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Klare Mehrheit für Hochwasserversicherungspflicht

Das Wichtigste in Kürze:

Fünf Jahre nach der Ahrtal-Katastrophe befürwortet eine große Mehrheit der deutschen Hausbesitzer eine Versicherungspflicht gegen Hochwasser. In einer Umfrage sprachen sich 81 Prozent dafür aus, während 58 Prozent besorgt sind, dass auch ihre Region betroffen sein könnte. Die Diskussion um Pflichtversicherungen bleibt aktuell und kontrovers.

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Fünf Jahre nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal befürworten 81 Prozent der deutschen Hausbesitzer eine Versicherungspflicht gegen Hochwasserschäden. Dies ergab eine Umfrage unter 1.054 Hausbesitzern im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. Zugleich äußerten 58 Prozent der Befragten die Sorge, dass auch ihre Region von einer Flutkatastrophe betroffen sein könnte.

Schäden von 30 bis 40 Milliarden Euro nach Ahrtal-Katastrophe

Das Hochwasser im Juli 2021 forderte in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mindestens 185 Menschenleben. Die materiellen Schäden beliefen sich auf geschätzte 30 bis 40 Milliarden Euro. Bislang kommt häufig der Staat oder die Allgemeinheit für nicht versicherte Schäden auf, was regelmäßig die Diskussion über eine Pflichtversicherung entfacht.

Koalitionsvertrag sieht Versicherungspflicht vor

Derzeit ist eine Elementarversicherung gegen Naturgefahren nur als freiwilliger Zusatz zur Gebäudeversicherung verfügbar. Der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD sieht vor, diese Absicherung zur Pflicht zu machen. Die Bundesregierung prüft jedoch noch mögliche Ausnahmeregelungen oder Abwahlmöglichkeiten. Ein endgültiger Beschluss steht aus.

Versicherungsschutz in Risikogebieten schwierig

Viele Versicherungsanbieter bieten in hochwassergefährdeten Gebieten keine Elementarversicherungen mehr an. Gleichzeitig haben zahlreiche Kommunen trotz bestehender Warnhinweise Baugebiete in Risikolagen ausgewiesen, was die Problematik verschärft.

Geteilte Meinungen bei Kostenbelastung

Trotz grundsätzlicher Zustimmung zur Versicherungspflicht zeigen sich unterschiedliche Einstellungen bei den Kosten: 12 Prozent der befragten Hausbesitzer geben an, finanziell nicht mehr bereit oder fähig zu sein, weitere Belastungen für ihr Wohneigentum zu tragen. Weitere 23 Prozent lehnen zusätzliche finanzielle Verpflichtungen ab.


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