Das Wichtigste in Kürze
- Konditionen auf einen Blick: Überblick über 2,25 % Aktionszins, 0,75 % Standardzins, 1 Mio. € Höchstbetrag und null Gebühren.
- So funktioniert die Neugeld-Regel: Verstehe, warum Geld aus den letzten 6 Monaten im Konzern nur 0,75 % bekommt.
- Zinsertrag in 12 Monaten: Erfahre, warum 10.000 € rund 226,91 € und 100.000 € rund 2.269,06 € bringen.
- Was nach 12 Monaten passiert: Lerne, wann die Frist startet und warum danach derzeit 0,75 % gelten.
- Tagesgeld, Festgeld oder Depot: Ordne das Topzinskonto Plus neben Festgeld und DirektDepot der Commerzbank ein.
- Wie sicher dein Geld ist: Erfahre, wie die gesetzlichen 100.000 € und der freiwillige Fonds greifen.
- Steuern und Freistellungsauftrag: Verstehe, wie 26,375 % Steuer und 1.000 € Pauschbetrag den Nettozins verändern.
- Eröffnung und Zielgruppe: Finde heraus, für wen das Konto passt und welche Schritte die Eröffnung hat.
Commerzbank – Topzinskonto Plus

Commerzbank – Topzinskonto Plus
Vorteile
- Aktionszins für neues Geld bis 1 Mio. €
- Täglich verfügbar, keine feste Laufzeit
- Online-Antrag in wenigen Schritten
- Referenzkonto frei wählbar
Nachteile
- Danach Standardzins, aktuell 0,75 % p.a.
- Zinssatz variabel, Anpassung möglich
- Nicht für Geld von Commerzbank, comdirect
- Aktionszins nur 12 Monate ab Eröffnung
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Commerzbank – DirektDepot

Commerzbank – DirektDepot
Vorteile
- Über 50.000 Aktien, ETFs und Fonds
- Sparpläne ab 25 € im Monat
- 600 Fonds mit 50 % Rabatt auf Aufschlag
- Online-Eröffnung in unter 8 Minuten
Nachteile
- Order: 4,90 € + 0,25 %, mind. 9,90 €
- Sparplan: 2,50 € + 0,25 % je Ausführung
- Sonst 0,175 % p.a., mind. 4,95 €/Quartal
- Kursrisiko, Verluste sind möglich
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Topzinskonto Plus: Die Konditionen auf einen Blick
Das Commerzbank Tagesgeld bringt 2026 auf dem Topzinskonto Plus 2,25 % p. a. variabel. Der Zins gilt für Neugeld bis 1.000.000 € und höchstens 12 Monate ab Kontoeröffnung. Alles andere verzinst die Bank derzeit mit 0,75 % p. a. Das betrifft Bestandsgeld, Beträge über einer Million und die Zeit nach der Aktion.
Das Topzinskonto Plus ist kein eigenes Produkt mit Sonderbedingungen im Kleingedruckten. Es ist die Aktionsphase eines Tagesgeldkontos, das nach zwölf Monaten als Standard-Tagesgeld der Commerzbank weiterläuft. Du bekommst also ein Sparkonto, kein Girokonto. Für Miete, Lastschriften und Kartenzahlungen ist es nicht gedacht. Das Geld fließt zwischen dem Tagesgeld und deinem Referenzkonto hin und her.
Das Referenzkonto muss nicht bei der Commerzbank liegen. Es kann ein beliebiges Girokonto im SEPA-Raum sein, auch bei einer anderen Bank. Wer schon ein Commerzbank Girokonto mit seinen Kosten und Modellen führt, kann natürlich auch dieses hinterlegen. Für die Neugeld-Regel ist die Frage, woher das Geld kommt, aber wichtiger als das Referenzkonto. Dazu gleich mehr.
Das Konto ist kostenlos. Eine Kontoführungsgebühr fällt nicht an. Wie bei Tagesgeld üblich, ist das Geld täglich verfügbar. Es gibt keine feste Laufzeit, die du absitzen musst. Befristet ist nur der Aktionszins, nicht das Konto. Du kannst also jederzeit Geld auf dein Referenzkonto zurückholen. Die Zinsen schreibt die Bank quartalsweise gut.
