Das Wichtigste in Kürze
- Konditionen auf einen Blick: 2,20 % bis 3,20 % p. a., ab 5.000 € bis 1.000.000 €, ohne Kontoführungsgebühr.
- Zinsen je Laufzeit: Warum 2, 3, 4 und 5 Jahre denselben Zins bringen und was das für die Wahl heißt.
- Zinsgutschrift und Zinseszins: Unter 2 Jahren aufs Festgeld, ab 2 Jahren jährlich aufs Verrechnungskonto.
- Automatische Verlängerung abwählen: 6 und 12 Monate verlängern sich zum dann gültigen Zins, abwählbar bis 3 Geschäftstage vorher.
- Keine vorzeitige Kündigung: Warum du vor Ablauf nicht an dein Geld kommst und wie du das einplanst.
- Festgeld oder Tagesgeld: Rechenbeispiel mit 10.000 € über 6, 12 und 24 Monate bei derselben Bank.
- Zinstreppe mit mehreren Laufzeiten: Wie du Beträge ab 5.000 € staffelst, damit regelmäßig Geld frei wird.
- Steuern auf Festgeldzinsen: Abgeltungsteuer, Sparer-Pauschbetrag und Freistellungsauftrag im Überblick.
- Einlagensicherung und Eröffnung: Gesetzlicher Schutz bis 100.000 €, Sicherungssystem der Sparkassen und Antrag.
1822direkt – Tagesgeldkonto

1822direkt – Tagesgeldkonto
Vorteile
- Keine Mindesteinlage
- Geld täglich verfügbar
- Erhöhter Neukundenzins für 6 Monate
- Einlagensicherung bis 100.000 €
Nachteile
- Danach niedrigerer Bestandszins
- Zinsgutschrift nur jährlich zum 31.12.
- Auszahlung nur auf Referenzkonto in DE
- Eröffnung nur mit Smartphone und TAN-App
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
1822direkt – ETF-Sparplan

1822direkt – ETF-Sparplan
Vorteile
- Über 2.400 sparplanfähige ETFs
- 170+ Aktions-ETFs ohne Gebühr (Rate 50–500 €)
- Ausführung am 5. oder 20. des Monats
- 0 € Depotführung (Eröffnung ab 02.05.2023)
Nachteile
- Andere ETFs: 1,50 % je Rate, mind. 1,50 €, max. 14,90 €
- Zzgl. Produktkosten und Spreads
- Einzelorder mind. 9,90 €
- Nur zwei Ausführungstermine im Monat
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1822direkt Festgeld: die Konditionen auf einen Blick
Das Festgeld der 1822direkt bringt bis zu 3,20 % Zinsen pro Jahr. Diesen Satz zahlt die Bank für die Laufzeiten 2, 3, 4 und 5 Jahre. Für 6 Monate gibt es 2,20 %, für 1 Jahr 2,90 %. Anlegen kannst du mindestens 5.000 € und höchstens 1.000.000 €. Das Konto ist kostenlos. Stand der Konditionen: 08.10.2026, abgelesen auf der Festgeldseite der Bank.
Das Prinzip ist bei jedem Festgeld gleich. Du legst einen festen Betrag für eine feste Zeit an und bekommst dafür einen Zinssatz, der über die gesamte Laufzeit unverändert bleibt. Ändert die Bank später ihre Zinsen für Neuabschlüsse, berührt das deinen Vertrag nicht. Im Gegenzug ist das Geld gebunden: Vor dem Ende der Laufzeit kannst du das Festgeld nicht kündigen.
