Seit Bosman: Drei Viertel aller WM-Stars spielen heute im Ausland

Das Wichtigste in Kürze:

Bei der WM 1990 spielte nur jeder vierte Nationalspieler im Ausland, heute sind es fast drei Viertel (72 %). Ein wesentlicher Treiber war das Bosman-Urteil von 1995. Elf der 48 WM-Nationen schicken ihren kompletten Kader ins Ausland, Deutschland dagegen nur 33 %.

Seit Bosman: Drei Viertel aller WM-Stars spielen heute im Ausland

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Seit 1990 hat sich der Anteil der Nationalspieler, die in ausländischen Ligen aktiv sind, fast verdreifacht.

1:1, Stoitschkow per Freistoß, 75. Minute. 2:1, Letschkow per Kopfball, 78. Minute. Die Sensation war 1994 perfekt: Fußballzwerg Bulgarien besiegte den Favoriten und Titelverteidiger Deutschland im WM-Viertelfinale in East Rutherford, New Jersey. Heute, mehr als 30 Jahre später, findet die Fußball-Weltmeisterschaft wieder in den USA statt. Die Welt hat sich seitdem radikal verändert – und mit ihr der Fußball.

Der Sport und seine Arbeitsmärkte sind offener und globaler geworden. Seit 1990 gibt es eine regelrechte „Fachkräftemigration“: Bei der WM 1990 spielten 26 % der Nationalspieler in ausländischen Ligen; bei der diesjährigen WM sind es 72 %. Gleichzeitig ist der Anteil der Spieler aus dem Ausland oder mit Migrationshintergrund in den fünf europäischen Top-Ligen von 23 % auf heute 71 % gestiegen.

Das zeigt eine neue Studie des Finanzportals Finalarm und des Datenstudios DataPulse. Die Analyse zeichnet nach, wie stark die Öffnung des europäischen Fußballmarktes die Transferbewegungen und Zusammensetzung von Kadern beeinflusst hat und bis heute beeinflusst.

Direkt zum interaktiven Vergleich: Alle 48 WM-Nationen ↓

WM 2026: Anteil der Legionäre in den WM-Kadern - Infografik von Finalarm und DataPulse

Themen in diesem Artikel:

Hintergrund: Das Bosman-Urteil liberalisierte den Arbeitsmarkt für Fußballprofis

Die bulgarischen WM-Helden Christo Stoitschkow und Jordan Letschkow spielten 1994 für den FC Barcelona und den Hamburger SV. Sie waren Fußballlegionäre, also nicht für Klubs in ihren Heimatländern aktiv. Das war bis Mitte der 90er-Jahre nicht selbstverständlich.

In den nationalen Ligen und den europäischen Wettbewerben der UEFA galten Ausländerbeschränkungen: Pro Mannschaft durften nicht mehr als drei ausländische Spieler (plus zwei eingebürgerte „Vertragsspieler“) auf dem Platz stehen.

Das Bosman-Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 15. Dezember 1995 beendete dieses System. Es legte fest, dass für Profi-Sportler die gleichen Rechte gelten wie für andere Arbeitnehmer. Der Hamburger SV könnte heute elf bulgarische oder brasilianische Spieler aufbieten.

Die meisten WM-Nationalspieler sind heute im Ausland aktiv

Die Liberalisierung des europäischen Fußballs hat in den vergangenen drei Jahrzehnten dazu geführt, dass es immer mehr Spitzenspieler ins Ausland zieht. In WM-Kadern ist der Anteil von Legionären von 26 % bei der WM 1990 auf 72 % im Jahr 2026 gestiegen.

Als „Legionär“ wird hier gezählt, wer nach den Daten von transfermarkt.de zum Zeitpunkt der jeweiligen WM bei einem Verein aus einem anderen Land unter Vertrag stand. 1990 spielten etwa Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann für Inter Mailand. Im diesjährigen deutschen WM-Kader gehören Antonio Rüdiger von Real Madrid und Florian Wirtz vom FC Liverpool zu den prominenten Legionären.

