Das Wichtigste in Kürze
- Was ist eine Mietkautionsversicherung?: Rechtlich eine Bürgschaft, bei der ein Versicherer gegenüber dem Vermieter für die Kaution einsteht.
- Ablauf: Vom Online-Antrag über die Bonitätsprüfung bis zur Bürgschaftsurkunde beim Vermieter.
- Unterschied zur Bürgschaft: Versicherungsbürgschaft und private Bürgschaft im Vergleich.
- Leistung und Grenzen: Der Schutz gilt dem Vermieter, gezahlte Beträge holt sich der Bürge vom Mieter zurück.
- Kosten: Beiträge in Prozent der Kautionssumme mit Mindestbeitrag, Stand Oktober 2026.
- Kautionskonto oder Versicherung: Barkaution, Kautionskonto und Bürgschaft nach Kosten, Zinsen und Liquidität.
- Rechte des Vermieters: Höchstgrenze, Ratenzahlung und Anlagepflicht nach § 551 BGB.
- Akzeptanz: Warum der Vermieter zustimmen muss und welche Nachteile er sieht.
- Abschluss und SCHUFA: Voraussetzungen, Bonitätsprüfung, Widerruf und Wartefristen.
- Kündigung und Wechsel: Wie lange Beiträge laufen und was beim Umzug passiert.
- Gewerbe: Gewerbliche Kautionsbürgschaften mit höheren Summen und Jahresverträgen.
- Sicherheit und Aufsicht: Einlagensicherung beim Konto, Versicherer als Bürge bei der Bürgschaft.
- Auswahl: Prüfkriterien für Beitrag, Urkunde, Kündigung und Freigabe.
Stand: Oktober 2026. Alle Konditionen stammen aus Anbieterangaben und Gesetzestexten, finalarm hat die Produkte nicht selbst abgeschlossen.
DepositDirect – Mietkautionsbürgschaft
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Vorteile
- Keine Barkaution nötig
- Bestätigung online in 5 Minuten
- Jederzeit kündbar
- Rechtssicher wie Barkaution
Nachteile
- Laufende monatliche Kosten
- Kosten abhängig von Kautionshöhe
- Gratis-Rückgabe nur im ersten Monat
- Bisher nur für Privatmieter
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
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Was ist eine Mietkautionsversicherung?
Eine Mietkautionsversicherung ist eine Bürgschaft: Ein Versicherer verpflichtet sich gegenüber deinem Vermieter, für Forderungen aus dem Mietvertrag bis zur Höhe der Kaution einzustehen. Du zahlst dafür einen jährlichen Beitrag statt der Barkaution.
Die Begriffe Mietkautionsversicherung, Kautionsversicherung, Mietbürgschaft und Mietkautionsbürgschaft meinen im Alltag dasselbe Produkt. Anbieter verkaufen es oft unter dem Namen Bürgschaft, Suchende nennen es meist Versicherung.
Juristisch zählt allein der Vertragstyp. Nach § 765 Abs. 1 BGB verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten, für dessen Verbindlichkeit einzustehen. Gläubiger ist der Vermieter, Dritter bist du als Mieter, Bürge ist der Versicherer.
Wer steht hinter dem Angebot?
Hinter digitalen Angeboten stehen meist zwei Unternehmen: ein Vermittler, der Antrag und Service abwickelt, und ein Versicherer, der als Bürge haftet. Bei kautel, einem Angebot der cresult GmbH, ist laut Startseite die R+V Versicherung der Partner.
Bei heysafe ist die AXA Versicherung AG Bürge, die Vertragsabwicklung übernimmt in ihrem Auftrag die Alteos GmbH. Die Marke selbst gehört zur plusForta GmbH in Düsseldorf, die als Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO tätig ist und nicht selbst bürgt.
Beitragssätze und Bedingungen legt jeder Anbieter selbst fest, ein einheitlicher Tarif existiert nicht.
Was unterscheidet sie von der Mietkaution?
Die klassische Mietkaution ist Geld, das du hinterlegst und mit Zinsen zurückbekommst. Bei der Mietkautionsversicherung fließt kein Geld an den Vermieter, er erhält nur die Bürgschaftsurkunde. Der Beitrag dafür ist der Preis der Sicherheit und kein angespartes Guthaben.
DepositDirect – Mietkautionsbürgschaft
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Vorteile
- Keine Barkaution nötig
- Bestätigung online in 5 Minuten
- Jederzeit kündbar
- Rechtssicher wie Barkaution
Nachteile
- Laufende monatliche Kosten
- Kosten abhängig von Kautionshöhe
- Gratis-Rückgabe nur im ersten Monat
- Bisher nur für Privatmieter
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kautel – Mietkautionsbürgschaft
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Vorteile
- Online-Angebot vor der Anmietung
- Bürgschaftszusage für den Vermieter
- Keine Mindestlaufzeit, keine Frist
- Kaution bis 15.000 Euro im Rechner
Nachteile
- Vermieter muss zustimmen
- Bonitätsprüfung muss positiv sein
- Bei Schaden Erstattung an Versicherung
- Freigabe beim Umzug 3 bis 6 Monate
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Wie läuft eine Mietkautionsversicherung ab?
