking | Nein | Keine | 1 Werktag | Eigeninitiative erforderlich |
Fazit: Alle drei Methoden sind für den Karteninhaber kostenlos. Der Unterschied liegt im Aufwand und im Risiko. Wer die Lastschrift eingerichtet hat, muss sich um nichts kümmern – solange das Konto gedeckt ist. Wer manuell überweist, trägt die Verantwortung selbst.
Gesamtbetrag oder Teilzahlung: Was kostet mich meine Mastercard wirklich?
Das ist die wichtigste Frage bei jeder Kreditkartenabrechnung: Zahlst du alles auf einmal – oder nur einen Teil? Die Antwort hat massive finanzielle Konsequenzen.
Gesamtbetrag zahlen: Die kluge Wahl
Wer den Gesamtbetrag fristgerecht begleicht, zahlt keine Zinsen. Punkt. Das zinsfreie Zahlungsziel kann dabei bis zu 51 Tage betragen – je nachdem, wann im Monat du eingekauft hast und wann die Abbuchung erfolgt. Das ist ein echter Vorteil gegenüber einer Debitkarte, bei der das Geld sofort weg ist.
Bei einer Charge Card ist das ohnehin die einzige Option: Der Gesamtbetrag wird automatisch eingezogen. Bei einer Revolving Card hast du die Wahl – und genau da liegt die Gefahr.
Teilzahlung: Teuer, sehr teuer
Bei einer Revolving Card kannst du einen Mindestbetrag zahlen – typischerweise 2 bis 5 % des offenen Saldos. Das klingt verlockend, wenn das Geld gerade knapp ist. Aber auf den Restbetrag fallen sofort Zinsen an.
Wie hoch sind diese Zinsen? Der durchschnittliche Sollzinssatz für Kreditkarten in Deutschland lag im Dezember 2025 bei 18,61 % p.a. Die Spanne reicht von 13,45 % bis 24,60 % – die teuersten Karten lagen Anfang 2024 knapp unter 25 % p.a.
Das folgende Diagramm zeigt die Zinsspanne anschaulich:
Sollzinssätze Kreditkarten Deutschland Dezember 2025
Rechenbeispiel: Was kostet dich 1.000 € Restschuld?
Die Zinsformel lautet: Restschuld × (effektiver Jahreszins / 100) × Zeitraum in Jahren. Für eine monatliche Berechnung teilst du den Jahreszins durch 12.
Konkret: Bei 1.000 € Restschuld und dem Durchschnittszins von 18,61 % p.a. zahlst du pro Monat:
1.000 € × 18,61 % ÷ 12 = ca. 15,51 € Zinsen
Das klingt überschaubar. Aber wenn du nur den Mindestbetrag zahlst und die Schulden kaum abträgst, summiert sich das schnell. Nach einem Jahr wären das über 186 € allein an Zinsen – bei einem Saldo, der sich kaum verringert hat.
Vergleich: Gesamtzahlung vs. Teilzahlung
| Merkmal | Gesamtbetrag zahlen | Mindestzahlung / Teilzahlung |
|---|---|---|
| Zinsen | Keine | 13,45–24,60 % p.a. (Ø 18,61 %) |
| Zinsfreies Zahlungsziel | Bis zu 51 Tage | Entfällt für Restbetrag |
| Finanzielle Flexibilität | Gering | Hoch (kurzfristig) |
| Gesamtkosten | Niedrig | Deutlich höher |
| Empfehlung | ✓ Ja, immer bevorzugen | Nur im absoluten Notfall |
Die Botschaft ist klar: Teilzahlung ist ein teures Instrument. Nutze es nur, wenn du wirklich keine andere Wahl hast – und tilge den Restbetrag so schnell wie möglich.
Kontostand prüfen und Abrechnung einsehen: So behältst du den Überblick
Wer seine Mastercard-Rechnung im Griff haben will, muss regelmäßig den Kontostand prüfen. Das klingt selbstverständlich – aber viele Karteninhaber schauen erst auf die Abrechnung, wenn das Geld bereits abgebucht wurde. Dabei gibt es mehrere einfache Wege, jederzeit informiert zu bleiben.
