Das Wichtigste in Kürze
- Depotgebühr und Bedingung: Wann die Depotführung 0 € kostet und wann 0,175 % p. a., mindestens 4,95 € je Quartal, anfallen.
- Orderkosten je Order: Die Formel 0,25 % plus 4,90 €, mindestens 9,90 €, und warum kleine Orders teuer werden.
- Sparpläne ab 25 €: Aktien ab 1,5 %, ETFs 0,25 % plus 2,50 €, Fonds mit 50 % des regulären Ausgabeaufschlags.
- Depotmodelle im Vergleich: DirektDepot, StartDepot für unter 30-Jährige und PremiumDepot mit 1,45 % Pauschale.
- Depotübertrag zur Commerzbank: Was der Wechsel kostet, wie er abläuft und warum deine Wertpapiere Sondervermögen sind.
- Steuern und Freistellungsauftrag: Abgeltungsteuer, Vorabpauschale und der Sparerpauschbetrag von 1.000 € im Depot.
- Kosten niedrig halten: Stellschrauben gegen Depotgebühr, Mindestentgelt und Spesen im Alltag.
Commerzbank – DirektDepot

Commerzbank – DirektDepot
Vorteile
- Über 50.000 Aktien, ETFs und Fonds
- Sparpläne ab 25 € im Monat
- 600 Fonds mit 50 % Rabatt auf Aufschlag
- Online-Eröffnung in unter 8 Minuten
Nachteile
- Order: 4,90 € + 0,25 %, mind. 9,90 €
- Sparplan: 2,50 € + 0,25 % je Ausführung
- Sonst 0,175 % p.a., mind. 4,95 €/Quartal
- Kursrisiko, Verluste sind möglich
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Commerzbank – Topzinskonto Plus

Commerzbank – Topzinskonto Plus
Vorteile
- Aktionszins für neues Geld bis 1 Mio. €
- Täglich verfügbar, keine feste Laufzeit
- Online-Antrag in wenigen Schritten
- Referenzkonto frei wählbar
Nachteile
- Danach Standardzins, aktuell 0,75 % p.a.
- Zinssatz variabel, Anpassung möglich
- Nicht für Geld von Commerzbank, comdirect
- Aktionszins nur 12 Monate ab Eröffnung
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Ist das Commerzbank DirektDepot kostenlos? Die Bedingung für 0 € Depotführung
Das Commerzbank DirektDepot kostet 2026 keine Depotgebühr, wenn du eine Bedingung erfüllst. Pro Quartal muss mindestens eine Kauf- oder Verkaufsorder abgerechnet werden. Eine ausgeführte Sparplanrate zählt ebenfalls als Order. Wer in einem Quartal gar nicht handelt, zahlt 0,175 % pro Jahr auf das Depotvolumen, mindestens aber 4,95 € pro Quartal. Stand der Konditionen: 08.10.2026.
Das klingt nach wenig, summiert sich aber. Vier Quartale ohne Order kosten dich mindestens 19,80 € im Jahr. Bei größeren Depots greift statt des Minimums der Prozentsatz. Pro Quartal sind das 0,04375 % des Depotwerts. Teilt man 4,95 € durch diesen Satz, liegt die Schwelle bei rund 11.314 €. Darunter zahlst du das Minimum, darüber wächst die Gebühr mit dem Depot.
Ein Depot mit 50.000 € kostet dich ohne Order also rund 87,50 € im Jahr. Bei 100.000 € sind es 175 €. Für diese Summe bekommst du keine zusätzliche Leistung. Du zahlst sie nur, weil du ein Quartal lang nichts getan hast.
So rechnet die Bank die Depotgebühr ab
Maßgeblich ist das Kalenderquartal. Kommt in einem Quartal keine Order zur Abrechnung und läuft kein Sparplan, berechnet die Bank das Entgelt taggenau auf den Kurswert des Depots und rechnet vierteljährlich ab. Das Mindestentgelt von 4,95 € gilt pro angefangenem Quartal.
Zwei Details im Preis- und Leistungsverzeichnis werden oft übersehen. Wertpapiere, die nicht im Inland girosammelverwahrt werden, gehen mit dem doppelten Volumen in die Berechnung ein. Für Depotwerte ohne Kurs kommt ein Postenentgelt von 0,06 € pro Posten und Tag hinzu. Beides spielt nur in Quartalen ohne Order eine Rolle, kann dann aber spürbar sein.