Eine Mietkautionsversicherung läuft in fünf Schritten ab: Angebot anfragen, Bonität prüfen lassen, Urkunde erhalten, dem Vermieter übergeben und nach Mietende freigeben lassen. Der Vermieter hält dabei nur ein Dokument, kein Geld.
- Angebot: Du gibst Kautionshöhe, Mietbeginn und Vermieterdaten online ein. Ein Anbieter gibt an, ein individuelles Angebot in nur 90 Sekunden zu erstellen.
- Bonitätsprüfung: Vor dem Angebot prüft der Anbieter deine Bonität, eine Ablehnung ist möglich.
- Urkunde: Nach Abschluss erhältst du die Bürgschaftsurkunde, je nach Anbieter digital per E-Mail oder als Original per Post.
- Übergabe: Du gibst die Urkunde an den Vermieter, der sie anstelle der Barkaution als Mietsicherheit annimmt.
- Freigabe: Nach dem Auszug gibt der Vermieter die Bürgschaft frei oder meldet offene Forderungen beim Bürgen an.
Wann beginnt der Schutz?
Laut FAQ eines Anbieters beginnt der Versicherungsschutz mit dem in der Bürgschaftserklärung ausgewiesenen Bürgschaftsbeginn, sofern der Erst- oder Einmalbeitrag rechtzeitig gezahlt wird. Der Beitrag ist nach Abschluss unverzüglich und danach jährlich fällig.
Was passiert im Schadensfall?
Im Schadensfall meldet der Vermieter seine Forderung beim Bürgen an. Bei einem Anbieter läuft das über ein Portal der Alteos GmbH; die geforderte Summe wird nach 4 Wochen Wartefrist ausgezahlt, sofern du keinen gerichtlich bestätigten Nachweis wie einen Gerichtsbeschluss vorlegst.
Danach musst du dem Bürgen den Betrag zurückzahlen. Dieser Regress ist der Kern des Modells: Die Versicherung schützt den Vermieter vor deinem Ausfall, nicht dich vor der Forderung.
Was ist der Unterschied zwischen Mietkautionsversicherung und Bürgschaft?
Die Mietkautionsversicherung ist eine Bürgschaft, deren Bürge ein Versicherer ist. Der Unterschied zur privaten Bürgschaft liegt beim Bürgen: Eltern bürgen unentgeltlich mit ihrem Vermögen, der Versicherer verlangt einen Beitrag.
Für den Vermieter zählt, wer im Ernstfall zahlt und wie schnell. Ein Versicherer ist für ihn leichter einzuschätzen als eine Privatperson, deren Einkommen er nicht kennt.
Welche Formen der Mietbürgschaft gibt es?
- Versicherungsbürgschaft: Ein Versicherer bürgt gegen einen jährlichen Beitrag, abgeschlossen meist online über einen Vermittler.
- Private Bürgschaft: Eltern oder Angehörige bürgen ohne Beitrag, haften aber persönlich bis zur vereinbarten Summe.
Was bedeutet selbstschuldnerisch?
Die Bürgschaftsurkunde legt fest, wann der Bürge zahlen muss. Bei einer selbstschuldnerischen Bürgschaft ist die Einrede der Vorausklage nach § 773 Abs. 1 Nr. 1 BGB ausgeschlossen. Der Bürge kann dann nicht verlangen, dass der Vermieter zuerst die Zwangsvollstreckung gegen dich versucht.
Welche Form gilt, steht im Bürgschaftstext. Lies die Urkunde deshalb vor der Übergabe vollständig.
- Bürgschaftsurkunde
- Das Dokument, das der Vermieter als Mietsicherheit erhält und am Ende zurückgibt.
- Regress
- Rückforderung des Bürgen beim Mieter, nachdem er an den Vermieter gezahlt hat.
- Freigabe
- Erklärung des Vermieters, dass er den Bürgen aus der Haftung entlässt.
- Einrede der Vorausklage
- Recht des Bürgen, die Zahlung zu verweigern, solange der Gläubiger keine Zwangsvollstreckung gegen den Hauptschuldner ohne Erfolg versucht hat.
Was sagt das Gesetz zur Form?
Für Bürgschaften verlangt § 766 BGB grundsätzlich eine schriftliche Bürgschaftserklärung. Einige Anbieter verschicken die Urkunde zusätzlich als PDF, auf Wunsch kommt ein Papieroriginal. Klär vorab, welche Variante dein Vermieter annimmt.
