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DIW: „Wirtschaft vor entscheidender Trendwende

3. September 2026, 18:21 Uhr227 AufrufeZuletzt geprüft: 19.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Erfahre, warum das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) optimistisch in die Zukunft blickt: Trotz globaler Unsicherheiten und Herausforderungen wie hohen Energiepreisen prognostiziert das DIW für die kommenden Jahre ein solides Wachstum der deutschen Wirtschaft, gestützt durch öffentliche Investitionen.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet für 2026 ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,2 Prozent. Die Prognose liegt deutlich über der Juni-Schätzung von 0,5 Prozent. Für 2027 rechnet das Institut mit 1,0 Prozent Wachstum, für 2028 mit 0,7 Prozent. Als Treiber nennt das DIW starke Exportleistungen und einen geringer als befürchteten Energiepreisschock.

Staatliche Ausgaben als Wachstumsmotor

DIW-Präsident Marcel Fratzscher sieht die deutsche Wirtschaft vor einer potenziellen Trendwende zu stärkerem Wachstum in den kommenden zwei Jahren. Die Dynamik werde maßgeblich durch staatliche Ausgaben befeuert. Rund 70 Prozent des erwarteten Wachstums entfallen laut Fratzscher auf öffentliche Investitionen.

Private Investitionen bleiben schwach

Trotz der verbesserten Aussichten bleibt die Erholung fragil. Private Investitionen seien weiterhin unzureichend und würden nicht ausreichen, um Deutschlands Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit nachhaltig zu stärken, erklärt Fratzscher. Globale Unsicherheiten wie eine mögliche Eskalation im Nahen Osten oder neue Handelskonflikte könnten die wirtschaftliche Erholung erneut ins Stocken bringen. Die geldpolitischen Rahmenbedingungen spielen hierbei eine wesentliche Rolle, wobei die jüngste EZB-Entscheidung die Leitzinsen stabil hielt.

Konjunkturentwicklung auf wackliger Basis

Deutschlands Wirtschaft verbesserte sich zuletzt drei Quartale hintereinander. Laut DIW-Forscherin Geraldine Dany-Knedlik entwickelt sich die deutsche Konjunktur in diesem Jahr besser als erwartet, stehe aber immer noch auf leicht wackligen Beinen. Eine stabile Basis sei noch nicht erreicht.

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