Stand der Konditionen: 08.10.2026. Der Zins ist variabel und kann sich ändern. Verbindlich ist immer der aktuelle Preisaushang der Commerzbank. Prüf die Konditionen dort, bevor du Geld überweist.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Aktionszins (variabel) | 2,25 % p. a. |
| Standard- bzw. Anschlusszins (variabel) | 0,75 % p. a. |
| Höchstdauer des Aktionszinses | 12 Monate ab Kontoeröffnung |
| Höchstbetrag mit Aktionszins | 1.000.000 € |
| Sperrfrist für Neugeld | 6 Monate (Commerzbank AG und comdirect) |
| Kontoführungsgebühr | 0 € |
| Zinsgutschriften | 4 pro Jahr, jeweils zum Quartalsende |
| Verfügbarkeit | täglich verfügbar, keine feste Laufzeit |
| Referenzkonto | Girokonto im SEPA-Raum, auch bei einer anderen Bank |
Das Angebot richtet sich an Privatkunden. Die Bedingung für den Aktionszins knüpft nicht an deinen Kundenstatus an, sondern an dein Geld. Die Commerzbank fragt also nicht, wer du bist, sondern woher die Einlage kommt. Für Geschäftskunden gibt es ein eigenes Tagesgeld mit anderen Bedingungen, das ein Geschäftskonto voraussetzt. Um dieses Angebot geht es hier nicht.
Interaktiver Zinsrechner
Tagesgeld-Rechner: Was bringt das Topzinskonto Plus?
Teile deinen Betrag in Neugeld und Bestandsgeld auf und wähle die Anlagedauer. Der Rechner verzinst vierteljährlich, wechselt nach zwölf Monaten auf den Standardzins und zieht auf Wunsch die Steuer ab.
–
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Zinsen auf Neugeld
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Zinsen zum Standardzins
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Ø Zins pro Jahr
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Steuer
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Zinsen kumuliert, Monat für Monat
Stand der Konditionen: 08.10.2026, laut commerzbank.de. Alle Angaben ohne Gewähr.
Commerzbank – Topzinskonto Plus
2,25 % p.a. variabel für 12 Monate
Vorteile
Nachteile
- Danach Standardzins, aktuell 0,75 % p.a.
- Zinssatz variabel, Anpassung möglich
- Nicht für Geld von Commerzbank, comdirect
- Aktionszins nur 12 Monate ab Eröffnung
Commerzbank – DirektDepot
0 € Depot ab 1 Order im Quartal
Vorteile
Nachteile
- Order: 4,90 € + 0,25 %, mind. 9,90 €
- Sparplan: 2,50 € + 0,25 % je Ausführung
- Sonst 0,175 % p.a., mind. 4,95 €/Quartal
- Kursrisiko, Verluste sind möglich
Commerzbank – GiroKonto
100 € Startguthaben (online)
Vorteile
Nachteile
- Danach 4,90 € Kontoführung pro Monat
- Gebührenfrei nur ab 50.000 € Vermögen
- Startguthaben: 3 Monate je 5 Buchungen ab 25 €
- Nur ohne Commerzbank-Konto in 24 Monaten
Commerzbank – StartKonto
0 € Konto für junge Leute
Vorteile
Nachteile
- Nur für 7- bis 28-Jährige
- Startguthaben an 3 Monate Nutzung gebunden
- Keine Überziehung für Minderjährige
- Prepaid-Kreditkarte erst ab 14 Jahren
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Die Neugeld-Regel: Welches Geld den Aktionszins bekommt
Die 2,25 % gibt es nur auf Neugeld. Als Neugeld zählt Geld, das in den letzten 6 Monaten weder bei der Commerzbank AG noch bei der comdirect angelegt oder verwahrt war. Beide Banken gehören zum selben Konzern. Deshalb gilt die Sperrfrist für beide Häuser gemeinsam.
