Das Wichtigste in Kürze
- Grundlagen und Hausbankprinzip: Verstehe, warum du den Kredit nie direkt bei der KfW beantragst und was 80 % Haftungsfreistellung bedeuten.
- StartGeld-Konditionen: Überblick über 200.000 Euro Höchstbetrag, 80.000 Euro Betriebsmittel, Zinsspanne und tilgungsfreie Jahre.
- Voraussetzungen im Detail: Erfahre, wer bis 5 Jahre nach Gründung förderfähig ist, auch im Nebenerwerb und bei Nachfolge.
- Weitere KfW-Programme: Vergleiche StartGeld, Gründung und Nachfolge bis 500.000 Euro und den ERP-Förderkredit KMU.
- Infografik zum Mitnehmen: Programmrahmen und Antragsweg interaktiv, mit Quelle je Wert und PDF-Export.
- Antragsweg Schritt für Schritt: Lerne den Weg vom Businessplan über die Hausbank bis zur Auszahlung und Rückzahlung kennen.
- Kosten und Rechenbeispiel: Finde heraus, was 50.000 Euro über 10 Jahre mit 2 tilgungsfreien Jahren monatlich bedeuten.
- Alternativen und Abgrenzung: Verstehe Gründungszuschuss nach SGB III sowie den Unterschied zu Mikro- und Kleinkredit.
- Fazit und Quellen: Überblick über die drei Punkte, die über eine Zusage entscheiden, samt Quellenstand.
- Häufige Fragen: Kurze Antworten zu Eigenkapital, SCHUFA, Dauer der Bewilligung und Bereitstellungsprovision.
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Was der KfW-Gründerkredit ist und wie das Hausbankprinzip funktioniert
Der KfW-Gründerkredit ist ein zinsvergünstigtes Förderdarlehen für Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen in Deutschland. Das wichtigste Programm heißt ERP-Gründerkredit StartGeld und finanziert bis zu 200.000 Euro pro Vorhaben, ohne Eigenkapital. Du beantragst ihn nicht bei der KfW selbst, sondern bei deiner Bank oder Sparkasse. Die KfW übernimmt 80 Prozent des Ausfallrisikos, deine Hausbank trägt nur 20 Prozent. Genau dieser Mechanismus öffnet Gründern ohne Sicherheiten die Tür zu Fremdkapital. Der effektive Jahreszins lag beim Abruf der KfW-Konditionen am 16. Oktober 2026 in einer Spanne von 5,45 bis 5,66 Prozent und wird am Tag der Zusage festgesetzt, danach fest für die gesamte Laufzeit.
KfW-Gründerkredit und ERP-Gründerkredit sind dasselbe
Im Alltag sprechen alle vom KfW-Gründerkredit. Offiziell heißen die Programme ERP-Gründerkredit. ERP steht für European Recovery Programme, also die Mittel aus dem Marshallplan nach dem Zweiten Weltkrieg. Dieses Geld lebt bis heute als Sondervermögen des Bundes weiter. Aus ihm wird der Zinssatz der Gründerkredite verbilligt. Wenn du also beide Begriffe liest, meinen sie dasselbe Produkt. Die Programmnummern helfen dir bei der Orientierung: 067 für das StartGeld und 077 für Gründung und Nachfolge. Ältere Nummern wie 073 bis 076 für den ERP-Gründerkredit Universell oder 058 für ERP-Kapital für Gründung stehen laut KfW für Neuanträge nicht mehr offen (Stand 16. Oktober 2026).
Das Hausbankprinzip: Deine Bank ist der Türöffner
Die KfW hat keine Filialen und führt keine Kundengespräche. Sie arbeitet als Förderbank im Hintergrund. Antrag, Prüfung, Zusage und Auszahlung laufen immer über einen Finanzierungspartner. Das kann deine Sparkasse, eine Volksbank, eine Geschäftsbank oder eine Direktbank mit Firmenkundengeschäft sein. Diese Bank prüft deinen Businessplan, bewertet deine Bonität und leitet den Antrag an die KfW weiter. Die KfW sagt zu, das Geld fließt über die Hausbank an dich. Auch die Rückzahlung läuft über dieses Konto.
Das hat eine praktische Folge: Deine Hausbank entscheidet, ob sie deinen Antrag überhaupt weiterreicht. Ein Förderkredit entsteht also nicht automatisch, nur weil du die formalen Kriterien erfüllst. Du musst die Bank von deinem Vorhaben überzeugen. Deshalb lohnt es sich, mehrere Banken anzusprechen und den Förderkredit im Gespräch ausdrücklich zu benennen.
Haftungsfreistellung: Warum Banken Gründern zusagen
Das zentrale Argument für die Bank ist die Haftungsfreistellung. Beim StartGeld entlastet die KfW die durchleitende Bank von 80 Prozent des Kreditausfallrisikos. Fällt dein Kredit über 100.000 Euro komplett aus, bleibt die Bank auf 20.000 Euro sitzen, nicht auf 100.000 Euro. Diese Risikoverteilung macht aus einem für Banken unattraktiven Gründerkredit ein kalkulierbares Geschäft. Ohne Haftungsfreistellung würden viele Banken Gründer ohne Sicherheiten gar nicht finanzieren.
