Sterbegeldversicherung: Leistungen und Beitragskalkulation

05.11.34 Aufrufe0 Mal als hilfreich markiertZuletzt geprüft: 05.11.2026

Das Wichtigste in Kürze

Gesetzliches Sterbegeld seit 2004 abgeschafft: Tarife zahlen 3.000 bis 20.000 Euro, ab 7,16 Euro im Monat, bis 36 Monate Wartezeit. Stand: November 2026.

Sterbegeldversicherung: Leistungen und Beitragskalkulation

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Das Wichtigste in Kürze

Stand: November 2026 · Alle Beiträge und Bedingungen laut Produktseiten der Anbieter und Gesetzestexten, ohne eigene Vertragstests.

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HanseMerkur – Sterbegeldversicherung

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Vorteile

  • Annahme ohne Gesundheitsprüfung
  • Versicherungssumme zwischen 3.000 und 20.000 € wählbar
  • Lebenslanger Schutz bis zum Tod
  • Beitragsfreistellung bei Zahlungsschwierigkeiten möglich

Zu beachten

  • Wartezeit von 36 Monaten bei Tod ohne Unfall
  • Eintrittsalter zwischen 40 und 80 Jahren
  • Todesfallleistung ggf. erbschaftsteuerpflichtig

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.

Die Bayerische – Sterbegeldversicherung

Die Bayerische – Sterbegeldversicherung

Vorteile

  • Keine Gesundheitsfragen notwendig
  • Bestattungsart frei wählbar
  • Abschluss auch im höheren Alter möglich
  • Doppelte Auszahlung bei Unfalltod

Zu beachten

  • Wartezeiten von bis zu 36 Monaten
  • Bei Tod während Wartezeit nur Beitragsrückerstattung
  • Eintrittsalter zwischen 40 und 80 Jahren

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Begriff und Bedeutung im Versicherungsrecht

Eine Sterbegeldversicherung ist eine Lebensversicherung auf den Todesfall mit lebenslanger Laufzeit und kleiner Versicherungssumme, die Hinterbliebenen die Bestattungskosten abnimmt. Sie zahlt nach dem Tod einmalig an die bezugsberechtigte Person.

Rechtlich ist die Sterbegeldversicherung keine eigene Sparte. Sie fällt unter die Lebensversicherung nach dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG), also unter dieselben Regeln für Widerruf, Kündigung und Rückkaufswert wie eine klassische Kapitallebensversicherung.

Was ist Sterbegeldversicherung?

Der Zweck ist eng: Die Versicherungssumme liegt bei den hier betrachteten Tarifen zwischen 3.000 Euro und 20.000 Euro (Stand: November 2026). Das reicht für Bestattung, Grabstelle und Trauerfeier, nicht für die Absicherung einer Familie. Die Begriffe Sterbeversicherung, Sterbegeldversicherung und Bestattungsvorsorge-Versicherung meinen in der Praxis dasselbe Produkt.

Weil der Tod sicher eintritt, ist die Leistung anders als bei einer befristeten Risikolebensversicherung nicht vom Zufall abhängig, sondern nur vom Zeitpunkt. Deshalb baut der Vertrag ein Guthaben auf, aus dem sich bei Kündigung ein Rückkaufswert ergibt.

Wie funktioniert Sterbegeldversicherung?

Du zahlst laufend oder einmalig Beiträge, der Versicherer garantiert dafür eine feste Versicherungssumme. Die Beitragszahlung endet bei den Tarifen in dieser Übersicht mit dem 85. Lebensjahr, der Versicherungsschutz läuft lebenslang weiter.

Stirbt die versicherte Person, reicht die bezugsberechtigte Person die Sterbeurkunde ein und erhält die Summe. In den ersten Monaten gilt eine Wartezeit, in der laut Tarifbedingungen nur die eingezahlten Beiträge erstattet werden, außer bei Tod durch Unfall.

Versicherungssumme
Betrag, den der Versicherer im Todesfall nach Ablauf der Wartezeit garantiert auszahlt.
Wartezeit
Zeitraum nach Vertragsbeginn, in dem bei Tod durch Krankheit nur die eingezahlten Beiträge erstattet werden.
Bezugsberechtigte Person
Person, die das Sterbegeld erhält; ohne Festlegung gilt eine gesetzlich-vertragliche Reihenfolge.
Rückkaufswert
Betrag, den der Versicherer bei Kündigung auszahlt; nach § 169 VVG darf ein Abzug nur vereinbart, beziffert und angemessen sein.
Überschussbeteiligung
Anteil an Erträgen des Versicherers, der den Beitrag senken kann, aber nicht garantiert ist.

HanseMerkur – Sterbegeldversicherung

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Vorteile

  • Annahme ohne Gesundheitsprüfung
  • Versicherungssumme zwischen 3.000 und 20.000 € wählbar
  • Lebenslanger Schutz bis zum Tod
  • Beitragsfreistellung bei Zahlungsschwierigkeiten möglich

Zu beachten

  • Wartezeit von 36 Monaten bei Tod ohne Unfall
  • Eintrittsalter zwischen 40 und 80 Jahren
  • Todesfallleistung ggf. erbschaftsteuerpflichtig

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Die Bayerische – Sterbegeldversicherung

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Vorteile

  • Keine Gesundheitsfragen notwendig
  • Bestattungsart frei wählbar
  • Abschluss auch im höheren Alter möglich
  • Doppelte Auszahlung bei Unfalltod

Zu beachten

  • Wartezeiten von bis zu 36 Monaten
  • Bei Tod während Wartezeit nur Beitragsrückerstattung
  • Eintrittsalter zwischen 40 und 80 Jahren

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Was der Schutz leistet und wo er endet

Die Sterbegeldversicherung zahlt laut Tarifbedingungen nach Ablauf der Wartezeit die vereinbarte Versicherungssumme an die bezugsberechtigte Person aus. Bei Unfalltod gilt der Schutz ab Versicherungsbeginn.