Neukunde oder Bestandskunde: Es kommt auf das Geld an
Die Sperrfrist bezieht sich auf Geld, nicht auf Personen. Es geht also nicht darum, ob du in den letzten 6 Monaten ein Konto bei der Commerzbank hattest. Entscheidend ist die Herkunft des Geldes. Wenn du seit zwanzig Jahren dein Girokonto bei der Commerzbank führst, bekommst du den Aktionszins trotzdem. Du musst das Geld aber von einer fremden Bank holen.
Umgekehrt hilft dir der Neukundenstatus nichts, wenn das Geld vorher bei der comdirect lag. Ein Umschichten von der Tochter zur Mutter zählt nicht als Neugeld. Dasselbe gilt für Geld, das du vom Commerzbank-Girokonto aufs Tagesgeld schiebst. Es war ja schon im Haus.
Was mit Bestandsgeld passiert
Bestandsgeld landet nicht auf einem gesperrten Konto. Es wird einfach mit dem Standardzins von 0,75 % p. a. verzinst. Der Abstand ist groß: 1,50 Prozentpunkte. Auf 20.000 € sind das 300 € im Jahr, die du verschenkst, wenn du das Geld nur intern umbuchst.
Kurzfristig rausüberweisen und zurückbuchen hilft nicht. Geld, das du von der Commerzbank zu einer anderen Bank schickst, zählt erst nach Ablauf von 6 Monaten wieder als Neugeld. Maßgeblich ist, ob die Gelder in diesem Zeitraum im Konzern lagen.
Typische Fälle im Überblick
Die Regel klingt abstrakt. An konkreten Situationen wird sie greifbar. Die Tabelle ordnet häufige Fälle nach der Logik der Bedingung ein. Im Zweifel entscheidet die Bank, ob ein Betrag als Neugeld gilt.
| Situation | Einordnung | Zins |
|---|---|---|
| Erspartes liegt seit Jahren auf einem Konto bei einer anderen Bank | Neugeld | 2,25 % p. a. |
| Umbuchung vom eigenen Commerzbank-Girokonto | kein Neugeld | 0,75 % p. a. |
| Übertrag von einem comdirect-Konto | kein Neugeld | 0,75 % p. a. |
| Geld vor 2 Monaten von der Commerzbank zu einer anderen Bank überwiesen | kein Neugeld, Sperrfrist läuft noch | 0,75 % p. a. |
| Geld vor mehr als 6 Monaten von der Commerzbank abgezogen | wieder Neugeld | 2,25 % p. a. |
| Anteil über 1.000.000 € | Neugeld, aber über dem Höchstbetrag | 0,75 % p. a. |
Für Bestandskunden heißt das: Der Aktionszins lohnt sich vor allem für Erspartes, das ohnehin bei einer anderen Bank liegt. Wer sein ganzes Geld bereits bei der Commerzbank oder der comdirect hat, bekommt für diese Summe zunächst nur den Standardzins.
Beträge über 1 Million Euro
Für sehr große Anlagen gibt es eine Obergrenze. Den Aktionszins bekommst du auf höchstens 1.000.000 €. Alles darüber verzinst die Bank mit 0,75 %. Rechnen wir das für 1.200.000 € durch, vereinfacht mit einfacher Verzinsung über ein Jahr:
| Anlage | Anteil zu 2,25 % | Anteil zu 0,75 % | Zinsen pro Jahr | Mischzins |
|---|---|---|---|---|
| 1.200.000 € | 1.000.000 € → 22.500 € | 200.000 € → 1.500 € | 24.000 € | 2,00 % |
Der Mischzins sinkt also auf 2,00 %. Bei solchen Summen ist die Einlagensicherung mindestens ebenso wichtig wie der Zins. Dazu weiter unten mehr.
💡 Tip
Gib als Referenzkonto dein Girokonto bei einer anderen Bank an und überweise die Anlagesumme direkt von dort. So ist der Weg des Geldes eindeutig, und die Neugeld-Prüfung macht keine Probleme.
Infografik: Topzinskonto Plus: Neugeld-Regel und Zinsverlauf
Ob du 2,25 % oder 0,75 % bekommst, hängt an der Herkunft des Geldes und am Zeitpunkt. Die Grafik ordnet typische Fälle ein und zeigt den Zinsverlauf über zwei Jahre.