Online-Banking: Der schnellste Weg
Das Online-Banking deines kartenausgebenden Instituts ist die erste Anlaufstelle. Hier siehst du in Echtzeit alle gebuchten und vorgemerkten Umsätze sowie deinen aktuellen Saldo. Die meisten Banken zeigen auch noch nicht abgerechnete Transaktionen an – also Ausgaben, die noch nicht im nächsten Abrechnungszeitraum erscheinen, aber bereits verbucht sind.
Im Postfach des Online-Bankings findest du außerdem deine Abrechnungen als PDF. Viele Banken bieten auch Excel- oder CSV-Downloads an – praktisch, wenn du deine Ausgaben in einer Tabelle auswerten möchtest.
Mobile App: Immer dabei
Die meisten Banken bieten eine App, die dir Push-Benachrichtigungen bei neuen Buchungen schickt. Das ist besonders nützlich, um unbekannte Abbuchungen sofort zu erkennen. Wer eine verdächtige Transaktion entdeckt, kann direkt über die App eine Reklamation einleiten.
Bei einem Chargeback – also einer Rückbuchung nach einer Reklamation – beträgt die Bearbeitungszeit in der Regel 5 bis 7 Tage, maximal 30 Tage. Das ist ein gesetzlich geregelter Prozess, der über das Kartennetzwerk abgewickelt wird.
Weitere Wege zur Kontostandabfrage
- Website des Kartenausstellers: Mastercard-eigene Portale und Partnerbanken bieten direkten Zugang zu Kontoinformationen.
- Telefonischer Kundenservice: Die Nummer steht auf der Rückseite deiner Karte. Für schnelle Auskünfte zum Saldo oder zu einzelnen Buchungen ist das eine zuverlässige Option.
- E-Mail-Benachrichtigung: Aktiviere im Online-Banking die automatische Benachrichtigung, sobald eine neue Abrechnung verfügbar ist. So verpasst du keine Frist.
Positiver Kartensaldo: Was bedeutet das?
Ein positiver Saldo auf deinem Kreditkartenkonto ist möglich und kein Fehler. Er entsteht zum Beispiel, wenn du mehr überwiesen hast als fällig war, oder wenn eine Rückbuchung vom Händler eingegangen ist. In diesem Fall hat die Bank Geld von dir – du kannst es entweder für zukünftige Ausgaben nutzen oder dir auszahlen lassen. Wie das funktioniert, steht in deinen Kartenkonditionen.
Regelmäßige Kontrolle lohnt sich also nicht nur zur Vermeidung von Verzug – sie hilft dir auch, Fehler, Doppelbuchungen und unbefugte Transaktionen frühzeitig zu erkennen.
Was passiert bei verspäteter Zahlung der Mastercard-Rechnung?
Du hast die Frist verpasst – was jetzt? Die Konsequenzen einer verspäteten Zahlung sind gestaffelt und werden mit der Zeit ernster. Hier ist, was dich erwartet.
Mahngebühren: Nur tatsächliche Kosten
Wenn du nicht rechtzeitig zahlst, darf deine Bank Mahngebühren erheben. Aber: Es gibt keine gesetzlich fixierte Pauschale. Mahngebühren dürfen nur die tatsächlich entstandenen Kosten abdecken – Porto, Papier, Adressermittlung, Rücklastschriftgebühren. Überhöhte Mahngebühren sind rechtlich anfechtbar.
Verzugszinsen: Ab wann und wie viel?
Automatischer Verzug tritt spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung ein – ohne dass eine Mahnung notwendig ist. Das ist in § 271 BGB geregelt.
Ab diesem Zeitpunkt fallen Verzugszinsen an. Der gesetzliche Verzugszins für Verbraucher berechnet sich aus dem Basiszinssatz plus 5 Prozentpunkte. Ab dem 1. Juli 2025 gilt: Basiszinssatz 1,27 % + 5 Prozentpunkte = 6,27 % p.a.