Was der Schutz leistet und wo er endet
Der Schutz der Mietkautionsversicherung gilt dem Vermieter: Der Bürge zahlt laut Tarifbedingungen bis zur vereinbarten Kautionssumme. Gezahlte Beträge musst du dem Bürgen anschließend erstatten.
Das ist der wichtigste Unterschied zu fast allen anderen Versicherungen. Eine Hausrat- oder Haftpflichtversicherung übernimmt einen Schaden endgültig, die Kautionsversicherung streckt ihn nur vor.
Wer zahlt, wenn die Versicherung an den Vermieter leistet?
Am Ende zahlst du. Ein Anbieter schreibt dazu, die Bürgschaft entbinde nicht von der Zahlungsverpflichtung; erhält der Vermieter eine Zahlung aus der Bürgschaft, ist der Mieter ihm gegenüber zur Erstattung verpflichtet.
Die Rückforderung kommt also zu den gezahlten Beiträgen hinzu. Wer mit Schäden oder Nachzahlungen rechnet, zahlt im Ergebnis doppelt: Beitrag und Forderung.
Welche Leistungsbegrenzungen und Ausschlüsse gelten?
- Leistungsbegrenzung: Der Bürge haftet höchstens bis zur Summe in der Urkunde.
- Objektbindung: Die Bürgschaft gilt nur für die eingetragene Wohneinheit.
- Personenkreis: Je nach Anbieter ist ein Abschluss für Personenmehrheiten ausgeschlossen, nur ein Mieter kann abschließen.
- Nutzungsart: Gewerbliche Mietobjekte schließen manche Anbieter aus.
- Wartezeit: Eine Wartezeit für Mieter nennen die erfassten Anbieterangaben nicht; bei einem Anbieter wartet der Vermieter 4 Wochen bis zur Auszahlung.
Welche Schäden dürfen von der Kaution abgezogen werden?
Der Vermieter darf die Sicherheit für offene Forderungen aus dem Mietverhältnis nutzen: Mietrückstände, Nachzahlungen aus der Nebenkostenabrechnung und Schäden an der Mietsache, die über normale Abnutzung hinausgehen.
Ersatzansprüche wegen Veränderungen oder Verschlechterungen der Mietsache verjähren nach § 548 Abs. 1 BGB in sechs Monaten ab Rückerhalt der Wohnung. Eine feste Frist für die Rückgabe der Kaution nennt § 551 BGB nicht.
Was kostet eine Mietkautionsversicherung? Beiträge und Tarifbeispiele (Stand: Oktober 2026)
Eine Mietkautionsversicherung kostet einen jährlichen Beitrag in Prozent der Kautionssumme. heysafe nennt 4,3 % der Mietkautionssumme pro Jahr, mindestens 39,00 Euro, also 3,25 Euro im Monat.
Die Formel ist einfach: Jahresbeitrag = Kautionssumme × Beitragssatz, mindestens der Mindestbeitrag. Über die Mietdauer gerechnet ergibt das die Gesamtkosten, denn der Beitrag fällt jedes Jahr erneut an.
Welche Beitragssätze nennen Anbieter?
Laut Anbieter-FAQ beträgt der jährliche Beitrag 4,3 % der Mietkautionssumme und beginnt ab 3,25 Euro monatlich. Weitere Gebühren fallen nach eigener Aussage nicht an. Der Beitrag wird nach Abschluss unverzüglich und dann jeweils zu Beginn des Versicherungsjahres fällig.
kautel nennt für die gewerbliche Mietkautionsbürgschaft einen Beitrag ab 250 Euro im Jahr, gewerblich abhängig von Kautionshöhe und Versicherung. Für die private Bürgschaft nennt der Anbieter keinen festen Satz, den Beitrag zeigt das Online-Angebot.
Der Kautionskonto-Anbieter DMK Deutsche Mietkaution beziffert Mietbürgschaften auf ca. 4 bis 5 % der Kautionssumme pro Jahr. Das ist eine Eigenangabe eines Wettbewerbers der Bürgschaftsanbieter, keine neutrale Marktzahl.
| Produkt | Anbieter | Bürge | Beitrag | Kautionssumme | Laufzeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Mietkautionsbürgschaft privat | heysafe | AXA Versicherung AG | 4,3 % der Mietkautionssumme pro Jahr, mind. 39,00 € | 300 bis 7.500 € | keine feste Mindestdauer, Frist 7 Tage |
| Mietkautionsbürgschaft privat | kautel | R+V Versicherung | individuell per Online-Angebot | Obergrenze 15.000 € | keine Mindestvertragslaufzeit |
| Mietkautionsbürgschaft gewerblich | kautel | R+V Versicherung | ab 250 € im Jahr | Obergrenze 500.000 € | ein Jahr, verlängert sich automatisch |
| Stand: Oktober 2026, Quelle: Websites der Anbieter. Konditionen können sich ändern. | |||||
Bürgschaftsbeitrag und angekündigter Kontozins in Prozent der Kaution
Wird die Mietkautionsversicherung zurückgezahlt?