Zählt dein Geld als Neugeld?
Wähle, woher das Geld kommt. Entscheidend ist die Herkunft, nicht der Kundenstatus. Im Zweifel entscheidet die Bank.
Stand: 08.10.2026, laut commerzbank.de
So viel Zinsen bringt das Topzinskonto Plus in 12 Monaten
Ein Zinssatz allein sagt wenig. Spannend ist, was am Ende auf dem Konto steht. Die Commerzbank schreibt die Zinsen vierteljährlich gut. Damit verzinsen sich die Zinsen des ersten Quartals im zweiten Quartal mit. Das ist der Zinseszinseffekt.
Der Rechenweg
Pro Quartal gibt es ein Viertel des Jahreszinses: 2,25 % ÷ 4 = 0,5625 %. Nach vier Quartalen wächst dein Kapital um den Faktor 1,005625⁴. Das ergibt 1,0226906. Der effektive Jahreszins liegt also bei rund 2,27 %. Die Rechnung geht von vier vollen Quartalen und einem gleichbleibenden Zins aus.
Bei 10.000 € bringt das erste Quartal 56,25 € Zinsen. Im zweiten Quartal verzinsen sich dann 10.056,25 €. Das bringt 56,57 €. So geht es weiter, bis nach einem Jahr 226,91 € zusammenkommen.
| Anlage | mit Zinseszins (vierteljährlich) | ohne Zinseszins | nach der Aktion bei 0,75 % (1 Jahr) |
|---|---|---|---|
| 10.000 € | 226,91 € | 225,00 € | 75,00 € |
| 50.000 € | 1.134,53 € | 1.125,00 € | 375,00 € |
| 100.000 € | 2.269,06 € | 2.250,00 € | 750,00 € |
Zinsertrag nach 12 Monaten bei 2,25 % mit vierteljährlicher Gutschrift
Warum der echte Ertrag leicht abweicht
Die Bank schreibt die Zinsen quartalsweise gut. Die Modellrechnung geht von vier vollen Quartalen aus. Die Quartale richten sich also nach dem Kalender, nicht nach deinem Eröffnungstag. Eröffnest du mitten im Quartal, ist der erste Abrechnungszeitraum kürzer. Auch das letzte Aktionsquartal ist dann ein Rumpfquartal. Der Zinseszins fällt dadurch minimal anders aus. In der Praxis geht es um wenige Cent bis einige Euro.
Auch der Zinseszinseffekt ist überschaubar. Bei 10.000 € macht er 1,91 € aus, bei 100.000 € immerhin 19,06 €. Mit 2,25 % und vierteljährlicher Gutschrift liegt der effektive Jahreszins bei rund 2,27 %. Mehr ist bei gleichbleibendem Zins rechnerisch nicht drin.
Der größere Hebel ist ein anderer: Der Zins ist variabel. Senkt die Bank ihn im Lauf der 12 Monate, sinkt auch dein Ertrag. Die Tabelle zeigt also das Szenario „alles bleibt, wie es ist“.
Variabler Zins, Zinsgutschrift und was nach 12 Monaten passiert
Drei Details entscheiden darüber, ob du den Aktionszins voll ausschöpfst: der variable Satz, der Startpunkt der Frist und der Übergang danach.
Variabel heißt: keine Garantie
Die 2,25 % sind kein Festzins. Die Commerzbank kann den Satz während der 12 Monate senken oder anheben. Wie und wann sie über Änderungen informiert, regeln die Vertragsbedingungen. Wirf deshalb regelmäßig einen Blick ins Online-Banking oder in die Commerzbank App mit ihren Funktionen. So bemerkst du eine Anpassung rechtzeitig.
Ein fester Zins für eine feste Laufzeit ist das Prinzip von Festgeld. Wie das bei der Commerzbank aussieht, erklärt der Beitrag zum Commerzbank Festgeld und seinen Laufzeiten. Tagesgeld ist dafür flexibel: Du kannst jederzeit reagieren, wenn sich der Zins ändert.
