Girocard im Ausland: Kosten, Länder & Maestro-Aus

01.12.1204 Aufrufe0 Mal als hilfreich markiertZuletzt geprüft: 20.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Die Girocard funktioniert im Ausland nur mit Maestro oder V-Pay Logo – doch das ändert sich drastisch. Während Maestro weltweit akzeptiert wird, beschränkt sich V-Pay auf Europa. Mit dem Maestro-Aus ab Juli 2023 stehen Millionen Kartennutzer vor neuen Herausforderungen. Erfahre, welche Gebühren dich erwarten, in welchen Ländern deine Karte funktioniert und wie du unnötige Kosten vermeidest.

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Im Ausland funktioniert die Girocard nur eingeschränkt. Mit aufgedrucktem Maestro-Logo zahlst du weltweit, mit V-Pay-Logo nur in Europa, ohne Co-Badging gar nicht. Welche Gebühren fallen an? In der Eurozone bezahlst du kostenlos, außerhalb meist ein bis drei Prozent vom Umsatz. Bargeld abheben kostet oft fünf bis zehn Euro je Bank – durch die Gebühr deiner und der fremden Bank zusammen bis zu zwanzig Euro. In welchen Ländern? Maestro gilt weltweit, V-Pay überwiegend in Europa; manche Banken sperren Regionen per Geo-Blocking. Wichtig: Mastercard hat den Maestro-Service im Juli 2023 eingestellt, bis 2028 laufen die letzten Karten aus. Als Alternative für das Ausland bieten sich verschiedene kostenlose Kreditkarten an, die keine Jahresgebühr erheben.

Girocards dank Co-Badging auch im Ausland einsetzbar

Kurz gesagt: Eine Girocard funktioniert im Ausland nur, wenn sie ein Maestro- oder V-Pay-Logo trägt. Dieses Co-Badging schaltet die internationale Nutzung frei.

Die Girocard gehört zur Standardausstattung eines jeden Girokontos und ermöglicht dir unkomplizierten bargeldlosen Zahlungsverkehr. Viele kennen sie noch unter ihrem alten Namen EC-Karte. Ursprünglich als europaweites Bezahlsystem konzipiert, kannst du mit einer Girokarte grundsätzlich in ganz Deutschland und Europa Geld abheben und in Geschäften bezahlen – auch kontaktlos.

Die meisten Girocards lassen sich ebenso im Ausland einsetzen. Möglich machen das die Kooperationen mit Kreditkartenanbietern wie Mastercard mit Maestro und VISA mit V-Pay. Ob deine Girocard über ein solches sogenanntes Co-Badging verfügt, erkennst du an dem aufgedruckten Maestro- oder V-Pay-Logo. Diese Partnerschaft erweitert den Einsatzbereich deiner Karte erheblich und macht sie zu einem praktischen Begleiter auf Reisen. Die Girocard ist dabei eine Debitkarte, deren genauer Unterschied zur Kreditkarte oft für Verwirrung sorgt.

💡 Tipp

Prüfe vor deiner Reise das Logo auf deiner Girocard: Maestro-Logo bedeutet weltweite Einsetzbarkeit, V-Pay-Logo funktioniert nur in Europa. Karten ohne Logo sind reine Deutschland-Karten und im Ausland nicht nutzbar.

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In welchen Ländern du mit der Girocard bezahlen kannst

Direkt beantwortet: Mit Maestro zahlst du weltweit, mit V-Pay überwiegend in Europa, ohne Co-Badging nur in Deutschland.

In welchen Ländern du mit deiner Girocard bezahlen kannst, hängt davon ab, ob sie an das Maestro- oder V-Pay-System gekoppelt ist. Maestro-Karten sind weltweit gültig und eignen sich daher besonders gut für Weltenbummler:innen. Karten mit dem V-Pay-Zeichen kannst du dagegen in der Regel nur in Europa nutzen.

