Das Wichtigste in Kürze
- Konzernstruktur in drei Stufen: Wie 1822direkt, Frankfurter Sparkasse und Helaba miteinander verbunden sind.
- Rechtlicher Status der Marke: Warum die Konten unter dem Dach der Frankfurter Sparkasse laufen.
- Institutssicherung und Einlagensicherung: Wie die Sparkassen-Finanzgruppe dein Geld schützt und was 100.000 € bedeuten.
- Die 100.000-€-Grenze beachten: Warum Guthaben bei beiden Marken zusammengezählt werden.
- Hinweise für Sparkassen-Kunden: Warum Kunden der Frankfurter Sparkasse bei Neukundenangeboten außen vor bleiben.
- Festgeld und Tagesgeld: Festgeld von 2,20 % bis 3,20 % und der Tagesgeld-Sonderzins im Überblick.
- Girokonto und Bargeld: Was BLZ, BIC und das Sparkassen-Netz für deinen Alltag bedeuten.
- Baufinanzierung über die Sparkasse: Warum die Frankfurter Sparkasse bei der Baufinanzierung Darlehensgeber ist.
- Fazit und Checkliste: Sechs Punkte, die du vor einer Anlage bei der 1822direkt prüfen solltest.
1822direkt – GiroDirekt Girokonto

1822direkt – GiroDirekt Girokonto
Vorteile
- Keine Kontoführungsgebühr ab 700 € Eingang
- girocard mit V PAY ohne Gebühr
- Abheben an Sparkassen-Automaten gratis
- Apple Pay und Google Pay nutzbar
Nachteile
- 4,90 € im Monat unter 700 € Geldeingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispozins 9,90 % p. a. variabel
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
1822direkt – Girokonto unter 30

1822direkt – Girokonto unter 30
Vorteile
- Unter 30: keine Kontoführungsgebühr
- girocard mit V PAY ohne Gebühr
- Visa Classic im ersten Jahr ohne Gebühr
- Abheben an Sparkassen-Automaten gratis
Nachteile
- Ab 30: 4,90 €/Monat unter 700 € Eingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
- Eröffnung erst ab 18 Jahren
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Wem gehört die 1822direkt? Die Konzernstruktur in drei Stufen
Die 1822direkt gehört zur Frankfurter Sparkasse. Die Frankfurter Sparkasse wiederum gehört zu 100 % der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen. Damit steht hinter der Direktbank kein Start-up und kein ausländischer Konzern, sondern ein Kernstück der öffentlich-rechtlichen Sparkassen-Finanzgruppe. Deine Konten führt die Frankfurter Sparkasse, die 1822direkt ist ihre Vertriebstochter. Geschützt ist dein Guthaben über die Institutssicherung der Sparkassen und gesetzlich bis 100.000 € pro Person.
Klingt verschachtelt? Ist es auch ein bisschen. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf jede der drei Stufen.
Stufe 1: die 1822direkt als Direktbank-Marke
Der vollständige Name lautet „1822direkt Gesellschaft der Frankfurter Sparkasse mbH“. Schon der Name verrät die Zugehörigkeit. Laut Impressum ist die Gesellschaft beim Amtsgericht Frankfurt unter HRB 41799 eingetragen und versteht sich als „Ein Unternehmen der Frankfurter Sparkasse“. Sie ist eine 100-prozentige Vertriebstochter der Frankfurter Sparkasse und deren Direktbank-Marke. Sie richtet sich an Kundinnen und Kunden in ganz Deutschland, die ihre Bankgeschäfte online und per Telefon erledigen wollen. Filialen brauchst du dafür nicht.
Stufe 2: die Frankfurter Sparkasse als Kreditinstitut
Die Frankfurter Sparkasse ist laut eigenem Impressum eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in der Neuen Mainzer Straße 47–53 in Frankfurt am Main. Laut Geschäftsbericht der Helaba ist sie eine 100-prozentige Tochter der Landesbank. Betreut werden Privatkunden, Geschäfts- und Gewerbekunden, Firmenkunden sowie öffentliche Haushalte. Im Geschäftsbericht der Helaba für 2025 heißt es, die Frankfurter Sparkasse sei „über die 1822direkt auch im nationalen Direktbankgeschäft erfolgreich tätig“. Die Direktbank ist also der bundesweite Arm einer regional verwurzelten Sparkasse.