Die Beiträge bekommst du nicht zurück, sie sind der Preis der Bürgschaft. Erstattet wird nur der Anteil für die Zeit nach dem Vertragsende: ein Anbieter erstattet bereits gezahlten Beitrag anteilig, ein anderer zu viel gezahlte Beiträge auf den Tag genau.
Genau hier liegt der Kostenunterschied zur Barkaution. Die Kaution auf dem Konto kommt am Ende samt Zinsen zurück, sofern der Vermieter keine Ansprüche hat. Der Versicherungsbeitrag ist dagegen dauerhaft ausgegeben.
Was ist besser, Mietkautionskonto oder Versicherung?
Ob Mietkautionskonto oder Versicherung besser passt, hängt von deiner Liquidität und der Mietdauer ab. Das Konto bindet Geld, bringt aber Zinsen; die Versicherung schont das Konto, kostet aber jedes Jahr einen Beitrag.
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Wer die Kaution aus Ersparnissen zahlen kann, behält das Geld beim Konto als eigenes Guthaben. Wer beim Umzug knapp bei Kasse ist, kauft mit der Bürgschaft Liquidität ein.
Wie funktioniert ein Mietkautionskonto?
Für das Beispiel in diesem Abschnitt gilt ein Vorbehalt: DMK Deutsche Mietkaution kündigt den Start für August 2026 an, der Hinweis war am 30.10.2026 weiterhin sichtbar. Eine Antragsstrecke für Mieter ist nicht abrufbar. Prüfe die Verfügbarkeit vor deiner Planung beim Anbieter.
Ein Mietkautionskonto läuft auf deinen Namen und wird zugunsten des Vermieters verpfändet. Der Anbieter beschreibt dafür eine Einladung per E-Mail und eine Online-Verifizierung per eID oder Videoident, eigene IBAN und keinen Weg in die Bankfiliale. Als kontoführende Bank nennt er die Baader Bank AG.
Die Konditionen-Tabelle der Anbieterseite weist für Eröffnung, Kontoführung sowie Ein- und Auszahlungen jeweils 0,00 € aus. Der Anbieter bezeichnet das Konto als dauerhaft kostenlos und nennt als Finanzierung einen Teil der Zinsmarge.
Angekündigt sind 2,00 % p. a. in den ersten 6 Monaten und danach 1,00 % p. a. variabel. Das Preis- und Leistungsverzeichnis nennt als Zins mindestens 0,01 % p. a.; der Zins bleibt variabel, und ein Enddatum der Aktion nennt die Seite nicht. Die Gutschrift auf dem Kautionsguthaben ist quartalsweise vorgesehen.
Für eine optionale Wertpapieranlage der Kaution nennt das Preisverzeichnis 9,00 € pro Kauf- und Verkaufstransaktion zulasten des Mieters; die ETF-Anlage ist laut Startseite noch nicht gestartet.
Für das Mietende sieht der Leitfaden vor, dass der Vermieter festlegt, ob du die Kaution vollständig oder nur einen Teilbetrag zurückbekommst; die Überweisung soll die Baader Bank AG übernehmen.
| Merkmal | Barkaution / Kautionssparbuch | Mietkautionskonto | Mietkautionsversicherung |
|---|---|---|---|
| Was erhält der Vermieter? | Geld, getrennt angelegt | verpfändetes Konto auf deinen Namen | Bürgschaftsurkunde |
| Kapitalbindung | volle Kaution | volle Kaution | keine |
| Laufende Kosten | je nach Bank | Anbieterangabe, Start offen: 0,00 € Kontoführung | Beitrag jährlich, z. B. 4,3 % der Summe |
| Erträge | stehen dem Mieter zu | angekündigt, Start offen: 2,00 % p. a. erste 6 Monate, danach 1,00 % variabel | keine |
| Rückfluss am Ende | Kaution plus Zinsen | Guthaben plus Zinsen | nur anteiliger Beitrag für Restzeit |
| Sicherung | Einlagensicherung der Bank | Einlagensicherung bis 100.000 € | Versicherer haftet als Bürge |
| Stand: Oktober 2026. Quellen: Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), § 551, Anbieterangaben. Zinsen variabel, Kontostart nicht bestätigt. | |||
Vor- und Nachteile der Versicherung für Mieter
- Liquidität: Du behältst die Kaution auf dem eigenen Konto, etwa für Umzug und Einrichtung.
- Gesamtkosten: Je länger die Mietdauer, desto teurer wird die Bürgschaft, weil der Beitrag jedes Jahr anfällt.
- Keine Zinsen: Erträge wie beim Konto entstehen nicht.
- Regress: Zahlungen an den Vermieter musst du dem Bürgen erstatten.
- Bonität: Abschluss nur nach positiver Bonitätsprüfung.