Engländer, Spanier und Italiener spielen eher bei heimischen Klubs

Der Trend zu immer mehr WM-Nationalspielern, die für ausländische Klubs spielen, zeigt sich in allen Ländern, doch es gibt interessante Unterschiede.

Bei der WM 1998 waren alle Spieler Spaniens und Englands bei Vereinen der nationalen Liga unter Vertrag; bei der WM 2026 sinkt dieser Anteil auf 81 % für England und 65 % für Spanien.

In Englands und Spaniens Nationalmannschaften ist der Anteil von Legionären also vergleichsweise gering. Eine Erklärung: England hat laut der UEFA-Fünfjahreswertung die stärkste Liga der Welt. Spanien folgt auf dem dritten Platz, knapp hinter Italien. Naturgemäß ziehen die besten Vereine der besten Ligen auch heimische Talente in hohem Maße an.

Auch die Zusammensetzung der italienischen Nationalmannschaft unterstützt diese These – zumindest bis 2014, als die Squadra Azzurra das letzte Mal für eine WM qualifiziert war.

Die Nationalelf bringt wieder mehr internationale Erfahrung auf den Platz

Ein interessantes Bild zeigt sich für die deutsche Nationalmannschaft: Seit dem überraschenden Viertelfinal-Aus von 1994 sank der Anteil von Legionären stetig. Bei der WM 2010 in Südafrika spielten alle Nationalspieler für deutsche Klubs. Seitdem hat sich die Mannschaft jedoch wieder internationalisiert – deutsche Spieler zieht es stärker ins Ausland. Verglichen mit allen WM-Teilnehmern ist der Anteil von Legionären aber relativ gering.

Frankreich, Argentinien und Brasilien: Die Stars zieht es ins Ausland

Frankreich, Heimat der fünftstärksten Liga der Welt, hat dieses Jahr einen Legionärsanteil von 69 % im WM-Kader. Immerhin haben die Franzosen um Kylian Mbappé 2018 den WM-Pokal geholt und sind vor vier Jahren erst im Elfmeterschießen an Argentinien gescheitert.

In Ländern wie Argentinien oder Brasilien, in denen schon vor dem Bosman-Urteil ein großer Teil der besten Spieler ins Ausland ging, liegt der Anteil von Legionären auch heute hoch (Argentinien 92 %, Brasilien 73 %). Es sind also bei weitem nicht nur die Messis und „Vini Jrs.“, die von europäischen Klubs angeworben werden.

2002, beim letzten brasilianischen WM-Triumph, war ungefähr die Hälfte des Kaders im Ausland aktiv. Damals besiegten Ronaldo und Co. die deutsche Nationalmannschaft in Yokohama, Japan. Unter asiatischen Mannschaften ist wiederum Südkorea die einzige, die sich für alle der letzten zehn Weltmeisterschaften qualifizieren konnte. 1990 bestand das südkoreanische Aufgebot noch zu 100 Prozent aus Spielern, die in der obersten Liga Südkoreas spielten. Dieses Jahr sind es nur noch rund 27 %. Südkoreas Kader zeigt den Gesamttrend zur Internationalisierung besonders deutlich:

Im Gesamtüberblick aller acht WM-Nationen zeigt sich derselbe Trend zur Internationalisierung, wenn auch unterschiedlich stark ausgeprägt – am dramatischsten in Südkorea.

Nach Bosman: Der europäische Vereinsfußball wird international

Was für die WM-Kader der letzten Jahrzehnte gilt, ist auch für die Vereinskader in Europas fünf Top-Ligen (England, Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich) wahr: Der Fußball wird immer internationaler. Im Jahr 1990 stammte noch weniger als ein Viertel der Spieler in den Vereinen aus dem Ausland oder hatte einen Migrationshintergrund. Heute gilt das für fast drei Viertel der Spieler in den Klubs. Die Grafik zeigt diesen Anstieg unter den Top-Spielern (alle, die bei mindestens einem der drei folgenden Kriterien zu den besten 5 % der Saison gehörten: erzielte Tore pro Spiel, erzielte Tore je gespielter Minute, gespielte Minuten pro Spiel); bei den gesamten Kadern liegen die Werte praktisch gleichauf.