Risikoverteilung beim ERP-Gründerkredit StartGeld
Einordnung: Wie groß die KfW-Förderung ist
Die KfW ist die Förderbank des Bundes und vergibt Gründerkredite nicht selbst an dich, sondern über Finanzierungspartner. Wie groß die Zielgruppe ist, zeigt der KfW-Gründungsmonitor 2026: Die Gründungsintensität stieg 2025 von 115 auf 136 Existenzgründungen je 10.000 Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren. Umgerechnet entspricht das rund 690.000 Gründerinnen und Gründern, nach 585.000 im Vorjahr. Die Zahlen beruhen auf Befragungsdaten der KfW, nicht auf einem amtlichen Register.
Gleichzeitig bleibt die Finanzierung die größte Hürde. Laut KfW-Gründungsmonitor 2026 traten bei 40 Prozent der Gründenden im Jahr 2025 Finanzierungsschwierigkeiten auf. Bei dieser Gruppe brachen 64 Prozent ihre Pläne ab, bei den Gründenden ohne Finanzierungsschwierigkeiten 36 Prozent. Genau an dieser Stelle setzt der KfW-Gründerkredit an: Er senkt nicht deine Kosten auf Null, aber er macht eine Bankzusage überhaupt erst wahrscheinlich.
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ERP-Gründerkredit StartGeld (067): Konditionen im Detail
Das StartGeld ist das Programm für Gründungen mit überschaubarem Kapitalbedarf. Die folgenden Werte stammen aus dem Merkblatt zum Kredit Nr. 067 mit Stand 18. Juni 2026. Viele Ratgeberseiten führen noch ältere Grenzen. Prüfe deshalb vor dem Gespräch mit der Bank immer das aktuelle Merkblatt auf kfw.de.
| Merkmal | ERP-Gründerkredit StartGeld (067) |
|---|---|
| Höchstbetrag pro Vorhaben | 200.000 €, kein Mindestbetrag |
| davon Betriebsmittel | maximal 80.000 € |
| Laufzeitvarianten | bis 5 Jahre mit höchstens 1 Tilgungsfreijahr oder bis 10 Jahre mit höchstens 2 Tilgungsfreijahren; Mindestlaufzeit 2 Jahre |
| Haftungsfreistellung der Hausbank | 80 % des Kreditausfallrisikos |
| Auszahlung | 100 % des zugesagten Betrags |
| Abruffrist | 12 Monate nach Zusage, keine Verlängerung möglich |
| Bereitstellungsprovision | 0,15 % pro Monat ab 6 Monaten und 2 Bankarbeitstagen nach dem Zusagedatum |
| Zinsbindung | fest für die gesamte Laufzeit |
| Eigenkapital gefordert | nein |
Quelle: KfW, Merkblatt Kredit Nr. 067 ERP-Gründerkredit StartGeld, Stand 18. Juni 2026.
Was du finanzieren darfst
Das StartGeld deckt Investitionen und Betriebsmittel ab. Konkret sind das Ausstattung, Maschinen, Fahrzeuge, Miete, Personalkosten und Warenlager. Du kannst bis zu 100 Prozent deiner Anschaffungen und laufenden Kosten finanzieren. Die Auszahlung erfolgt ebenfalls zu 100 Prozent. Die KfW behält keine Gebühren oder Disagio ein. Wer 150.000 Euro beantragt und bewilligt bekommt, sieht auch 150.000 Euro auf dem Konto.
Eigenkapital musst du nicht mitbringen. Das unterscheidet das StartGeld von klassischen Bankkrediten, bei denen Banken in der Regel 15 bis 30 Prozent Eigenmittel erwarten. Trotzdem gilt: Wer eigenes Geld einbringt, erhöht die Bewilligungschancen und verbessert oft die Bonitätsklasse. Beides wirkt sich direkt auf den Zinssatz aus.
Laufzeit, tilgungsfreie Jahre und Zinsbindung
Du wählst zwischen zwei Laufzeiten. Bei 5 Jahren bekommst du ein tilgungsfreies Anlaufjahr. Bei 10 Jahren sind es zwei. In dieser Zeit zahlst du nur Zinsen, keine Tilgung. Das entlastet die Liquidität genau in der Phase, in der dein Umsatz noch anläuft. Der Zinssatz ist über die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Steigende Marktzinsen treffen dich also nicht mehr, sobald die Zusage steht.