Girocard im Ausland: Akzeptanz nach System

Das Co-Badging entscheidet, wo deine Karte gilt. Die Übersicht zeigt die Einsatzgebiete der drei Varianten:

System Erkennungsmerkmal Einsatzgebiet
Maestro (Mastercard) Maestro-Logo auf der Karte weltweit, längstens bis 2028 (Ablauf der Bestandskarten)
V-Pay (Visa) V-Pay-Logo auf der Karte überwiegend Europa
Ohne Co-Badging nur Girocard-Logo, kein Maestro/V-Pay nur Deutschland

Aus Sicherheitsgründen sperren einige Banken die Girocard für den Einsatz außerhalb Europas. Du kannst die Länder, in denen du die Karte einsetzen willst, auf Antrag bei deiner Bank freischalten lassen. Erkundige dich also im Vorfeld einer Reise bei deiner Bank, ob du deine Girocard in deinem Reiseland nutzen kannst und welche Tages- und Wochenlimits es beim Geldabheben und Bezahlen gibt.

Kurz erklärt: Maestro und V-Pay

Beim Maestro-System werden alle sensiblen Kartendaten auf dem Magnetstreifen gespeichert. Das hat den Vorteil, dass diese von vielen Geräten ausgelesen werden können und du überall auf der Welt per Unterschrift damit bezahlen kannst. Die breite Akzeptanz macht Maestro zur flexibleren Lösung für internationale Reisen.

V-Pay speichert die Daten dagegen auf einem speziellen Chip und du musst zum Bezahlen immer deine PIN eingeben. Das ist etwas sicherer, aber nicht alle Geräte verfügen über die nötige Technik. Das schränkt die Einsatzmöglichkeiten von V-Pay-Karten im Ausland ein, bietet dafür aber einen höheren Schutz vor Kartenmissbrauch. Eine hohe Sicherheit bei gleichzeitig weltweiter Akzeptanz bieten auch sichere Prepaid-Kreditkarten.

📌 Gut zu wissen

Viele Banken haben aus Sicherheitsgründen Geo-Blocking aktiviert: Deine Karte funktioniert dann nur in bestimmten Regionen. Informiere deine Bank unbedingt vor Reiseantritt über dein Reiseziel, um eine automatische Sperrung zu vermeiden. Speziell für den Einsatz auf Reisen sind Reisekreditkarten konzipiert, die oft ohne solche Einschränkungen auskommen.

Das kostet der Auslandseinsatz der Girocard

Das kostet es: In der Eurozone zahlst du kostenlos, außerhalb ein bis drei Prozent vom Umsatz. Beim Abheben kommen je fünf bis zehn Euro von deiner und der fremden Bank dazu.

Mit deiner Girokarte kannst du überall in Deutschland und innerhalb der Eurozone kostenlos in Geschäften bezahlen. Innerhalb der EU dürfen grenzüberschreitende Euro-Zahlungen mit der Karte laut EU-Preisverordnung ohnehin nicht teurer sein als vergleichbare Inlandszahlungen. Wenn du jedoch außerhalb der Eurozone in einem Geschäft mit der Girocard zahlst, vereinnahmt deine Bank eine prozentuale Gebühr des Umsatzes. Diese kann je nach Kartenanbieter zwischen ein und drei Prozent liegen. Eine Kreditkarte ohne Auslandsgebühren kann hier eine kostengünstigere Alternative darstellen.

Für das Abheben von Bargeld an Geldautomaten im Ausland fällt jedoch üblicherweise seitens deiner Bank eine Gebühr von zwischen fünf und zehn Euro an, manchmal auch ein prozentualer Betrag. Die genauen Kosten erfährst du im Preisverzeichnis deiner Bank. Dazu kommen zusätzlich die Gebühren, die die ausländische Bank erhebt. Diese verlangen für die Nutzung ihres Automaten häufig eine Pauschale, die ebenfalls zwischen fünf und zehn Euro liegt, unabhängig vom abgehobenen Betrag. In der Summe können beim Geldabheben außerhalb der Eurozone also schnell bis zu zwanzig Euro pro Vorgang zusammenkommen. Eine Alternative sind spezielle Reisekreditkarten, die das kostenlose Geldabheben im Ausland mit Kreditkarte ermöglichen. Dazu gehören oft auch kostenlose goldene Kreditkarten, die weitere Reisevorteile bieten.

