Wärmepumpen haben im Jahr 2025 erstmals bei Heizungsmodernisierungen in deutschen Wohngebäuden die führende Position übernommen. Laut einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) entschieden sich 1,9 Prozent der selbstnutzenden Eigentümerhaushalte für den Einbau einer Wärmepumpe, während nur noch 1,4 Prozent eine Kesselheizung installierten. Die Einbaurate für Kesselheizungen sank damit deutlich von 3 Prozent im Vorjahr. Insgesamt tauschten 3,4 Prozent der Eigentümerhaushalte ihre Heizung aus.
Wärmepumpen: Niedrige Betriebskosten als Hauptargument
IW-Experte Ralph Henger bezeichnet die Entwicklung als echte Trendwende im Heizungskeller. Als zentrale Vorteile der Wärmepumpe nennt er die vergleichsweise niedrigen Heizkosten sowie die Möglichkeit, viele Geräte im Sommer zur Kühlung zu nutzen, wodurch separate Klimaanlagen überflüssig werden. Henger erwartet, dass sich die Vorreiterrolle der Wärmepumpe im Jahr 2026 weiter festigt. Der Anteil neuer Fernwärme-Anschlüsse blieb mit 0,1 Prozent marginal.
Dominanz bei Neubauten mit 73,6 Prozent Marktanteil
Bei neu fertiggestellten Wohngebäuden zeigt sich die Dominanz der Wärmepumpentechnologie noch deutlicher. Laut Statistischem Bundesamt wurden 73,6 Prozent der neuen Wohngebäude hauptsächlich mit Wärmepumpen beheizt. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich der Anteil damit mehr als verdoppelt. Die Daten stammen aus dem Kopernikus-Projekt Ariadne, das vom Bundesministerium für Forschung gefördert wird und an dem das IW beteiligt ist. Für die Analyse werden jährlich rund 15.000 Haushalte befragt.
Staatliche Förderung: Maximalbetrag sinkt bis 2030
Die staatliche Unterstützung für den Einbau von Wärmepumpen wird künftig reduziert. Bisher konnten Eigenheimbesitzer Fördergelder von bis zu 70 Prozent der Investitionskosten erhalten, mit einem maximalen Zuschuss von 21.000 Euro. Die Bundesregierung plant, diesen Betrag bis zum Jahr 2030 schrittweise um mehrere Tausend Euro zu senken. Als Begründung werden Sparzwänge genannt.
