Das Wichtigste in Kürze
- Depotführung und Grundlagen: Die Depotführung kostet 0 €, bezahlt wird je Order und je Sparplanausführung.
- Orderentgelte Inland und Ausland: 4,90 € plus 0,25 %, mindestens 9,90 €, höchstens 54,90 €, dazu 2,95 € Handelsplatz.
- Kleine Orders, hohe Quote: Warum 500 € und 2.000 € gleich viel kosten und wann der Direkthandel hilft.
- ETF-Sparpläne und Aktions-ETFs: Ab 25 € Rate, 1,50 % je Ausführung, Aktions-ETFs ab 50 € ohne Gebühr.
- Tagesgeld-Sonderzins für Depotkunden: Was der 3,50-%-Sonderzins auf dem Tagesgeld für neue Depotkunden bedeutet.
- Depotübertrag ohne eigene Gebühr: Ablauf, Steuerdaten, Verlusttöpfe und mögliche Fremdgebühren beim Wechsel.
- Risiken und Kosteninformation: Welche Risiken bleiben und wo du die Kosten vor jeder Order siehst.
1822direkt – ETF-Sparplan

1822direkt – ETF-Sparplan
Vorteile
- Über 2.400 sparplanfähige ETFs
- 170+ Aktions-ETFs ohne Gebühr (Rate 50–500 €)
- Ausführung am 5. oder 20. des Monats
- 0 € Depotführung (Eröffnung ab 02.05.2023)
Nachteile
- Andere ETFs: 1,50 % je Rate, mind. 1,50 €, max. 14,90 €
- Zzgl. Produktkosten und Spreads
- Einzelorder mind. 9,90 €
- Nur zwei Ausführungstermine im Monat
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
1822direkt – Tagesgeldkonto

1822direkt – Tagesgeldkonto
Vorteile
- Keine Mindesteinlage
- Geld täglich verfügbar
- Erhöhter Neukundenzins für 6 Monate
- Einlagensicherung bis 100.000 €
Nachteile
- Danach niedrigerer Bestandszins
- Zinsgutschrift nur jährlich zum 31.12.
- Auszahlung nur auf Referenzkonto in DE
- Eröffnung nur mit Smartphone und TAN-App
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Was kostet das 1822direkt Depot? Depotführung und Grundlagen
Die Führung des Wertpapierdepots bei 1822direkt kostet 0 €. Eine Mindestzahl an Trades oder einen Mindest-Geldeingang nennt die Bank dafür nicht. Geld kostet das Depot erst, wenn du handelst: jede Order und jede Sparplanausführung wird nach dem Preis- und Leistungsverzeichnis abgerechnet. Wer also ein Depot nur hält und selten umschichtet, zahlt wenig. Wer häufig in kleinen Beträgen kauft, zahlt vergleichsweise viel. Alle Zahlen in diesem Artikel stammen aus den Leistungen und Konditionen der Bank, Stand der Konditionen: 08.10.2026.
Hinter dem Angebot steht keine eigenständige Fintech-Firma. Die 1822direkt Gesellschaft der Frankfurter Sparkasse mbH ist eine hundertprozentige Tochter der Frankfurter Sparkasse und damit Teil der Sparkassen-Finanzgruppe. Wie das Verhältnis zwischen Mutter und Direktbank genau aussieht und was das für die Sicherheit deiner Einlagen bedeutet, erklärt der Beitrag über 1822direkt und die Frankfurter Sparkasse.
Deine Wertpapiere gehören dir, nicht der Bank
Für die Sicherheit des Depots ist ein Punkt wichtiger als jede Einlagensicherung: Wertpapiere im Depot bleiben dein Eigentum. Die Bank verwahrt sie nur. Rechtsgrundlage ist das Depotgesetz, das die Verwahrung fremder Wertpapiere regelt. Geht die verwahrende Bank in die Insolvenz, fallen deine Aktien und ETF-Anteile nicht in die Insolvenzmasse. Den Kursverlust deiner Papiere deckt dagegen niemand. Für Geld auf Konten gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Anleger, ergänzt um das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen.