Stufe 3: die Helaba als Eigentümerin
Ganz oben steht die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen. Sie ist Sparkassenzentralbank und Verbundbank für die Sparkassen in Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Für dich bedeutet das: Die 1822direkt ist über ihre Mutter fest in der öffentlich-rechtlichen Sparkassen-Finanzgruppe verankert.
| Stufe | Gesellschaft | Rolle | Wichtig für dich |
|---|---|---|---|
| 1 | 1822direkt Gesellschaft der Frankfurter Sparkasse mbH | Direktbank-Marke, Vertrieb | Dein Ansprechpartner im Alltag |
| 2 | Frankfurter Sparkasse | Kreditinstitut, Vertragspartner für Einlagen | Hier liegt dein Geld rechtlich |
| 3 | Helaba Landesbank Hessen-Thüringen | 100-%-Eigentümerin, Sparkassenzentralbank | Verankerung in der Sparkassen-Finanzgruppe |
Woher der Name „1822“ kommt
Die Zahl im Namen ist kein Marketing-Gag. 1822 ist das Gründungsjahr der Frankfurter Sparkasse. Die Direktbank trägt die Jahreszahl im Namen und verweist so auf die lange Geschichte ihrer Mutter. Heute besteht die Struktur aus Vertriebstochter, Sparkasse und Landesbank.
Welche Konten du bei der Direktbank konkret eröffnen kannst und was sie kosten, zeigt dir unser Überblick zum 1822direkt Girokonto GiroDirekt.
1822direkt – GiroDirekt Girokonto
Girokonto ohne Gebühr ab 700 € Eingang
Vorteile
Nachteile
- 4,90 € im Monat unter 700 € Geldeingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispozins 9,90 % p. a. variabel
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
1822direkt – Girokonto unter 30
Unter 30 ohne Kontoführungsgebühr
Vorteile
Nachteile
- Ab 30: 4,90 €/Monat unter 700 € Eingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
- Eröffnung erst ab 18 Jahren
1822direkt – Tagesgeldkonto
Tagesgeld ohne Kontoführungsgebühr
Vorteile
Nachteile
- Danach niedrigerer Bestandszins
- Zinsgutschrift nur jährlich zum 31.12.
- Auszahlung nur auf Referenzkonto in DE
- Eröffnung nur mit Smartphone und TAN-App
1822direkt – Wertpapierdepot
Neue Depots ohne Depotgebühr
Vorteile
Nachteile
- Order 4,90 € + 0,25 %, mind. 9,90 €
- Börse zzgl. 2,95 € (entfällt im Direkthandel)
- Andere Sparpläne 1,50 %, mind. 1,50 €, max. 14,90 €
- Prämie an Sparplan und Trades geknüpft
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Ist die 1822direkt eine eigene Bank? Der rechtliche Status
Kurz gesagt: Nein, jedenfalls nicht dort, wo es um dein Geld geht. Die 1822direkt tritt zwar mit eigenem Namen, eigener Website und eigenen Produkten auf. Vertragspartner für deine Einlagen ist aber die Frankfurter Sparkasse.
Das zeigt sich an zwei Stellen. Erstens laufen die Konten unter der Bankleitzahl und dem BIC der Frankfurter Sparkasse. Zweitens schreibt die 1822direkt auf ihrer Tagesgeldseite, dein Guthaben sei „bis zu einer Höhe von 100.000 € pro Anleger (Gesamtbankverbindung) gesetzlich abgesichert“. Gesamtbankverbindung heißt: Gezählt wird alles, was du bei dem Institut insgesamt hältst. Welches Kreditinstitut hinter deinem Konto steht und welche Marken dazugehören, steht im Informationsbogen für Einleger, den du vor Vertragsschluss erhältst.
Marke oder Vertriebsgesellschaft?
Im Netz liest du beide Begriffe. Manche nennen die 1822direkt eine „Marke“, andere eine „Vertriebsgesellschaft“. Beides trifft zu. Rechtlich ist sie eine GmbH, die für die Frankfurter Sparkasse Kunden gewinnt und betreut. Aus Sicht der Einlagensicherung ist sie eine Marke der Frankfurter Sparkasse.
Wer beaufsichtigt die 1822direkt?
Im Impressum der 1822direkt sind die Europäische Zentralbank und die BaFin als zuständige Aufsichtsbehörden genannt. Dieselben Behörden führt auch die Frankfurter Sparkasse in ihrem Impressum auf. Die Konten, die du bei der 1822direkt eröffnest, laufen unter dem Dach der Frankfurter Sparkasse. Für dich ist das kein Nachteil: Du bist Kunde eines beaufsichtigten Kreditinstituts der Sparkassen-Finanzgruppe.