Wie läuft die Auszahlung im Todesfall ab?

Für die Auszahlung verlangt die Bayerische laut Produktseite die Original-Sterbeurkunde, eine Ausweiskopie der bezugsberechtigten Person, Kontoangaben und den Original-Versicherungsschein. Das Geld fließt dort in der Regel drei bis fünf Werktage nach Eingang der Unterlagen.

Gesetzlich sind Geldleistungen nach § 14 VVG fällig, sobald der Versicherer den Versicherungsfall und den Leistungsumfang festgestellt hat. Dauern diese Erhebungen länger als einen Monat, kann eine Abschlagszahlung verlangt werden.

Wer bekommt das Geld ohne festgelegtes Bezugsrecht?

Ist keine bezugsberechtigte Person benannt, gilt laut Produktseite der Bayerischen die Reihenfolge Ehepartner oder eingetragener Lebenspartner, dann Kinder, dann Eltern. Wer das Sterbegeld gezielt dem Bestatter oder einer Vertrauensperson zukommen lassen will, trägt das Bezugsrecht deshalb ausdrücklich ein.

Muss das Sterbegeld für die Beerdigung verwendet werden?

Der Begünstigte erhält die Versicherungssumme als Geldleistung, eine Pflicht zur Verwendung für die Bestattung enthält der Vertrag in der Regel nicht. Die Zweckbindung entsteht praktisch über die Wahl der bezugsberechtigten Person: Wer die Bestattung organisiert, sollte auch das Geld erhalten.

Was gilt bei Unfalltod?

  • Tarif Senior Care: Bei Tod als Folge eines Unfalls zahlt der Tarif ab Versicherungsbeginn 100 % der garantierten Versicherungssumme, die Wartezeit greift dann nicht.
  • Sterbegeldtarif der Bayerischen: Bei Unfalltod zahlt der Tarif die doppelte Versicherungssumme, auch innerhalb der Wartezeit.

Wo endet der Versicherungsschutz?

Bei vorsätzlicher Selbsttötung vor Ablauf von drei Jahren nach Vertragsabschluss ist der Versicherer nach § 161 VVG nicht zur Leistung verpflichtet und zahlt stattdessen den Rückkaufswert. Die Frist kann per Einzelvereinbarung verlängert werden; bei krankhafter Störung der Geistestätigkeit gilt sie nicht.

Führt der Versicherungsnehmer den Tod der versicherten Person vorsätzlich und widerrechtlich herbei, entfällt die Leistung nach § 162 VVG vollständig. Weitere Ausschlüsse und Leistungsbegrenzungen stehen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen, die der Versicherer nach § 7 VVG vor Vertragsschluss in Textform übermitteln muss.

Good to know

Ein Tod innerhalb der Wartezeit ist kein Totalverlust: Die eingezahlten Beiträge gehen laut Tarifbedingungen an die Hinterbliebenen zurück, beim Tarif Senior Care zusätzlich die Überschüsse.

Was zahlen Staat und Rentenkasse im Todesfall?

Ein staatliches Sterbegeld gibt es in Deutschland nicht mehr: Das gesetzliche Sterbegeld der Krankenkassen ist seit 2004 abgeschafft. Die Rentenversicherung zahlt keine Bestattungskosten, sondern Hinterbliebenenrenten.

Gibt es in Deutschland noch Sterbegeld vom Staat?

Bis 2004 zahlten die gesetzlichen Krankenkassen einen Zuschuss zur Bestattung. Seit der Streichung tragen die Angehörigen die Kosten selbst, genau diese Lücke soll die private Sterbegeldversicherung schließen.

Für den Fall, dass niemand die Bestattung bezahlen kann, regelt § 74 SGB XII die Kostenübernahme durch die Sozialhilfe: Die erforderlichen Kosten einer Bestattung werden übernommen, soweit den hierzu Verpflichteten nicht zugemutet werden kann, sie zu tragen. Den Antrag prüft das Sozialamt.

Was zahlt die Rentenkasse bei Tod?

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt dem hinterbliebenen Ehegatten bis zum Ende des dritten Kalendermonats nach dem Todesmonat die volle Rente des Verstorbenen weiter (Rentenartfaktor 1,0, sogenanntes Sterbevierteljahr). Danach sinkt die große Witwenrente auf den Rentenartfaktor 0,55, also 55 % als Ausgangswert vor der Einkommensanrechnung (§ 67 SGB VI).

  • Ehedauer: Hat die Ehe nicht mindestens ein Jahr gedauert, besteht in der Regel kein Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente (§ 46 Abs. 2a SGB VI).
  • Große Witwenrente: Anspruch besteht nach § 46 Abs. 2 SGB VI, wenn ein eigenes Kind oder ein Kind des versicherten Ehegatten unter 18 Jahren erzogen wird, eine Altersgrenze erreicht ist oder Erwerbsminderung vorliegt.
  • Altersgrenze 2026: Bei einem Todesfall im Jahr 2026 liegt sie nach § 242a Abs. 5 SGB VI bei 46 Jahren und 6 Monaten; sie steigt stufenweise und erreicht ab 2029 das 47. Lebensjahr.
  • Kleine Witwenrente: Sie wird nach § 46 Abs. 1 SGB VI längstens 24 Kalendermonate nach Ablauf des Todesmonats gezahlt.