| Laufzeit | Zinssatz p. a. | Zinsgutschrift | Automatische Verlängerung |
|---|---|---|---|
| 3 Monate | 1,60 % | aufs Festgeld | nur als Stufe bei Verlängerung bestehender Konten |
| 6 Monate | 2,20 % | aufs Festgeld | ja, abwählbar |
| 1 Jahr | 2,90 % | aufs Festgeld | ja, abwählbar |
| 2 Jahre | 3,20 % | jährlich aufs Verrechnungskonto | nein |
| 3 Jahre | 3,20 % | jährlich aufs Verrechnungskonto | nein |
| 4 Jahre | 3,20 % | jährlich aufs Verrechnungskonto | nein |
| 5 Jahre | 3,20 % | jährlich aufs Verrechnungskonto | nein |
Die Tabelle zeigt drei Eigenheiten, die das Angebot prägen. Erstens endet der Zinsanstieg bei 2 Jahren. Zweitens unterscheidet die Bank bei der Zinsgutschrift streng zwischen Laufzeiten unter und ab 2 Jahren. Drittens verlängern sich nur die kurzen Laufzeiten von selbst. Alle drei Punkte haben Folgen für deinen Ertrag und für die Frage, wann du wieder an dein Geld kommst. Sie werden in den folgenden Abschnitten einzeln erklärt.
Was du für ein Festgeld brauchst
Ein Festgeld läuft bei der 1822direkt nie allein. Es braucht ein Verrechnungskonto bei der Bank, über das der Anlagebetrag eingezahlt wird und auf das Zinsen und Kapital später zurückfließen. Neukunden erhalten dafür automatisch ein Tagesgeldkonto, das zum variablen Basiszins von derzeit 0,60 % p. a. verzinst wird. Wer ohnehin ein Girokonto bei der Direktbank sucht, findet Kosten und Bedingungen im Beitrag 1822direkt Girokonto: GiroDirekt, Kosten und Bedingungen.
Die 3-Monats-Stufe mit 1,60 % kannst du nicht neu abschließen. Sie steht nur zur Wahl, wenn ein bestehendes Festgeld verlängert wird. Für eine Neuanlage beginnt das Angebot also bei 6 Monaten. Nachlegen während der Laufzeit ist bei einem Festgeld grundsätzlich nicht vorgesehen. Willst du später weiteres Geld fest anlegen, eröffnest du ein zusätzliches Festgeld, wieder ab 5.000 €.
Wer nach einem Sparbrief der 1822direkt sucht: Auf der Sparseite der Bank heißt die Anlage mit festem Zins und fester Laufzeit Festgeld. Inhaltlich ist das dasselbe Prinzip, das viele Sparkassen und Banken unter dem Namen Sparbrief führen.
Wer hinter dem Angebot steht
Die 1822direkt Gesellschaft der Frankfurter Sparkasse mbH ist eine hundertprozentige Tochter der Frankfurter Sparkasse. Sie vertreibt ihre Konten online und per Telefon, Filialen hat sie nicht. Wie das Verhältnis zur Mutter genau aussieht und welche Folgen es etwa für Bargeld und Einlagensicherung hat, beschreibt der Beitrag 1822direkt und Frankfurter Sparkasse: wer hinter der Direktbank steht.
Interaktiver Festgeld-Rechner
Wie viel bringt dir das 1822direkt Festgeld nach Steuern?
Trag Anlagebetrag und freien Sparer-Pauschbetrag ein und wähle die Laufzeit. Der Rechner zeigt Zinsen vor und nach Steuern und stellt sie dem Tagesgeld-Szenario über dieselbe Dauer gegenüber.
–
–
–
Zinsen vor Steuern
–
Steuer (ohne Kirchensteuer)
–
Zinsen nach Steuern
–
Tagesgeld-Szenario, gleiche Dauer
–
Zinsen vor Steuern je Laufzeit
Rechenweg: Sätze 6 Monate 2,20 %, 1 Jahr 2,90 %, 2 bis 5 Jahre 3,20 % p. a. Unter 2 Jahren kommen die Zinsen am Ende aufs Festgeld (bei Verlängerung mit Zinseszins), ab 2 Jahren jährlich aufs Verrechnungskonto. Steuer 26,375 % auf Zinsen über dem freien Pauschbetrag je Gutschriftsjahr. Tagesgeld-Szenario: 6 Monate 3,50 % (Neukunden, bis 250.000 €), danach Basiszins. Vereinfacht mit vollen Halbjahren und Jahren, vor Kirchensteuer.