Good to know
Wirtschaftlich wirkt die Mietkautionsversicherung wie eine Überbrückung. Über viele Mietjahre summieren sich die Beiträge für eine Sicherheit, die als Barkaution am Ende zurückfließen würde.
Was darf der Vermieter mit der Mietkaution machen?
Der Vermieter muss eine Mietkaution getrennt von seinem Vermögen anlegen, die Erträge stehen dem Mieter zu. So regelt es § 551 Abs. 3 BGB; einbehalten darf er sie nur für berechtigte Forderungen.
Die Anlage erfolgt nach dem Gesetz bei einem Kreditinstitut zum für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblichen Zinssatz. Eine andere Anlageform können Mieter und Vermieter vereinbaren. Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.
Wie hoch darf die Kaution sein?
Nach § 551 Abs. 1 BGB darf die Mietsicherheit höchstens das Dreifache der Monatsmiete ohne als Pauschale oder Vorauszahlung ausgewiesene Betriebskosten betragen. Gemeint sind also drei Nettokaltmieten. § 551 Abs. 1 BGB spricht von einer Sicherheit und nennt keine bestimmte Art.
Darf ich die Kaution in Raten zahlen?
Bei einer Geldsumme bist du zu drei gleichen monatlichen Teilzahlungen berechtigt, die erste zu Beginn des Mietverhältnisses. Die Raten lassen sich zum Beispiel per Dauerauftrag zahlen; den Unterschied erklärt der Beitrag Lastschrift vs. Dauerauftrag.
Gerätst du mit der Sicherheitsleistung in Höhe der zweifachen Monatsmiete in Verzug, ist das nach § 569 Abs. 2a BGB ein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung. Dieser Termin hat also rechtliches Gewicht.
Was gilt, wenn die Mietkaution nicht angelegt wird?
Die Anlagepflicht ist eine zivilrechtliche Pflicht aus § 551 Abs. 3 BGB: Der Vermieter muss die Kaution getrennt von seinem Vermögen anlegen. Bei Streit helfen Mietervereine im Deutschen Mieterbund.
Bei der Mietkautionsversicherung stellt sich die Frage nicht. Der Vermieter erhält kein Geld, das er anlegen müsste, sondern nur die Urkunde.
Muss der Vermieter eine Mietkautionsversicherung akzeptieren?
Ob der Vermieter eine Mietkautionsversicherung akzeptiert, hängt von seiner Zustimmung ab. § 551 BGB nennt die Bürgschaft nicht als Anspruch des Mieters, das Gesetz regelt die Sicherheit als Geldsumme.
Anbieter machen die Zustimmung zur Voraussetzung. Bei einem Anbieter muss der Vermieter der Kautionsstellung durch Bürgschaft zustimmen. Sprich das Thema am besten vor der Unterschrift unter den Mietvertrag an.
Ist der Vermieter nicht einverstanden und will er die Urkunde ablehnen, nachdem du schon abgeschlossen hast, kannst du bei einem Anbieter die Bürgschaftsurkunde innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Der Widerruf erfolgt ohne Angabe von Gründen in Textform.
Welche Nachteile hat eine Mietkautionsversicherung für Vermieter?
- Kein Geld in der Hand: Der Vermieter kann nicht sofort verrechnen, sondern muss die Forderung beim Bürgen anmelden.
- Wartefrist: Bei einem Anbieter zahlt der Bürge erst nach 4 Wochen, und ein Gerichtsbeschluss des Mieters kann die Auszahlung abwenden.
- Echtheitsprüfung: Eine PDF-Urkunde muss er prüfen, etwa per Bürgschaftsnummer auf der Anbieterseite.
- Freigabe: Am Ende muss er den Bürgen aktiv aus der Haftung entlassen.
Welche Vorteile sieht der Vermieter?
Der Verwaltungsaufwand sinkt: Er muss kein Geld getrennt anlegen und keine Zinsen abrechnen. Als Bürge steht ein Versicherer, dessen Zahlungsfähigkeit er nicht selbst prüfen muss, anders als bei einer privaten Bürgschaft.
Abschluss: Voraussetzungen, Bonität und Wartefristen
Für den Abschluss einer Mietkautionsversicherung brauchst du ein Mietverhältnis in Deutschland, Volljährigkeit und eine positive Bonitätsprüfung. Gesundheitsfragen nennen die erfassten Voraussetzungen nicht, geprüft wird die Bonität.
Welche Voraussetzungen nennen die Anbieter?
heysafe verlangt ein deutsches, privat genutztes Wohnmietverhältnis; du musst als volljähriger Mieter im Mietvertrag eingetragen sein. Die Kautionssumme muss zwischen 300 und 7.500 € liegen, und derzeit kann nur ein Mieter eine Bürgschaft abschließen.
kautel nennt als Voraussetzungen die Zustimmung des Vermieters, Volljährigkeit, ein europäisches Konto und eine positive Bonitätsprüfung; das Mietobjekt muss in Deutschland liegen. Für Paare oder WGs, die über ein Gemeinschaftskonto wirtschaften, ist die Ein-Mieter-Regel ein wichtiges Detail.
