Der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, hat bei der Konferenz der Federal Reserve of Kansas City in Jackson Hole, Wyoming, eine mögliche Zinserhöhung in Aussicht gestellt. Warsh betonte, die Zentralbank müsse sicherstellen, dass sich die Kerninflation in angemessenem Tempo dem Zielwert nähere. Andernfalls liege noch viel Arbeit vor der Fed. Der Euro verlor nach seinen Äußerungen gegenüber dem US-Dollar merklich an Wert.
Inflationsrate bei 3,4 Prozent – deutlich über Fed-Ziel
Im Juli sank die Inflation auf 3,4 Prozent, nachdem sie im Vormonat geringfügig höher ausgefallen war. Seit über fünf Jahren liegt die Rate damit über dem von der Federal Reserve angestrebten Ziel von 2 Prozent. Warsh bezeichnete das aktuelle Inflationsniveau als zu hoch und forderte, die Fed solle ihre Aufmerksamkeit vorrangig auf die Preisstabilität richten. Als Ursache für den anhaltenden Preisdruck nannte er unter anderem den Iran-Krieg und die damit verbundene Energiekrise. Solche geopolitischen Unsicherheiten wirken sich auch auf die Märkte aus, in denen du selbst aktiv bist, weshalb sich ein Blick in unseren Testbericht zu Smartbroker lohnt, bevor du eine Order aufgibst.
Leitzins seit Dezember 2025 unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent
Seit Dezember 2025 hält die Federal Reserve den Leitzins in einer Spanne zwischen 3,5 und 3,75 Prozent konstant. Beim letzten Zinsentscheid Ende Juli sprachen sich drei von zwölf stimmberechtigten Mitgliedern des Zentralbankrates für eine Zinserhöhung im weiteren Jahresverlauf aus. Warsh selbst enthielt sich bei diesem Entscheid einer Stimme, unterstrich jedoch seine Entschlossenheit zur Sicherstellung der Preisstabilität.
Arbeitsmarkt stark – Preisentwicklung problematisch
Warsh verwies auf die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt in Richtung Vollbeschäftigung, betonte jedoch, dass die Situation bei den Preisen deutlich schlechter aussehe. Die Bemühungen zur Inflationsbekämpfung würden wahrscheinlich noch mehr Zeit benötigen. Trotz jüngster Konjunkturdaten, die auf eine leichte Abkühlung hindeuten könnten, sieht der Fed-Vorsitzende darin keine grundlegende Veränderung des wirtschaftlichen Trends.