Welche Konten zum Depot gehören
Zum Depot gehört ein Konto, über das Käufe, Verkäufe, Ausschüttungen und Sparplanraten laufen. Neukunden mit Depot bekommen bei 1822direkt ein Tagesgeldkonto dazu. Wie der Zins auf diesem Konto funktioniert, welche Neukundenregel gilt und was nach der Sonderzinsphase passiert, steht ausführlich im Pillar-Artikel zum Tagesgeld der 1822direkt mit Sonderzins und Zins danach. Für das Depot bedeutet das: Du kannst Geld parken, bis du es investierst, und Erlöse aus Verkäufen landen wieder dort.
Nebenkosten im Überblick
Die meisten Nebenkosten betreffen dich nur, wenn du nicht online handelst. Limits sind kostenlos. Einen telefonischen Auftrag berechnet 1822direkt mit einem Aufschlag von 14,90 €, einen schriftlichen mit 12,90 €. Beide Beträge kommen zur normalen Orderprovision hinzu. Eine telefonische Inlandsorder über 1.000 € kostet damit 27,75 € statt 12,85 €. Wer seine Orders selbst im Online-Banking oder in der App erteilt, zahlt diese Aufschläge nie.
- Depotführung: 0 €
- Online-Order: Orderentgelt nach Preisverzeichnis, kein Aufschlag
- Telefonische Order: zusätzlich 14,90 €
- Schriftliche Order: zusätzlich 12,90 €
- Limit setzen: kostenlos
Die Erfahrungen mit Konto, App und Service der Direktbank insgesamt fasst der Faktencheck zu 1822direkt-Erfahrungen zusammen. Hier geht es nur um das Depot und seine Kosten.
Interaktiver Depotkosten-Rechner
Was kostet dich das 1822direkt Depot im Jahr?
Trag ein, wie oft und mit welchen Beträgen du handelst und wie viel du per Sparplan anlegst. Der Rechner summiert Orderentgelte, Handelsplatzentgelte und Sparplankosten pro Jahr.
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Orders
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Sparpläne
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Kosten in % des Volumens
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Eine Inlandsorder kostet
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Depotkosten pro Jahr nach Posten
Rechenweg: Depotführung 0 €. Inland 4,90 € + 0,25 %, mind. 9,90 €, max. 54,90 €, plus 2,95 € Handelsplatzentgelt (entfällt im Direkthandel). Ausland 14,90 € + 0,25 %, mind. 19,90 €, max. 54,90 €. Telefon +14,90 €. Aktiv-Trader-Rabatt 10 % ab 50, 20 % ab 100 Trades im Halbjahr, vereinfacht auf das Orderentgelt. Sparplan 1,50 % je Ausführung, mind. 1,50 €, max. 14,90 €, Aktions-ETFs ab 50 € ohne Entgelt (bis auf Weiteres). Der Rechner zeigt nur Kosten, keine Wertentwicklung: Wertpapiere können an Wert verlieren.
Stand der Konditionen: 08.10.2026, laut 1822direkt.de und Preis- und Leistungsverzeichnis (Stand 11.08.2026). Keine Anlageberatung. Wertpapiere können an Wert verlieren, Szenarien sind Annahmen und keine Prognose. Alle Angaben ohne Gewähr.
1822direkt - ETF-Sparplan
Aktions-ETFs: 0 € bei 50–500 €
Vorteile
Nachteile
- Andere ETFs: 1,50 % je Rate, mind. 1,50 €, max. 14,90 €
- Zzgl. Produktkosten und Spreads
- Einzelorder mind. 9,90 €
- Nur zwei Ausführungstermine im Monat
1822direkt - Tagesgeldkonto
Tagesgeld ohne Kontoführungsgebühr
Vorteile
Nachteile
- Danach niedrigerer Bestandszins
- Zinsgutschrift nur jährlich zum 31.12.
- Auszahlung nur auf Referenzkonto in DE
- Eröffnung nur mit Smartphone und TAN-App
1822direkt - GiroDirekt Girokonto
Girokonto ohne Gebühr ab 700 € Eingang
Vorteile
Nachteile
- 4,90 € im Monat unter 700 € Geldeingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispozins 9,90 % p. a. variabel
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
1822direkt - Girokonto unter 30
Unter 30 ohne Kontoführungsgebühr
Vorteile
Nachteile
- Ab 30: 4,90 €/Monat unter 700 € Eingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
- Eröffnung erst ab 18 Jahren
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Orderkosten bei 1822direkt: Inland, Ausland und Direkthandel
1822direkt rechnet Orders nach einem klassischen Bankmodell ab. Du zahlst ein festes Grundentgelt und eine prozentuale Provision vom Kurswert. Ein Mindest- und ein Höchstentgelt begrenzen das Ergebnis nach unten und nach oben. An inländischen Börsen kommt ein Handelsplatzentgelt dazu. Das Modell ist transparent, belohnt aber große Orders deutlich stärker als kleine.