Gibt es eine Mietkautionsversicherung trotz negativer SCHUFA?
Eine Mietkautionsversicherung trotz negativer SCHUFA ist bei den hier erfassten Anbietern nicht vorgesehen. Beide verlangen eine positive Bonitätsprüfung, eine Ablehnung ist möglich. Ob ein SCHUFA-Eintrag zur Ablehnung führt, entscheidet die Bonitätsprüfung des Anbieters. Der Bürge trägt das Risiko, dass er nach einer Zahlung sein Geld nicht zurückbekommt.
Wie Banken die Bonität bei anderen Produkten prüfen, zeigt der Beitrag zu Kreditkarten und SCHUFA-Prüfung. Wer die Kaution finanzieren will, kann die Kosten gegenüberstellen, etwa mit Blick auf Ratenkauf oder Ratenkredit.
Wer in Zahlungsschwierigkeiten steckt, findet Hilfe in der unentgeltlichen Schuldnerberatung von Verbraucherzentralen, Wohlfahrtsverbänden und kommunalen Stellen. Die gesetzliche Ratenzahlung in drei Teilbeträgen bleibt dir unabhängig von der SCHUFA.
Wie schnell gibt es die Bürgschaftsurkunde?
Ein Anbieter schickt die digitale Bürgschaftsurkunde laut FAQ sofort nach Antragsabschluss per E-Mail; eine Papierurkunde wird bei Abschluss bis 12:00 Uhr am selben Werktag versendet. Ein anderer schickt die Original-Bürgschaftsurkunde per Post nach Antrag und positiver Prüfung.
Welche Widerrufs- und Wartefristen gelten?
Der Widerruf ist innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen in Textform möglich. Die Frist beginnt laut Anbieter-FAQ nach Erhalt von Versicherungsschein und Vertragsbestimmungen einschließlich AVB. Der Schutz startet laut FAQ mit dem Bürgschaftsbeginn, sofern der Beitrag rechtzeitig gezahlt ist; eine Wartezeit davor nennt die FAQ nicht.
Kündigung, Fristen und Wechsel: Wie lange zahlt man?
Eine Mietkautionsversicherung zahlst du, bis der Vermieter die Bürgschaft freigibt. Die Kündigung allein beendet die Beitragspflicht nicht, entscheidend ist die Entlassung des Bürgen aus der Haftung.
Laut heysafe kannst du jederzeit ohne Angabe von Gründen mit einer Frist von 7 Tagen kündigen, eine feste Mindestdauer gibt es nicht. Die Pflicht zur Beitragszahlung endet erst, wenn der Vermieter den Bürgen vollständig aus der Haftung entlassen hat. Bereits gezahlter Beitrag wird anteilig erstattet.
Ein anderer Anbieter nennt für die private Bürgschaft keine Mindestvertragslaufzeit und keine Kündigungsfrist; die Rückgabe der Bürgschaftsurkunde beendet den Vertrag. Zu viel gezahlte Beiträge erstattet das Unternehmen auf den Tag genau.
Wann endet eine Bürgschaft bei Mietvertrag?
Eine Mietbürgschaft endet, wenn der Vermieter die Urkunde zurückgibt oder den Bürgen freigibt. Das geschieht nach dem Auszug, sobald er keine Ansprüche mehr hat. Ersatzansprüche wegen Schäden verjähren nach sechs Monaten ab Rückgabe der Wohnung, für Nebenkosten wartet er oft die Abrechnung ab.
Was passiert beim Umzug?
Die Bürgschaft gilt laut Anbieter-FAQ nur für die eingetragene Wohneinheit; für eine neue Wohnung brauchst du eine neue Bürgschaft, statt eines Austauschs der Urkunde läuft also ein neuer Vertrag. Ein anderer Anbieter weist auf eine Übergangszeit von 3 bis 6 Monaten bis zur Freigabe der alten Mietbürgschaft hin, weil der alte Vermieter die Sicherheit oft bis zur Nebenkostenabrechnung behält.
In dieser Zeit laufen zwei Verträge parallel, also auch zwei Beiträge. Plane den Wechsel deshalb früh und bitte den alten Vermieter um eine zügige Freigabe.
Tipp
Bitte den Vermieter bei der Wohnungsübergabe um eine schriftliche Freigabe oder die Rückgabe der Urkunde. Ohne diesen Schritt laufen die Beiträge weiter, obwohl du längst ausgezogen bist.
Mietkautionsversicherung: Zahlen auf einen Blick
Beitrag, Kautionssummen, Kündigung und Ablauf aus dem Artikel auf einen Blick.
Was die Bürgschaft kostet
Der Beitrag fällt jedes Jahr erneut an.
Quelle: Websites der Anbieter heysafe und kautel, Stand: Oktober 2026.