Woran du die Zugehörigkeit im Alltag erkennst
Ein Blick auf deine Kontodaten zeigt den Zusammenhang ebenfalls. Die Bankleitzahl 500 502 01 und der BIC HELADEF1822 gehören zur Frankfurter Sparkasse. Wer bei der 1822direkt ein Konto hat, bekommt also eine IBAN der Frankfurter Sparkasse.
Die praktische Folge betrifft vor allem eine Frage: Wie viel Geld ist bei dir gesetzlich geschützt? Da die Konten der 1822direkt bei der Frankfurter Sparkasse geführt werden, zählen sie für die Einlagensicherung zu einem einzigen Kreditinstitut. Die Schutzgrenze gilt dann nur einmal. Dazu gleich mehr.
Wie sich Konditionen und Service der Direktbank im Alltag darstellen, liest du in unseren 1822direkt Erfahrungen im Faktencheck.
Infografik: Wer hinter der 1822direkt steht
Die Konzernstruktur von der Helaba über die Frankfurter Sparkasse bis zur 1822direkt, die Schichten der Sicherung und warum Guthaben bei beiden Marken zusammengezählt werden.
Drei Stufen bis zu deinem Konto
Von der Eigentümerin bis zu den Produkten.
Impressum der 1822direkt und der Frankfurter Sparkasse, Geschäftsbericht der Helaba 2025.
Stand: 08.10.2026, laut 1822direkt.de
Wie sicher ist dein Geld? Institutssicherung und gesetzliche Einlagensicherung
Über die Frankfurter Sparkasse gehört die 1822direkt zur Sparkassen-Finanzgruppe. Auf ihrer Festgeldseite verweist die Bank ausdrücklich auf das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen. Oft wird es als zwei getrennte Stufen beschrieben. Genauer ist: Es ist ein einziges System, das zwei Aufgaben erfüllt.
Ein System, zwei Aufgaben
Die Sparkassen-Finanzgruppe betreibt ein institutsbezogenes Sicherungssystem, kurz Institutssicherung. Seit dem 3. Juli 2015 ist es als gesetzliches Einlagensicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) anerkannt. An diesem Tag trat das EinSiG in Kraft. Es setzt die EU-Einlagensicherungsrichtlinie in deutsches Recht um.
Aufgabe 1, Institutsschutz: Das System soll verhindern, dass ein Mitgliedsinstitut überhaupt insolvent wird. Gerät eine Sparkasse in Schieflage, stützen die anderen sie. Ziel ist, dass gar kein Entschädigungsfall entsteht. Einen persönlichen Rechtsanspruch hast du daraus aber nicht.
Aufgabe 2, gesetzliche Entschädigung: Kommt es trotzdem zum Ausfall, hast du einen Rechtsanspruch auf Entschädigung. Er beträgt bis zu 100.000 € pro Einleger und Kreditinstitut. Die Auszahlung erfolgt in Euro innerhalb von 7 Arbeitstagen.
13 Sicherungseinrichtungen bilden das Netz
Das Sicherungssystem besteht aus 13 Sicherungseinrichtungen. Dazu gehören die Sparkassenstützungsfonds der regionalen Sparkassen- und Giroverbände. Hinzu kommen der Sicherungsfonds der Landesbausparkassen und die Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentralen. Diese Einrichtungen sind miteinander verbunden. Reicht ein regionaler Fonds nicht aus, springen die anderen ein.
Welche Einlagen geschützt sind
- Spareinlagen, etwa auf dem Sparbuch
- Sparkassenbriefe
- Termineinlagen wie Festgeld
- Sichteinlagen wie Girokonto und Tagesgeld
Wie die gesetzliche Grenze allgemein funktioniert, erklärt unser Ratgeber zur Einlagensicherung bis 100.000 €. Speziell für Sparbuch und Sparkonto findest du Details im Beitrag Einlagensicherung beim Sparkonto: Höhe und Träger.
Die Bilanz des Haftungsverbunds
Laut Deutschem Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat seit Bestehen des Haftungsverbunds noch nie ein Kunde einer Sparkasse, Landesbank oder eines anderen angeschlossenen Instituts Einlagen verloren, und kein Mitgliedsinstitut wurde insolvent. Das ist kein Versprechen für die Zukunft. Es zeigt aber, dass der Mechanismus in vergangenen Krisen funktioniert hat.