Stand der Konditionen: 08.10.2026, laut 1822direkt.de. Einfache Verzinsung vor Steuern, wie im Artikel. Der Basiszins ist variabel und kann sich jederzeit ändern. Alle Angaben ohne Gewähr.
1822direkt - Tagesgeldkonto
Tagesgeld ohne Kontoführungsgebühr
Vorteile
Nachteile
- Danach niedrigerer Bestandszins
- Zinsgutschrift nur jährlich zum 31.12.
- Auszahlung nur auf Referenzkonto in DE
- Eröffnung nur mit Smartphone und TAN-App
1822direkt - ETF-Sparplan
Aktions-ETFs: 0 € bei 50–500 €
Vorteile
Nachteile
- Andere ETFs: 1,50 % je Rate, mind. 1,50 €, max. 14,90 €
- Zzgl. Produktkosten und Spreads
- Einzelorder mind. 9,90 €
- Nur zwei Ausführungstermine im Monat
1822direkt - GiroDirekt Girokonto
Girokonto ohne Gebühr ab 700 € Eingang
Vorteile
Nachteile
- 4,90 € im Monat unter 700 € Geldeingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispozins 9,90 % p. a. variabel
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
1822direkt - Girokonto unter 30
Unter 30 ohne Kontoführungsgebühr
Vorteile
Nachteile
- Ab 30: 4,90 €/Monat unter 700 € Eingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
- Eröffnung erst ab 18 Jahren
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Zinsen je Laufzeit: Warum ab 2 Jahren Schluss mit dem Anstieg ist
Bei vielen Festgeldangeboten steigt der Zins mit jeder zusätzlichen Laufzeit. Bei der 1822direkt gilt das nur bis zur Zwei-Jahres-Marke. Von 6 Monaten auf 1 Jahr legt der Zins um 0,70 Prozentpunkte zu, von 1 auf 2 Jahre um weitere 0,30 Prozentpunkte. Danach bleibt er bei 3,20 % stehen, egal ob du 2 oder 5 Jahre anlegst. Fahre mit Maus oder Finger über einen Balken, um die Bedingungen der jeweiligen Stufe zu sehen.
Zinssatz des 1822direkt Festgelds je Laufzeit
Für deine Entscheidung heißt das: Eine Bindung über 2 Jahre hinaus bringt dir keinen höheren Satz. Sie bringt dir nur, dass die 3,20 % länger gelten. Ob das für dich einen Wert hat, hängt von einer Frage ab, die niemand verlässlich beantworten kann: Wie entwickeln sich die Zinsen in den nächsten Jahren? Liegen die Sätze für Neuanlagen in 2 Jahren niedriger, war die längere Bindung im Rückblick günstig. Liegen sie höher, hättest du nach 2 Jahren neu anlegen können.
Lohnt sich die längere Laufzeit überhaupt?
Rechnerisch ist die Lage klar. Auf 10.000 € bringen 2 Jahre zusammen 640 € Zinsen, 5 Jahre 1.600 €. Pro Jahr sind es in beiden Fällen 320 €. Der Unterschied entsteht nur durch die längere Zeit, nicht durch einen besseren Satz. Wer sich für 5 Jahre entscheidet, tauscht also Flexibilität gegen Planungssicherheit, nicht gegen Rendite.
Ein Szenario macht das greifbar. Angenommen, du legst 10.000 € für 2 Jahre an und die Bank bietet danach für dieselbe Laufzeit nur noch 2,50 %. Dann bringen die Jahre drei bis fünf zusammen 750 € statt 960 €. Bietet sie 3,80 %, wären es 1.140 €. Beide Werte sind reine Annahmen, um die Spannweite zu zeigen, keine Prognose. Sie machen aber deutlich, dass die Laufzeitwahl vor allem eine Frage deiner Planung ist: Wann brauchst du das Geld, und wie wichtig ist dir ein fester Satz über viele Jahre?