Die Frist startet mit der Eröffnung
Die 12 Monate beginnen mit der Kontoeröffnung. Nicht mit deiner ersten Einzahlung. Eröffnest du heute und überweist erst in drei Monaten, bleiben dir nur noch neun Monate zum Aktionszins. Bei 50.000 € sind das in der Modellrechnung rund 848 € statt 1.134,53 € Aktionszinsen, also knapp 290 € weniger. Plane die Eröffnung also so, dass das Geld kurz danach bereitsteht.
Wann die Zinsen fließen
Die Zinsen werden quartalsweise gutgeschrieben. Sie landen auf dem Tagesgeldkonto und verzinsen sich ab dann mit. Du siehst also viermal im Jahr, was dein Geld erwirtschaftet hat. Auf die Gutschrift führt die Bank gegebenenfalls Steuern ab, sofern kein ausreichender Freistellungsauftrag vorliegt.
Nach Monat 12: automatisch 0,75 %
Nach Ablauf der Aktion läuft das Konto einfach weiter. Es wird zum Standard-Tagesgeld mit dem Zins laut Preisaushang. Derzeit sind das 0,75 % p. a. variabel. Du musst nichts kündigen und nichts beantragen. Genau das ist aber der Haken: Wer nichts tut, bekommt nur noch ein Drittel des Aktionszinses.
Zinsen pro Quartal bei 10.000 €: Aktionsjahr und Folgejahr
Die Grafik zeigt den Effekt bei 10.000 €: Im Aktionsjahr kommen 226,91 € zusammen, im Folgejahr bei unverändertem Standardzins noch 76,92 €. Pro Quartal sinkt die Gutschrift von gut 56 € auf gut 19 €.
Setz dir deshalb eine Erinnerung für Monat 11. Dann entscheidest du in Ruhe, ob das Geld weiter auf dem Tagesgeld liegen soll, ob du einen Teil fest anlegst oder ob du es für etwas anderes brauchst. Bei 100.000 € geht es um 1.500 € Zinsunterschied pro Jahr zwischen Aktions- und Standardzins. Diese Entscheidung verdient zehn Minuten Zeit.
Tagesgeld, Festgeld oder Depot: Das Topzinskonto Plus einordnen
Das Topzinskonto Plus ist ein Baustein unter mehreren. Die Commerzbank bietet daneben Festgeld und ein Wertpapierdepot an. Welcher Baustein wofür gedacht ist, hängt von deinem Zeithorizont und davon ab, wie schnell du an dein Geld kommen musst. Die folgende Übersicht stellt die Grundprinzipien nebeneinander. Sie ist keine Empfehlung für eines der Produkte.
| Merkmal | Tagesgeld (Topzinskonto Plus) | Festgeld | Wertpapierdepot |
|---|---|---|---|
| Verfügbarkeit | täglich | erst zum Laufzeitende | handelbar, Kurs schwankt |
| Zins oder Ertrag | variabel, derzeit 2,25 % für 12 Monate auf Neugeld | fest für die Laufzeit | kein fester Ertrag, Kursgewinne und -verluste möglich |
| Einlagensicherung | ja | ja | nein, Wertpapiere sind Sondervermögen |
| Typischer Zweck | Notgroschen, Rücklagen, Geld in Wartestellung | Geld, das du für eine feste Zeit sicher nicht brauchst | langfristiger Vermögensaufbau mit Risiko |
Tagesgeld und Festgeld
Tagesgeld und Festgeld sind Einlagen. Beide fallen unter die Einlagensicherung, beide bringen Zinsen ohne Kursrisiko. Der Unterschied liegt in der Bindung. Beim Tagesgeld kannst du jeden Tag verfügen, dafür ist der Zins variabel. Beim Festgeld legst du Betrag und Laufzeit vorher fest und bekommst dafür einen festen Zins. Vor Ablauf kommst du in der Regel nicht an das Geld.
Viele Sparer teilen deshalb auf. Ein Teil bleibt als Notgroschen täglich verfügbar, ein anderer Teil ist für einen festen Zeitraum gebunden. Wie groß welcher Teil sein soll, hängt von deinen Ausgaben, deiner Jobsituation und geplanten Anschaffungen ab. Eine Faustregel für den Notgroschen sind drei bis sechs Monatsausgaben.