Inländische Börsen
An deutschen Börsenplätzen zahlst du 4,90 € plus 0,25 % vom Kurswert. Das Mindestentgelt liegt bei 9,90 €, das Höchstentgelt bei 54,90 €. Dazu kommen 2,95 € Handelsplatzentgelt pro Order. Rechnerisch ergeben sich daraus zwei Schwellen. Bis 2.000 € Kurswert greift das Mindestentgelt, denn 4,90 € plus 0,25 % von 2.000 € ergeben genau 9,90 €. Ab 20.000 € greift das Höchstentgelt, denn 4,90 € plus 50 € ergeben 54,90 €. Dazwischen steigt das Entgelt gleichmäßig mit dem Volumen.
| Ordervolumen | Orderentgelt | Gesamt inkl. 2,95 € Handelsplatz | Kosten in % des Volumens |
|---|---|---|---|
| 500 € | 9,90 € | 12,85 € | 2,57 % |
| 1.000 € | 9,90 € | 12,85 € | 1,29 % |
| 2.000 € | 9,90 € | 12,85 € | 0,64 % |
| 3.000 € | 12,40 € | 15,35 € | 0,51 % |
| 5.000 € | 17,40 € | 20,35 € | 0,41 % |
| 10.000 € | 29,90 € | 32,85 € | 0,33 % |
| 20.000 € | 54,90 € | 57,85 € | 0,29 % |
| 50.000 € | 54,90 € | 57,85 € | 0,12 % |
Die Tabelle zeigt den Kern der Preisstruktur. Bis 2.000 € zahlst du immer 12,85 €. Bei 5.000 € sind es 20,35 €, bei 10.000 € 32,85 €. Über 20.000 € bleibt es bei 57,85 €, egal ob du 20.000 € oder 50.000 € anlegst.
Was eine Inlandsorder bei 1822direkt kostet
Ausländische Börsen
Orders an ausländischen Handelsplätzen kosten mehr. Das Grundentgelt liegt bei 14,90 € plus 0,25 % vom Kurswert, mindestens 19,90 € und höchstens 54,90 €. Das Mindestentgelt greift bis 2.000 € Kurswert, das Höchstentgelt ab 16.000 €. Ob und welche Börsen- und Fremdentgelte im Ausland zusätzlich anfallen, zeigt dir die Kosteninformation vor der Order. Viele große ausländische Aktien und die meisten ETFs sind auch an deutschen Handelsplätzen gelistet. Prüfe deshalb vor jeder Auslandsorder, ob es einen inländischen Handelsplatz für das Papier gibt.
| Ordervolumen | Orderentgelt Ausland | Kosten in % des Volumens |
|---|---|---|
| 1.000 € | 19,90 € | 1,99 % |
| 2.000 € | 19,90 € | 0,99 % |
| 5.000 € | 27,40 € | 0,55 % |
| 10.000 € | 39,90 € | 0,40 % |
| 16.000 € | 54,90 € | 0,34 % |
| 50.000 € | 54,90 € | 0,11 % |
Direkthandel ohne Handelsplatzentgelt
Beim außerbörslichen Direkthandel kaufst du direkt bei einem Handelspartner statt über eine Börse. Das Handelsplatzentgelt von 2,95 € entfällt dann, das Orderentgelt bleibt. Eine Order über 1.000 € kostet im Direkthandel also 9,90 € statt 12,85 €. Der Preis entsteht hier nicht im Börsenhandel, sondern als Angebot des Handelspartners. Vergleiche deshalb vor dem Kauf Geld- und Briefkurs mit dem Börsenkurs. Ein breiterer Spread kann die gesparten 2,95 € wieder aufzehren.
Aktiv-Trader-Rabatt
Wer sehr viel handelt, bekommt einen Rabatt. Ab 50 Trades im Halbjahr gewährt 1822direkt 10 %, ab 100 Trades 20 %. 50 Trades im Halbjahr entsprechen etwa zwei Orders pro Woche. Für Anleger mit Sparplan und gelegentlichen Käufen spielt der Rabatt keine Rolle. Wie der Zeitraum genau gezählt wird und welche Orders mitzählen, regelt das Preis- und Leistungsverzeichnis.