Die kürzeren Laufzeiten haben ihre eigene Logik. Mit 6 Monaten oder 1 Jahr bist du schnell wieder flexibel, bekommst aber weniger Zinsen. Dafür werden die Zinsen hier dem Festgeld gutgeschrieben, und bei einer Verlängerung arbeitet der Zinseszins für dich. Wie das genau funktioniert, zeigt der nächste Abschnitt. Allgemeine Überlegungen zur Wahl der Laufzeit und zur Kombination mehrerer Festgelder findest du im Ratgeber Festgeldzinsen: Strategien für Laufzeit und Anlagebetrag.
Zinsgutschrift: unter 2 Jahren aufs Festgeld, ab 2 Jahren aufs Verrechnungskonto
Die 1822direkt behandelt Zinsen je nach Laufzeit unterschiedlich. Bei Laufzeiten unter 2 Jahren werden die Zinsen dem Festgeld gutgeschrieben. Die Bank spricht von Kapitalisierung. Ab 2 Jahren zahlt sie die Zinsen jährlich auf das Verrechnungskonto aus. Das klingt nach einem Detail, verändert aber den Ertrag über mehrere Jahre und die Frage, wann du über Geld verfügen kannst.
So viel bringen 10.000 € je Laufzeit
| Laufzeit | Zinssatz p. a. | Zinsen gesamt | Zinsen je Jahr | Gutschrift |
|---|---|---|---|---|
| 6 Monate | 2,20 % | 110 € | – | am Ende aufs Festgeld |
| 1 Jahr | 2,90 % | 290 € | 290 € | am Ende aufs Festgeld |
| 2 Jahre | 3,20 % | 640 € | 320 € | jährlich aufs Verrechnungskonto |
| 3 Jahre | 3,20 % | 960 € | 320 € | jährlich aufs Verrechnungskonto |
| 4 Jahre | 3,20 % | 1.280 € | 320 € | jährlich aufs Verrechnungskonto |
| 5 Jahre | 3,20 % | 1.600 € | 320 € | jährlich aufs Verrechnungskonto |
Gerechnet ist vor Steuern, mit konstantem Anlagebetrag und vereinfacht mit vollen Halbjahren und Jahren. Die tatsächliche Gutschrift kann wegen der taggenauen Abrechnung um wenige Euro abweichen.
Ab 2 Jahren: jährliche Auszahlung statt Zinseszins
Weil die Zinsen bei langen Laufzeiten jedes Jahr abfließen, verzinst die Bank immer nur den ursprünglichen Anlagebetrag mit 3,20 %. Die ausgezahlten 320 € pro Jahr liegen danach auf dem Verrechnungskonto. Beim automatisch eröffneten Tagesgeldkonto bringen sie den variablen Basiszins von derzeit 0,60 %.
Ein Vergleich zeigt die Größenordnung. Würden die Zinsen bei 3,20 % fünf Jahre lang im Festgeld bleiben und mitverzinst, kämen auf 10.000 € rund 1.706 € zusammen. Mit jährlicher Auszahlung sind es 1.600 €. Lässt du die ausgezahlten Zinsen auf dem Tagesgeldkonto liegen und bleibt der Basiszins bei 0,60 %, kommen dort gut 19 € dazu. Die Lücke liegt also bei rund 87 € auf 10.000 € oder knapp 870 € auf 100.000 €. Das ist kein großer Betrag, aber er gehört in die Rechnung.
Die Auszahlung hat auch eine praktische Seite. Du verfügst jedes Jahr über einen Teil des Ertrags, ohne das Festgeld anzutasten. Wer die Zinsen als regelmäßiges Zusatzeinkommen nutzen oder in einer anderen Anlage einsetzen möchte, hat damit genau das, was er braucht. Wer sie dagegen ansammeln will, muss selbst aktiv werden, etwa indem er die gesammelten Zinsen später erneut fest anlegt. Ein weiteres Festgeld ist allerdings erst ab 5.000 € möglich.
Unter 2 Jahren: Zinseszins über Verlängerungen
Bei 6 und 12 Monaten fließen die Zinsen am Ende ins Festgeld. Verlängert es sich anschließend automatisch, wird der höhere Betrag weiterverzinst. Beispiel: 10.000 € für 6 Monate zu 2,20 % werden zu 10.110 €. Gilt bei der Verlängerung derselbe Satz, stehen nach einem Jahr rund 10.221 € auf dem Konto. Für ein 1-Jahres-Festgeld zu 2,90 %, das sich einmal zum gleichen Satz verlängert, wären es nach zwei Jahren rund 10.588 €.