„Theoretisch unbegrenzter Schutz“: eine Richtigstellung
Oft liest du, dein Geld sei bei Sparkassen „theoretisch unbegrenzt“ geschützt. Das ist nur halb richtig. Die Institutssicherung schützt das Institut als Ganzes. Faktisch sind damit alle Einlagen geschützt, solange der Verbund die Sparkasse stützt. Einen einklagbaren Anspruch hast du aber nur bis 100.000 €. Alles darüber hängt davon ab, dass der Institutsschutz greift.
| Ebene | Zweck | Höhe | Rechtsanspruch |
|---|---|---|---|
| Institutssicherung (Haftungsverbund) | Insolvenz des Instituts verhindern | faktisch das ganze Institut | nein |
| Gesetzliche Einlagensicherung (EinSiG, selbes System) | Entschädigung im Ausfall | bis 100.000 € pro Einleger und Institut | ja, Auszahlung in 7 Arbeitstagen |
| Wertpapiere im Depot | Sondervermögen | unbegrenzt (dein Eigentum) | Herausgabe der Wertpapiere |
Und deine Wertpapiere?
Aktien, ETFs und Fonds im Depot fallen nicht unter die Einlagensicherung. Sie brauchen sie auch nicht. Wertpapiere sind Sondervermögen und bleiben dein Eigentum. Selbst bei einer Pleite der Bank gehören sie nicht zur Insolvenzmasse. Sie werden an dich herausgegeben oder auf ein anderes Depot übertragen. Das Kursrisiko trägst du natürlich weiterhin selbst.
📌 Good to know
Die 100.000 € gelten pro Einleger, nicht pro Konto. Bei Gemeinschaftskonten zählt jeder Inhaber einzeln. Ein Konto mit zwei Inhabern ist also bis 200.000 € gesetzlich gesichert.
Interaktiver Einlagen-Check
Wie viel deines Geldes ist bei 1822direkt und Frankfurter Sparkasse gesetzlich gesichert?
Trag deine Guthaben bei beiden Marken ein. Der Rechner zählt sie wie die Einlagensicherung zusammen und zeigt, welcher Teil über der Grenze von 100.000 € liegt.
–
–
–
Dein Guthaben beim Institut
–
Gesetzlich gesichert
–
Ohne Rechtsanspruch
–
Zweite Person (nur Anteil)
–
Dein Guthaben und der gesetzliche Schutz
Rechenweg: 1822direkt und Frankfurter Sparkasse sind für die Einlagensicherung ein Institut. Guthaben = alle Konten bei beiden Marken + halber Anteil am Gemeinschaftskonto. Gesetzlich gesichert bis 100.000 € pro Einleger und Institut, Auszahlung innerhalb von 7 Arbeitstagen. Darüber greift nur der Institutsschutz der Sparkassen-Finanzgruppe, ohne Rechtsanspruch. Die zweite Person ist ohne eigene weitere Konten beim Institut gerechnet.
Stand der Konditionen: 08.10.2026, laut 1822direkt.de und Preis- und Leistungsverzeichnis (Stand 11.08.2026). Vereinfachte Rechnung, maßgeblich sind allein die Bedingungen der Bank. Alle Angaben ohne Gewähr.
Die 100.000-€-Falle: Konten bei 1822direkt und Frankfurter Sparkasse werden addiert
Das ist der wichtigste Praxishinweis in diesem Artikel. Guthaben bei der 1822direkt und bei der Frankfurter Sparkasse zählen zusammen. Die gesetzliche Grenze von 100.000 € gilt einmal für beide Marken, nicht doppelt.
Viele Sparer übersehen das. Sie halten ihr Girokonto bei der Frankfurter Sparkasse vor Ort und legen Festgeld bei der 1822direkt an. Gefühlt sind das zwei Banken. Rechtlich ist es eine.
Ein Rechenbeispiel
Angenommen, du hast 70.000 € Festgeld bei der 1822direkt. Dazu kommen 50.000 € auf einem Sparbuch bei der Frankfurter Sparkasse. Zusammen sind das 120.000 €. Gesetzlich gesichert sind davon 100.000 €. Für die restlichen 20.000 € hast du keinen gesetzlichen Entschädigungsanspruch. Sie wären nur über den Institutsschutz des Verbunds abgedeckt.