Den größten Push gab es zwischen 1995 und 1997, also direkt nach dem Bosman-Urteil: Der Anteil der Spieler aus dem Ausland oder mit Migrationshintergrund stieg um 16 Prozentpunkte. Seit 1997 hat sich das durchschnittliche Wachstum bei einem Prozentpunkt pro Jahr eingependelt.

Die fünf europäischen Top-Ligen im Vergleich

Die englische Premier League verzeichnet seit 1990 das mit Abstand stärkste Wachstum bei Spielern aus dem Ausland oder mit Migrationshintergrund und zählt bis heute zu den offensten Ligen Europas.

Die Spitzenposition hält aktuell die französische Ligue 1 mit 88 %. Italiens Serie A und die deutsche Bundesliga folgen praktisch gleichauf mit einem Anteil der Spieler aus dem Ausland oder mit Migrationshintergrund von etwa 73 Prozent. Allerdings zeigte die Bundesliga nach einem frühen Boom eine lange Reifephase: Bereits 2002 wurde hier erstmals die 60 %-Marke überschritten. In Italien lag zu diesem Zeitpunkt der Migrationsanteil erst bei 35 % – der bis heute anhaltende Wachstumstrend begann erst im Jahr 2007.

Die „nationalste“ Liga in diesem Quintett ist die spanische La Liga – hier erreichte der Anteil der Spieler aus dem Ausland oder mit Migrationshintergrund zuletzt 45 %, nur vier Prozentpunkte mehr als im Nach-Bosman-Jahr 1997.

Was die WM 2026 über die globalisierte Welt aussagt

Der kleine Exkurs in die Fußballgeschichte zeigt eines sehr klar: Der Sport ist seit der deutschen Viertelfinal-Blamage in den USA 1994 deutlich internationaler geworden. Der europäische Arbeitsmarkt wurde liberalisiert, die besten „Fußballfachkräfte“ gingen dorthin, wo sie die besten Jobs fanden.

In den Nationalmannschaften zeigt sich derselbe Trend. Die WM-Kader bringen seit 1990 immer mehr Auslandserfahrung mit, quer durch alle Länder. Ausnahmen sind vor allem die Länder mit den stärksten Ligen, die einen größeren Teil ihrer Talente vor Ort halten können.

WM 2026 in Zahlen

Anteil der Legionäre im WM-Kader

Wie viel Prozent der Nationalspieler stehen 2026 bei einem ausländischen Verein unter Vertrag

🇨🇭Schweiz
92%
Legionäre im Kader
🇦🇷Argentinien
92%
Legionäre im Kader
🇧🇷Brasilien
73%
Legionäre im Kader
🇰🇷Südkorea
73%
Legionäre im Kader
🇫🇷Frankreich
69%
Legionäre im Kader
🇪🇸Spanien
35%
Legionäre im Kader
🇩🇪Deutschland
27%
Legionäre im Kader
🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿England
19%
Legionäre im Kader
🇮🇹Italien
Nicht qualifiziert
zum 3. Mal in Folge

Dass die WM in diesem Jahr zurück in die USA kommt, schließt einen Kreis. Drei Jahrzehnte Bosman haben einen Sport hervorgebracht, der globalisierter ist als fast jede andere Branche. Und Nationalteams, in denen heute drei von vier Spielern für einen ausländischen Verein arbeiten. Wer die WM 2026 verfolgt, bewundert nicht nur die besten Fußballer der Welt, sondern blickt in eine Welt, in der Talente, Träume und Trikots längst keine Grenzen mehr kennen.

Und, natürlich die Frage zum Abschluss: Lässt sich aus den Daten ein WM-Gewinner vorhersagen? Leider nein – zuletzt waren Teams mit vielen ausländischen Spielern erfolgreich, davor aber auch die Spanier und Italiener, die am liebsten in der Heimatliga kicken. Doch eine gute Nachricht gibt es für Deutschland: Bulgarien hat sich für die WM 2026 gar nicht qualifiziert.