Stand: 30.10.2026
Gibt es eine Mietkautionsversicherung für Gewerbe?
Eine Mietkautionsversicherung für Gewerbe bieten nicht alle Anbieter an. kautel stellt gewerbliche Kautionsbürgschaften mit bis zu 500.000 Euro aus, heysafe schließt gewerbliche Mietobjekte aus.
Für die gewerbliche Mietkautionsversicherung nennt der Anbieter einen Beitrag ab 250 Euro im Jahr, der je nach Kautionshöhe und Versicherung variiert. Die Vertragslaufzeit beträgt ein Jahr und verlängert sich automatisch, wenn nicht gekündigt wird.
Bei Bürgschaften ab 30.000 Euro kann der Anbieter Sicherheiten von bis zu 20 Prozent der Bürgschaft verlangen, abhängig von Bonität, Risiko und Summe. Damit bindet auch die gewerbliche Variante unter Umständen Kapital.
Was unterscheidet Gewerberaum von Wohnraum?
§ 551 BGB steht im Untertitel „Mietverhältnisse über Wohnraum“. Für Räume, die keine Wohnräume sind, verweist § 578 Abs. 2 BGB auf bestimmte Vorschriften, § 551 ist darin nicht genannt. Maßgeblich ist bei Geschäftsräumen deshalb der Blick in den Mietvertrag.
Ob gewerbliche Beiträge steuerlich als Betriebsausgabe absetzbar sind, klärst du mit deiner Steuerberatung. Für Selbstständige gehört die Kautionsbürgschaft oft zur Liquiditätsplanung neben dem Geschäftskonto.
Sicherheit: Einlagensicherung und Aufsicht
Die Sicherheit hängt vom Produkt ab: Ein Kautionskonto ist durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, bei der Mietkautionsversicherung haftet ein Versicherer als Bürge.
Wie ist das Kautionskonto abgesichert?
Für Bankeinlagen gilt die gesetzliche Einlagensicherung mit einer Deckungssumme von 100.000 Euro je Einleger und Institut nach § 8 Abs. 1 EinSiG. Freiwillige Sicherungseinrichtungen der Bankenverbände sind davon getrennt zu betrachten.
Für das angekündigte Konto von DMK Deutsche Mietkaution nennt der Leitfaden die Baader Bank AG und eine insolvenzsicher getrennte Führung. DMK selbst ist keine Bank, sondern vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH; zuständige Aufsicht ist die BaFin. An Verbraucherschlichtungsverfahren nimmt DMK laut Impressum nicht teil.
Hast du weitere Guthaben bei derselben Bank, zählen sie für die Grenze zusammen. Wie sich Direktbanken und Filialbanken dabei unterscheiden, erklärt der Beitrag Direktbank vs. Filialbank.
Wie ist die Bürgschaft abgesichert?
Bei der Mietkautionsversicherung gibt es kein Guthaben, also auch keine Einlagensicherung. Der Vermieter verlässt sich auf die Zahlungsfähigkeit des Versicherers. Das VAG schreibt Sicherungsfonds für Lebens- und Krankenversicherer vor.
Ein Vermittler nennt in den AGB eine Vermögensschadenhaftpflicht je Versicherungsfall bis maximal 1.130.000 Euro und im Impressum als Beschwerdestelle den Versicherungsombudsmann e.V.
Worauf du bei der Auswahl achten kannst
Bei der Auswahl einer Mietkautionsversicherung zählen Beitragssatz, Mindestbeitrag, Höchstsumme und die Regeln für Kündigung und Freigabe. Ein Vergleich nur nach dem Monatsbeitrag greift zu kurz.
- Beitragssatz: Prozent der Kautionssumme pro Jahr, im Anbieterbeispiel 4,3 %.
- Mindestbeitrag: fällt auch bei kleinen Kautionen an, im Anbieterbeispiel 39,00 € im Jahr.
- Kautionssumme: privat je nach Anbieter mit Obergrenze 15.000 Euro oder 300 bis 7.500 €.
- Kündigung: Frist und Erstattung, Beitragspflicht bis zur Freigabe.
- Bürge: Versicherer laut Urkunde, etwa R+V oder AXA.
Welche Fragen solltest du vor dem Abschluss klären?
- Vermieter: Akzeptiert er eine Bürgschaft, und will er sie digital oder auf Papier?
- Mietdauer: Wie viele Jahre planst du zu bleiben, und wie hoch sind die Beiträge über diese Zeit?
- Alternative: Reichen die Ersparnisse für drei Raten nach § 551 BGB oder ein Kautionskonto?
- Urkunde: Steht dort eine selbstschuldnerische Bürgschaft?
- Bedingungen: Was regeln die AVB zu Rückgriff, Fälligkeit und Freigabe?