Eine kleine Sparrate ist billiger als die Gebühr
Rechnerisch ist die Lage eindeutig. Eine Sparplanausführung über 25 € kostet im Aktien-Sparplan 0,38 €. Im regulären ETF-Sparplan sind es 2,56 €. Beides liegt deutlich unter der Mindest-Depotgebühr von 4,95 € pro Quartal. Wer ohnehin regelmäßig anlegt, erfüllt die Bedingung nebenbei.
Das Depot selbst ist breit aufgestellt. Online und per App kannst du mehr als 50.000 Wertpapiere handeln, darunter Aktien, ETFs, Fonds und Zertifikate. Das DirektDepot enthält keine Beratung und wird ausschließlich mit dem elektronischen Postfach geführt. Es richtet sich an Anleger, die selbst entscheiden und ihre Aufträge online erfassen.
Ausschüttungen, Verkaufserlöse und Steuern laufen über ein Verrechnungskonto. Führst du dein Girokonto ebenfalls bei der Bank, lohnt der Blick auf dessen Kosten: Was das Commerzbank Girokonto mit seinen Kontomodellen im Monat kostet und wann die Kontoführung entfällt, haben wir separat aufgeschlüsselt.
📌 Good to know
Keine Anlage- oder Steuerberatung, keine Empfehlung. Wertpapiere können an Wert verlieren, bis hin zum Totalverlust. Du entscheidest eigenverantwortlich.
Depotgebühr pro Jahr ohne Order, nach Depotvolumen
Interaktiver Depotkosten-Rechner
Was kostet dich das DirektDepot im Jahr?
Gib Depotvolumen, Orders pro Quartal, Orderbetrag und deine ETF-Sparrate ein. Der Rechner zeigt Depotführung, Orderkosten und Sparplankosten und was das in Prozent bedeutet.
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Depotführung pro Jahr
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Orderkosten pro Jahr
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Sparplankosten pro Jahr
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Kosten im Zeitraum
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Woraus sich deine Jahreskosten zusammensetzen
Rechenweg: Depotführung 0 €, wenn je Quartal mindestens eine Order oder Sparplanausführung abgerechnet wird, sonst 0,175 % p. a., mindestens 4,95 € je Quartal. Order 0,25 % + 4,90 €, mindestens 9,90 €. ETF-Sparplan 0,25 % + 2,50 € je Ausführung. Depotvolumen und Verhalten bleiben im Zeitraum gleich.
Stand der Konditionen: 08.10.2026, laut commerzbank.de. Alle Angaben ohne Gewähr.
Commerzbank - DirektDepot
0 € Depot ab 1 Order im Quartal
Vorteile
Nachteile
- Order: 4,90 € + 0,25 %, mind. 9,90 €
- Sparplan: 2,50 € + 0,25 % je Ausführung
- Sonst 0,175 % p.a., mind. 4,95 €/Quartal
- Kursrisiko, Verluste sind möglich
Commerzbank - Topzinskonto Plus
2,25 % p.a. variabel für 12 Monate
Vorteile
Nachteile
- Danach Standardzins, aktuell 0,75 % p.a.
- Zinssatz variabel, Anpassung möglich
- Nicht für Geld von Commerzbank, comdirect
- Aktionszins nur 12 Monate ab Eröffnung
Commerzbank - GiroKonto
100 € Startguthaben (online)
Vorteile
Nachteile
- Danach 4,90 € Kontoführung pro Monat
- Gebührenfrei nur ab 50.000 € Vermögen
- Startguthaben: 3 Monate je 5 Buchungen ab 25 €
- Nur ohne Commerzbank-Konto in 24 Monaten
Commerzbank - StartKonto
0 € Konto für junge Leute
Vorteile
Nachteile
- Nur für 7- bis 28-Jährige
- Startguthaben an 3 Monate Nutzung gebunden
- Keine Überziehung für Minderjährige
- Prepaid-Kreditkarte erst ab 14 Jahren
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Orderkosten im DirektDepot: Was eine Online-Order kostet
Eine Online-Order im DirektDepot kostet 0,25 % des Ordervolumens plus 4,90 € Grundpreis. Das Mindestentgelt liegt bei 9,90 € pro Order. Das gilt für Aktien, börsengehandelte ETFs, Zertifikate und Anleihen, bei Anleihen berechnet auf mindestens den Nennwert.