Warum kleine Einmalorders bei 1822direkt teuer sind
Das Mindestentgelt ist die wichtigste Stellschraube für deine Kosten. Ob du für 500 € oder für 2.000 € kaufst, du zahlst inklusive Handelsplatzentgelt dieselben 12,85 €. Bei 500 € sind das 2,57 % des Betrags, bei 1.000 € rund 1,29 %, bei 2.000 € 0,64 %. Ab 5.000 € liegt die Quote unter einem halben Prozent. Bei 50.000 € kostet die Order nur noch 0,12 %, weil das Höchstentgelt greift.
Der Effekt verdoppelt sich, weil auch der Verkauf eine Order ist. Kaufst und verkaufst du eine Position über 1.000 €, zahlst du zweimal 12,85 €, zusammen 25,70 €. Das Papier muss also gut 2,5 % zulegen, bevor du nach Kosten bei null stehst. Bei einer Position über 10.000 € liegt diese Hürde bei rund 0,66 %.
Einmalorder gegen Sparplan: ein Rechenbeispiel
Angenommen, du legst jeden Monat 500 € in denselben ETF an. Kaufst du per Einmalorder an einer inländischen Börse, zahlst du zwölfmal 12,85 €, also 154,20 € im Jahr. Das sind 2,57 % der angelegten 6.000 €. Läuft derselbe Betrag als regulärer Sparplan, kostet jede Ausführung 1,50 % der Rate, also 7,50 € pro Monat und 90 € im Jahr. Ist der ETF ein Aktions-ETF ohne Ausführungsgebühr, entfällt die Ausführungsgebühr ganz.
| Weg | Kosten je Kauf | Kosten pro Jahr | Quote |
|---|---|---|---|
| Einmalorder Inland, 12 × 500 € | 12,85 € | 154,20 € | 2,57 % |
| Einmalorder Direkthandel, 12 × 500 € | 9,90 € | 118,80 € | 1,98 % |
| Regulärer ETF-Sparplan, 500 € | 7,50 € | 90,00 € | 1,50 % |
| Aktions-ETF-Sparplan, 500 € | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 % |
Für regelmäßiges Anlegen ist der Sparplan bei 1822direkt der günstigere Weg. Einmalorders lohnen sich kostenseitig vor allem dann, wenn du größere Beträge auf einmal investierst, etwa eine Erbschaft oder eine Bonuszahlung. Wer beides kombiniert, bündelt Einzelkäufe zu wenigen größeren Orders und lässt den laufenden Betrag über den Sparplan laufen.
Drei Nutzungsprofile im Jahresvergleich
Wie stark die Kosten von deinem Verhalten abhängen, zeigen drei typische Profile. Die Beträge sind reine Rechenbeispiele mit den Konditionen der Bank, keine Empfehlung für eine bestimmte Strategie.
- Sparer mit Aktions-ETF: 100 € im Monat in einen Aktions-ETF, keine Einmalorders. Jahreskosten für Ausführungen: 0 €.
- Sparer mit Zukäufen: 200 € im Monat in einen regulären ETF (36 € im Jahr) plus vier Inlandsorders zu je 2.500 € (je 14,10 €). Jahreskosten: 92,40 €.
- Aktiver Anleger: 24 Inlandsorders zu je 5.000 € im Jahr, Kauf und Verkauf zusammengezählt. Jahreskosten: 488,40 €.
Den Kostenanteil am angelegten Geld kannst du für deine eigene Situation mit dem Rechner oben durchspielen. Wie sich laufende Kosten über viele Jahre auf das Endvermögen auswirken, zeigt der ETF-Sparplan-Rechner mit eigener Renditeannahme.
Infografik: Was Orders und Sparpläne bei 1822direkt kosten
Das Orderentgelt der 1822direkt nach Ordervolumen mit Mindest- und Höchstentgelt, dazu die Jahreskosten eines Sparplans je Rate, regulär und als Aktions-ETF.
Gesamtkosten einer Inlandsorder
Orderentgelt plus 2,95 € Handelsplatzentgelt. Bis 2.000 € greift das Minimum, ab 20.000 € das Maximum.
Ohne Telefon- (14,90 €) oder Schriftaufschlag (12,90 €). Im Direkthandel entfällt das Handelsplatzentgelt.