Für die Bestattungsrechnung, die meist in den ersten Wochen fällig wird, ist diese Rente keine Rücklage, sondern laufendes Einkommen. Daran knüpft die Logik der Sterbegeldversicherung an. Wer die Bestattung veranlassen muss und wie die Bestattungspflicht in deinem Fall verteilt ist, erfährst du bei der zuständigen Gemeinde oder beim Bestatter; frag dort nach, bevor du Verträge abschließt.

Anwendung und Praxisbeispiele

Eine Sterbegeldversicherung wird in der Praxis auf die erwarteten Bestattungskosten zugeschnitten. Diese liegen je nach Bestattungsart zwischen 3.000 Euro für eine Waldbeisetzung und bis zu 19.000 Euro für eine Erdbestattung.

Was kostet eine Beerdigung in Deutschland?

Laut der Produktseite der Bayerischen kostet eine Bestattung im Schnitt zwischen 7.000 und 8.000 Euro, gestützt auf eine Verbraucherinitiative für Bestattungskultur. Nach derselben Angabe der Bayerischen sind die Kosten für Bestattungen zwischen 2020 und 2025 um ein Fünftel gestiegen, allein im Jahr 2024 um 4,5 %.

Bestattungskosten nach Art der Beisetzung (Stand: November 2026)
Bestattungsart Kostenspanne Quelle
Erdbestattung 8.000 € bis 19.000 € Beispielkosten HanseMerkur
Feuerbestattung 6.000 € bis 15.000 € Beispielkosten Produktseite Sterbegeld
Beisetzung im Wald 3.000 € bis 12.000 € Beispielkosten Produktseite Sterbegeld
Durchschnitt aller Bestattungen 7.000 € bis 8.000 € Produktseite Die Bayerische
Stand: November 2026; Spannen je nach Region, Friedhof, Grabart und Leistungen des Bestatters

Die Spannen erklären, warum die wählbare Summe so weit reicht. Wer eine Feuerbestattung mit Urnengrab plant, kommt mit einer niedrigeren Summe aus als jemand, der ein Familiengrab mit Grabstein und Grabpflege vorsieht.

Sterbegeldversicherung für Eheleute: ein Vertrag oder zwei?

Eheleute schließen laut Produktseite des Tarifs Senior Care jeder für sich eine Sterbegeldversicherung ab. Jeder Vertrag hat damit eigenes Eintrittsalter, eigene Wartezeit und eigenen Beitrag, und das Bezugsrecht kann wechselseitig auf den Partner lauten.

Wer den Vertrag auf das Leben des Partners abschließt, braucht nach § 150 Abs. 2 VVG dessen schriftliche Einwilligung, sobald die Leistung die gewöhnlichen Beerdigungskosten übersteigt. Das schützt vor Policen, die Dritte ohne Wissen der versicherten Person abschließen.

Sterbegeldversicherung für Rentner: was ist anders?

Das Eintrittsalter reicht bei beiden betrachteten Tarifen von 40 bis 80 Jahren, bei der Bayerischen mit Einmalbeitrag bis 85 Jahre. Rentner können also noch spät abschließen, zahlen aber höhere Beiträge und haben bis zum 85. Lebensjahr weniger Beitragsjahre.

Für Ruheständler mit kleiner Rente kann ein Einmalbeitrag aus Erspartem eine Option sein, weil keine laufende Belastung entsteht und die Wartezeit dort laut Tarifbedingungen der Bayerischen nur sechs Monate beträgt.

Praxisfall: Bestattungsvorsorge mit 65

Eine Person, die mit 65 Jahren eine Summe von 5.000 Euro absichert, zahlt im Tarif Senior Care laut Beispielrechnung derzeit 27,44 Euro im Monat, vor Überschussbeteiligung 32,28 Euro. Die Summe liegt damit unter der Spanne für eine Feuerbestattung von 6.000 bis 15.000 Euro und deckt nur eine Beisetzung im Wald im unteren Bereich ihrer Spanne von 3.000 bis 12.000 Euro. Wer eine Feuer- oder Erdbestattung plant, braucht eine höhere Versicherungssumme.

Beiträge und Tarifbeispiele (Stand: November 2026)

Eine Sterbegeldversicherung kostet im Tarifbeispiel zwischen 7,16 Euro im Monat bei Eintritt mit 40 Jahren und 27,44 Euro bei Eintritt mit 65 Jahren, jeweils inklusive Überschussbeteiligung.

Was kostet eine Sterbegeldversicherung?

Die folgenden Beispielbeiträge stammen von der Produktseite der HanseMerkur für den Tarif Senior Care. Die Seite nennt für Frauen und Männer denselben Beitrag.

Beispielbeiträge Sterbegeldversicherung, Tarif Senior Care (Stand: November 2026)
Eintrittsalter Versicherungssumme Monatliche Prämie Zahlbeitrag inkl. Überschuss
40 Jahre 3.000 € keine Angabe 7,16 €
50 Jahre 5.000 € 17,84 € 15,16 €
65 Jahre 5.000 € 32,28 € 27,44 €
Stand: November 2026; Beitragszahlung bis zum 85. Lebensjahr, Überschussbeteiligung nicht garantiert

Monatsbeitrag nach Eintrittsalter im Tarifbeispiel

40 J., 3.000 €, Zahlbeitrag40 Jahre, 3.000 Euro: 7,16 Euro7,16 €50 J., 5.000 €, Zahlbeitrag50 Jahre, Zahlbeitrag: 15,16 Euro15,16 €50 J., 5.000 €, Prämie50 Jahre, Prämie: 17,84 Euro17,84 €65 J., 5.000 €, Zahlbeitrag65 Jahre, Zahlbeitrag: 27,44 Euro27,44 €65 J., 5.000 €, Prämie65 Jahre, Prämie: 32,28 Euro32,28 €
Quelle: Produktseite Sterbegeldversicherung, Tarif Senior Care; Prämie vor und Zahlbeitrag nach Verrechnung der nicht garantierten Überschussbeteiligung. Stand: November 2026.