Entscheidend ist das Mindestentgelt. Bis zu einem Ordervolumen von 2.000 € zahlst du pauschal 9,90 €. Die Rechnung dahinter: 0,25 % von 2.000 € sind 5,00 €, plus 4,90 € ergibt genau 9,90 €. Erst darüber greift die prozentuale Formel.
Für kleine Beträge ist das teuer. Kaufst du für 500 € ein, kostet dich die Order 1,98 % des Volumens. Die Aktie muss also fast 2 % steigen, nur damit du beim Kaufpreis wieder auf null bist. Verkaufskosten kommen noch hinzu. Bei 1.000 € liegt der Kostenanteil bei 0,99 %, bei 2.000 € bei 0,50 %.
Mit wachsendem Volumen flacht die Kurve ab. Bei 5.000 € zahlst du 17,40 €, also 0,35 %. Bei 10.000 € sind es 29,90 € oder 0,30 %. Bei 25.000 € kostet die Order 67,40 €, das entspricht 0,27 %. Der Kostenanteil nähert sich also nach und nach den 0,25 % an, unterschreitet sie aber nie.
| Ordervolumen | Orderkosten | Anteil am Volumen |
|---|---|---|
| 500 € | 9,90 € | 1,98 % |
| 1.000 € | 9,90 € | 0,99 % |
| 2.000 € | 9,90 € | 0,50 % |
| 5.000 € | 17,40 € | 0,35 % |
| 10.000 € | 29,90 € | 0,30 % |
| 25.000 € | 67,40 € | 0,27 % |
Eigene Berechnung nach 0,25 % + 4,90 €, mindestens 9,90 €. Ohne Börsenentgelte und fremde Spesen.
Was zusätzlich anfallen kann
Die Tabelle zeigt nur das Entgelt der Bank. Je nach Handelsplatz kommen Börsenentgelte hinzu. Ordern lässt sich an 64 nationalen und internationalen Handelsplätzen. Handelst du an einer Auslandsbörse oder in Fremdwährung, können fremde Spesen und Umrechnungsentgelte anfallen. Bei einer US-Aktie, die du in Dollar an einer amerikanischen Börse kaufst, zahlst du also mehr als die reine Formel.
Limits, Teilausführungen, Telefon und Filiale
Limits kosten nichts extra. Für das Vormerken, Überwachen und Ändern von Preisgrenzen erhebt die Bank kein Entgelt. Wird eine Order am selben Tag in mehreren Teilen ausgeführt, fasst die Bank die Teilausführungen in einer Abrechnung zusammen. Du zahlst das Mindestentgelt also nicht mehrfach.
Teurer wird es abseits des Online-Kanals. Erteilst du einen Auftrag telefonisch über das Kundencenter, kommen 9,50 € zur normalen Provision hinzu. Gibst du die Order über die Filiale oder einen Berater auf, rechnet die Bank zu den Preisen des KlassikDepots ab. Dort liegt die Provision für Aktien bei 1,0 % plus 4,90 €, mindestens 9,90 €. Auch Kapitalmaßnahmen wie Kapitalerhöhungen oder Barabfindungen kosten im DirektDepot 0,25 % plus 4,90 €, mindestens 9,90 €.
💡 Tip
Bündle kleine Käufe. Zwei Orders über je 1.000 € kosten 19,80 €. Eine Order über 2.000 € kostet nur 9,90 €. Für regelmäßige kleine Beträge ist ein Sparplan fast immer günstiger als eine Einzelorder.
Infografik: DirektDepot und StartDepot: Wo welche Kosten entstehen
Depotgebühr, Order und Sparplan: Die Grafik zeigt, wann im DirektDepot und im StartDepot der Commerzbank welche Kosten anfallen. Neutral dargestellt, keine Anlageempfehlung.
Depotgebühr pro Jahr in Jahren ohne Order
Wähle das Depotmodell. Im DirektDepot entfällt die Gebühr in jedem Quartal mit Order oder Sparplanrate.
StartDepot-Werte für 50.000 € und 100.000 € errechnet aus 0,25 % p. a. auf den Teil über 20.000 €.