Ein Zwei-Jahres-Festgeld bringt im selben Zeitraum 640 € und damit mehr als die zweimal verlängerte Jahresanlage. Das liegt am höheren Satz, nicht am Zinseszins. Der Vorteil der kurzen Laufzeit ist ein anderer: Nach jeder Periode kannst du neu entscheiden. Zu welchem Satz die Verlängerung tatsächlich läuft, steht dabei erst am Fälligkeitstag fest.
Infografik: Zinstreppe: was jede Laufzeit bringt
Die Zinssätze des 1822direkt Festgelds je Laufzeit, der Ertrag auf 10.000 € und wie Zinsgutschrift und automatische Verlängerung funktionieren.
Die Zinstreppe der 1822direkt
Ab 2 Jahren bleibt der Zins bei 3,20 % stehen.
Zinssätze für Neuabschlüsse laut Festgeldseite der 1822direkt, Stand 08.10.2026. Sie können sich jederzeit ändern.
Stand: 08.10.2026, laut 1822direkt.de
Automatische Verlängerung: wie sie funktioniert und wie du sie abwählst
Festgelder mit 6 oder 12 Monaten Laufzeit verlängern sich bei der 1822direkt automatisch. Der entscheidende Punkt: Die Verlängerung läuft zum dann gültigen Zins. Das ist der Satz, den die Bank am Fälligkeitstag für diese Laufzeit anbietet, nicht der Satz, den du beim Abschluss erhalten hast. Liegt der Zins für 1 Jahr dann bei 2,40 %, läuft dein Geld ein weiteres Jahr zu 2,40 %. Liegt er höher, profitierst du davon.
Für Laufzeiten ab 2 Jahren sieht die Bank keine automatische Verlängerung vor. Am Ende der Laufzeit fließt das Kapital auf das Verrechnungskonto. Dort wird es zum variablen Zins dieses Kontos verzinst, beim Tagesgeldkonto derzeit 0,60 %. Willst du es erneut fest anlegen, schließt du ein neues Festgeld ab.
Die Frist: 3 Geschäftstage vor Ablauf
Du kannst die automatische Verlängerung abwählen, spätestens 3 Geschäftstage vor Ablauf. Geschäftstage sind keine Kalendertage. Wochenenden und Feiertage zählen nicht mit. Läuft dein Festgeld an einem Montag ab, liegt die Frist deshalb in der Regel schon in der Vorwoche. Verpasst du sie, ist das Geld für eine weitere Laufzeit gebunden, und eine vorzeitige Kündigung ist dann nicht möglich.
Ob eine Verlängerung für dich passt, hängt von zwei Dingen ab: vom Zins, den die Bank zum Fälligkeitstag bietet, und von deinen Plänen für das Geld. Steht in den nächsten Monaten eine größere Ausgabe an, wählst du die Verlängerung ab. Passt der neue Satz nicht zu deinen Erwartungen, ebenfalls. In allen anderen Fällen kann die Verlängerung bequem sein, weil du nichts tun musst und der Zinseszins weiterläuft.
Die 3-Monats-Stufe bei der Verlängerung
Eine Besonderheit betrifft nur Bestandskunden: Bei der Verlängerung eines bestehenden Festgelds bietet die Bank auch eine Laufzeit von 3 Monaten an, derzeit zu 1,60 %. Neu abschließen lässt sich diese Stufe nicht. Sie kann sinnvoll sein, wenn du dein Geld nur noch kurz binden willst, etwa weil absehbar ist, dass du es in einem Vierteljahr brauchst.
Tipp
Trag dir den Ablauftag deines Festgelds und einen Erinnerungstermin etwa eine Woche vorher in den Kalender ein. Dann hast du genug Zeit, den neuen Zins zu prüfen und die Verlängerung bei Bedarf rechtzeitig abzuwählen.