Wie hoch sind die Kosten für Sterbegeldversicherung im Tarifvergleich?

Ein Tarifvergleich der Sterbegeldversicherung hängt an mehr als dem Beitrag. Die Tabelle stellt die belegten Bedingungen beider Anbieter nebeneinander; für den Sterbegeldtarif der Bayerischen nennt die Anbieterseite keine Beispielbeiträge, der Beitrag ergibt sich erst im Angebot.

Sterbegeldversicherung: Tarifmerkmale im Vergleich (Stand: November 2026)
Produkt Eintrittsalter Versicherungssumme Wartezeit laufender Beitrag Unfalltod Gesundheitsfragen
Sterbegeldversicherung Senior Care (HanseMerkur) 40 bis 80 Jahre 3.000 € bis 20.000 € 36 Monate 100 % ab Beginn werden nicht gestellt
Sterbegeldversicherung (Die Bayerische) 40 bis 80 Jahre, Einmalbeitrag bis 85 nicht angegeben 36, 24 oder 12 Monate nach Alter doppelte Summe werden nicht gestellt
Stand: November 2026; Leistungen laut Tarifbedingungen, Beitragszahlung bei beiden bis 85 Jahre, Versicherung lebenslang

Tarife ändern sich, deshalb gehört zu jedem Vergleich das Datum. Alle Angaben in der Tabelle haben den Stand November 2026.

Weitere Tarifdetails zu beiden Versicherern stehen in den Beiträgen HanseMerkur Erfahrungen 2026 und Die Bayerische Erfahrungen 2026.

Auswirkung auf Beitrag und Leistung

Den Beitrag einer Sterbegeldversicherung bestimmen vor allem Eintrittsalter, Versicherungssumme, Zahlweise und Überschussbeteiligung. Wer später einsteigt, zahlt für dieselbe Summe deutlich mehr im Monat.

Eintrittsalter: warum spät teurer ist

Bei gleicher Summe von 5.000 Euro steigt die monatliche Prämie im Tarif Senior Care von 17,84 Euro bei Eintritt mit 50 auf 32,28 Euro bei Eintritt mit 65. Der Grund liegt in der Kalkulation: Bis zum Beitragsende mit 85 bleiben weniger Jahre, und die Sterbewahrscheinlichkeit ist höher.

Versicherungssumme: wie viel Sterbegeld ist nötig?

Die Summe ist im Tarif Senior Care zwischen 3.000 und 20.000 Euro wählbar. Ein höherer Betrag erhöht den Beitrag, deckt aber Erdbestattung, Grabstein und Grabpflege eher ab. Eine Summe weit über den erwartbaren Kosten bindet Geld, das anderswo fehlt.

Zahlweise: laufend oder per Einmalbeitrag?

  • Laufende Beiträge: monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich, im Tarif Senior Care bis zum 85. Lebensjahr.
  • Einmalbeitrag: bei beiden Anbietern möglich, bei der Bayerischen mit Eintrittsalter bis 85 und einer Wartezeit von sechs Monaten unabhängig vom Alter.
  • Beitragsfreistellung: im Tarif Senior Care ganz oder teilweise möglich, ebenso eine Herabsetzung des Beitrags.

Überschussbeteiligung und Garantiezins

Überschüsse werden im Tarif Senior Care als Sofortrabatt mit dem Beitrag verrechnet und sind nicht garantiert. Sinkt die Überschussbeteiligung, kann sich der Zahlbeitrag bis zur garantierten Prämie erhöhen, im Beispiel mit 50 Jahren also von 15,16 auf maximal 17,84 Euro.

Wie hoch der Garantiezins eines Vertrags ist, regeln die Vertragsunterlagen; garantiert ist in jedem Fall die vereinbarte Versicherungssumme. Für den Leistungsfall zählt deshalb die Garantiesumme, nicht die prognostizierte Überschussbeteiligung.

Beitragssumme und hohes Alter

Wer sehr alt wird, kann über die Jahre mehr Beiträge einzahlen, als die Versicherungssumme beträgt. Das ist der Preis dafür, dass die Leistung ab dem ersten Tag nach der Wartezeit feststeht. Mit dem Beitragsende ab 85 wächst die Beitragssumme allerdings nicht mehr weiter.

Wer dieselbe Rechnung für eine befristete Todesfallabsicherung aufmachen will, findet das Gegenstück im Risikolebensversicherung Rechner.

Abschluss, Gesundheitsfragen und Wartezeiten

Die Sterbegeldversicherung wird bei beiden betrachteten Tarifen ohne Gesundheitsprüfung angenommen. Im Gegenzug gilt eine Wartezeit von sechs bis 36 Monaten, je nach Eintrittsalter und Zahlweise.

Werden Gesundheitsfragen gestellt?