Im Detail: Alle 48 Nationen der WM 2026

Wer es genau wissen möchte: hier sind alle 48 WM-Teilnehmer im direkten Vergleich, sortierbar nach Top 10, Bottom 10 oder den großen Fußballnationen.

Methode:

Untersuchungsgegenstand

Die Studie untersucht zwei zusammenhängende Phänomene:

  1. Legionäre in den Nationalmannschaften: der Anteil der WM-Kaderspieler, die zum Zeitpunkt des jeweiligen Turniers bei einem ausländischen Verein unter Vertrag stehen. Misst, über wie viel Auslandserfahrung der Spitzen-Spielerpool eines Landes verfügt.
  2. Zuwanderung in die Ligen: der Anteil der Spieler aus dem Ausland oder mit Migrationshintergrund in Europas fünf Top-Ligen (Premier League, Bundesliga, Ligue 1, La Liga, Serie A). Misst, wie international die Spielerpools der Ligen geworden sind.

Stichprobenauswahl

Nationalmannschafts-Analyse (1990–2026). Da sich die Zahl der WM-Teilnehmer im Beobachtungszeitraum nahezu verdoppelt hat (24 im Jahr 1990 auf 48 im Jahr 2026), wäre eine Zeitreihe über alle Teilnehmer methodisch inkonsistent. Die Analyse beschränkt sich daher auf 14 Nationen, die sich für (fast) jede WM des Zeitraums qualifiziert haben: Argentinien, Belgien, Brasilien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Mexiko, Niederlande, Portugal, Schweden, Spanien, Südkorea, USA. Alle 14 Nationen fließen in die historische Trendlinie (Grafik 01) ein; der Wert für 2026 umfasst dagegen alle 48 Teilnehmer (siehe Abschnitt „WM 2026″). Acht davon werden in Grafik 06 (Acht WM-Nationen im Vergleich) als Small Multiples einzeln dargestellt; die übrigen sechs (Belgien, Mexiko, Niederlande, Portugal, Schweden, USA) erscheinen nur im aggregierten Wert.

Liga-Analyse (1990–2025). Alle Spieler, die in einer Saison mindestens einen Einsatz hatten (gespielte Minuten > 0), in den Vereinen der fünf europäischen Top-Ligen. Die Premier League ist seit ihrer Gründung 1992 berücksichtigt.

WM 2026

Für 2026 werden die offiziellen WM-Kader aller 48 Teilnehmer verwendet (Quelle: Wikipedia, Transfermarkt). Der Gesamtanteil von 72 % der Nationalspieler im Ausland bezieht sich auf alle 48 teilnehmenden Nationen. Die langfristige Trendlinie (Grafik 01) bildet bis 2022 die 14 durchgängig vertretenen Nationen ab, um die Zeitreihe über die von 24 auf 48 gewachsene Teilnehmerzahl vergleichbar zu halten; der Endpunkt 2026 zeigt den Gesamtwert über alle 48 Teilnehmer.

Operationale Definitionen

  • „Legionär“ (Nationalspieler im Ausland): ein Spieler im WM-Kader seines Landes, der zum Zeitpunkt des Turniers bei einem Verein außerhalb des Landes seiner Nationalmannschaft unter Vertrag steht.
  • „Spieler aus dem Ausland oder mit Migrationshintergrund“ (in einer Liga): ein Spieler, der eine andere Staatsbürgerschaft als das Land der Liga besitzt, in der er spielt (Doppelbürger zählen dazu), oder der außerhalb dieses Landes geboren wurde. Das heißt, als „einheimische Spieler“ wurden nur die gewertet, die in dem Land ihres Vereines geboren wurden und die Staatsbürgerschaft des Landes besitzen.
  • „Top-Spieler“ (im obersten 5-%-Perzentil, verwendet in Grafik 07): ein Spieler, der in einer Saison bei mindestens einem von drei Kriterien zu den besten 5 % seiner Liga gehörte: Tore pro Spiel, Tore pro gespielter Minute oder gespielte Minuten pro Spiel.

