Die Commerzbank hat in den ersten neun Monaten 2024 einen Überschuss von rund 2,7 Milliarden Euro erwirtschaftet – ein Anstieg von über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allein im dritten Quartal erzielte das Dax-Unternehmen einen Nettogewinn von 859 Millionen Euro, was einem Plus von mehr als 45 Prozent entspricht. Für das Gesamtjahr strebt der Vorstand einen Rekordgewinn von mindestens 3,4 Milliarden Euro an.
Operative Entwicklung im dritten Quartal
Das Neunmonatsergebnis von 2,7 Milliarden Euro markiert das beste Resultat in diesem Zeitraum in der Unternehmensgeschichte der Commerzbank. Vorstandsvorsitzende Bettina Orlopp verwies auf das Potenzial, das die positive Geschäftsentwicklung offenbart. Die Bank profitiert von stabilen Erträgen und konnte ihre Profitabilität deutlich steigern.
Unicredit-Beteiligung und strategische Perspektiven
Parallel zu den Geschäftserfolgen hat sich die italienische Unicredit fast die Hälfte der Commerzbank-Anteile gesichert. Orlopp betonte die Notwendigkeit gemeinsamer Überlegungen zur künftigen Zusammenarbeit beider Institute. Unicredit-CEO Andrea Orcel plant Kostensenkungen in Milliardenhöhe, unter anderem durch eine Reduzierung des internationalen Filialnetzes der Commerzbank. Die Unicredit ist über ihre Tochtergesellschaft Hypovereinsbank bereits in Deutschland präsent.
Rolle bei der Mittelstandsfinanzierung
Der Bund als Anteilseigner mit gut 13 Prozent fordert, dass die Commerzbank ihre zentrale Rolle bei der Finanzierung mittelständischer Unternehmen behält. Orcel versicherte, dass eine Bündelung der Kräfte nicht zum Ziel habe, weniger für deutsche Unternehmen zu leisten. In den kommenden Wochen werden weitere Genehmigungen erwartet, die für die Realisierung der Unicredit-Pläne entscheidend sind.