Der Tarif Senior Care nimmt laut Produktseite ohne Gesundheitsprüfung an und stellt keine Gesundheitsfragen. Auch der Sterbegeldtarif der Bayerischen verzichtet laut Anbieter auf Fragen zum Gesundheitszustand; damit gibt es keine vorvertragliche Anzeigepflicht nach § 19 VVG, die später zum Rücktritt führen könnte.

Wie lange dauert die Wartezeit?

Wartezeiten der Sterbegeldversicherung nach Eintrittsalter (Stand: November 2026)
Tarif und Zahlweise Eintrittsalter Wartezeit Leistung bei Tod in der Wartezeit
Senior Care, laufender Beitrag 40 bis 80 Jahre 36 Monate eingezahlte Beiträge plus Überschüsse
Bayerische, laufender Beitrag 40 bis 49 Jahre 36 Monate eingezahlte Beiträge
Bayerische, laufender Beitrag 50 bis 59 Jahre 24 Monate eingezahlte Beiträge
Bayerische, laufender Beitrag ab 60 Jahre 12 Monate eingezahlte Beiträge
Bayerische, Einmalbeitrag 40 bis 85 Jahre sechs Monate eingezahlte Beiträge
Stand: November 2026; laut Tarifbedingungen, bei Unfalltod gilt keine Wartezeit

Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit: nur bei Unfall?

Eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit gilt nur bei Unfalltod. Für den Tod durch Krankheit sieht keiner der betrachteten Tarife einen Sofortschutz vor. Laut Anbieter gibt es keinen Tarif, der zugleich auf Gesundheitsfragen und auf eine Wartezeit verzichtet: Das eine finanziert das andere.

Wer mit Vorerkrankung abschließt, sollte die Wartezeit deshalb früh starten lassen. Bei Eintritt ab 60 ist sie im Sterbegeldtarif der Bayerischen mit zwölf Monaten kürzer als bei jüngeren Versicherten.

In welchem Alter sollte man eine Sterbegeldversicherung abschließen?

Abschließen kannst du in den betrachteten Tarifen frühestens mit 40 Jahren. Früher heißt niedrigerer Monatsbeitrag und mehr Beitragsjahre, später heißt höherer Beitrag bei kürzerer Laufzeit. Ein festes Idealalter gibt es nicht, entscheidend sind Budget, vorhandene Rücklagen und die gewünschte Summe.

  1. Kosten schätzen: Bestattungsart, Grabstelle und Trauerfeier festlegen und mit den Kostenspannen abgleichen.
  2. Summe wählen: eine Versicherungssumme bestimmen, die zur gewünschten Bestattung passt.
  3. Zahlweise festlegen: laufender Beitrag bis 85 oder Einmalbeitrag mit kürzerer Wartezeit.
  4. Bezugsrecht eintragen: Person benennen, die das Geld erhält und die Bestattung organisiert.
  5. Unterlagen prüfen: Versicherungsbedingungen, Wartezeit und Ausschlüsse vor Unterschrift lesen.
  6. Angehörige informieren: Versicherungsschein so ablegen, dass Hinterbliebene ihn schnell finden.

Vor dem Abschluss muss der Versicherer nach § 6 VVG nach deinen Wünschen und Bedürfnissen fragen und die Beratung dokumentieren, soweit dazu Anlass besteht.

Kündigung, Fristen und Wechsel

Eine Sterbegeldversicherung lässt sich innerhalb von 30 Tagen widerrufen und danach jederzeit zum Schluss der laufenden Versicherungsperiode kündigen. Ausgezahlt wird dann der Rückkaufswert nach § 169 VVG.

Wie lange gilt das Widerrufsrecht?

Für Lebensversicherungen und damit auch für die Sterbegeldversicherung gilt nach § 152 Abs. 1 VVG ein Widerrufsrecht von 30 Tagen, statt der allgemeinen 14 Tage nach § 8 VVG. Die Bayerische nennt diese 30 Tage auch auf ihrer Produktseite.

Was passiert bei Kündigung?

Bei laufender Prämie kannst du nach § 168 VVG jederzeit zum Schluss der laufenden Versicherungsperiode kündigen. Weil der Tod sicher eintritt, gilt das nach § 168 Abs. 2 VVG auch für Verträge mit Einmalbeitrag.

Im Tarif Senior Care besteht der Rückkaufswert aus dem Garantieguthaben, vermindert um einen Abzug, plus einer möglichen Schlusszahlung und der Beteiligung an Bewertungsreserven. Nach § 169 VVG ist ein solcher Abzug nur zulässig, wenn er vereinbart, beziffert und angemessen ist. Nach § 169 Abs. 3 VVG beträgt der Rückkaufwert mindestens das Deckungskapital, das sich ergibt, wenn die angesetzten Abschluss- und Vertriebskosten gleichmäßig auf die ersten fünf Vertragsjahre verteilt werden.

Kann man eine Sterbegeldversicherung beleihen?

Ob ein Vertrag beliehen werden kann, regeln die Tarifbedingungen; die Anbieterseiten machen dazu keine Angabe (Stand: November 2026). Für Phasen mit knappem Geld sind andere Wege belegt: Beitragsfreistellung, Herabsetzung des Beitrags und als letzter Schritt die Kündigung mit Rückkaufswert.

Beitragszahlung stoppen statt kündigen?

Nach § 165 VVG lässt sich die Versicherung jederzeit zum Schluss der Versicherungsperiode in eine prämienfreie Versicherung umwandeln. Voraussetzung ist, dass die Mindestversicherungsleistung erreicht wird. Der Schutz bleibt dann mit reduzierter Summe bestehen, ohne dass ein Neuvertrag nötig ist.