In Ländern, die eine andere Währung als den Euro haben, können zudem Wechselkursgebühren entstehen. Diese kann deine Bank entweder transparent als prozentualen Teil des Umsatzes erheben. Manchmal verstecken sich diese Gebühren aber auch in einem unvorteilhaften Wechselkurs für die Umrechnung in Euro. Die Betreiber deutscher Bankautomaten weisen die Auslandsgebühren aber in der Regel im Preisverzeichnis aus. Manche Anbieter verzichten auf diese Aufschläge, was eine Kreditkarte ohne Auslandsentgelt auszeichnet.

Girocard im Ausland: Gebühren im Überblick

Beim Auslandseinsatz fallen mehrere Gebühren an. Die Übersicht fasst die typischen Kosten zusammen:

Situation Typische Kosten
Bezahlen in der Eurozone kostenlos
Bezahlen außerhalb der Eurozone ein bis drei Prozent des Umsatzes
Geld abheben (Gebühr deiner Bank) fünf bis zehn Euro
Geld abheben (Gebühr des ausländischen Automaten) fünf bis zehn Euro
Zahlung in Fremdwährung zusätzliche Wechselkursgebühr möglich

💡 Tipp

Lehne die Sofortumrechnung in Euro (Dynamic Currency Conversion) am Automaten oder beim Händler immer ab! Wähle stattdessen die Landeswährung – so sparst du oft 5-10% durch bessere Wechselkurse deiner Hausbank.

Achtung: Künftig nur noch eingeschränkt im Ausland einsetzbar

Worum es geht: Seit Juli 2023 gibt es keine neuen Girocards mit Maestro mehr; Bestandskarten laufen spätestens 2028 aus. V-Pay bleibt vorerst, viele neue Karten gelten aber nur in Deutschland. Internationale Reisen ohne Kreditkarte zu buchen, wird damit zur Herausforderung.

Die Girocard ist im Ausland mittlerweile nur noch eingeschränkt nutzbar. Der Grund: Mastercard hat seinen Maestro-Service für Girokarten seit Juli 2023 eingestellt. Seitdem können Banken keine neuen Girokarten mit Maestro-Funktion mehr ausgeben. Bis zu dem Gültig-bis-Datum, das auf der Girokarte steht, kannst du sie jedoch noch wie gewohnt im Ausland nutzen. 2028 werden die letzten Bestandskarten auslaufen. Daher wird eine günstige Kreditkarte fürs Ausland für viele Reisende zur wichtigen Ergänzung. Ein umfassender Kreditkarten-Vergleich hilft bei der Auswahl des passenden Modells für deine Reisen.

Das Gegenstück zu Maestro, V-Pay, bleibt vorerst weiterhin bestehen. Viele Banken geben aber bereits jetzt nur noch Girocards ohne Co-Badging mit Mastercard oder VISA aus. Diese kannst du nur in Deutschland einsetzen. Die deutsche Bankenwirtschaft arbeitet aber an verschiedenen Modellen, um Auslandszahlungen mit der Girocard auch zukünftig weiter zu ermöglichen.

📌 Gut zu wissen

Als Ersatz für die auslaufende Maestro-Funktion bieten viele Banken jetzt Debit-Kreditkarten von Mastercard oder Visa an. Diese funktionieren wie eine Girocard (sofortige Kontobelastung), sind aber weltweit einsetzbar und oft günstiger im Auslandseinsatz. Welche Konditionen die einzelnen Bank-Kreditkarten bieten, unterscheidet sich jedoch je nach Institut.