Beispiel: 120.000 € verteilt auf 1822direkt und Frankfurter Sparkasse
Gemeinschaftskonten verdoppeln den Rahmen
Führst du ein Konto gemeinsam mit deinem Partner oder deiner Partnerin, gilt die Grenze je Inhaber. Bei zwei Inhabern sind das bis zu 200.000 €. Beachte aber: Hat einer von euch zusätzlich ein Einzelkonto beim selben Institut, wird sein Anteil am Gemeinschaftskonto mit dem Einzelkonto zusammengerechnet.
Was du konkret tun solltest
Wer mehr als 100.000 € vollständig gesetzlich abgesichert halten will, verteilt den Betrag auf mehrere rechtlich eigenständige Kreditinstitute. Zwei Marken desselben Instituts helfen nicht. Prüfe also bei jeder Bank, wer hinter der Marke steht. Der Informationsbogen für Einleger nennt dir das Kreditinstitut und alle zugehörigen Marken. Jede Bank muss ihn dir vor Vertragsschluss aushändigen.
Direktbank mit Sparkassen-Hintergrund
Die Grenze gilt bei jeder Bank, egal ob Direkt- oder Filialbank. Bei der 1822direkt kommt nur die Besonderheit hinzu, dass zwei bekannte Namen zu einem Institut gehören. Welche strukturellen Unterschiede es sonst zwischen beiden Bankformen gibt, liest du im Beitrag Direktbank vs. Filialbank. Was das Thema Sicherheit speziell für Tagesgeld bedeutet, erklärt der Ratgeber Tagesgeld-Sicherheit: Einlagensicherung und Risiken.
Was Kunden der Frankfurter Sparkasse wissen müssen
Wer schon Kunde der Frankfurter Sparkasse ist, merkt die gemeinsame Struktur nicht nur bei der Einlagensicherung. Auch bei den Neukundenangeboten der 1822direkt wirst du nicht als Neukunde behandelt. Für die Bank bist du bereits in der Gruppe. Stand der Konditionen: 08.10.2026.
Tagesgeld-Sonderzins nur für Neukunden der Gruppe
Beim Tagesgeld bietet die 1822direkt einen Sonderzins von 3,50 % p. a. für sechs Monate auf bis zu 250.000 €. Laut Teilnahmebedingungen gilt er für Personen, die in den letzten zwölf Monaten kein Tagesgeldkonto bei der 1822direkt geführt haben, und ausdrücklich nicht für Kunden der Frankfurter Sparkasse. Auch bei einem Gemeinschaftskonto bleibt es bei höchstens 250.000 €. Nach den sechs Monaten gilt der variable Basiszins, aktuell 0,60 % p. a. Alle Details zum Sonderzins und zum Zins danach findest du im Beitrag 1822direkt Tagesgeld.
Prämienaktionen beim Girokonto und beim Depot
Für das Girokonto und das Wertpapierdepot laufen bei der 1822direkt immer wieder befristete Prämienaktionen. Die Teilnahmebedingungen enthalten dabei eine Sperre für die Gruppe: Bei der Girokonto-Aktion ist ausgeschlossen, wer in den letzten zwölf Monaten ein Girokonto bei der 1822direkt oder der Frankfurter Sparkasse hatte. Bei der Depot-Aktion sind Kunden der Frankfurter Sparkasse generell ausgeschlossen. Höhe, Fristen und Bedingungen ändern sich von Aktion zu Aktion, deshalb lohnt der Blick in die jeweils gültigen Teilnahmebedingungen.
Konto eröffnen kannst du trotzdem
Die Sperren betreffen nur die Aktionen, nicht die Kontoeröffnung selbst. Die Eröffnungsvoraussetzungen für das Girokonto nennen keinen Ausschluss für Sparkassen-Kunden: Du musst volljährig sein, in Deutschland wohnen und brauchst einen Ausweis, eine deutsche Mobilnummer und ein Smartphone. Legitimieren kannst du dich per Video, mit der Online-Ausweisfunktion oder per POSTIDENT. Wie GiroDirekt im Detail aufgebaut ist, liest du im Überblick zum GiroDirekt-Konto der 1822direkt.
Was das für deine Planung heißt
Für Kunden der Frankfurter Sparkasse ist die 1822direkt damit vor allem eine zweite, digitale Zugangsform zum selben Institut. Wer dort ein Tagesgeld oder Festgeld eröffnet, bekommt die regulären Konditionen und keinen Neukundenzins. Und weil beide Marken für die Einlagensicherung zusammengezählt werden, verschiebst du dein Geld innerhalb desselben Sicherungsrahmens. Mehr gesetzlichen Schutz bringt der Wechsel von der Filiale zur Direktbank also nicht.