Wechsel des Anbieters: worauf achten?

Ein Wechsel bedeutet einen Neuvertrag mit neuem, höherem Eintrittsalter und einer neuen Wartezeit. Wer kündigt, bevor der neue Vertrag angenommen und bezahlt ist, riskiert eine Lücke; nach § 37 VVG leistet der Versicherer erst, wenn die erste Prämie gezahlt ist.

Steuer, Erbschaft und Schonvermögen

Das Sterbegeld aus einer Sterbegeldversicherung ist grundsätzlich einkommensteuerfrei, kann aber Erbschaftsteuer auslösen. Beiträge aus Verträgen ab dem 1. Januar 2005 gelten nicht als Vorsorgeaufwendungen.

Ist die Sterbegeldversicherung steuerpflichtig?

Die Todesfallleistung ist laut Produktseite des Tarifs Senior Care grundsätzlich einkommensteuerfrei, aber erbschaftsteuerpflichtig. Ob das Sterbegeld tatsächlich versteuert werden muss, entscheiden die Freibeträge nach § 16 ErbStG, in die auch das übrige Erbe einfließt.

  • Ehegatte und Lebenspartner: 500.000 Euro Freibetrag
  • Kinder: 400.000 Euro Freibetrag
  • Enkel: 200.000 Euro Freibetrag (§ 16 Abs. 1 Nr. 3 ErbStG)
  • Übrige Personen der Steuerklasse I: 100.000 Euro Freibetrag
  • Steuerklassen II und III: 20.000 Euro Freibetrag, betrifft etwa unverheiratete Paare

Bei Lebensgefährten ohne Trauschein reicht der Freibetrag von 20.000 Euro deshalb schneller nicht aus, wenn neben dem Sterbegeld weiteres Vermögen übergeht.

Lassen sich die Beiträge von der Steuer absetzen?

Beiträge zu Verträgen, die ab dem 1. Januar 2005 geschlossen wurden, kannst du nicht als Vorsorgeaufwendungen bei der Einkommensteuer geltend machen. Ältere Verträge können anders behandelt werden; hier hilft der Blick in die Vertragsunterlagen.

Zählt die Sterbegeldversicherung zum Schonvermögen?

Nach § 90 Abs. 3 SGB XII darf Sozialhilfe nicht vom Einsatz oder der Verwertung von Vermögen abhängig gemacht werden, soweit dies eine Härte bedeuten würde. Eine Sterbegeldversicherung wird in der Vorschrift nicht ausdrücklich genannt; entschieden wird im Einzelfall durch das Sozialamt.

Wer Sozialhilfe bezieht oder beantragt, fragt deshalb schriftlich beim zuständigen Amt nach, bevor ein Vertrag gekündigt oder neu abgeschlossen wird.

Alternativen zur Sterbegeldversicherung

Als Alternative zur Sterbegeldversicherung kommen vor allem eine Risikolebensversicherung oder eine eigene Rücklage infrage. Beide Varianten unterscheiden sich in Laufzeit, Kosten und Zweckbindung.

Sterbegeldversicherung oder Risikolebensversicherung?

Die Risikolebensversicherung sichert befristet hohe Summen ab, etwa für Familie oder Kredit. Bei der Bayerischen liegt das Eintrittsalter zwischen 18 und 70 Jahren, die Summe reicht bis 3 Millionen Euro. Im Exklusiv-Tarif zahlt sie laut FAQ zusätzlich bis zu 10.000 Euro Soforthilfe für Bestattungskosten gegen Vorlage der Sterbeurkunde.

Der Unterschied liegt in der Laufzeit: Endet die Risikolebensversicherung vor dem Tod, gibt es keine Leistung. Die Sterbegeldversicherung läuft lebenslang und zahlt sicher, deshalb ist sie pro Euro Versicherungssumme teurer.

Eigene Rücklage auf dem Konto

Ein Sparkonto mit Bestattungsrücklage ist flexibel, aber nicht zweckgebunden: Es gibt keine bezugsberechtigte Person, und das Geld kann vor dem Todesfall für andere Zwecke verbraucht werden.

Wenn dir ein Bestatter eine Bestattungsvorsorge mit Treuhandkonto anbietet, lass dir schriftlich geben, wer das Geld verwaltet, wann es ausgezahlt wird und was bei einer Kündigung passiert.

Wer ohnehin mehrere Policen prüft, findet Übersichten zu Gesundheitsthemen im Alter in den Beiträgen zur Krankenhauszusatzversicherung und zur Zahnzusatzversicherung.

Ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll? Kriterien und Nachteile

Eine Sterbegeldversicherung ist sinnvoll, wenn keine Rücklage für die Bestattung vorhanden ist und Angehörige finanziell entlastet werden sollen. Wer genug Erspartes hat, braucht sie nicht zwingend.

Wann passt die Sterbegeldversicherung?

  • Keine Rücklage: Es fehlt Erspartes in Höhe der erwartbaren Bestattungskosten.
  • Vorerkrankung: Eine Risikolebensversicherung ist wegen Gesundheitsfragen schwer zu bekommen.
  • Feste Zweckbindung: Das Geld soll garantiert bei der Person ankommen, die die Bestattung organisiert.
  • Planbare Kosten: Ein fester Monatsbeitrag passt besser ins Budget als eine Einmalzahlung.

Welche Nachteile hat eine Sterbegeldversicherung?