Stand: 08.10.2026, laut 1822direkt.de
ETF-Sparpläne bei 1822direkt: Gebühren, Aktions-ETFs und Fonds
Mit einem Sparplan investierst du automatisch jeden Monat einen festen Betrag. Bei 1822direkt startest du ab 25 € Sparrate. Besparen kannst du ETFs, Aktien und Zertifikate, außerdem Investmentfonds. Für dich als Anleger ist vor allem wichtig, welche Gebühr pro Ausführung anfällt. Denn die zahlst du bei jeder Rate, über Jahre hinweg.
Reguläre Ausführungsgebühr
Für ETF-, Aktien- und Zertifikate-Sparpläne berechnet 1822direkt 1,50 % vom Sparbetrag, mindestens 1,50 € und höchstens 14,90 € pro Ausführung. Daraus folgt: Bis 100 € Rate greift die Mindestgebühr, ab rund 993 € Rate die Höchstgebühr. Dazwischen zahlst du konstant 1,50 %.
| Sparrate | Gebühr je Ausführung | Kostenquote | Kosten pro Jahr (12 Raten) |
|---|---|---|---|
| 25 € | 1,50 € | 6,00 % | 18,00 € |
| 50 € | 1,50 € | 3,00 % | 18,00 € |
| 100 € | 1,50 € | 1,50 % | 18,00 € |
| 150 € | 2,25 € | 1,50 % | 27,00 € |
| 200 € | 3,00 € | 1,50 % | 36,00 € |
| 300 € | 4,50 € | 1,50 % | 54,00 € |
| 500 € | 7,50 € | 1,50 % | 90,00 € |
| 1.000 € | 14,90 € | 1,49 % | 178,80 € |
Kleine Raten sind beim regulären Sparplan teuer. Bei 25 € pro Monat gehen 6 % jeder Rate an die Ausführungsgebühr. Der ETF müsste also 6 % zulegen, nur damit die Kaufkosten wieder ausgeglichen sind. Ab 100 € pendelt sich die Quote bei 1,50 % ein. Wer mit kleinen Beträgen startet, sollte deshalb besonders auf die Aktions-ETFs schauen.
Aktions-ETFs ohne Ausführungsgebühr
Ein Teil der ETFs ist bei 1822direkt als Aktions-ETF gekennzeichnet. Für diese Sparpläne fällt ab 50 € Monatsrate keine Ausführungsgebühr an. Die Bank bietet das nach eigener Angabe „bis auf Weiteres“ an, die Auswahl kann sich also ändern. Unter 50 € Rate gilt auch bei Aktions-ETFs die reguläre Gebühr von mindestens 1,50 €.
Auf der Website der Bank stehen zur Zahl der Aktions-ETFs und der sparplanfähigen Papiere unterschiedliche Angaben, je nach Seite. Verlass dich deshalb nicht auf eine Zahl aus einer Übersicht, sondern prüfe beim Anlegen des Sparplans in der Ordermaske, ob dein gewählter ETF aktuell als Aktions-ETF geführt wird und welche Gebühr angezeigt wird. Ein konkreter ETF wird hier bewusst nicht genannt, denn welcher Fonds zu dir passt, hängt von deinem Anlageziel, deinem Zeithorizont und deiner Risikobereitschaft ab.
Jahreskosten eines ETF-Sparplans bei 1822direkt
Fonds-Sparpläne und Ausgabeaufschlag
Bei klassischen Investmentfonds funktioniert die Kostenlogik anders. Hier zahlst du keine Ausführungsgebühr wie beim ETF, sondern gegebenenfalls einen Ausgabeaufschlag, den die Fondsgesellschaft festlegt. 1822direkt gewährt auf den Ausgabeaufschlag bis zu 100 % Rabatt, je nach Fonds. Wie hoch der Rabatt bei deinem Fonds ausfällt, siehst du vor dem Kauf. Unabhängig davon fallen im Fonds selbst laufende Kosten an, die im Basisinformationsblatt stehen.
So richtest du einen Sparplan ein
- Wähle im Online-Banking oder in der App das Wertpapier aus und öffne die Sparplanfunktion.
- Lege Sparrate, Ausführungsrhythmus und Startdatum fest. Die Mindestrate liegt bei 25 €.
- Prüfe in der Kostenvorschau, ob eine Ausführungsgebühr anfällt oder ob der ETF als Aktions-ETF geführt wird.
- Lies das Basisinformationsblatt und die laufenden Kosten des Fonds.