Das ist deutlich niedriger als die regulären Kreditkartenzinsen bei Teilzahlung (Ø 18,61 % p.a.) – aber es kommen Mahngebühren und weitere Konsequenzen hinzu.
SCHUFA-Eintrag: Wann droht er?
Eine einzelne verspätete Zahlung landet in der Regel nicht sofort in der SCHUFA. Aber wiederholte oder anhaltende Nichtzahlung kann deine Bonität negativ beeinflussen. Ein negativer SCHUFA-Eintrag erschwert künftige Kreditanfragen, Mietverträge und sogar Handyverträge.
Kontosperrung und Inkasso
Bei anhaltender Nichtzahlung kann das Kreditkartenkonto gesperrt werden. Die Karte funktioniert dann nicht mehr – weder für Zahlungen noch für Abhebungen. Im nächsten Schritt wird die Forderung an ein Inkassounternehmen weitergegeben. Im Extremfall sind Gehaltspfändungen möglich.
📌 Good to know
Verzug tritt automatisch nach 30 Tagen ein – ohne Mahnung. Warte also nicht auf ein Mahnschreiben, wenn du weißt, dass eine Zahlung aussteht.
Was tun, wenn du nicht zahlen kannst?
Wenn du absehst, dass du die Rechnung nicht fristgerecht begleichen kannst, kontaktiere deine Bank proaktiv. Viele Institute bieten in solchen Situationen Ratenzahlungen oder Stundungen an – aber nur, wenn du das Gespräch suchst, bevor der Verzug eintritt. Wer schweigt, riskiert die volle Eskalationskette.
Zusammengefasst: Verspätete Zahlung ist teuer, schadet deiner Bonität und kann im schlimmsten Fall rechtliche Konsequenzen haben. Die beste Strategie ist die SEPA-Lastschrift – dann kann nichts vergessen werden.
Häufig gestellte Fragen
Wann wird meine Mastercard-Rechnung erstellt?
In der Regel monatlich, häufig zum 25. des Monats. Der genaue Stichtag ist bankabhängig – GLS Bank rechnet zum 18., Naspa zur Monatsmitte. Den genauen Termin findest du in deinen Kartenkonditionen.
Wann wird der Betrag von meinem Konto abgebucht?
Üblicherweise 2 bis 7 Bankarbeitstage nach dem Abrechnungsstichtag. Bei der Deutschen Bank sind es 2 Bankarbeitstage nach dem 25., bei der GLS Bank 7 Bankarbeitstage nach Monatsende.
Zahle ich Zinsen, wenn ich den Gesamtbetrag begleiche?
Nein. Wer die Abrechnung vollständig und fristgerecht ausgleicht, zahlt keine Zinsen – unabhängig vom Jahreszinssatz der Karte. Das zinsfreie Zahlungsziel beträgt bis zu 51 Tage.
Was passiert, wenn ich nur den Mindestbetrag zahle?
Auf den offenen Restbetrag fallen Zinsen an. Der Durchschnittszins in Deutschland lag im Dezember 2025 bei 18,61 % p.a. Bei 1.000 € Restschuld sind das rund 15,51 € Zinsen pro Monat.
Was passiert bei verspäteter Zahlung der Mastercard-Rechnung?
Nach 30 Tagen tritt automatisch Verzug ein. Es fallen Mahngebühren und Verzugszinsen von 6,27 % p.a. an. Bei wiederholter Nichtzahlung drohen SCHUFA-Eintrag, Kontosperrung und Inkasso.
Wie lange dauert es, bis eine Überweisung auf dem Kreditkartenkonto gutgeschrieben wird?
SEPA-Inlandsüberweisungen werden meist am nächsten Werktag gutgeschrieben, spätestens innerhalb von 1 bis 3 Werktagen. Überweise also nicht auf den letzten Drücker vor dem Fälligkeitstermin.
Wie kann ich meinen Mastercard-Kontostand prüfen?
Über das Online-Banking oder die App deiner Bank, die Website des Kartenausstellers oder telefonisch über den Kundenservice. Die Nummer findest du auf der Rückseite deiner Karte.