Aggregation über die 14 Nationen

Der Legionärsanteil der Nationalmannschaften (Grafik 01) wird als spielergewichteter Anteil berechnet: Summe aller Legionäre in den 14 Kadern ÷ Summe aller Spieler in den 14 Kadern. Es handelt sich nicht um einen einfachen Durchschnitt der Länderwerte. Größere Kader gehen leicht stärker ins Gewicht; der Wert entspricht dem Anteil für einen zufällig aus dem Gesamtpool gezogenen Spieler.

Fehlende Daten

Mehrere Nationen haben sich im Beobachtungszeitraum nicht für jedes Turnier qualifiziert:

  • Italien: bis 2014 enthalten; 2018, 2022 und 2026 ausgeschlossen (nicht qualifiziert).
  • Frankreich: ab 1998 enthalten (nicht qualifiziert 1990 und 1994).
  • England: nur 1994 ausgeschlossen (nicht qualifiziert für die WM 1994).
  • Alle übrigen Nationen: für jedes Turnier enthalten, an dem sie teilgenommen haben.

Nicht qualifizierte Turniere werden vollständig ausgeschlossen; der aggregierte Nenner variiert daher leicht zwischen den Jahren.

Einschränkungen und Vorbehalte

Reichweite des Bosman-Urteils. Das Bosman-Urteil von 1995 liberalisierte den Spielerverkehr innerhalb der EU. Spieler aus Nicht-EU-Staaten unterliegen weiterhin nationalen Arbeitserlaubnis-Regelungen, die sich je nach Land unterscheiden. Die Formulierung „globale Liberalisierung“ im Artikel ist eine Vereinfachung: Viele der beobachteten Veränderungen spiegeln EU-interne Mobilität wider, nicht einen weltweit freien Arbeitsmarkt.

Brexit-Effekt. Seit 2021 wendet die Premier League strengere Arbeitserlaubnis-Regeln für Spielerverpflichtungen aus Nicht-UK-Ländern an (Governing Body Endorsement, GBE). Zusätzlich gelten die neuen Profit and Sustainability Rules (PSR) der Liga. Diese Regelungen betreffen ausschließlich die Premier League und lassen sich nicht auf die anderen vier Ligen übertragen.

Basisjahr 1990. Das Startjahr fällt mit der deutschen Wiedervereinigung (1990) und dem beginnenden Zerfall des Ostblocks (1989–91) zusammen, was osteuropäische Spielerströme unabhängig vom Bosman-Urteil freisetzte. Ein Teil des Anstiegs in den frühen 1990er Jahren spiegelt daher die Mobilität nach dem Kalten Krieg wider, nicht allein das Bosman-Urteil.

Andere Einflussfaktoren. Der Anstieg des Ausländer-Anteils über 35 Jahre spiegelt auch die Expansion der TV-Rechte, die Klubausgaben, die Globalisierung des Beraterwesens sowie Investitionen der Golfstaaten in europäische Klubs wider. Bosman ist der am häufigsten genannte einzelne Wendepunkt, aber nicht die einzige Ursache.

Stichprobenbegrenzung. Die langfristige Trendanalyse umfasst 14 von 24–48 WM-Teilnehmern pro Jahr (repräsentativ für WM-Stammteilnehmer); die Momentaufnahme 2026 deckt dagegen alle 48 Teilnehmer ab. Die Liga-Analyse umfasst nur Europas fünf größte Ligen, nicht zweite Spielklassen oder außereuropäische Wettbewerbe.

Konsistenz der Quellen. Die WM-Kaderdaten stammen aus den offiziellen WM-Kadern (Wikipedia, 1990–2026); Staatsangehörigkeit und Vereinszugehörigkeit der Spieler kommen durchgängig von Transfermarkt. Die Konsistenz der Spielerattribute über die Quellen hinweg wurde stichprobenartig, aber nicht systematisch geprüft.

Datenquellen


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