Tagesgeld und Depot
Ein Depot ist etwas grundlegend anderes. Dort liegen Wertpapiere wie Aktien, Fonds oder ETFs. Ihr Wert schwankt, im Extremfall bis zum Totalverlust. Einen festen Zins gibt es nicht. Wie das Depot der Bank funktioniert und was es kostet, liest du im Beitrag zum Commerzbank DirektDepot mit Kosten und Sparplänen. Für Geld, das du kurzfristig brauchen könntest, ist ein Depot wegen der Kursschwankungen nicht gedacht.
📌 Good to know
Keine Anlage- oder Steuerberatung, keine Empfehlung. Wertpapiere können an Wert verlieren, bis hin zum Totalverlust. Du entscheidest eigenverantwortlich.
Rechenbeispiel: 10.000 € über zwei Jahre
Wie sich Aktions- und Standardzins über einen längeren Zeitraum auswirken, zeigt eine einfache Modellrechnung. Angenommen, du legst 10.000 € Neugeld an und lässt das Geld 24 Monate liegen. Beide Zinssätze bleiben unverändert, die Zinsen werden vierteljährlich gutgeschrieben.
| Zeitraum | Zinssatz | Zinsen | Kontostand am Ende |
|---|---|---|---|
| Monat 1–12 | 2,25 % p. a. | 226,91 € | 10.226,91 € |
| Monat 13–24 | 0,75 % p. a. | 76,92 € | 10.303,82 € |
| Summe 24 Monate | Ø rund 1,51 % p. a. | 303,82 € | 10.303,82 € |
Drei Viertel des Ertrags entstehen also im Aktionsjahr. Im zweiten Jahr sinkt der Zins auf ein Drittel. Wer das Geld nach Monat 12 einfach liegen lässt, kommt über zwei Jahre im Schnitt auf rund 1,51 % pro Jahr. Ob dir das reicht, hängt davon ab, wofür das Geld gedacht ist. Für einen Notgroschen zählt vor allem, dass er sicher und sofort verfügbar ist.
Was die Laufzeit von 12 Monaten bedeutet
Zwölf Monate Aktionszins geben dir ein Jahr Planbarkeit beim Zinsniveau, solange die Bank den variablen Satz nicht ändert. Du musst in dieser Zeit nichts umschichten und keine weitere Bankverbindung eröffnen. Die Grenze von 1.000.000 € Neugeld ist zudem so hoch, dass sie für fast alle Privatanleger keine Rolle spielt.
Gleichzeitig gilt: Die Sperrfrist von 6 Monaten umfasst Commerzbank und comdirect gemeinsam. Geld, das zuvor bei einer der beiden Banken lag, gilt nicht als Neugeld. Plane deshalb vor der Eröffnung, welche Summe tatsächlich von außen kommt.
Einlagensicherung: Wie sicher dein Geld bei der Commerzbank ist
Ein Zinsvorteil nützt wenig, wenn das Geld nicht sicher ist. Bei der Commerzbank greifen zwei Schutzebenen.
Gesetzliche Einlagensicherung
Die erste Ebene ist gesetzlich vorgeschrieben und gilt EU-weit einheitlich. Geschützt sind 100.000 € pro Kunde und Bank. Bei Gemeinschaftskonten gilt die Grenze je Kontoinhaber, zu zweit also bis zu 200.000 €. Was beim Gemeinschaftskonto als Oder- oder Und-Konto sonst zu beachten ist, steht in einem eigenen Beitrag. Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken zahlt im Ernstfall in der Regel innerhalb von sieben Arbeitstagen. Du musst dafür nichts beantragen.
Hast du also ein Girokonto und ein Tagesgeld bei der Commerzbank, zählt für die gesetzliche Sicherung die Summe beider Guthaben.
Freiwilliger Einlagensicherungsfonds
Die zweite Ebene ist freiwillig. Die Commerzbank ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken. Dieser Fonds schützt Einlagen von Privatpersonen über die gesetzlichen 100.000 € hinaus. Die Schutzgrenze ist begrenzt und hängt von den Eigenmitteln der jeweiligen Bank ab.