Zinssätze: Spanne statt festem Prozentsatz
Einen einzigen StartGeld-Zins gibt es nicht. Laut Merkblatt orientiert sich der Zinssatz an der Entwicklung des Kapitalmarktes und wird am Tag der Zusage festgesetzt. Danach bleibt er für die gesamte Laufzeit fest. Die KfW veröffentlicht dazu Maximalzinssätze in ihrer Konditionenübersicht. Beim Abruf dieser Übersicht am 16. Oktober 2026 lag das StartGeld bei einem Sollzins von 5,31 bis 5,52 Prozent pro Jahr und einem effektiven Jahreszins von 5,45 bis 5,66 Prozent.
| Programm | Sollzins p. a. | effektiver Jahreszins |
|---|---|---|
| 067 ERP-Gründerkredit StartGeld | 5,31 % bis 5,52 % | 5,45 % bis 5,66 % |
| 077 ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge | 3,33 % bis 10,29 % | 5,43 % bis 12,86 % |
| 365 ERP-Förderkredit KMU | 4,20 % bis 11,27 % | 4,27 % bis 11,76 % |
| 366 ERP-Förderkredit KMU mit Risikoübernahme | 4,17 % bis 8,94 % | 4,24 % bis 9,25 % |
Quelle: Zinsdaten der KfW-Konditionenübersicht, abgerufen am 16. Oktober 2026. Die Spannen entstehen durch die Einordnung in Preisklassen; Sollzins und effektiver Jahreszins sind nicht dasselbe.
Wo du innerhalb der Spanne landest, entscheidet dein Finanzierungspartner. Er ordnet dich nach Bonität und Besicherung in eine Preisklasse ein. Welcher Zins für dich gilt, erfährst du erst mit der Zusage. Ein belastbarer Businessplan, Branchenerfahrung und geordnete Finanzen verbessern deine Einstufung, garantieren aber keinen bestimmten Satz. Der effektive Jahreszins ist dabei die Größe, mit der du rechnest: Er berücksichtigt neben dem Sollzins auch die Zahlungsweise.
Bereitstellungsprovision und Abruffrist
Nach der Zusage hast du Zeit, das Geld abzurufen. Die Abruffrist beträgt 12 Monate nach der Zusage und lässt sich nicht verlängern. Ganz kostenlos ist das Warten aber nicht. Ab 6 Monaten und 2 Bankarbeitstagen nach der Zusage fällt eine Bereitstellungsprovision von 0,15 Prozent pro Monat auf den noch nicht abgerufenen Betrag an. Bei 100.000 Euro sind das 150 Euro monatlich. Plane den Abruf deshalb zeitlich passend zu deinen Investitionen.
Good to know
Der Zinssatz hängt von deiner Einstufung ab, die Haftungsfreistellung von 80 Prozent gilt dagegen unabhängig davon. Deine Bank hat also auch bei schwächerer Einstufung ein Argument, den Antrag weiterzuleiten. Frag im Gespräch nach, in welche Preisklasse sie dich einordnet und warum.
Voraussetzungen: Wer das StartGeld bekommt und wer nicht
Das StartGeld richtet sich an natürliche Personen, die eine freiberufliche Existenz oder ein gewerbliches Unternehmen in Deutschland gründen, festigen oder per Nachfolge übernehmen. Auch wer sich als Geschäftsführer tätig an einem Unternehmen beteiligt, zählt dazu. Antragsberechtigt sind außerdem kleine Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind. Das Merkblatt nennt dabei ausdrücklich auch Sozialunternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht und kleine gemeinnützige Unternehmen.
Die EU-Definition „kleines Unternehmen"
Dein Unternehmen muss die Kriterien eines kleinen Unternehmens nach EU-Definition erfüllen. Das heißt: weniger als 50 Mitarbeitende und entweder unter 10 Millionen Euro Jahresumsatz oder unter 10 Millionen Euro Bilanzsumme. Für die meisten Gründungen ist das kein Hindernis. Relevant wird die Grenze bei Nachfolgen, wenn du einen etablierten Betrieb mit größerer Belegschaft übernimmst. Dann ist eher das Programm Gründung und Nachfolge oder der ERP-Förderkredit KMU der passende Weg.
Fünf Jahre ab erster Umsatzerzielung
Die KfW rechnet das Unternehmensalter nicht ab Gewerbeanmeldung oder Handelsregistereintrag. Maßgeblich ist das Datum der ersten Umsatzerzielung, also der tatsächlichen Aufnahme der Geschäftstätigkeit. Dein Vorhaben muss innerhalb von fünf Jahren nach diesem Datum beginnen. Wer 2022 die erste Rechnung geschrieben hat, kann also noch bis 2027 ein StartGeld-Vorhaben starten. Das macht das Programm auch für die Festigungsphase interessant, nicht nur für den allerersten Schritt.
Nebenerwerb, erneute Gründung, Gemeinnützigkeit
Das Merkblatt zum StartGeld nennt als förderfähig ausdrücklich auch einen Nebenerwerb. Du musst also nicht nachweisen, dass dein Vorhaben mittelfristig zum Haupterwerb wird. Das passt zur Realität der deutschen Gründungslandschaft: Laut KfW-Gründungsmonitor 2026 entstanden 2025 rund 483.000 Gründungen im Nebenerwerb und 206.000 im Vollerwerb. Der Nebenerwerbsanteil erreichte damit 70 Prozent, nach Angaben der KfW ein bisher unerreichter Wert.
Existenzgründungen 2025 nach Erwerbsform
Auch eine erneute Unternehmensgründung nennt das Merkblatt als förderfähig. Wer schon einmal gescheitert ist und wieder anfängt, ist damit nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Ebenfalls genannt sind Sozialunternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht und kleine gemeinnützige Unternehmen.