Stand: 08.10.2026, laut commerzbank.de
Sparpläne bei der Commerzbank: Aktien, ETFs und Fonds ab 25 € im Monat
Sparpläne sind im DirektDepot ab 25 € im Monat möglich. Für Aktien, ETFs und Fonds gelten unterschiedliche Preismodelle. Das macht den Vergleich wichtig, gerade bei kleinen Raten.
Aktien-Sparplan: ab 1,5 % je Ausführung
Aktien- und Zertifikate-Sparpläne kosten laut Preis- und Leistungsverzeichnis 1,5 % vom Sparbetrag je Ausführung. Eine feste Grundgebühr gibt es nicht, ein Mindestentgelt auch nicht. Rechenbeispiel: Von 100 € Sparrate werden 98,50 € angelegt. Bei 25 € zahlst du 0,38 €, bei 50 € 0,75 €, bei 250 € 3,75 € und bei 500 € 7,50 €. Der Prozentsatz bleibt also immer gleich, egal wie hoch die Rate ist.
ETF-Sparplan: fester Anteil plus Prozent
ETF-Sparpläne kosten 0,25 % des Sparbetrags plus 2,50 € je Ausführung. Ein Mindestentgelt gibt es auch hier nicht. Wie du einen Sparplan anlegst und was bei der Auswahl zu beachten ist, beschreibt unser Ratgeber zum Commerzbank ETF-Sparplan Schritt für Schritt.
Das Modell hat einen Haken: Der feste Anteil von 2,50 € dominiert bei kleinen Raten. Bei 25 € zahlst du 2,56 €, das sind 10,25 % der Rate. Bei 100 € sind es 2,75 € oder 2,75 %. Erst ab 500 € sinkt der Anteil auf 0,75 %.
| Sparrate | ETF-Sparplan (0,25 % + 2,50 €) | Anteil | Aktien-Sparplan (1,5 %) |
|---|---|---|---|
| 25 € | 2,56 € | 10,25 % | 0,38 € |
| 50 € | 2,63 € | 5,25 % | 0,75 € |
| 100 € | 2,75 € | 2,75 % | 1,50 € |
| 250 € | 3,13 € | 1,25 % | 3,75 € |
| 500 € | 3,75 € | 0,75 % | 7,50 € |
Eigene Berechnung je Ausführung nach Preis- und Leistungsverzeichnis. Ohne Spreads und laufende Produktkosten.
Fonds: halber Ausgabeaufschlag
Kaufst du Fonds zum Festpreis über die Commerzbank, zahlst du 50 % des regulären Ausgabeaufschlags. Technisch enthält der Festpreis einen Ertragsanteil der Bank, der sich am Ausgabeaufschlag orientiert, in der Regel bis zu 5 %. Diesen Anteil halbiert die Bank, auch bei Fondskäufen im Sparplan. Ausschüttungen, die automatisch in denselben Fonds zurückfließen, legt sie ganz ohne diesen Ertragsanteil an.
Gibst du Fondsanteile an die Fondsgesellschaft zurück, fällt keine Provision an. Kaufst oder verkaufst du Fondsanteile dagegen über die Börse, behandelt die Bank das wie eine Aktienorder, mit 0,25 % plus 4,90 €, mindestens 9,90 €.
Aktion: drei Jahre ohne Kaufgebühr
Zusätzlich bewirbt die Commerzbank eine Aktion: Ausgewählte ETF- und Fonds-Sparpläne sind drei Jahre lang ohne Kaufkosten. Die Mindestrate bleibt bei 25 € im Monat. Welche Produkte dazugehören und zu welchen Bedingungen, nennt die Bank auf ihrer Depotseite. Spreads und laufende Produktkosten fallen auch im Aktionssparplan an. Nach drei Jahren gelten wieder die regulären Sparplankosten.
Jahreskosten bei 100 € Sparrate pro Monat
Das Diagramm zeigt den Kern des Kostenmodells. Wer zwölfmal 100 € per Einzelorder investiert, zahlt 118,80 €. Das sind 9,9 % der Einzahlungen. Der reguläre ETF-Sparplan kostet 33 €, der Aktien-Sparplan 18 €. Unter 2.000 € pro Kauf ist das Mindestentgelt der größte Kostentreiber.
