Die Preise für den Neubau konventioneller Wohngebäude in Deutschland sind im Mai um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Das Statistische Bundesamt verzeichnet damit eine Beschleunigung der Teuerung, nachdem der Anstieg im Februar noch bei 3,3 Prozent lag. Bauherren sehen sich in nahezu allen Gewerken mit höheren Kosten konfrontiert.
Rohbauarbeiten: Preisanstieg von bis zu 7,3 Prozent
Die Kosten für Roharbeiten kletterten innerhalb eines Jahres um fast 5 Prozent. Dabei verteuerten sich Betonarbeiten um 3,6 Prozent und Mauerarbeiten um 3,8 Prozent. Besonders stark fielen die Preissteigerungen bei Dachdeckungsarbeiten sowie Zimmer- und Holzbauarbeiten aus: Hier lag der Anstieg jeweils bei 7,3 Prozent.
Ausbau und Metallbau: Kostenschub bei Heizanlagen
Ausbauarbeiten verteuerten sich um 5,1 Prozent, wobei insbesondere Heizanlagen und Wärmepumpen betroffen sind. Im Metallbau betrug die Preiserhöhung 4,4 Prozent.
Instandhaltung und andere Bauvorhaben
Auch Instandhaltungsmaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden verzeichneten einen deutlichen Kostenschub: Die Ausgaben stiegen im Mai um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Neubaupreise für Bürogebäude kletterten um 5,2 Prozent, während sie im Straßenbau um 6,2 Prozent zulegten.
Politische Gegenmaßnahmen
Bundesbauministerin Klara Geywitz hat Initiativen zur Eindämmung der Kostensteigerungen vorgestellt. Diese setzen auf Digitalisierung, beschleunigte Genehmigungsverfahren und vereinfachte Förderprogramme. Ein Gesetzesentwurf zum Gebäudetyp E mit reduzierten Standards soll den Wohnungsbau kostengünstiger gestalten.