Standort, Ausschlüsse und SCHUFA
Sowohl der Unternehmenssitz als auch der Investitionsort müssen in Deutschland liegen. Ausgeschlossen vom StartGeld sind mittlere und große Unternehmen sowie alle Betriebe, die vor mehr als fünf Jahren ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben. Für sie verweist die KfW auf den ERP-Förderkredit KMU mit den Nummern 365 und 366. Eine Kombination des StartGeld mit anderen haftungsfreigestellten KfW-Programmen ist laut Merkblatt ausgeschlossen.
Ein Wort zur Bonitätsprüfung: Laut Merkblatt holt die KfW im Rahmen der Kreditentscheidung für jeden Antragsteller eine SCHUFA-Auskunft sowie Auskünfte weiterer Auskunfteien ein, bei unternehmensbezogenen Anträgen auch für die geschäftsführenden oder persönlich haftenden Gesellschafter. Dazu kommt die eigene Prüfung deiner Hausbank, die 20 Prozent des Risikos trägt. Wie Einträge entstehen und was du dagegen tun kannst, erklärt unser Beitrag zur SCHUFA und ihren Scores. Wie seriöse Angebote von unseriösen zu unterscheiden sind, zeigt der Beitrag zu Krediten ohne SCHUFA-Abfrage.
Weitere KfW-Programme für Gründer im Vergleich
Das StartGeld ist der Einstieg, aber nicht das einzige Angebot. Wer mehr als 200.000 Euro braucht oder länger als fünf Jahre am Markt ist, findet bei der KfW weitere Programme. Wichtig ist dabei ein Punkt, den viele Ratgeberseiten übersehen: Zwei lange genannte Gründerprogramme nehmen keine neuen Anträge mehr an.
| Programm | Nr. | Höchstbetrag | Laufzeit und tilgungsfreie Jahre | Risikoübernahme | Zielgruppe |
|---|---|---|---|---|---|
| ERP-Gründerkredit StartGeld | 067 | 200.000 €, davon 80.000 € Betriebsmittel | bis 5 Jahre mit 1 Tilgungsfreijahr oder bis 10 Jahre mit 2 Tilgungsfreijahren | 80 % Haftungsfreistellung der Hausbank | Gründung und Festigung, auch Nebenerwerb, weniger als 5 Jahre am Markt |
| ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge | 077 | 500.000 € je Antragsteller, maximal 35 % der förderfähigen Kosten | bis 10 Jahre mit bis zu 2 oder bis 15 Jahre mit bis zu 5 Tilgungsfreijahren | 100-%-Garantie einer Bürgschaftsbank | Gründung, Nachfolge, Jungunternehmen unter 5 Jahren |
| ERP-Förderkredit KMU | 365 / 366 | bis 25 Mio. €, bei 366 Betriebsmittel maximal 7,5 Mio. € | Investitionen bis 5, 10 oder 20 Jahre mit 1 bis 3 Tilgungsfreijahren | bei 366 optional 50 % des Kreditrisikos | KMU und Freiberufler; Unternehmen unter 5 Jahren erhalten bessere Konditionen |
| ERP-Gründerkredit Universell | 073 bis 076 | Für Neuanträge geschlossen. Die KfW verweist auf 365 / 366 beziehungsweise 375 / 376. | |||
| ERP-Kapital für Gründung | 058 | Für Neuanträge geschlossen. Die KfW verweist auf 365 / 366 beziehungsweise 375 / 376. | |||
Quelle: Produktseiten der KfW zu 067, 077, 365/366, 073-076 und 058, abgerufen am 16. Oktober 2026.
ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge (077)
Dieses Programm schließt die Lücke zwischen dem StartGeld und den großen Mittelstandskrediten. Der Kreditbetrag reicht bis 500.000 Euro je Antragstellerin oder Antragsteller, darf aber nicht mehr als 35 Prozent der förderfähigen Kosten ausmachen. Du brauchst also weitere Finanzierungsbausteine. Das Besondere ist die Besicherung: Eine Bürgschaftsbank übernimmt eine 100-prozentige Garantie, darüber hinaus sind laut KfW keine Sicherheiten zu stellen. Deine persönliche Haftung bleibt davon unberührt. Du wählst zwischen bis zu 10 Jahren Laufzeit mit bis zu 2 tilgungsfreien Jahren und bis zu 15 Jahren mit bis zu 5 tilgungsfreien Jahren, die Zinsbindung reicht bis 10 Jahre. Antragsberechtigt sind Existenzgründer, Nachfolger und Jungunternehmer, die weniger als fünf Jahre geschäftstätig sind und Teil der Geschäftsführung sind oder werden.
ERP-Förderkredit KMU (365 und 366)
Dieses Programm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, also an Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten und höchstens 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder 43 Millionen Euro Bilanzsumme. Investitionen laufen bis zu 5 Jahre mit einem, bis zu 10 Jahre mit zwei oder bis zu 20 Jahre mit drei tilgungsfreien Jahren. Die Variante 366 enthält eine optionale Übernahme von 50 Prozent des Kreditrisikos durch die KfW, setzt dafür aber zwei Jahresabschlüsse voraus. Für eine Gründung aus dem Stand kommt 366 damit noch nicht infrage. Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind, erhalten nach Angaben der KfW bessere Konditionen.