Keine vorzeitige Kündigung: So planst du deine Liquidität
Ein Festgeld der 1822direkt kannst du vor Ablauf der Laufzeit nicht kündigen. Das steht ausdrücklich in den Konditionen. Die Bank plant mit deinem Geld für die vereinbarte Dauer und zahlt dafür den festen Zins. Die Antwort auf die Frage, ob du vor Ablauf an dein Geld kommst, lautet also: Planbar ist das nicht. Wer in einer Notlage dennoch eine Lösung braucht, kann nur bei der Bank anfragen. Einen Anspruch auf eine vorzeitige Auszahlung gibt es nicht.
Daraus folgt eine einfache Regel: Ins Festgeld gehört nur Geld, das du für die gesamte Laufzeit sicher nicht brauchst. Alles, was kurzfristig verfügbar sein muss, gehört auf ein Konto mit täglicher Verfügbarkeit.
Drei Fragen vor dem Abschluss
- Wie groß ist dein Notgroschen? Eine verbreitete Faustregel sind drei bis sechs Monatsausgaben auf einem täglich verfügbaren Konto. Erst was darüber hinausgeht, kommt für eine feste Anlage infrage.
- Welche Ausgaben stehen an? Auto, Umzug, Renovierung oder die Anzahlung für eine Immobilie sollten nicht mitten in eine Festgeldlaufzeit fallen. Richte die Laufzeit nach dem Termin aus, an dem du das Geld brauchst.
- Wie sicher ist dein Einkommen? Wer mit Schwankungen rechnet, etwa durch Selbstständigkeit oder einen anstehenden Jobwechsel, plant den Puffer größer und die Laufzeiten kürzer.
Bei den Laufzeiten ab 2 Jahren hilft die jährliche Zinsauszahlung ein wenig. Sie ersetzt aber keine Reserve, denn das Kapital selbst bleibt gebunden. Bei 6 und 12 Monaten ist die automatische Verlängerung der Punkt, an dem du am leichtesten in eine ungewollte Bindung rutschst. Wer weiß, dass er das Geld bald braucht, wählt sie frühzeitig ab.
Good to know
Die Bindung gilt auch dann, wenn die Zinsen am Markt während der Laufzeit steigen. Ein Wechsel in ein besser verzinstes Festgeld ist erst nach Ablauf möglich. Umgekehrt schützt dich die Bindung, wenn die Zinsen sinken.
Festgeld oder Tagesgeld bei der 1822direkt: ein Rechenbeispiel
Neben dem Festgeld bietet die 1822direkt ein Tagesgeldkonto an. Neukunden erhalten dort 3,50 % p. a. für 6 Monate auf bis zu 250.000 €. Danach gilt der variable Basiszins, derzeit 0,60 % p. a. Als Neukunde gilt, wer in den letzten 12 Monaten kein Tagesgeldkonto bei der 1822direkt geführt hat. Kunden der Frankfurter Sparkasse sind vom Sonderzins ausgenommen. Alle Details zu Neukundenregel und Anschlusszins stehen im Beitrag 1822direkt Tagesgeld: 3,50 % für 6 Monate und der Zins danach.
Die Grafik vergleicht beide Wege für 10.000 € über drei Zeiträume. Beim Festgeld ist jeweils die passende Laufzeit angesetzt. Beim Tagesgeld ist unterstellt, dass du als Neukunde den Sonderzins erhältst und der Basiszins danach unverändert bleibt.
Zinsertrag auf 10.000 €: Festgeld und Tagesgeld-Szenario im Vergleich
Über 6 Monate liegt das Tagesgeld-Szenario vorn: rund 175 € gegenüber 110 € beim Festgeld, und das Geld bleibt täglich verfügbar. Über 12 Monate dreht sich das Bild. Nach dem Sonderzins bringt das Tagesgeld nur noch 0,60 %, über das ganze Jahr ergibt das rund 205 € und damit einen Mischzins von etwa 2,05 %. Das 1-Jahres-Festgeld liefert 290 €. Über 24 Monate wächst der Abstand weiter: 640 € beim Festgeld gegenüber rund 266 € im Tagesgeld-Szenario.