Der Fonds senkt seine Obergrenzen in Stufen. Die aktuell gültige Grenze für die Commerzbank kannst du beim Bankenverband abfragen. Für die meisten Sparer ist das theoretisch. Wer aber einen Betrag in der Nähe des Aktionshöchstbetrags anlegt, sollte die Grenze kennen. Alle Details zu beiden Schutzebenen findest du im Beitrag zur Einlagensicherung bei der Commerzbank.
📌 Good to know
Die gesetzliche Grenze von 100.000 € gilt pro Kunde und Bank, nicht pro Konto. Guthaben auf Girokonto, Tagesgeld und Festgeld bei der Commerzbank werden zusammengerechnet. Wertpapiere im Depot zählen nicht dazu, sie sind Sondervermögen.
Was das für deine Entscheidung heißt
Bis 100.000 € greift die gesetzliche Einlagensicherung ohne Antrag. Darüber hinaus kommt der freiwillige Fonds der privaten Banken hinzu. Bei sehr großen Summen lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Schutzgrenze, bevor du überweist.
Steuern auf Tagesgeldzinsen: Abgeltungsteuer und Freistellungsauftrag
Zinsen sind Kapitalerträge und damit steuerpflichtig. Die Bank führt die Steuer automatisch ab, sofern du keinen Freistellungsauftrag erteilt hast.
So hoch ist die Steuer
Die Abgeltungsteuer beträgt 25 %. Dazu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Steuer. Zusammen sind das 26,375 %. Bist du kirchensteuerpflichtig, kommen je nach Bundesland 8 oder 9 % Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer hinzu. Die Gesamtbelastung steigt dann auf knapp 28 %.
Der Sparerpauschbetrag
Die ersten 1.000 € Kapitalerträge im Jahr bleiben steuerfrei. Bei zusammen veranlagten Paaren sind es 2.000 €. Damit die Bank das berücksichtigt, brauchst du einen Freistellungsauftrag. Du kannst ihn im Onlinebanking erteilen und auf mehrere Banken verteilen. Die Summe aller Aufträge darf den Pauschbetrag aber nicht übersteigen.
Für viele Anleger heißt das: Bei 10.000 € bleibt der Zinsertrag von 226,91 € komplett steuerfrei. Bei 50.000 € liegen die 1.134,53 € knapp über dem Pauschbetrag. Als Einzelperson werden dann nur 134,53 € steuerpflichtig, als zusammen veranlagtes Paar nichts. Voraussetzung: Du hast den Pauschbetrag nicht schon mit Dividenden oder anderen Zinsen ausgeschöpft.
Rechenbeispiel: 100.000 € nach Steuern
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Zinsertrag brutto (12 Monate) | 2.269,06 € |
| abzüglich Sparerpauschbetrag | 1.000,00 € |
| zu versteuern | 1.269,06 € |
| Steuer zu 26,375 % | 334,71 € |
| Zinsertrag netto | 1.934,35 € |
Netto entspricht das einer Rendite von rund 1,93 %. Ohne Freistellungsauftrag hätte die Bank auf die vollen 2.269,06 € Steuer abgeführt, also 598,46 €. Die zu viel gezahlten 263,75 € bekommst du zwar über die Steuererklärung zurück, aber erst Monate später. Ein Freistellungsauftrag spart dir diesen Umweg.
Ein Hinweis zur Inflation gehört dazu: Liegt die Teuerung über deinem Nettozins, verliert dein Geld trotz Zinsen an Kaufkraft. Tagesgeld ist vor allem ein Platz für Liquidität und Notgroschen. Diese Einordnung ist keine Steuer- oder Anlageberatung. Bei Fragen zu deiner persönlichen Steuersituation hilft eine Steuerberatung.
Kontoeröffnung und für wen sich das Topzinskonto Plus eignet
Ob das Angebot zu dir passt, hängt weniger vom Zins als von deiner Situation ab. Dieser Artikel ist keine Anlageempfehlung. Er hilft dir, die Konditionen einzuordnen.