Universell (073 bis 076) und ERP-Kapital (058): geschlossen
Hier liegt die häufigste Falle. Der ERP-Gründerkredit Universell mit den Nummern 073 bis 076 und ERP-Kapital für Gründung mit der Nummer 058 tauchen in vielen älteren Ratgebern noch als Option auf. Auf beiden Produktseiten schreibt die KfW inzwischen, dass diese Kredite nicht mehr beantragt werden können; die Seiten dienen nur noch bestehenden Darlehensnehmern. Für Neuanträge verweist die KfW auf den ERP-Förderkredit KMU (365 und 366) und den KfW-Förderkredit großer Mittelstand (375 und 376). Stand dieser Prüfung: 16. Oktober 2026. Wenn dir eine Beratung eines dieser Programme anbietet, frag nach der aktuellen Produktseite.
Welches Programm zu welcher Situation passt
Die Zuordnung folgt im Wesentlichen zwei Fragen. Erstens: Wie viel Fremdkapital brauchst du? Bis 200.000 Euro ist das StartGeld der naheliegende Weg, weil die Haftungsfreistellung von 80 Prozent der Hausbank den größten Teil des Risikos nimmt. Darüber kommt 077 ins Spiel, allerdings nur für maximal 35 Prozent der Kosten und mit Bürgschaftsbank. Zweitens: Wie lange bist du schon am Markt? Nach fünf Jahren ab erster Umsatzerzielung scheiden StartGeld und 077 aus, dann bleibt der ERP-Förderkredit KMU. Welches Programm im Einzelfall trägt, klärt dein Finanzierungspartner — dieser Beitrag ersetzt keine Beratung.
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Infografik: KfW-Gründerkredite und der Weg zum Antrag
Die Grafik fasst die Programmrahmen und den Antragsweg aus diesem Ratgeber zusammen. Alle Angaben stammen aus dem Text und den dort genannten amtlichen Quellen, Stand 17.10.2026. Fahr mit der Maus über ein Element für Wert und Quelle.
Welcher Rahmen zu welchem Programm gehört
Drei Programme sind für Neuanträge offen. Die Zinsangaben sind Spannen über die Preisklassen, kein fester Satz — welcher Wert im Einzelfall gilt, entscheidet die Einordnung durch den Finanzierungspartner.
Quellen: KfW-Produktseiten 067, 077, 365/366; Merkblatt Kredit Nr. 067, Stand 18.06.2026; Zinsdaten der KfW-Konditionenübersicht, Abruf 16.10.2026.
Stand: 17.10.2026
Antragsweg Schritt für Schritt: Vom Businessplan bis zur Auszahlung
Der Antrag auf einen KfW-Gründerkredit folgt einem festen Ablauf. Wer die Reihenfolge kennt und die Unterlagen vollständig vorbereitet, spart Wochen. Die größten Fehler passieren bei der zeitlichen Abfolge: Wer vor dem Antrag schon Verträge unterschreibt, verliert den Anspruch auf Förderung.
| Schritt | Was passiert | Worauf du achten musst |
|---|---|---|
| 1 Vorbereitung | Businessplan, Lebenslauf, KMU-Erklärung, ggf. SCHUFA-Selbstauskunft zusammenstellen | Zahlenteil mit Kapitalbedarfs-, Investitions-, Finanzierungs-, Rentabilitäts- und Liquiditätsplan |
| 2 Hausbank wählen | Bank oder Sparkasse prüft Idee, Plan und Bonität | Förderkredit ausdrücklich benennen, mehrere Banken ansprechen |
| 3 Antrag stellen | Hausbank nimmt den Antrag auf | Vor Abschluss von Liefer- und Leistungsverträgen, vor Baubeginn |
| 4 Durchleitung | Hausbank reicht den Antrag bei der KfW ein, KfW sagt zu | Das Merkblatt nennt keine Bearbeitungsfrist; Zeit für Rückfragen einplanen |
| 5 Auszahlung | 100 % über die Hausbank | Abruffrist 12 Monate nach Zusage; ab 6 Monaten und 2 Bankarbeitstagen 0,15 % Provision pro Monat |
| 6 Rückzahlung | Anlaufjahre nur Zinsen, danach konstante Raten | Sondertilgung nur gegen Vorfälligkeitsentschädigung |
Schritt 1: Der Businessplan als Herzstück
Deine Hausbank entscheidet auf Basis des Businessplans. Er braucht einen Textteil mit Geschäftsmodell, Markt, Wettbewerb und deiner Qualifikation. Der Zahlenteil ist für die Bank mindestens genauso wichtig. Er umfasst fünf Pläne: Kapitalbedarfsplan, Investitionsplan, Finanzierungsplan, Rentabilitätsvorschau über drei Jahre und Liquiditätsplan auf Monatsbasis für das erste Jahr. Dazu kommen dein Lebenslauf, die KMU-Erklärung zur Unternehmensgröße und je nach Bank eine SCHUFA-Selbstauskunft. Nachweise über Eigenkapital oder Sicherheiten verbessern deine Position, auch wenn das StartGeld sie nicht verlangt. Für die laufende Buchhaltung und die Trennung von privaten und geschäftlichen Zahlungen kannst du parallel ein Geschäftskonto eröffnen.