DirektDepot, StartDepot oder PremiumDepot: Die Depotmodelle im Vergleich
Neben dem DirektDepot führt die Commerzbank weitere Depotmodelle. Das DirektDepot ist das Modell für Anleger, die selbst entscheiden und pro Order zahlen. Das StartDepot richtet sich an junge Menschen in Ausbildung. Das PremiumDepot ist ein Pauschalmodell mit Beratung, bei dem du einen festen Prozentsatz pro Jahr zahlst. Dazu kommt das KlassikDepot mit 0,25 % Depotentgelt pro Jahr, mindestens 19,90 € pro Quartal.
StartDepot: für unter 30-Jährige in Ausbildung
Das StartDepot gilt für Schüler, Auszubildende, Studenten, Praktikanten, Volontäre sowie Wehr- und Bundesfreiwilligendienstleistende bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres. Die Depotführung ist bis 20.000 € Depotvolumen kostenlos, und zwar ohne Order-Bedingung. Auf den Teil darüber berechnet die Bank 0,25 % pro Jahr. Ein Mindestentgelt gibt es weder beim Depot noch bei der Order.
Das Orderentgelt folgt einer eigenen Formel. Die Provision für Aktien beträgt 1,0 % plus 4,90 € Sockelbetrag. Für online erteilte Orders gewährt die Bank 20 % Rabatt auf die Provision, der Sockelbetrag bleibt unverändert. Online sind das also 0,8 % plus 4,90 €. Eine Order über 300 € kostet damit 7,30 €, im DirektDepot wären es 9,90 €. Bei rund 625 € sind beide gleich teuer, darüber ist die DirektDepot-Formel günstiger. Bei 2.000 € zahlst du im StartDepot 20,90 € statt 9,90 €.
Auch die Sparpläne sind anders bepreist. ETF-Sparpläne kosten im StartDepot 0,5 % plus 2,50 € je Ausführung, Aktien-Sparpläne 1,5 %. Der Online-Rabatt gilt für Sparpläne nicht. Fallen die Voraussetzungen weg, spätestens mit dem 30. Geburtstag, stellt die Bank das Depot automatisch auf das KlassikDepot um. Wer dann lieber zu DirektDepot-Konditionen weiterhandeln möchte, muss selbst aktiv werden.
PremiumDepot: Pauschale statt Einzelpreis
Im PremiumDepot zahlst du ein Pauschalentgelt von 1,45 % pro Jahr auf das bewertete Depotvolumen, mindestens 145 € pro Quartal. Es ersetzt die Provisionen für Kauf- und Verkaufsaufträge und das Depotentgelt. Enthalten sind laut Preis- und Leistungsverzeichnis außerdem die Anlageberatung und Fondskäufe ohne Ertragsanteil der Bank. Fremde Kosten, etwa eine Maklercourtage, und Finanztermingeschäfte deckt die Pauschale nicht ab.
Das Minimum ist der wichtigste Punkt. 145 € pro Quartal ergeben mindestens 580 € im Jahr. Pro Quartal entspricht die Pauschale 0,3625 % des Depotvolumens. Das Minimum gilt damit bis zu einem Depotwert von 40.000 €. Zum Vergleich: Im DirektDepot fällt bei einem laufenden Sparplan keine Depotgebühr an, du zahlst dort nur die Kosten der einzelnen Ausführungen.
| Merkmal | DirektDepot | StartDepot | PremiumDepot |
|---|---|---|---|
| Zielgruppe | Selbstentscheider ohne Beratung | Schüler, Studenten, Azubis bis 30 | Anleger mit Beratungswunsch |
| Depotführung | 0 € bei 1 Order oder Sparplanausführung pro Quartal, sonst 0,175 % p. a., mind. 4,95 €/Quartal | 0 € bis 20.000 €, auf den Teil darüber 0,25 % p. a. | in der Pauschale enthalten |
| Orderkosten online | 0,25 % + 4,90 €, mind. 9,90 € | 1,0 % + 4,90 €, online 20 % Rabatt auf die Provision, kein Mindestentgelt | keine gesonderte Provision, fremde Kosten extra |
| Sparpläne | Aktien 1,5 %, ETF 0,25 % + 2,50 € | Aktien 1,5 %, ETF 0,5 % + 2,50 € | in der Pauschale enthalten |
| Pauschale | keine | keine | 1,45 % p. a., mind. 145 €/Quartal |
Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnis der Commerzbank, Depotmodelle StartDepot, DirektDepot und PremiumDepot.
