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Studie: Eigentümer gegenüber Vermietern benachteiligt

Das Wichtigste in Kürze:

Entdecke, warum Selbstnutzer von Immobilien in Deutschland steuerlich benachteiligt sind. Eine neue Studie zeigt, dass Vermieter im Vergleich deutlich höhere Renditen erzielen. Erfahre mehr über die Unterschiede zu anderen europäischen Ländern und wie sich dies auf die Wohneigentumsquote auswirkt.

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Selbstnutzer von Wohneigentum erleiden in Deutschland erhebliche steuerliche Nachteile gegenüber Vermietern. Laut einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) verliert der Käufer einer Eigentumswohnung für 300.000 Euro in einer Großstadt innerhalb von 15 Jahren rund 87.000 Euro im Vergleich zu einem Vermieter derselben Immobilie.

Renditedifferenz: Vermieter erwirtschaften neun Prozent, Selbstnutzer sechs Prozent

Die Rendite auf das investierte Kapital unterscheidet sich deutlich: Vermieter erzielen in diesem Szenario fast neun Prozent, während Selbstnutzer lediglich sechs Prozent erreichen. Der Grund liegt in den steuerlichen Vorteilen für Vermieter: Diese können ihre Immobilie abschreiben und Ausgaben wie Kreditzinsen sowie Instandhaltungskosten steuerlich geltend machen. Selbstnutzern bleiben diese Möglichkeiten verwehrt. Auch außerhalb der Großstädte beläuft sich der Steuernachteil für Selbstnutzer auf 40.000 bis 50.000 Euro bei vergleichbaren Objekten.

Deutschland im europäischen Vergleich: Höchste Vermieter-Rendite, schlechteste Selbstnutzer-Bedingungen

Die IW-Studie vergleicht Deutschland mit sechs weiteren europäischen Ländern, darunter die Niederlande, Frankreich und Österreich. Deutsche Vermieter erzielen mit durchschnittlich rund sieben Prozent die höchste Rendite unter den untersuchten Ländern, während Selbstnutzer am schlechtesten abschneiden. In den Vergleichsländern profitieren Selbstnutzer von günstigeren Steuerbedingungen durch niedrigere Kaufnebenkosten oder höhere Besteuerung von Mieteinnahmen.

Wohneigentumsquote: Deutschland Schlusslicht in der EU mit 44 Prozent

Die steuerliche Benachteiligung spiegelt sich in der Wohneigentumsquote wider: Deutschland verzeichnet mit 44 Prozent im Jahr 2022 den niedrigsten Wert in der Europäischen Union. Der EU-Durchschnitt liegt bei etwa 70 Prozent. Michael Voigtländer vom IW schlägt einen Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer für Selbstnutzer als staatliche Fördermaßnahme vor. Wohneigentum könne als Mittel zur Vermögensbildung und Altersvorsorge dienen, doch Deutschland lege Interessenten dabei Steine in den Weg.

Erschienen am 5. Juli 2026 · Zuletzt geprüft: 05.07.2026


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