Schritt 2: Die richtige Hausbank finden
Nicht jede Bank ist gleich gründerfreundlich. Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben traditionell mehr Erfahrung mit KfW-Durchleitung als manche Direktbank. Sprich zwei bis drei Institute an und nenne den ERP-Gründerkredit StartGeld ausdrücklich. Manche Berater schlagen von sich aus ein hauseigenes Produkt vor. Beharre auf der Förderprüfung. Nimm zum Gespräch den vollständigen Plan mit und sei auf Fragen zu Umsatzannahmen, Kundenakquise und Worst-Case-Szenarien vorbereitet. Unabhängig vom Förderweg kannst du dir ansehen, wie ein Ratenkredit bei einer zugelassenen Bank beantragt wird.
Schritt 3: Der Antrag vor Vorhabensbeginn
Das ist die wichtigste Regel im gesamten Prozess. Der Antrag muss gestellt sein, bevor dein Vorhaben beginnt. Als Beginn gilt der Abschluss von Liefer- und Leistungsverträgen oder der Start von Bauarbeiten. Wer also den Mietvertrag für die Praxis unterschreibt oder die Maschine bestellt, bevor der Antrag bei der Bank liegt, kann diese Kosten nicht mehr fördern lassen. Ausgenommen sind Beratungsleistungen. Gründungsberatung, Steuerberater oder Anwalt darfst du vorher beauftragen.
Schritt 4 und 5: Zusage und Auszahlung
Nach positiver Prüfung leitet die Hausbank den Antrag an die KfW weiter. Die KfW prüft die Programmkriterien und erteilt die Zusage. Eine Bearbeitungsfrist nennt das Merkblatt nicht, und auch die KfW veröffentlicht dazu keine Zusage. Rechne deshalb mit Rückfragen und plane Zeit ein, statt dich auf eine Wochenzahl zu verlassen. Nach der Zusage rufst du das Geld innerhalb von 12 Monaten ab, in einer Summe oder in Teilen. Es fließt zu 100 Prozent über dein Konto bei der Hausbank. Verzichtest du auf einen noch nicht abgerufenen Kredit, kann die KfW für dasselbe Vorhaben frühestens nach 6 Monaten einen neuen Kredit zusagen.
Schritt 6: Rückzahlung
In den tilgungsfreien Anlaufjahren zahlst du nur Zinsen. Danach beginnt die Tilgung in gleichbleibenden Raten bis zum Laufzeitende. Sondertilgungen sind möglich, kosten aber eine Vorfälligkeitsentschädigung. Wenn du erwartest, den Kredit vorzeitig ablösen zu können, sprich das vor Vertragsabschluss mit der Bank an. Wenn du Raten und Betriebsausgaben auseinanderhalten willst, hilft daneben ein eigenes privates Girokonto.
Tip
Lass dir von der Bank schriftlich bestätigen, an welchem Tag der Antrag aufgenommen wurde, bevor du irgendeinen Liefer- oder Leistungsvertrag unterschreibst. Eine kurze Mail mit Datum reicht. Sie hilft dir, falls später Fragen zur Reihenfolge aufkommen, denn der Antrag muss laut Merkblatt vor Vorhabensbeginn vorliegen.
Rechenbeispiel: Was 50.000 Euro StartGeld monatlich bedeuten
Zinssätze allein sagen wenig. Entscheidend ist, was monatlich auf dich zukommt. Die folgende Rechnung ist ein Beispiel und keine Zinszusage: Der Zinssatz wird erst am Tag der Zusage festgesetzt. Angenommen, du nimmst 50.000 Euro StartGeld über 10 Jahre mit zwei tilgungsfreien Jahren auf und landest am unteren Ende der Spanne vom 16. Oktober 2026, also bei 5,31 Prozent Sollzins und 5,45 Prozent effektivem Jahreszins.
Die ersten zwei Jahre: nur Zinsen
In den beiden Anlaufjahren zahlst du laut Merkblatt nur die Zinsen auf die bereits ausgezahlten Beträge. Bei vollem Abruf und 5,31 Prozent sind das 2.655 Euro pro Jahr, also rund 221 Euro im Monat. Diese Phase entlastet deine Liquidität genau dann, wenn der Umsatz erst anläuft. Sie kostet dich aber auch zwei Jahre, in denen die Restschuld nicht sinkt.