Wann das Angebot passt
- Du bist schon Commerzbank-Kunde und hast Erspartes bei einer anderen Bank. Dann bekommst du den Aktionszins, ohne eine neue Bankverbindung aufbauen zu müssen. Das Commerzbank Girokonto kann dabei als Referenzkonto dienen.
- Du willst ein Jahr Ruhe. Der Aktionszins läuft bis zu 12 Monate, ohne dass du in dieser Zeit umschichten musst.
- Dir ist eine große deutsche Bank wichtig. Filialnetz, Ansprechpartner vor Ort und der zusätzliche private Einlagenschutz zählen für dich.
- Du legst größere Beträge an. Der Aktionszins gilt für Neugeld bis 1 Mio. €.
Wann das Angebot weniger passt
Liegt dein Geld bereits bei der Commerzbank oder der comdirect, profitierst du vom Aktionszins nicht. Für dieses Geld gibt es derzeit 0,75 %. Auch wer einen festen Zins über eine feste Laufzeit sucht, ist beim variablen Tagesgeld falsch. Und für langfristigen Vermögensaufbau ist ein Tagesgeld nicht gedacht.
Die Eröffnung in fünf Schritten
- Prüf den aktuellen Zinssatz im Preisaushang der Commerzbank.
- Eröffne das Topzinskonto Plus. Neukunden durchlaufen dabei eine Legitimation, bevor das Konto freigeschaltet wird.
- Hinterlege dein Referenzkonto. Es kann ein Girokonto im SEPA-Raum sein, auch bei einer anderen Bank.
- Überweise das Neugeld möglichst sofort, denn die 12 Monate laufen ab Eröffnung.
- Erteile einen Freistellungsauftrag und notiere dir das Ende der Aktionslaufzeit.
Danach hast du wenig zu tun. Schau ab und zu in dein Online-Banking, um Zinsänderungen nicht zu verpassen. Kurz vor Monat 12 entscheidest du, wie es weitergeht.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch sind die Tagesgeldzinsen der Commerzbank 2026?
Das Topzinskonto Plus bringt 2,25 % p. a. variabel auf Neugeld bis 1 Mio. €. Der Zins gilt höchstens 12 Monate ab Kontoeröffnung. Bestandsgeld und Beträge darüber erhalten derzeit 0,75 % p. a.
Was zählt bei der Commerzbank als Neugeld?
Neugeld ist Geld, das in den letzten 6 Monaten weder bei der Commerzbank AG noch bei der comdirect angelegt war. Ein Umschichten zwischen beiden Häusern zählt deshalb nicht als Neugeld.
Bekommen auch Bestandskunden den Aktionszins?
Ja, entscheidend ist die Herkunft des Geldes, nicht der Kundenstatus. Das Geld muss von außerhalb kommen und darf in den letzten 6 Monaten nicht bei Commerzbank oder comdirect gelegen haben.
Was passiert nach den 12 Monaten?
Das Konto läuft automatisch als reguläres Tagesgeldkonto weiter, derzeit zu 0,75 % p. a. variabel. Eine Kündigung ist nicht nötig. Du kannst dein Geld aber jederzeit abziehen und woanders anlegen.
Wie viel Zinsen bringen 10.000 € in einem Jahr?
Bei gleichbleibenden 2,25 % und vierteljährlicher Gutschrift sind es rund 226,91 € vor Steuern. Mit Freistellungsauftrag bleibt dieser Betrag steuerfrei, sofern dein Sparerpauschbetrag noch nicht ausgeschöpft ist.
Ab wann läuft die 12-Monats-Frist?
Die Frist startet mit der Kontoeröffnung, nicht mit der ersten Einzahlung. Wer erst Wochen später überweist, bekommt den Aktionszins entsprechend kürzer. Zahl dein Geld deshalb möglichst direkt nach der Eröffnung ein.
Wie sicher ist mein Geld beim Topzinskonto Plus?
Gesetzlich sind 100.000 € pro Kunde geschützt, bei Gemeinschaftskonten 200.000 €. Zusätzlich ist die Commerzbank Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds der privaten Banken, der höhere Beträge bis zu einer Schutzgrenze absichert.