Welches Modell für dich passt, hängt vor allem von zwei Größen ab. Die eine ist dein Depotvolumen, die andere die Zahl deiner Transaktionen pro Jahr. Bei Einzelpreisen steigen die Kosten mit jeder Order, bei der Pauschale steigen sie mit dem Depotwert, unabhängig davon, wie oft du handelst. Hinzu kommt die Frage, ob du Beratung möchtest, denn nur das PremiumDepot schließt sie ein.
Depotübertrag zur Commerzbank: Kosten, Dauer und Ablauf
Der Depotübertrag zur Commerzbank ist kostenlos. Die Bank stellt dir für den Wechsel kein Entgelt in Rechnung. Auch die abgebende Bank darf für einen vollständigen Übertrag innerhalb Deutschlands grundsätzlich kein eigenes Entgelt verlangen.
Ganz ohne Kosten geht es aber nicht immer. Lagern deine Wertpapiere im Ausland, können fremde Spesen anfallen. Das gilt auch für Namensaktien, bei denen das Aktienregister umgeschrieben werden muss. Prüf vorab, welche Positionen in deinem Depot betroffen sind.
Wie lange der Übertrag dauert
Wie lange ein Übertrag dauert, hängt von den Wertpapieren und ihrer Lagerstelle ab. Inländisch girosammelverwahrte Papiere wechseln in der Regel schneller als Wertpapiere mit Auslandsverwahrung, bei denen zusätzliche Verwahrstellen beteiligt sind. Plan deshalb etwas Puffer ein. Während die Papiere unterwegs sind, kannst du sie meist weder kaufen noch verkaufen.
Das ist bei fallenden Kursen ein echtes Risiko. Willst du eine Position vor dem Wechsel ohnehin auflösen, erledige das bei der alten Bank. Laufende Sparpläne beendest du dort ebenfalls und richtest sie im DirektDepot neu ein.
Anschaffungsdaten nicht aus den Augen verlieren
Beim Übertrag wandern nicht nur die Wertpapiere. Die abgebende Bank muss auch die steuerlich relevanten Anschaffungsdaten übermitteln. Dazu gehören Kaufdatum und Kaufpreis. Nur so kann die Commerzbank beim späteren Verkauf den Gewinn korrekt berechnen.
Diese Daten werden oft getrennt und zeitversetzt übertragen. Kontrolliere nach dem Wechsel, ob die Einstandskurse in deinem neuen Depot stimmen. Fehlen sie, kann die Bank im Zweifel einen pauschalen Ersatzwert ansetzen. Das führt zu einer zu hohen Steuer, die du erst über die Steuererklärung zurückholst.
So läuft der Wechsel ab
Zuerst eröffnest du das DirektDepot. Danach erteilst du den Übertragungsauftrag. Darin gibst du dein altes Depot, die Positionen und das neue Zieldepot an. Du kannst alle Papiere auf einmal übertragen oder nur einzelne. Ein Teilübertrag ist sinnvoll, wenn du bei der alten Bank noch etwas laufen lassen willst. Vergiss nach dem Abschluss nicht, das alte Depot zu kündigen, falls es dort eigene Gebühren gibt.
Sondervermögen: Deine Wertpapiere bleiben dein Eigentum
Wertpapiere im Depot gehören rechtlich dir, nicht der Bank. Die Commerzbank verwahrt und verwaltet sie nur. Deshalb zählen sie als Sondervermögen des Kunden. Gerät eine Bank in Schieflage, fallen die Depotbestände nicht in die Insolvenzmasse. Sie werden an dich herausgegeben oder auf ein Depot bei einem anderen Institut übertragen.
Anders ist es beim Guthaben auf dem Verrechnungskonto. Dafür gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde und Bank. Wichtig ist die Grenze dieses Schutzes: Er sichert Eigentum und Einlagen, aber keine Kurse. Fällt der Wert eines Wertpapiers, schützt dich weder das Sondervermögen noch die Einlagensicherung vor diesem Verlust. Bei Zertifikaten kommt hinzu, dass sie Schuldverschreibungen des Emittenten sind und damit dessen Ausfallrisiko tragen.
📌 Good to know
Ein Übertrag ist kein Verkauf. Es entsteht dabei keine Steuer, solange der Eigentümer gleich bleibt. Überträgst du Papiere auf das Depot einer anderen Person, kann das als Schenkung gewertet werden.