Jahr drei bis zehn: Tilgung plus Zinsen
Ab dem dritten Jahr tilgst du monatlich in gleich hohen Raten über die restlichen acht Jahre. Das sind 50.000 Euro auf 96 Monate, also rund 521 Euro Tilgung pro Monat. Dazu kommen Zinsen auf die jeweilige Restschuld. Die erste Rate nach der tilgungsfreien Zeit liegt damit bei etwa 742 Euro, die letzten Raten deutlich darunter, weil der Zinsanteil mit der Restschuld schrumpft. Eine Gesamtzinssumme nennen wir hier bewusst nicht: Sie hängt davon ab, wann du welche Teilbeträge abrufst.
| Phase | Tilgung pro Monat | Zinsen pro Monat | Rate |
|---|---|---|---|
| Jahr 1 und 2 (tilgungsfrei) | 0 € | rund 221 € | rund 221 € |
| erste Rate ab Jahr 3 | rund 521 € | rund 221 € | rund 742 € |
| letztes Jahr der Laufzeit | rund 521 € | wenige Euro | knapp über 521 € |
Beispielrechnung auf Basis von 50.000 Euro, Sollzins 5,31 Prozent (unteres Ende der KfW-Spanne, abgerufen am 16. Oktober 2026), monatlich gleich hohe Tilgungsraten nach zwei tilgungsfreien Jahren. Keine Zinszusage, keine Finanzierungsberatung.
Was die Bereitstellungsprovision kostet
Ein Posten, den viele übersehen: Ab 6 Monaten und 2 Bankarbeitstagen nach dem Zusagedatum berechnet die KfW 0,15 Prozent pro Monat auf den noch nicht abgerufenen Betrag. Bei 50.000 Euro, die vollständig unangetastet liegen, sind das 75 Euro im Monat. Rufe das Geld deshalb erst ab, wenn die Investitionen anstehen, aber stimme den Zeitplan mit der Abruffrist von 12 Monaten ab. Wie du Kreditkosten grundsätzlich einordnest und wann eine Finanzierung sinnvoll ist, zeigt unser Beitrag zur Frage, wann ein Kredit sinnvoll ist.
Alternativen: Gründungszuschuss, Mikrokredit und Abgrenzung
Der Gründerkredit ist Fremdkapital, das du zurückzahlst. Daneben stehen Zuschüsse und kleinere Finanzierungen, die anderen Regeln folgen. Sie schließen sich nicht grundsätzlich aus, decken aber unterschiedliche Bedarfe.
Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit
Wenn du aus der Arbeitslosigkeit gründest, kommt der Gründungszuschuss nach den Paragrafen 93 und 94 des Dritten Buchs Sozialgesetzbuch infrage. Er sichert deinen Lebensunterhalt, finanziert aber keine Investitionen. Die erste Phase läuft sechs Monate und umfasst das zuletzt bezogene Arbeitslosengeld plus 300 Euro monatlich zur sozialen Sicherung. Danach sind bis zu neun weitere Monate mit 300 Euro monatlich möglich, dafür musst du einen eigenen Antrag stellen und deine Geschäftstätigkeit nachweisen.
| Voraussetzung | Regelung |
|---|---|
| Restanspruch Arbeitslosengeld | bei Aufnahme der Tätigkeit mindestens 150 Tage (§ 93 Abs. 2 Nr. 1 SGB III) |
| Tragfähigkeit | Stellungnahme einer fachkundigen Stelle, insbesondere Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, berufsständische Kammer, Fachverband oder Kreditinstitut |
| Umfang der Tätigkeit | hauptberuflich; nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit mindestens 15 Stunden pro Woche |
| Sperre nach früherer Förderung | ausgeschlossen, solange seit dem Ende einer früheren Förderung der selbständigen Tätigkeit keine 24 Monate vergangen sind (§ 93 Abs. 4 SGB III) |
| Rechtsanspruch | nein, Ermessensleistung |
Quellen: § 93 und § 94 SGB III (gesetze-im-internet.de) sowie Angaben der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 16. Oktober 2026.
Mikrokredit und Kleinkredit: andere Größenordnung
Hier lohnt eine klare Abgrenzung, weil die Begriffe oft vermischt werden. Dieser Beitrag behandelt die KfW-Förderkredite, die immer über einen Finanzierungspartner laufen und ein Vorhaben finanzieren. Mikrokredite für Existenzgründer und Kleinkredite für Selbstständige in der Anfangsphase bewegen sich dagegen im vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Bereich, laufen kurz und folgen nicht der Mechanik aus Haftungsfreistellung und Antrag vor Vorhabensbeginn. Sie können eine Lösung sein, wenn der Kapitalbedarf klein ist oder die Hausbank den Förderweg nicht mitgeht — die Konditionen sind dafür in der Regel ungleich teurer. Welche Variante zu dir passt, klärst du mit deinem Finanzierungspartner. Einen ersten Überblick über den Markt gibt dir ein Kreditvergleich.
Nicht verwechseln solltest du den Gründerkredit außerdem mit staatlichen Darlehen für Ausbildung und Studium. Wie diese funktionieren, erklärt unser Beitrag zum Bildungskredit des Bundes.
Fazit: Wofür der KfW-Gründerkredit taugt
Der KfW-Gründerkredit ist kein Geschenk und keine Abkürzung. Er ist ein zinsvergünstigtes Darlehen, das du vollständig zurückzahlst und für das du persönlich haftest. Sein eigentlicher Wert liegt nicht im Zins, sondern in der Haftungsfreistellung: Beim StartGeld trägt die KfW 80 Prozent des Ausfallrisikos, die Hausbank nur 20 Prozent. Das macht eine Zusage überhaupt erst wahrscheinlich, wenn du keine Sicherheiten stellen kannst. Zur Vorbereitung gehört neben der Finanzierung auch die Absicherung deiner Tätigkeit, etwa über eine Berufshaftpflicht für Selbstständige.