Der größte Nachteil ist das Verhältnis von Beitrag zu Leistung bei langer Lebensdauer. Wer früh abschließt und alt wird, zahlt möglicherweise mehr ein, als ausgezahlt wird. Hinzu kommt die Wartezeit von bis zu 36 Monaten, in der bei Tod durch Krankheit nur Beiträge zurückfließen.

Weitere Nachteile: Eine Kündigung beendet den Schutz und bringt nur den Rückkaufswert, die Überschussbeteiligung ist nicht garantiert, und die Summe wächst nicht mit den Bestattungskosten mit, die allein 2024 um 4,5 % gestiegen sind.

Typische Fehler beim Abschluss

Häufig fehlt das Bezugsrecht, oder Angehörige wissen nichts vom Vertrag. Ebenso häufig ist eine Summe, die an der geplanten Bestattungsart vorbeigeht. Wer die Grundbegriffe der Absicherung nachlesen will, findet sie im Beitrag zur Mindestdeckung in der Versicherung.

Rechtliche Grundlage und Quellen

Die rechtliche Grundlage der Sterbegeldversicherung ist das Versicherungsvertragsgesetz mit seinen Regeln für Lebensversicherungen, ergänzt um Aufsichtsrecht und Steuerrecht als Quellen. Die Aufsicht über die Versicherer führt die BaFin, Streitfälle klärt der Versicherungsombudsmann kostenfrei.

Welche Paragrafen des VVG gelten?

  • § 150 VVG: Einwilligung der versicherten Person bei Policen auf fremdes Leben über den gewöhnlichen Beerdigungskosten.
  • § 152 VVG: 30 Tage Zeit für den Widerruf einer Lebensversicherung.
  • § 161 VVG: keine Leistung bei vorsätzlicher Selbsttötung in den ersten drei Jahren.
  • § 165 VVG: Umwandlung in eine prämienfreie Versicherung.
  • § 168 und § 169 VVG: Kündigungsrecht und Rückkaufswert.
  • § 170 VVG: Eintrittsrecht des namentlich bezeichneten Bezugsberechtigten bei Zwangsvollstreckung oder Insolvenz.

Was passiert, wenn der Versicherer insolvent wird?

Für Lebensversicherer besteht nach § 223 VAG ein Sicherungsfonds bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Seine Aufgabe ist es, die Verträge eines betroffenen Versicherers weiterzuführen. Lebensversicherer sind dort Pflichtmitglied (§ 221 VAG), die BaFin beaufsichtigt den Geschäftsbetrieb.

Wohin bei Streit mit dem Versicherer?

Das Verfahren beim Versicherungsombudsmann ist für Verbraucher kostenfrei. Bis zu einem Beschwerdewert von 10.000 Euro ist die Entscheidung für den Versicherer verbindlich, für dich nicht; die meisten Verfahren enden innerhalb von drei Monaten.

Quellen dieser Übersicht

Grundlage sind die Produktseiten zur Sterbegeldversicherung Senior Care und zum Sterbegeldtarif der Bayerischen, das VVG, das VAG, das ErbStG und das SGB VI auf gesetze-im-internet.de (Stand: November 2026). Weitere Ratgeber zu Policen findest du in der Kategorie Versicherungen.

Häufig gestellte Fragen

Q

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Eine Sterbegeldversicherung ist eine Lebensversicherung auf den Todesfall mit lebenslanger Laufzeit. Sie zahlt nach dem Tod eine feste Versicherungssumme an die bezugsberechtigte Person, damit Hinterbliebene Bestattung, Grab und Trauerfeier bezahlen können. Die Summe liegt bei den betrachteten Tarifen zwischen 3.000 und 20.000 Euro, die Beitragszahlung endet mit 85 Jahren (Stand: November 2026).

Q

Was ist Sterbegeldversicherung im Unterschied zur Risikolebensversicherung?

Die Sterbegeldversicherung läuft lebenslang und zahlt deshalb sicher, nur der Zeitpunkt ist offen. Die Risikolebensversicherung ist befristet und zahlt nur, wenn der Tod innerhalb der Laufzeit eintritt. Dafür sichert sie hohe Summen für Familie oder Kredit ab, während das Sterbegeld auf die Bestattungskosten zugeschnitten ist und ohne Gesundheitsfragen angeboten wird.

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Was kostet eine Sterbegeldversicherung?

Im Tarifbeispiel kostet eine Sterbegeldversicherung 7,16 Euro im Monat bei Eintritt mit 40 Jahren und 3.000 Euro Versicherungssumme. Bei 5.000 Euro Summe sind es mit 50 Jahren 15,16 Euro und mit 65 Jahren 27,44 Euro, jeweils nach Verrechnung der nicht garantierten Überschussbeteiligung. Der Beitrag steigt mit Eintrittsalter und Summe (Stand: November 2026).

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Was kostet eine Sterbegeldversicherung ab 60 Jahre?

Für ein Eintrittsalter von genau 60 Jahren nennen die Anbieterseiten kein Beispiel. Der Wert liegt zwischen den belegten Beispielen für 5.000 Euro Summe: 15,16 Euro mit 50 Jahren und 27,44 Euro mit 65 Jahren im Monat. Ab 60 gilt im Sterbegeldtarif der Bayerischen bei laufendem Beitrag eine Wartezeit von zwölf Monaten (Stand: November 2026).

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Was kostet eine Sterbegeldversicherung ab 65?

Bei Eintritt mit 65 Jahren und 5.000 Euro Versicherungssumme beträgt die monatliche Prämie im Tarifbeispiel 32,28 Euro. Durch die Überschussbeteiligung sinkt der Zahlbeitrag derzeit auf 27,44 Euro, garantiert ist diese Ermäßigung nicht. Die Beiträge laufen bis zum 85. Lebensjahr, der Schutz bleibt danach lebenslang bestehen (Stand: November 2026).

