Das Vertrauen junger Erwachsener in die gesetzliche Rentenversicherung sinkt deutlich. Laut einer Forsa-Umfrage erwarten nur noch 49 Prozent der 18- bis 30-Jährigen finanzielle Unterstützung vom Staat im Alter – ein Rückgang von 56 Prozent im Vorjahr. Lediglich 5 Prozent glauben, dass die gesetzliche Rente ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.
Altersarmut als zentrale Sorge der Generation
Die Angst vor Altersarmut beschäftigt 79 Prozent der befragten jungen Menschen. Damit rangiert diese Sorge direkt hinter den steigenden Lebenshaltungskosten und der wirtschaftlichen Lage in Deutschland, die jeweils 90 Prozent der Befragten beunruhigen. Das schwindende Vertrauen in die staatliche Alterssicherung spiegelt sich in der wachsenden Skepsis gegenüber der Leistungsfähigkeit des Rentensystems wider.
Private Vorsorge: Mehr als die Hälfte spart aktiv
Trotz der Zweifel an der gesetzlichen Rente zeigen sich viele junge Erwachsene verantwortungsbewusst: 53 Prozent sparen aktiv für den Ruhestand. Die Eigeninitiative bei der Altersvorsorge nimmt zu, während das Vertrauen in staatliche Leistungen abnimmt. Diese Entwicklung zeigt einen grundlegenden Wandel in der Wahrnehmung der Generationenverantwortung.
Staatlich gefördertes Altersvorsorgedepot weitgehend unbekannt
Das geplante staatlich geförderte Altersvorsorgedepot ist 58 Prozent der jungen Erwachsenen dem Namen nach bekannt. Das Modell sieht staatliche Zulagen auf Einzahlungen sowie steuerfreie Kapitalerträge während der Ansparphase vor. Die Bundesregierung will damit die private Altersvorsorge stärken und eine Alternative zu bisherigen Vorsorgeprodukten schaffen.