- Bestätige den Sparplan. Die Raten werden vom Konto zum Depot eingezogen.
Wie die Sparpläne anderer Banken und Broker aufgebaut sind, beschreibt der Ratgeber zu ETF-Sparplan-Anbietern und ihren Gebührenmodellen. Einen Überblick über die Preisstrukturen von Depots generell findest du im Beitrag über Depotgebühren und kostenlose Depots.
Tagesgeld-Sonderzins und Verrechnungskonto für Depotkunden
Zeitweise bietet 1822direkt Neukundenaktionen für das Depot an. Maßgeblich sind immer die jeweils aktuellen Teilnahmebedingungen auf der Website der Bank.
Unabhängig von solchen Aktionen lohnt ein Blick auf das Konto, das zum Depot gehört. Über das Tagesgeldkonto laufen Käufe, Verkäufe, Sparplanraten und Ausschüttungen. Wie viel Geld dort liegt, entscheidest du selbst: Manche Anleger halten einen Puffer für Nachkäufe in schwachen Börsenphasen, andere investieren eingehendes Geld sofort. Beides ist mit den Konditionen der Bank möglich, denn Ein- und Auszahlungen auf das Referenzkonto sind kostenlos und das Tagesgeld ist täglich verfügbar.
Für die Kosten deines Depots spielt das Verrechnungskonto eine indirekte Rolle. Liegt genug Guthaben bereit, kannst du Käufe bündeln und so das Mindestentgelt von 9,90 € pro Order seltener auslösen. Eine Order über 3.000 € kostet an einer inländischen Börse 15,35 €, drei Orders zu je 1.000 € kosten zusammen 38,55 €.
Sonderzins für Depot-Neukunden
Wer ein Depot neu eröffnet, erhält bei 1822direkt einen Sonderzins auf das zugehörige Tagesgeldkonto: 3,50 % p. a. für sechs Monate, auf Guthaben bis 250.000 €. Danach gilt der variable Basiszins, aktuell 0,60 % p. a. Für den Sonderzins gilt eine Neukundenregel. Wer in den letzten zwölf Monaten bereits ein Tagesgeldkonto bei der Bank hatte, ist nicht dabei, Kunden der Frankfurter Sparkasse ebenfalls nicht. Die Details zu Zinsgutschrift, Referenzkonto und Verfügbarkeit erklärt der Artikel zum 1822direkt Tagesgeld.
Für dein Depot ist der Sonderzins vor allem eine Parkposition. Geld, das du später investieren willst, liegt sechs Monate verzinst auf dem Tagesgeld. Plane den Satz aber nicht als Dauerertrag ein. Nach Ablauf der sechs Monate sinkt der Zins deutlich, und Tagesgeldzinsen sind ohnehin variabel.
Depotübertrag zu 1822direkt: Ablauf, Kosten und Steuerdaten
Mit einem Depotübertrag ziehst du deine Wertpapiere von einer anderen Bank zu 1822direkt um. Du verkaufst dabei nichts. Die Papiere wechseln nur die Lagerstelle, und weil kein Verkauf stattfindet, entsteht durch den Übertrag selbst auch keine Steuer. 1822direkt berechnet für den Übertrag keine eigenen Gebühren. Fremdgebühren Dritter, etwa von ausländischen Lagerstellen, können nach Angabe der Bank aber weiterbelastet werden.
So läuft der Übertrag ab
- Eröffne das Depot bei 1822direkt und schließe die Legitimation ab.
- Erteile den Übertragsauftrag. Du gibst die abgebende Bank, deine alte Depotnummer und den Umfang an, also alle oder nur ausgewählte Positionen.
- Die Banken wickeln den Übertrag untereinander ab. Du musst dafür nicht selbst bei der alten Bank tätig werden, sofern der Auftrag vollständig ist.
- Die Wertpapiere erscheinen im neuen Depot. Das dauert je nach Lagerstelle unterschiedlich lange, bei ausländischen Papieren meist länger.
- Prüfe jede Position auf Stückzahl und Einstandskurs.