Steuern im DirektDepot: Abgeltungsteuer, Vorabpauschale und Freistellungsauftrag
Um die Steuer musst du dich im DirektDepot meist nicht selbst kümmern. Die Commerzbank führt Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer automatisch ans Finanzamt ab. Das passiert bei jedem Verkauf mit Gewinn und bei jeder Ausschüttung.
Wie hoch die Steuer ausfällt
Die Abgeltungsteuer beträgt 25 % auf Kapitalerträge. Darauf kommen 5,5 % Solidaritätszuschlag. Zusammen ergibt das 26,375 %. Bist du kirchensteuerpflichtig, kommen je nach Bundesland 8 % oder 9 % Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer hinzu. Die Gesamtbelastung liegt dann bei knapp 28 %.
Ein Rechenbeispiel zeigt die Größenordnung: Auf 1.000 € steuerpflichtigen Gewinn zahlst du ohne Kirchensteuer 263,75 €. Kirchensteuer mindert die Abgeltungsteuer leicht, weil sie als Sonderausgabe berücksichtigt wird. Deshalb steigt die Belastung nicht um volle 8 oder 9 Prozentpunkte.
Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs
Thesaurierende Fonds und ETFs schütten nichts aus. Trotzdem kann jedes Jahr eine kleine Steuer anfallen, die Vorabpauschale. Es gibt sie seit der Investmentsteuerreform 2018, fällig wird sie jeweils Anfang des Jahres für das Vorjahr. Die Bank zieht sie vom Verrechnungskonto ein. Achte darauf, dass dort Anfang des Jahres etwas Guthaben liegt. Läuft das Verrechnungskonto über dein Girokonto, hilft ein Blick auf die Kontomodelle im Überblick zum Girokonto der Commerzbank. Beim späteren Verkauf wird die bereits versteuerte Vorabpauschale angerechnet. Du zahlst also nicht doppelt.
Freistellungsauftrag einrichten
Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag bleiben steuerfrei. Er liegt bei 1.000 € für Alleinstehende und bei 2.000 € für zusammen veranlagte Paare. Damit die Bank ihn berücksichtigt, brauchst du einen Freistellungsauftrag. Ohne ihn zieht sie die Steuer vom ersten Euro an ab.
Einrichten kannst du ihn im Online-Banking oder in der Commerzbank App, dort im Servicebereich. Du brauchst deine 11-stellige Steuer-ID und gibst den Auftrag per photoTAN frei. Hast du Konten bei mehreren Banken, teil den Betrag sinnvoll auf. Die Summe aller Aufträge darf den Pauschbetrag nicht überschreiten.
Prüf den Auftrag einmal im Jahr. Sparst du jedes Jahr mehr, wachsen auch Ausschüttungen und Vorabpauschalen. Liegt der Freibetrag bei der falschen Bank, verschenkst du ihn und holst ihn erst über die Steuererklärung zurück.
So hältst du die Kosten im DirektDepot niedrig
Das Preismodell des DirektDepots hat drei Kostenfallen: die Depotgebühr in Quartalen ohne Order, das Mindestentgelt von 9,90 € bei kleinen Orders und Zusatzspesen an Auslandsbörsen. Alle drei lassen sich mit wenig Aufwand entschärfen.
Depotgebühr: das Quartal im Blick behalten
Ein laufender Sparplan ist der einfachste Weg, die Bedingung zu erfüllen. Schon 25 € im Monat reichen. Monatliche oder quartalsweise Ausführung erfüllt die Bedingung in jedem Quartal. Setzt du den Sparplan aus, notier dir das Quartalsende. Eine einzige Order vor dem Stichtag erspart dir mindestens 4,95 €, bei großen Depots deutlich mehr. Bei 50.000 € Depotwert kostet ein vergessenes Quartal rund 21,88 €.
Mindestentgelt: lieber seltener und größer ordern
Unter 2.000 € zahlst du immer 9,90 €. Wer einmalig investieren will, sollte daher lieber seltener und mit größeren Beträgen kaufen. Für laufende kleine Beträge ist der Sparplan das passende Werkzeug. Vergiss dabei die Verkaufsseite nicht. Auch ein Verkauf unter 2.000 € kostet 9,90 €. Bei einer Position über 800 € sind Kauf und Verkauf zusammen fast 2,5 % des Werts.