Drei Punkte entscheiden in der Praxis. Erstens die Reihenfolge: Der Antrag muss vor Vorhabensbeginn bei der Bank liegen, sonst ist das Vorhaben nicht mehr förderfähig. Zweitens der Zahlenteil deines Businessplans, denn die Hausbank entscheidet, ob sie den Antrag überhaupt weiterreicht. Drittens das richtige Programm: Nur 067, 077 und 365/366 nehmen derzeit neue Anträge an, 073 bis 076 und 058 nicht mehr. Dieser Beitrag gibt dir den Stand der amtlichen Quellen vom 16. Oktober 2026 und ersetzt keine Beratung durch deinen Finanzierungspartner.
Quellen und Stand
- KfW, Merkblatt Kredit Nr. 067 ERP-Gründerkredit StartGeld, Stand 18. Juni 2026, Bestellnummer 600 000 2258.
- KfW, Produktseiten zu ERP-Gründerkredit StartGeld (067), ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge (077), ERP-Förderkredit KMU (365 und 366), ERP-Gründerkredit Universell (073 bis 076) und ERP-Kapital für Gründung (058), abgerufen am 16. Oktober 2026.
- KfW, Zinsdaten der Konditionenübersicht für KfW-Förderprogramme, abgerufen am 16. Oktober 2026.
- KfW Research, KfW-Gründungsmonitor 2026 (Berichtsjahr 2025).
- § 93 und § 94 Sozialgesetzbuch Drittes Buch, gesetze-im-internet.de.
- Bundesagentur für Arbeit, Informationen zum Gründungszuschuss, abgerufen am 16. Oktober 2026.
Alle Konditionen und Rechtsstände mit Stand 16. Oktober 2026. Konditionen und Programmzuschnitte ändern sich; prüfe vor einem Antrag die aktuelle Produktseite der KfW.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der KfW-Gründerkredit maximal?
Das ERP-Gründerkredit StartGeld finanziert bis zu 200.000 Euro pro Vorhaben, davon bis zu 80.000 Euro für Betriebsmittel (Merkblatt Stand 18. Juni 2026). Größere Vorhaben laufen über den ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge mit bis zu 500.000 Euro oder den ERP-Förderkredit KMU.
Bekomme ich den KfW-Gründerkredit ohne Eigenkapital?
Das StartGeld setzt kein Eigenkapital voraus, und die Auszahlung erfolgt zu 100 Prozent des zugesagten Betrags. Ob deine Hausbank zusagt, hängt trotzdem von ihrer eigenen Prüfung ab. Eigenmittel können deine Einordnung in eine Preisklasse verbessern, eine Zusage folgt daraus aber nicht automatisch.
Wie hoch sind die Zinsen beim KfW-Gründerkredit?
Beim Abruf der KfW-Konditionen am 16. Oktober 2026 lag das StartGeld bei einem Sollzins von 5,31 bis 5,52 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 5,45 bis 5,66 Prozent pro Jahr. Der Satz wird am Tag der Zusage festgesetzt, richtet sich nach deiner Einordnung in eine Preisklasse und bleibt dann für die gesamte Laufzeit fest.
Kann ich den Kredit direkt bei der KfW beantragen?
Nein. Alle KfW-Gründerkredite laufen über das Hausbankprinzip. Deine Bank oder Sparkasse nimmt den Antrag auf, prüft Businessplan und Bonität und leitet ihn an die KfW weiter. Auch Auszahlung und Rückzahlung laufen über die Hausbank.
Wie lange dauert die Bewilligung des StartGelds?
Eine Bearbeitungsfrist nennen weder das Merkblatt noch die KfW. Der Ablauf hängt davon ab, wie schnell deine Hausbank den Antrag aufnimmt und weiterleitet und wie vollständig deine Unterlagen sind. Plane die Zeit für Rückfragen ein und beginne das Vorhaben nicht vor der Antragstellung.
Geht der KfW-Gründerkredit auch im Nebenerwerb?
Ja. Das Merkblatt zum Kredit Nr. 067 nennt den Nebenerwerb ausdrücklich als förderfähig. Das passt zur Struktur der Gründungen: Laut KfW-Gründungsmonitor 2026 entstanden 2025 rund 483.000 von insgesamt etwa 690.000 Gründungen im Nebenerwerb, ein Anteil von 70 Prozent.
Was passiert, wenn ich den Kredit nicht sofort abrufe?
Ab 6 Monaten und 2 Bankarbeitstagen nach Zusage fällt eine Bereitstellungsprovision von 0,15 Prozent pro Monat auf den nicht abgerufenen Betrag an. Die Abruffrist beträgt 12 Monate nach der Zusage und lässt sich nicht verlängern.





