Anschaffungsdaten müssen mitkommen
Damit 1822direkt beim späteren Verkauf die Abgeltungsteuer richtig berechnen kann, braucht die Bank die ursprünglichen Anschaffungskosten. Die abgebende Bank muss diese Daten bei einem Übertrag im Inland mitteilen. So sieht es § 43a Abs. 2 EStG vor. Fehlen die Daten, darf die neue Bank beim Verkauf eine Ersatzbemessungsgrundlage ansetzen: 30 % des Verkaufserlöses gelten dann als Gewinn. Das kann zu viel einbehaltene Steuer bedeuten, die du erst über die Steuererklärung zurückholst. Kontrolliere deshalb nach dem Übertrag, ob bei jeder Position ein Kaufkurs hinterlegt ist.
📌 Good to know
Verlusttöpfe ziehen beim Depotwechsel nicht automatisch mit um. Willst du Verluste aus dem alten Depot nutzen, beantragst du bei der alten Bank bis zum 15. Dezember eine Verlustbescheinigung und machst die Verluste in der Steuererklärung geltend. Deinen Freistellungsauftrag verteilst du neu, damit der Sparer-Pauschbetrag weiter greift.
Freistellungsauftrag und Sparer-Pauschbetrag
Der Sparer-Pauschbetrag liegt nach § 20 Abs. 9 EStG bei 1.000 € im Jahr für Alleinstehende und 2.000 € für zusammen veranlagte Paare. Du kannst ihn auf mehrere Banken verteilen, insgesamt aber nicht mehr freistellen als diesen Betrag. Ziehst du dein Depot komplett um, reduzierst du den Auftrag bei der alten Bank und erteilst bei 1822direkt einen neuen. Das ist keine Steuerberatung, sondern die gesetzliche Grundlage. Für deinen Einzelfall hilft eine Steuerberatung oder ein Lohnsteuerhilfeverein.
Sparpläne beim Wechsel
Sparpläne werden beim Übertrag nicht mitgenommen. Lege sie bei 1822direkt neu an und stoppe den alten Sparplan, sonst läuft er bei der bisherigen Bank weiter. Prüfe dabei gleich, ob dein bisheriger ETF als Aktions-ETF geführt wird. Wenn nicht, zahlst du für den regulären Sparplan die Ausführungsgebühr von 1,50 %, mindestens 1,50 €.
Wenn du das Depot später schließen willst
Die Schließung beantragst du im Online-Banking unter „Einstellungen“, „Kontenfunktionen“ und „Konto- und Depotschließung“. Vorher überträgst du die Wertpapiere auf ein anderes Depot oder verkaufst sie. Was dabei mit dem Tagesgeld und laufenden Sparplänen passiert, steht im Beitrag zum Kündigen von Konto und Depot bei 1822direkt. Für Kinder gibt es ein eigenes Produkt, das 1822direkt Junior Depot, mit denselben Preisen.
1822direkt Depot eröffnen: Voraussetzungen und Ablauf
Die Eröffnung läuft online. Du stellst den Antrag auf der Website der Bank, legitimierst dich und erhältst danach deine Zugangsdaten. Für die Kontoprodukte der Bank nennt 1822direkt als Voraussetzungen Volljährigkeit, einen Wohnsitz in Deutschland, ein gültiges Ausweisdokument sowie eine deutsche Mobilnummer und ein Smartphone. Legitimieren kannst du dich per Video-Ident, mit der Online-Ausweisfunktion (eID) oder per POSTIDENT.
- Antrag online ausfüllen und das Depot mit Tagesgeld als Verrechnungskonto wählen.
- Angaben zu Anlageerfahrung und Kenntnissen machen. Die Bank fragt sie gesetzlich vor dem Handel bestimmter Produkte ab.
- Identität per Video, eID oder POSTIDENT bestätigen.
- Zugangsdaten für Online-Banking und App einrichten.
- Geld vom Referenzkonto auf das Verrechnungskonto überweisen und den ersten Sparplan oder die erste Order anlegen.
Die Angaben zu deinen Kenntnissen und Erfahrungen sind kein Formalismus. Banken müssen prüfen, ob ein Produkt für dich angemessen ist. Fehlen Angaben, kann die Bank bei komplexen Produkten wie Zertifikaten oder Derivaten einen Warnhinweis anzeigen. Für ETFs auf breite Aktienindizes reicht in der Regel die Basiseinstufung.
Planst du ein Depot für ein Kind, läuft die Eröffnung anders: Das Kind ist Antragsteller, beide Erziehungsberechtigten legitimieren sich, und die Geburtsurkunde wird hochgeladen. Alle Schritte und Unterlagen stehen im Beitrag über das Kinderdepot der 1822direkt.