Für dich heißt das nicht, dass eine der beiden Anlagen grundsätzlich besser ist. Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Das Tagesgeld ist das Konto für Geld, auf das du jederzeit zugreifen willst. Das Festgeld ist für Geld gedacht, das du für einen festen Zeitraum nicht brauchst und für das du einen festen Zins haben möchtest. Wie die beiden Sparformen allgemein zusammenspielen, erklärt der Ratgeber Tagesgeld vs. Festgeld: welche Sparform zu dir passt.
Beides kombinieren
Viele Sparer teilen ihr Geld auf. Den Notgroschen und alles, was in den nächsten Monaten gebraucht werden könnte, halten sie auf dem Tagesgeldkonto. Den Teil, der sicher länger liegen bleibt, legen sie fest an. Wer neu zur 1822direkt kommt, kann dabei den Sonderzins des Tagesgelds für die ersten 6 Monate nutzen und parallel einen Teil fest anlegen.
Eine Einschränkung solltest du kennen: Das Tagesgeldkonto, das die Bank als Verrechnungskonto für ein Festgeld anlegt, ist laut Festgeldseite mit dem Basiszins von 0,60 % verzinst. Wie Neukundenregel und Sonderzins des Tagesgelds im Detail greifen, liest du im Ratgeber zum Tagesgeld-Sonderzins der 1822direkt nach. Im Zweifel klärst du die Reihenfolge der Anträge vorab mit der Bank.
Zinstreppe: mehrere Laufzeiten kombinieren
Eine Zinstreppe, im Englischen Laddering, verteilt einen Anlagebetrag auf mehrere Festgelder mit unterschiedlichen Laufzeiten. So wird in regelmäßigen Abständen ein Teil frei. Du kannst ihn dann neu anlegen oder für andere Zwecke nutzen. Bei der 1822direkt ist das ab 15.000 € gut umsetzbar, weil jede Stufe mindestens 5.000 € braucht.
Ein Beispiel mit 30.000 €
| Stufe | Betrag | Laufzeit | Zinssatz | Zinsen je Jahr |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 10.000 € | 1 Jahr | 2,90 % | 290 € |
| 2 | 10.000 € | 2 Jahre | 3,20 % | 320 € |
| 3 | 10.000 € | 3 Jahre | 3,20 % | 320 € |
Im ersten Jahr bringen die drei Stufen zusammen 930 € Zinsen vor Steuern. Nach einem Jahr wird die erste Stufe frei, nach zwei Jahren die zweite, nach drei Jahren die dritte. Du kommst also jedes Jahr an einen Teil des Geldes, ohne auf eine Kündigung angewiesen zu sein. Welchen Zins die Bank bei der Neuanlage einer freien Stufe bietet, steht zum Zeitpunkt des ersten Abschlusses noch nicht fest.
Was die flache Zinskurve für die Treppe bedeutet
Bei der 1822direkt bringen 2, 3, 4 und 5 Jahre denselben Satz. Eine Treppe mit Stufen über 2 Jahre hinaus erhöht den Zins also nicht, sie verlängert nur die Zeit, für die die 3,20 % gelten. Wer vor allem regelmäßig an Geld kommen will, kann die Treppe deshalb auch kürzer bauen, etwa mit Stufen von 6 Monaten, 1 Jahr und 2 Jahren. Wer sich den aktuellen Satz möglichst lange sichern möchte, nimmt längere Stufen. Beide Varianten haben ihre Logik, die Wahl hängt von deinen Plänen ab.
Bei den Stufen unter 2 Jahren denkst du an die automatische Verlängerung. Ohne Eingriff laufen 6- und 12-Monats-Festgelder einfach weiter, die Treppe bleibt dann nicht so, wie du sie geplant hast. Wie sich die Zinsen für Tages- und Festgeld allgemein entwickeln, verfolgt der finalarm Zins-Monitor.
