Künstliche Intelligenz hat bisher keinen messbaren Einfluss auf den Beschäftigungsrückgang in Deutschland. Das zeigt eine Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Seit 2022 entwickelte sich die Vollzeitbeschäftigung in stark KI-beeinflussten Berufen sogar positiver als in anderen Berufszweigen.
Beschäftigungswachstum bei 30- bis 64-Jährigen
Die Studie zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Bei den 30- bis 39-Jährigen stieg die Vollzeitbeschäftigung in KI-intensiven Berufen um knapp sechs Prozentpunkte stärker als in weniger betroffenen Tätigkeitsfeldern. Die Altersgruppe der 40- bis 64-Jährigen verzeichnete einen Zuwachs von rund fünf Prozentpunkten im Vergleich zu Berufen mit geringem KI-Einfluss.
Rückgang bei Beschäftigten unter 30 Jahren
Jüngere Arbeitnehmer unter 30 Jahren zeigen einen gegenteiligen Trend. In stark von KI betroffenen Berufen sank die Vollzeitbeschäftigung dieser Altersgruppe um 1,2 Prozentpunkte. Dies deutet auf Schwierigkeiten beim Berufseinstieg in technologisch veränderten Arbeitsumfeldern hin.
Risiken in Industrie und nicht-akademischen Berufen
Die IAB-Forscher identifizieren potenzielle Gefährdungen in spezifischen Bereichen. Besonders nicht-akademische Berufe und industrielle Tätigkeiten könnten durch hohe Automatisierungsgrade langfristig unter Druck geraten. Die Entwicklung dieser Sektoren erfordert weitere Beobachtung, um die tatsächlichen Auswirkungen von KI-Technologien auf unterschiedliche Berufsgruppen zu erfassen.