Risiken von Wertpapieren und Kosteninformation vor der Order
Die Kosten eines Depots sind planbar. Die Wertentwicklung der Papiere ist es nicht. Aktien und Aktien-ETFs schwanken, teils stark. Auch ein breit gestreuter ETF kann in einer Krise über Monate oder Jahre deutlich im Minus liegen. Anleihen-ETFs reagieren auf Zinsänderungen, Rohstoff- und Themen-ETFs sind oft noch schwankungsanfälliger. Rendite aus der Vergangenheit ist keine Zusage für die Zukunft.
💡 Wichtig
Keine Anlage- oder Steuerberatung, keine Empfehlung. Wertpapiere können an Wert verlieren, bis hin zum Totalverlust. Du entscheidest eigenverantwortlich.
Wo du die Kosten vor jeder Order siehst
Vor jedem Kauf zeigt dir die Bank eine Kosteninformation. Sie listet die Kosten der Dienstleistung, also Orderentgelt und Handelsplatzentgelt, und die Produktkosten des Wertpapiers, bei einem ETF etwa die laufenden Kosten. Bei Fonds und ETFs findest du zusätzlich das Basisinformationsblatt mit Risikoindikator, Kosten und Szenarien zur möglichen Wertentwicklung. Diese Szenarien sind Modellrechnungen, keine Prognosen.
Was die laufenden Kosten im Fonds bedeuten
Die Ausführungsgebühr zahlst du einmal pro Kauf. Die laufenden Kosten des ETF fallen dagegen jedes Jahr an und werden direkt aus dem Fondsvermögen entnommen. Du siehst sie nicht auf deiner Abrechnung, sondern nur in der Wertentwicklung. Ein Aktions-ETF ohne Ausführungsgebühr ist deshalb nicht automatisch kostenlos. Vergleiche die laufenden Kosten im Basisinformationsblatt, bevor du einen Sparplan anlegst.
Welche Nutzung zur Preisstruktur passt
Die Preisstruktur von 1822direkt begünstigt bestimmte Arten des Anlegens. Das ist keine Aussage darüber, ob ein Depot für dich richtig ist, sondern eine Rechnung mit den Konditionen:
- Sparpläne auf Aktions-ETFs ab 50 € Rate verursachen keine Ausführungsgebühr.
- Einmalorders ab einigen Tausend Euro kosten unter 0,5 % des Betrags.
- Viele kleine Einmalorders unter 2.000 € kosten wegen des Mindestentgelts relativ viel.
- Reguläre Sparpläne unter 100 € Rate kosten wegen der Mindestgebühr mehr als 1,50 % je Rate.
- Orders an ausländischen Börsen kosten mindestens 19,90 €.
Wer Girokonto, Tagesgeld und Depot bei einer Bank bündeln möchte, findet bei 1822direkt alle drei Produkte. Ob das für dich praktisch ist, hängt davon ab, wie du deine Finanzen organisierst. Die Konditionen kannst du jederzeit im Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank nachlesen. Prüfe sie am Tag deines Antrags, denn Entgelte und Aktionen können sich ändern.
Häufig gestellte Fragen
Ist das 1822direkt Depot kostenlos?
Die Depotführung kostet 0 €. Kosten entstehen bei jeder Order und bei Sparplanausführungen nach dem Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank.
Was kostet eine Order bei 1822direkt?
An inländischen Börsen 4,90 € plus 0,25 % vom Kurswert, mindestens 9,90 € und höchstens 54,90 €, dazu 2,95 € Handelsplatzentgelt. Eine Order über 1.000 € kostet so 12,85 €.
Wie teuer ist ein ETF-Sparplan bei 1822direkt?
Regulär 1,50 % vom Sparbetrag, mindestens 1,50 € und höchstens 14,90 € je Ausführung. Aktions-ETFs sind ab 50 € Monatsrate ohne Ausführungsgebühr. Die Mindestrate liegt bei 25 €.
Kostet der Depotübertrag zu 1822direkt etwas?
1822direkt berechnet für den Übertrag keine eigenen Gebühren. Fremdgebühren Dritter, etwa ausländischer Lagerstellen, können weiterbelastet werden.
Gibt es bei 1822direkt einen Rabatt für Vieltrader?
Ja. Ab 50 Trades im Halbjahr gewährt die Bank 10 % Aktiv-Trader-Rabatt, ab 100 Trades 20 %.















