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Commerzbank erzielt Rekordgewinn und zieht Interesse aus Italien an

6. November 2026, 10:03 Uhr38 AufrufeZuletzt geprüft: 06.11.2026

Das Wichtigste in Kürze

Die Commerzbank verzeichnet in den ersten neun Monaten 2026 einen Rekordgewinn und übertrifft damit das gesamte Vorjahr. Mit der Unicredit als neuem Kontrollaktionär steht eine mögliche Übernahme bevor, die Einsparpotenziale verspricht. Doch wie wird sich die Zukunft der Bank unter dieser neuen Führung gestalten?

Die Commerzbank hat in den ersten neun Monaten 2026 einen Überschuss von rund 2,7 Milliarden Euro erwirtschaftet – ein Anstieg um mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und Rekord für diesen Zeitraum. Allein im dritten Quartal erzielte die Bank einen Gewinn von 859 Millionen Euro, was einem Plus von über 45 Prozent entspricht. Parallel intensiviert die italienische Unicredit ihre Übernahmebemühungen und hat von der EZB-Bankenaufsicht grünes Licht erhalten.

Jahresziel: 3,4 Milliarden Euro Gewinn

Der Vorstand strebt für das Gesamtjahr 2026 einen Rekordgewinn von mindestens 3,4 Milliarden Euro an. Im Vorjahr 2025 hatte die Commerzbank wegen hoher Kosten beim Stellenabbau den Rekord von 2024 knapp verfehlt und rund 2,6 Milliarden Euro erzielt. Vorstandsvorsitzende Bettina Orlopp betonte das Potenzial der Bank und signalisierte Offenheit für eine Zusammenarbeit mit Unicredit: Die Stärken beider Banken könnten gemeinsam genutzt werden, um Wert zu schaffen.

Unicredit sichert sich Kontrolle

Die italienische Unicredit hat sich fast die Hälfte der Commerzbank-Anteile gesichert und agiert de facto als Kontrollaktionär. Unicredit-Chef Andrea Orcel versicherte, dass durch eine Fusion keineswegs weniger für deutsche Unternehmen geleistet werde – vielmehr würden die Kräfte gebündelt. Der Bund hält gut 13 Prozent der Anteile und dringt darauf, dass die Rolle der Bank bei Mittelstandsfinanzierungen erhalten bleibt.

Stellenabbau in zwei Programmen

Die Commerzbank verfolgt umfangreiche Sparmaßnahmen: Bis Ende 2027 sollen 3.900 Vollzeitstellen, vor allem in Deutschland, abgebaut werden. Ein weiteres Sparprogramm bis 2030 sieht den Abbau von etwa 3.000 Vollzeitstellen weltweit vor. Bisher haben rund 1.800 Mitarbeiter individuelle Vereinbarungen getroffen, über 1.100 Beschäftigte haben sich für ein freiwilliges Altersteilzeit-Programm entschieden. Zum 30. September beschäftigte das Unternehmen weltweit 40.390 Vollzeitkräfte, davon 25.091 in Deutschland.

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