Was bringt das Festgeld der 1822direkt? Zinsen und Tagesgeld im Überblick
Sicherheit ist das eine, der Zins das andere. Die 1822direkt bietet ein kostenloses Festgeldkonto mit Laufzeiten von 6 Monaten bis 5 Jahren an. Eine Laufzeit von 3 Monaten gibt es nur bei Verlängerung einer bestehenden Anlage. Anlegen kannst du zwischen 5.000 € und 1.000.000 €. Vorzeitig kündigen lässt sich das Festgeld nicht. Anlagen über 6 und 12 Monate verlängern sich automatisch zum dann gültigen Zins, das kannst du bis 3 Geschäftstage vor Ablauf abwählen.
| Laufzeit | Zins p.a. | Zinszahlung |
|---|---|---|
| 3 Monate (nur bei Verlängerung) | 1,60 % | dem Festgeld gutgeschrieben |
| 6 Monate | 2,20 % | dem Festgeld gutgeschrieben |
| 1 Jahr | 2,90 % | dem Festgeld gutgeschrieben |
| 2 Jahre | 3,20 % | jährlich aufs Verrechnungskonto |
| 3 Jahre | 3,20 % | jährlich aufs Verrechnungskonto |
| 4 Jahre | 3,20 % | jährlich aufs Verrechnungskonto |
| 5 Jahre | 3,20 % | jährlich aufs Verrechnungskonto |
Festgeld-Zinsstaffel der 1822direkt nach Laufzeit
Was die Staffel verrät
Der Zins steigt von 2,20 % bei 6 Monaten auf 3,20 % bei 2 Jahren. Danach bleibt er flach, bis 5 Jahre. Wer länger als 2 Jahre bindet, bekommt also keinen Aufschlag mehr. Ob dir eine längere Bindung bei gleichem Zins etwas wert ist, etwa als Schutz vor sinkenden Zinsen, hängt von deiner eigenen Planung ab.
Ein Beispiel: 20.000 € für 2 Jahre zu 3,20 % bringen dir im ersten Jahr 640 € Zinsen vor Steuern. Da die Zinsen jährlich aufs Verrechnungskonto fließen, gibt es keinen Zinseszins innerhalb der Anlage. Im zweiten Jahr erhältst du wieder 640 €. Bei Laufzeiten unter 2 Jahren werden die Zinsen dagegen dem Festgeld gutgeschrieben. Neukunden erhalten automatisch ein Tagesgeldkonto als Verrechnungskonto. Alle Laufzeiten und Regeln im Detail findest du im Beitrag 1822direkt Festgeld.
Tagesgeld als flexible Ergänzung
Neben dem Festgeld bietet die 1822direkt ein Tagesgeldkonto ohne Mindesteinlage an. Es ist kostenlos und täglich verfügbar, die Zinsen werden jährlich zum 31.12. gutgeschrieben. Auszahlen lässt sich das Guthaben nur auf dein Referenzkonto, das auch bei einer anderen Bank liegen darf. Der Sonderzins von 3,50 % p. a. gilt sechs Monate, danach der variable Basiszins von aktuell 0,60 % p. a. Wer beide Produkte nebeneinanderlegt, sollte deshalb über die gesamte Anlagedauer rechnen und nicht nur den Startzins betrachten.
💡 Tip
Notiere dir beim Tagesgeld das Ende des sechsmonatigen Sonderzinses im Kalender. Danach gilt der variable Basiszins. So triffst du deine nächste Entscheidung rechtzeitig und nicht erst, wenn der niedrigere Zins schon greift.
Die Zinsen und die Einlagensicherung
Denk beim Festgeld auch an die 100.000-€-Grenze. Aufgelaufene Zinsen zählen zum gesicherten Guthaben dazu. Legst du knapp 100.000 € an, kann der Betrag mit den Zinsen über die Grenze rutschen. Plane deshalb mit etwas Puffer.
Girokonto, Karte und Bargeld: was die Struktur für deinen Alltag heißt
Die Zugehörigkeit zur Sparkassen-Finanzgruppe hat nicht nur Folgen für die Sicherheit. Sie wirkt sich auch auf deinen Alltag mit dem Girokonto aus.
