Ab dem 1. Juli können Bauherren für die Umwandlung leerstehender Büro- und Gewerbeflächen in Wohnraum bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit beantragen. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) stellt für das Förderprogramm insgesamt 300 Millionen Euro bereit. Die Unterstützung wird als Zuschuss gewährt und ist auf maximal 300.000 Euro pro Investor begrenzt.
Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“
Das bereits im April angekündigte Programm richtet sich an leerstehende Läden, Büros und alte Gebäude wie ehemalige Dorfgrundschulen. Diese Immobilien sollen eine neue Bestimmung als Wohnraum erhalten, während gleichzeitig viele Menschen dringend nach Wohnraum suchen.
Potenzial in deutschen Großstädten
Immobilienexperten sehen erhebliches Potenzial in der Umnutzung ungenutzter Büroflächen. Nach Berechnungen des Immobilienspezialisten Jones Lang LaSalle (JLL) könnten allein in den sieben größten Metropolen rund 11.000 neue Wohnungen aus solchen Flächen entstehen. Das Ifo-Institut prognostiziert für 2024 sogar bis zu 60.000 mögliche Wohnungen.
Vorteile der Flächenumnutzung
- Einsparung wertvoller Ressourcen durch Nutzung bestehender Bausubstanz
- Belebung von Innenstädten und Zentren durch neuen Wohnraum
Herausforderungen bei der Umsetzung
Der Umbau erfordert erhebliche Investitionen, da viele Flächen ursprünglich für andere Zwecke konzipiert wurden und kostenintensiv angepasst werden müssen. Die Baukosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Zudem sind Bürogebäude nicht immer ideal als Wohnorte geeignet, da es ihnen häufig an guter Anbindung oder Infrastruktur wie Schulen, Nahverkehrsverbindungen, Kindergärten oder Parks fehlt.
Erschienen am 1. Juli 2026 · Zuletzt geprüft: 05.07.2026