Weitere Ratgeber rund um Girokonto, Kautionskonto und Zahlungsverkehr findest du in der Rubrik Konto. Diese Übersicht ist keine Rechts- oder Versicherungsberatung; bei Streit über die Kaution helfen Mietervereine und Verbraucherzentralen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Mietkautionsversicherung?
Eine Mietkautionsversicherung ist eine Bürgschaft, bei der ein Versicherer gegenüber dem Vermieter für Forderungen aus dem Mietvertrag einsteht. Statt die Kaution bar zu hinterlegen, zahlst du einen jährlichen Beitrag und übergibst dem Vermieter eine Bürgschaftsurkunde. Zahlt der Bürge an den Vermieter, musst du ihm den Betrag erstatten.
Wie funktioniert eine Mietkautionsversicherung?
Du beantragst die Bürgschaft online, der Anbieter prüft deine Bonität und stellt eine Bürgschaftsurkunde aus. Die gibst du dem Vermieter als Mietsicherheit. Meldet er nach dem Auszug berechtigte Forderungen an, zahlt der Versicherer bis zur Kautionssumme und fordert das Geld anschließend von dir zurück.
Was kostet eine Mietkautionsversicherung?
Die Kosten richten sich nach der Kautionssumme. Ein Anbieter nennt 4,3 % der Mietkautionssumme pro Jahr mit einem Mindestbeitrag von 39,00 Euro, das entspricht 3,25 Euro im Monat (Stand: Oktober 2026). Der Beitrag fällt jedes Jahr erneut an und wird am Ende nur für die Restzeit anteilig erstattet.
Konditionen beim Anbieter ansehen
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Wie funktioniert die Mietkautionsversicherung im Schadensfall?
Der Vermieter meldet seine Forderung beim Bürgen an. Bei einem Anbieter wird die Summe nach 4 Wochen Wartefrist ausgezahlt, sofern der Mieter keinen gerichtlich bestätigten Nachweis vorlegt. Danach verlangt der Bürge den gezahlten Betrag vom Mieter zurück, die Versicherung übernimmt die Forderung also nicht endgültig.
Muss der Vermieter eine Mietkautionsversicherung akzeptieren?
Das hängt von seiner Zustimmung ab. § 551 BGB nennt die Bürgschaft nicht als Anspruch des Mieters, das Gesetz regelt die Sicherheit als Geldsumme. Anbieter setzen das Einverständnis des Vermieters voraus. Kläre das deshalb vor dem Abschluss. Lehnt er später ab, lässt sich die Urkunde bei manchen Anbietern innerhalb von 14 Tagen widerrufen.
Wie lange zahlt man eine Mietkautionsversicherung?
Du zahlst die Beiträge so lange, bis der Vermieter die Bürgschaft freigibt oder die Urkunde zurückgibt. Eine Kündigung allein reicht nicht: Bei einem Anbieter endet die Beitragspflicht erst mit der vollständigen Entlassung aus der Bürgschaftshaftung. Nach dem Auszug kann das dauern, weil Vermieter oft die Nebenkostenabrechnung abwarten.
Wann endet eine Bürgschaft bei Mietvertrag?
Eine Mietbürgschaft endet, wenn der Vermieter den Bürgen aus der Haftung entlässt oder die Bürgschaftsurkunde zurückgibt. Das geschieht nach dem Ende des Mietverhältnisses, sobald keine Forderungen mehr offen sind. Ansprüche wegen Schäden an der Wohnung verjähren nach § 548 BGB in sechs Monaten ab Rückgabe der Mietsache.
Was ist besser, Mietkautionskonto oder Versicherung?
Das hängt von deiner Situation ab. Das Mietkautionskonto bindet die volle Kaution, bringt aber Zinsen, und das Guthaben fließt am Ende zurück. Die Versicherung schont deine Liquidität, kostet aber jedes Jahr einen Beitrag, der nicht zurückkommt. Je länger die Mietdauer, desto stärker fallen die Gesamtkosten der Versicherung ins Gewicht.
Welche Nachteile hat eine Mietkautionsversicherung für Vermieter?
Der Vermieter hat kein Geld in der Hand, das er direkt verrechnen kann. Er muss Forderungen beim Bürgen anmelden, je nach Anbieter eine Wartefrist abwarten und die Echtheit der Urkunde prüfen. Am Ende muss er den Bürgen aktiv freigeben. Dafür entfällt für ihn die Pflicht, Geld getrennt anzulegen und Zinsen abzurechnen.
Welche Schäden dürfen von der Kaution abgezogen werden?
Der Vermieter darf die Kaution für berechtigte Forderungen aus dem Mietverhältnis verwenden. Dazu gehören Mietrückstände, Nachzahlungen aus der Nebenkostenabrechnung und Schäden an der Wohnung, die über normale Abnutzung hinausgehen. Bei einer Mietkautionsversicherung meldet er diese Forderungen beim Bürgen an, der sie anschließend beim Mieter zurückholt.

















