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Trade Republic intensiviert Wettbewerb um Rentendepots

14. Oktober 2026, 10:00 Uhr8 AufrufeZuletzt geprüft: 14.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Entdecke, wie Trade Republic mit einem gebührenfreien Altersvorsorgedepot den Preiskampf in der Finanzbranche neu entfacht. Der Berliner Online-Broker bietet attraktive Konditionen für Sparer, die von staatlichen Zulagen profitieren möchten. Erfahre mehr über die Konkurrenz zu etablierten Banken und neuen Mitbewerbern.

Trade Republic steigt in den Markt für staatlich geförderte Altersvorsorgedepots ein und bietet ab 2027 ein vollständig kostenfreies Modell an. Der Online-Broker verzichtet auf Depot- und Ausführungskosten sowie bei über 50 ETFs auf laufende Verwaltungsgebühren, die stattdessen monatlich reinvestiert werden. Damit verschärft das Unternehmen den Wettbewerb um die neue Förderung erheblich.

Staatliche Förderung als Treiber des Marktes

Ab 2027 erhalten Sparer für Einzahlungen ins Altersvorsorgedepot staatliche Zulagen von bis zu 540 Euro pro Jahr. Für jedes Kind kommen zusätzlich bis zu 300 Euro hinzu. Förderfähig sind jährliche Einzahlungen zwischen 120 Euro und 1.800 Euro. Während der Ansparphase bleiben Kapitalerträge steuerfrei. Bestehende Riester-Verträge können problemlos ins neue System übertragen werden.

Trade Republic setzt auf Nullgebühren-Strategie

Christian Hecker, Mitgründer von Trade Republic, betont die Bedeutung niedriger Kosten: Deutschland gehöre mit dem neuen Altersvorsorgedepot weltweit zur Spitze der geförderten privaten Altersvorsorge. Entscheidend sei, dass die Förderung tatsächlich den Menschen zugutekomme und nicht durch hohe Gebühren verloren gehe. Das Berliner Unternehmen verwaltet mit über zehn Millionen Kunden europaweit ein Kundenvermögen von mehr als 150 Milliarden Euro, davon entfallen über fünf Millionen Kunden auf Deutschland.

Etablierte Banken reagieren mit Niedrigpreisangeboten

Die Konkurrenz positioniert sich ebenfalls aggressiv: Die Deutsche Bank bietet zusammen mit ihrer Fondstochter DWS Standarddepots mit jährlichen Kosten von 0,1 Prozent in den ersten beiden Jahren an, danach steigen die Gebühren auf 0,28 Prozent. Die Dekabank erhebt für ihr standardisiertes Depot etwa 0,1 Prozent Jahresgebühr. Scalable Capital wirbt mit einem kostenlosen Depot bei Auswahl bestimmter Finanzprodukte und reinvestiert Fondsgebühren als Renten-Bonus bei ausgewählten ETFs. Laut einer Studie planen über 90 Prozent aller befragten Institute, künftig Altersvorsorgedepots anzubieten. Für Banken steht dabei die langfristige Kundenbindung im Vordergrund, um weitere Geschäfte abwickeln zu können.

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