Sparrate an das Preismodell anpassen
Beim regulären ETF-Sparplan frisst der feste Anteil von 2,50 € kleine Raten auf. Eine Rate von 25 € verliert über 10 % an Kaufkosten. Eine quartalsweise Ausführung mit dreifacher Rate senkt den Anteil spürbar: 75 € pro Quartal kosten 2,69 €, dreimal 25 € dagegen 7,69 €. Beim Aktien-Sparplan spielt die Rate dagegen keine Rolle, er kostet immer 1,5 %. Wer an einer Aktion für gebührenfreie Sparpläne teilnimmt, sollte sich das Ende der dreijährigen Laufzeit notieren. Danach gelten die regulären Konditionen.
Handelsplatz bewusst wählen
An deutschen Börsen bleibt es bei der Grundformel plus Börsenentgelt. Viele internationale Aktien sind auch an deutschen Handelsplätzen in Euro handelbar. Das kann fremde Spesen und Umrechnungsentgelte sparen. Achte aber auf Handelszeiten und Liquidität. Ein ungünstiger Kurs kann teurer sein als die eingesparten Spesen.
Laufende Produktkosten nicht vergessen
Alle Depot- und Orderkosten sind nur ein Teil der Rechnung. ETFs und Fonds haben laufende Kosten, die direkt im Produkt anfallen. Hinzu kommt der Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Diese Kosten zahlst du auch in gebührenfreien Aktionssparplänen. Vergleich daher immer die Gesamtkosten über mehrere Jahre und nicht nur die Kaufgebühr.
Nicht jedes Geld muss ins Depot
Geld, das du kurzfristig brauchst, ist im Depot Kursschwankungen ausgesetzt. Wer eine Rücklage getrennt halten will, findet die aktuellen Zinsen und Bedingungen im Überblick zum Commerzbank Tagesgeld mit Topzinskonto Plus. Wie sich Kontoentgelte bei deutschen Banken insgesamt entwickeln, zeigt unser Kontogebühren-Report 2026.
Häufig gestellte Fragen
Ist das Commerzbank DirektDepot kostenlos?
Ja, wenn pro Quartal mindestens eine Order abgerechnet oder eine Sparplanrate ausgeführt wird. Sonst kostet die Depotführung 0,175 % pro Jahr auf das Depotvolumen, mindestens 4,95 € pro Quartal, also mindestens 19,80 € im Jahr.
Reicht ein Sparplan für die kostenlose Depotführung?
Ja, laut Commerzbank genügt ein Sparplan. Setzt du ihn ein ganzes Quartal lang aus und kommt auch sonst keine Order zur Abrechnung, fällt für dieses Quartal die Depotgebühr an.
Was kostet eine Order im DirektDepot?
Eine Online-Order kostet 0,25 % des Ordervolumens plus 4,90 € Grundpreis, mindestens 9,90 €. Bis 2.000 € Volumen zahlst du daher pauschal 9,90 €. Börsenentgelte und fremde Spesen können zusätzlich anfallen.
Was kostet ein Aktien-Sparplan bei der Commerzbank?
Der Aktien-Sparplan kostet im DirektDepot 1,5 % vom Sparbetrag je Ausführung, eine feste Grundgebühr gibt es nicht. Von 100 € Sparrate werden 98,50 € angelegt. Sparpläne sind ab 25 € im Monat möglich.
Für wen gilt das StartDepot?
Das StartDepot gilt für Schüler, Studenten, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende bis 30 Jahre. Die Depotführung ist bis 20.000 € kostenlos, auf den Teil darüber fallen 0,25 % pro Jahr an. Online-Orders erhalten 20 % Rabatt auf die Provision, ein Mindestentgelt gibt es nicht.
Was kostet der Depotübertrag zur Commerzbank?
Der Übertrag zur Commerzbank ist kostenlos. Bei Wertpapieren mit Auslandsverwahrung und bei Namensaktien können fremde Spesen anfallen. Auslandsverwahrte Papiere brauchen für den Wechsel meist länger als inländisch verwahrte.
Wie richte ich einen Freistellungsauftrag ein?
Im Online-Banking oder im Servicebereich der Banking-App. Du brauchst deine 11-stellige Steuer-ID und gibst per photoTAN frei. Freigestellt werden bis zu 1.000 €, bei Paaren 2.000 €.















