Rentner in Ostdeutschland verfügen über ein mittleres Haushaltseinkommen von 2.270 Euro, während ihre Pendants im Westen 2.350 Euro erzielen. Der Unterschied von 80 Euro fällt gering aus, doch zeigen sich deutliche Differenzen bei Wohneigentum und Einkommensquellen. Das Statistische Bundesamt erfasste Haushalte mit Personen ab 65 Jahren, die Rente oder Pension beziehen.
Einkommensstruktur: Renten und Pensionen dominieren
Renten und Pensionen bilden die Haupteinnahmequelle der älteren Bevölkerung. Im bundesweiten Durchschnitt stammen 93 Prozent des Einkommens aus diesen Leistungen. In Ostdeutschland liegt dieser Anteil bei 96 Prozent, in Westdeutschland bei 92 Prozent.
Zusätzliche Einkommensquellen
- Vermietungen und Kapitalerträge ergänzen das Einkommen
- Eigene Erwerbstätigkeit trägt lediglich 1 Prozent bei
Wohnsituation: Ost-West-Gefälle beim Eigentum
Die Wohnsituation unterscheidet sich erheblich zwischen beiden Landesteilen. In Westdeutschland leben 61 Prozent der Ruheständler in der eigenen Immobilie, während 39 Prozent zur Miete wohnen. In Ostdeutschland kehrt sich dieses Verhältnis nahezu um: 56 Prozent zahlen Miete, was einen erheblichen Teil des verfügbaren Einkommens bindet.
Armutsrisiko bei Senioren erhöht
Das Armutsrisiko unter älteren Menschen liegt über dem Gesamtdurchschnitt. 18,9 Prozent aller Personen ab 65 Jahren gelten als armutsgefährdet, während die Quote in der Gesamtbevölkerung bei 16,1 Prozent liegt. Nach EU-Definition gilt als armutsgefährdet, wer über weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens in Deutschland verfügt.