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Was kostet eine Sterbegeldversicherung ab 70?

Für ein Eintrittsalter von 70 Jahren veröffentlichen die Anbieterseiten kein Beitragsbeispiel, der Beitrag ergibt sich im individuellen Angebot. Er liegt wegen der kürzeren Beitragsdauer bis 85 über dem Beispiel für 65 Jahre. Abschließen lässt sich der Vertrag bis zum Eintrittsalter von 80 Jahren, mit Einmalbeitrag bei der Bayerischen bis 85 (Stand: November 2026).

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Muss Sterbegeldversicherung für Beerdigung verwendet werden?

Die Versicherungssumme geht an die bezugsberechtigte Person, nicht an den Bestatter. Wie sie das Geld verwendet, schreibt der Vertrag in der Regel nicht vor. Wer sicherstellen will, dass es in die Beerdigung fließt, benennt die Person als bezugsberechtigt, die die Bestattung organisiert.

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Ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?

Sinnvoll ist eine Sterbegeldversicherung vor allem, wenn keine Rücklage für die Bestattung vorhanden ist und Angehörige nicht in Vorleistung gehen sollen. Weniger passend ist sie bei ausreichendem Ersparten oder sehr spätem Eintritt, weil die Beitragssumme dann die Versicherungssumme übersteigen kann. Die Wartezeit von bis zu 36 Monaten gehört in die Abwägung.

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Welche Nachteile hat eine Sterbegeldversicherung?

Die wichtigsten Nachteile sind die Wartezeit, in der bei Tod durch Krankheit nur die eingezahlten Beiträge erstattet werden, und das Risiko, bei langem Leben mehr einzuzahlen als ausgezahlt wird. Dazu kommen ein Rückkaufswert, für den die Abschluss- und Vertriebskosten nach § 169 Abs. 3 VVG auf die ersten fünf Vertragsjahre verteilt werden, und eine Überschussbeteiligung, die nicht garantiert ist.

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Gibt es in Deutschland noch Sterbegeld vom Staat?

Das gesetzliche Sterbegeld der Krankenkassen ist seit 2004 abgeschafft. Seitdem tragen die Angehörigen die Bestattungskosten selbst. Ist es den Verpflichteten nicht zuzumuten, die Kosten zu tragen, übernimmt die Sozialhilfe nach § 74 SGB XII die erforderlichen Kosten einer Bestattung.

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Was zahlt die Rentenkasse bei Tod?

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt keine Bestattungskosten, sondern Hinterbliebenenrenten. Im Sterbevierteljahr bis zum Ende des dritten Kalendermonats nach dem Todesmonat erhält der Ehegatte die volle Rente weiter, danach beträgt die große Witwenrente 55 % als Ausgangswert vor Einkommensanrechnung. Die Ehe muss in der Regel mindestens ein Jahr bestanden haben.

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Kann man eine Sterbegeldversicherung beleihen?

Ob eine Beleihung möglich ist, steht in den Tarifbedingungen; die Anbieterseiten machen dazu keine Angabe. Für knappe Phasen sind andere Wege belegt: Der Beitrag lässt sich herabsetzen oder der Vertrag ganz oder teilweise beitragsfrei stellen. Eine Kündigung bringt den Rückkaufswert, der Versicherungsschutz endet damit aber vollständig.

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In welchem Alter sollte man eine Sterbegeldversicherung abschließen?

Möglich ist der Abschluss bei den betrachteten Tarifen ab 40 Jahren und bis 80 Jahre. Ein früher Einstieg senkt den Monatsbeitrag, verlängert aber die Zahldauer bis 85. Ein später Einstieg verkürzt die Zahldauer, erhöht aber den Beitrag deutlich. Ein festes Idealalter gibt es nicht, entscheidend sind Budget und vorhandene Rücklagen.

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Zählt die Sterbegeldversicherung zum Schonvermögen?

Das klärt eine Einzelfallprüfung durch das Sozialamt. Nach § 90 Abs. 3 SGB XII darf Sozialhilfe nicht vom Einsatz von Vermögen abhängig gemacht werden, soweit dies eine Härte bedeuten würde; die Sterbegeldversicherung wird dort nicht ausdrücklich genannt. Wer Sozialhilfe bezieht oder beantragt, sollte vor Kündigung oder Neuabschluss schriftlich beim zuständigen Amt nachfragen.

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Ist die Sterbegeldversicherung steuerpflichtig?

Die Todesfallleistung ist grundsätzlich einkommensteuerfrei, gehört aber zum erbschaftsteuerpflichtigen Erwerb. Steuer fällt nur an, wenn die Freibeträge überschritten werden: 500.000 Euro für Ehegatten, 400.000 Euro für Kinder, 20.000 Euro für Personen der Steuerklassen II und III. Beiträge aus Verträgen ab 2005 zählen nicht als Vorsorgeaufwendungen.

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Kann man bei der Bank eine Sterbeversicherung abschließen?

Eine Sterbeversicherung ist eine Lebensversicherung, Vertragspartner ist deshalb immer ein Versicherer. Banken können solche Verträge vermitteln, die Bedingungen, die Wartezeit und die Leistung laut Tarifbedingungen bestimmt aber der Versicherer. Beim Abschluss über eine Bank gelten dieselben Rechte, etwa das Widerrufsrecht von 30 Tagen nach § 152 VVG.

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