Kontodaten der Frankfurter Sparkasse
Dein Konto bei der 1822direkt läuft mit der Bankleitzahl 500 502 01 und dem BIC HELADEF1822. Das sind die Daten der Frankfurter Sparkasse. Wenn du Überweisungen erhältst, taucht deshalb manchmal „Frankfurter Sparkasse“ als Bankname auf. Das ist korrekt und kein Fehler.
Bargeld am Automaten
Mit der girocard hebst du an rund 21.000 Sparkassen-Geldautomaten in Deutschland kostenlos ab. Auch an Supermarktkassen mit Bargeldservice bekommst du mit der girocard Geld. Mit der Visa-Karte ist das Abheben in Euro im Inland und im EWR ab 50 € kostenlos, darunter kostet es 3 €. Für Abhebungen in Fremdwährung berechnet die Bank 2,25 % zuzüglich Entgelt. Hier zeigt sich ein praktischer Vorteil der Sparkassen-Zugehörigkeit: Das Automatennetz der Sparkassen ist sehr dicht.
GiroDirekt: Kosten und Bedingungen
Das Girokonto der 1822direkt heißt GiroDirekt. Die Kontoführung kostet 0 €, wenn monatlich mindestens 700 € eingehen oder du jünger als 30 Jahre bist. Sonst fallen 4,90 € im Monat an. Die girocard (Sparkassen-Card) ist kostenlos. Der Dispozins liegt bei 9,90 % p. a. variabel, beantragen kannst du den Dispo nach drei Gehaltseingängen. Alle Kosten und Karten im Detail findest du im Beitrag zum 1822direkt Girokonto.
Bargeld einzahlen bei der Frankfurter Sparkasse
Beim Einzahlen zeigt sich die Verbindung besonders deutlich. Kostenlos geht das am Schalter und an den Einzahlautomaten der Frankfurter Sparkasse. Andere Sparkassen und Banken nehmen Bargeld nur am Schalter an, nach eigenem Ermessen und zu eigenen Preisen. Einzahlautomaten anderer Institute funktionieren nicht. Wo es konkret kostenlos geht, erklärt unser Ratgeber Bargeld bei 1822direkt einzahlen und abheben.
Direktbank und Filiale in einem
Ein Vorteil der Struktur wird oft übersehen. Die Frankfurter Sparkasse unterhält im Rhein-Main-Gebiet ein eigenes Filialnetz. Wer dort lebt, hat eine Sparkasse vor Ort im Rücken, etwa für Bargeld. Für Kunden außerhalb der Region bleibt die 1822direkt eine klassische Direktbank mit Online- und Telefonservice. Wer zusätzlich ein Konto bei einer Sparkasse vor Ort führt, findet Hinweise zur Sparkasse-App in unserem eigenen Beitrag.
Baufinanzierung: Darlehensgeber ist die Frankfurter Sparkasse
Auch bei der Baufinanzierung tritt die Struktur offen zutage. Die 1822direkt vermittelt Immobilienkredite über ihren „Passt-Direkt-Service“. Darlehensgeber für das eigene Produkt ist die Frankfurter Sparkasse. Daneben vermittelt die 1822direkt über die Plattformen Finmas und Ehyp Angebote von mehr als 400 Partnern. Die Beratung läuft per Telefon oder Video, der Zinsrechner startet bei einem Darlehen ab 50.000 €.
Das repräsentative Beispiel der Bank
Nach der Preisangabenverordnung nennt die 1822direkt ein repräsentatives Beispiel: Nettodarlehen 300.000 €, Sollzins 4,3 % p. a., effektiver Jahreszins 4,41 % p. a., Sollzinsbindung 26 Jahre und 8 Monate, Tilgung 2 %. Daraus ergeben sich 320 Raten zu je 1.575,00 € und ein Gesamtbetrag von 448.405,42 €. Dein persönlicher Zins hängt von deiner Bonität, vom Beleihungsauslauf, von der Zinsbindung und von der Immobilie ab. Hinzu kommen Kosten für Grundschuld, Grundbuch und Gebäudeversicherung.
Was das für dich bedeutet
Schließt du das Eigenprodukt ab, ist dein Vertragspartner die Frankfurter Sparkasse, nicht die 1822direkt. Bei einem vermittelten Partnerangebot ist es die jeweilige Partnerbank. Schau deshalb im Angebot nach, wer als Darlehensgeber genannt ist. Wie der Ablauf funktioniert und welche Voraussetzungen gelten, liest du im Beitrag zur 1822direkt Baufinanzierung.