Praktische Hinweise für den Auslandseinsatz

Das Wichtigste zuerst: Kläre vor der Reise Freischaltung, Limits und Gebühren mit deiner Bank – und nimm zur Sicherheit eine zweite Karte als Backup mit. Für eine USA-Reise ist die Frage Bargeld oder Kreditkarte von besonderer Bedeutung.

Vor jeder Auslandsreise solltest du dich bei deiner Bank über die Einsatzmöglichkeiten deiner Girocard informieren. Kläre ab, ob eine Freischaltung für dein Reiseland notwendig ist und welche Limits gelten. Prüfe außerdem das Preisverzeichnis deiner Bank, um die anfallenden Gebühren zu kennen. So vermeidest du unangenehme Überraschungen und kannst deine Reisekasse besser planen. Ein Auslandsgebühren-Rechner kann dabei helfen, die genauen Kosten für den Karteneinsatz im Urlaub zu ermitteln. Oft ist es sinnvoll, die Reise mit einer Kreditkarte zu bezahlen, um von Versicherungsleistungen zu profitieren.

Setze beim Geldabheben außerdem auf wenige, größere Beträge statt vieler kleiner Abhebungen, da die festen Automatengebühren pro Vorgang anfallen. Prüfe am Automaten immer den angezeigten Gebührenhinweis, bevor du die Abhebung bestätigst, und wähle stets die Abrechnung in der Landeswährung. Die genauen Kosten für das Geldabheben mit Kreditkarte setzen sich aus mehreren Posten zusammen.

Quellen

Häufig gestellte Fragen

Q

Funktioniert jede Girocard im Ausland?

Nur Girocards mit Maestro- oder V-Pay-Logo funktionieren im Ausland. Maestro-Karten sind weltweit einsetzbar, V-Pay-Karten meist nur in Europa. Karten ohne Co-Badging funktionieren ausschließlich in Deutschland.

Q

Welche Gebühren fallen beim Bezahlen außerhalb der Eurozone an?

Beim Bezahlen außerhalb der Eurozone berechnen Banken üblicherweise ein bis drei Prozent des Umsatzes. Zusätzlich können Wechselkursgebühren anfallen. Die genauen Kosten findest du im Preisverzeichnis deiner Bank.

Q

Was kostet das Geldabheben im Ausland mit der Girocard?

Beim Geldabheben im Ausland fallen meist zwei Gebühren an: fünf bis zehn Euro von deiner Bank plus fünf bis zehn Euro vom ausländischen Automatenbetreiber. Insgesamt können also bis zu zwanzig Euro Gebühren entstehen. Mit manchen Modellen ist auch über eine Prepaid-Kreditkarte gebührenfreies Geldabheben im Ausland möglich. Es gibt verschiedene Kreditkarten, die das weltweit kostenlose Geldabheben ermöglichen.

Q

Warum wird die Girocard im Ausland künftig eingeschränkt nutzbar sein?

Mastercard hat seit Juli 2023 seinen Maestro-Service eingestellt. Bestehende Maestro-Karten funktionieren noch bis zu ihrem Ablaufdatum, spätestens bis 2028. Viele Banken geben bereits jetzt nur noch Girocards ohne Auslandsfunktion aus.

Q

Sollte ich die Sofortumrechnung in Euro am Automaten akzeptieren?

Nein, lehne die Sofortumrechnung ab. Automatenbetreiber und Händler bieten oft ungünstige Wechselkurse an, bei denen sie mehr verdienen als deine Bank normalerweise berechnen würde. Wähle immer die Landeswährung.

Q

Muss ich meine Girocard für Auslandsreisen freischalten lassen?

Ja, einige Banken sperren Girocards aus Sicherheitsgründen für den Einsatz außerhalb Europas. Informiere dich vor Reiseantritt bei deiner Bank und lasse dein Reiseland gegebenenfalls freischalten.

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