Fazit: So sicher ist dein Geld bei der 1822direkt
Die 1822direkt ist eine Marke der Frankfurter Sparkasse. Diese gehört zu 100 % der Helaba. Dein Geld liegt also bei einer Sparkasse in öffentlicher Rechtsform. Geschützt wird es auf zwei Wegen: durch den Institutsschutz der Sparkassen-Finanzgruppe und durch den gesetzlichen Anspruch auf bis zu 100.000 € pro Person.
Der Haken liegt im Detail. 1822direkt und Frankfurter Sparkasse sind für die Einlagensicherung ein einziges Institut. Wer bei beiden Geld hat, ist zusammen nur einmal bis 100.000 € gesetzlich gesichert. Und als Kunde der Frankfurter Sparkasse bekommst du bei der 1822direkt keine Neukundenkonditionen.
Deine Checkliste vor der Anlage
- Bestehende Guthaben addieren: Rechne alle Konten bei 1822direkt und Frankfurter Sparkasse zusammen, inklusive erwarteter Zinsen.
- Grenze prüfen: Liegst du über 100.000 €, verteile den Rest auf ein rechtlich anderes Kreditinstitut.
- Gemeinschaftskonto beachten: Bei einem Gemeinschaftskonto gilt die Grenze je Inhaber, bei zwei Personen also bis 200.000 €.
- Laufzeit klug wählen: Beim Festgeld bringt eine Bindung über 2 Jahre keinen Zinsvorteil mehr.
- Sonderzins-Ende notieren: Beim Tagesgeld gilt der Sonderzins sechs Monate, danach der variable Basiszins.
- Aktionsbedingungen lesen: Kunden der Frankfurter Sparkasse sind von Neukundenangeboten der 1822direkt ausgeschlossen.
Mit diesen sechs Punkten behältst du den Überblick und tappst nicht in die Additionsfalle. Wertpapiere im Depot musst du dabei nicht einrechnen. Sie bleiben ohnehin dein Eigentum.
Häufig gestellte Fragen
Wem gehört die 1822direkt?
Die 1822direkt gehört zur Frankfurter Sparkasse. Die Frankfurter Sparkasse ist laut Geschäftsbericht der Helaba wiederum eine 100-prozentige Tochter der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen.
Ist die 1822direkt eine eigene Bank?
Nein. Die 1822direkt ist eine Marke und Vertriebsgesellschaft der Frankfurter Sparkasse. Die Konten laufen unter Bankleitzahl und BIC der Frankfurter Sparkasse. Als Aufsichtsbehörden nennt das Impressum die Europäische Zentralbank und die BaFin.
Wie hoch ist mein Geld bei der 1822direkt gesichert?
Gesetzlich bis 100.000 € pro Person, bei Gemeinschaftskonten je Inhaber. Zusätzlich soll die Institutssicherung der Sparkassen eine Insolvenz verhindern. Einen Rechtsanspruch über 100.000 € hinaus hast du aber nicht.
Zählen Konten bei 1822direkt und Frankfurter Sparkasse getrennt?
Nein. Beide gelten für die Einlagensicherung als ein Kreditinstitut. Deine Guthaben werden addiert, und die gesetzliche Grenze von 100.000 € gilt nur einmal für beide Marken zusammen.
Bekomme ich als Kunde der Frankfurter Sparkasse den Tagesgeld-Sonderzins der 1822direkt?
Nein. Laut Teilnahmebedingungen gilt der Sonderzins nicht für Kunden der Frankfurter Sparkasse und nur für Personen, die in den letzten zwölf Monaten kein Tagesgeldkonto bei der 1822direkt hatten.
Wie schnell bekomme ich mein Geld im Entschädigungsfall?
Die gesetzliche Einlagensicherung zahlt innerhalb von 7 Arbeitstagen aus, und zwar in Euro. Der Anspruch umfasst bis zu 100.000 € pro Einleger und Kreditinstitut, einschließlich aufgelaufener Zinsen.
Sind meine Wertpapiere bei einer Pleite sicher?
Ja. Wertpapiere im Depot sind Sondervermögen und bleiben dein Eigentum. Sie fallen nicht in die Insolvenzmasse und werden an dich herausgegeben. Vor Kursverlusten schützt das allerdings nicht.
Woher kommt der Name 1822?
Die Zahl steht für das Gründungsjahr der Frankfurter Sparkasse. Heute gehört die Frankfurter Sparkasse laut Geschäftsbericht der Helaba vollständig zur Landesbank.