Steuern auf Festgeldzinsen und der Freistellungsauftrag
Festgeldzinsen sind Einkünfte aus Kapitalvermögen nach § 20 Einkommensteuergesetz. Für sie gilt die Abgeltungsteuer von 25 % nach § 32d EStG, dazu der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Steuer und gegebenenfalls Kirchensteuer. Ohne Kirchensteuer ergibt das 26,375 % auf den steuerpflichtigen Teil der Zinsen. Die Bank führt die Steuer direkt ab.
Steuerfrei bleiben Kapitalerträge bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € im Jahr, bei zusammen veranlagten Ehe- oder Lebenspartnern 2.000 €. Damit die Bank ihn berücksichtigt, erteilst du einen Freistellungsauftrag. Hast du Konten bei mehreren Banken, verteilst du den Pauschbetrag so, dass er zu den erwarteten Zinsen passt.
Wann die Zinsen steuerlich anfallen
Steuerlich zählt der Zeitpunkt, an dem dir die Zinsen gutgeschrieben werden. Bei Laufzeiten ab 2 Jahren ist das jedes Jahr der Fall. Bei 6 und 12 Monaten fallen die Zinsen am Laufzeitende an, also oft in einem anderen Kalenderjahr als dem Abschluss. Das kann für die Verteilung des Pauschbetrags eine Rolle spielen.
Ein Beispiel: Du bist alleinstehend, hast keine weiteren Kapitalerträge und legst 50.000 € für 2 Jahre an. Jedes Jahr fließen 1.600 € Zinsen. Bei vollem Freistellungsauftrag bleiben 1.000 € steuerfrei. Auf die übrigen 600 € fallen 26,375 % an, also 158,25 €. Netto bleiben pro Jahr 1.441,75 €. Mehr zu Freistellungsauftrag, Günstigerprüfung und Anlage KAP erklärt der Ratgeber Tagesgeldzinsen versteuern, die Regeln gelten für Festgeld genauso.
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel informiert neutral über die Konditionen der 1822direkt. Er ist keine Anlage- oder Steuerberatung und keine Empfehlung. Die genannten Zinssätze gelten für Neuabschlüsse zum genannten Stand und können sich ändern. Du entscheidest eigenverantwortlich.
Einlagensicherung und Eröffnung des Festgelds
Bei einer festen Anlage über mehrere Jahre zählt neben dem Zins vor allem, dass das Geld am Ende sicher zurückkommt. Für Einlagen bei der 1822direkt greifen zwei Ebenen.
Gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 €
Nach dem Einlagensicherungsgesetz sind Einlagen bis 100.000 € pro Einleger und Institut gesetzlich geschützt. Die 1822direkt nennt auf ihrer Tagesgeldseite ausdrücklich, dass sich diese Grenze auf die Gesamtbankverbindung bezieht. Festgeld, Tagesgeld und Girokonto werden also zusammengezählt. Hast du 80.000 € im Festgeld und 40.000 € auf dem Tagesgeldkonto, liegen 20.000 € über der gesetzlichen Grenze.
Das Sicherungssystem der Sparkassen
Zusätzlich verweist die Bank auf das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen. Es ist als Einlagensicherungssystem nach dem Gesetz anerkannt und setzt früher an: Es soll verhindern, dass ein angeschlossenes Institut überhaupt in Zahlungsschwierigkeiten gerät. Einen Rechtsanspruch hast du allerdings nur auf die gesetzlichen 100.000 €. Die Aufsicht über Banken und Sicherungssysteme liegt bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Die Höchstanlage im Festgeld liegt bei 1.000.000 €. Du kannst also deutlich mehr anlegen, als gesetzlich geschützt ist. Ob du größere Summen bei einem Institut hältst oder auf mehrere Banken verteilst, ist eine Frage deiner eigenen Abwägung.
Das Festgeld eröffnen: Schritt für Schritt
- Betrag und Laufzeit festlegen: Mindestens 5.000 €, höchstens 1.000.000 €, Laufzeit 6 Monate bis 5 Jahre.
- Antrag online stellen: Neukunden erhalten automatisch ein Tagesgeldkonto als Verrechnungskonto.
- Legitimieren: Für Kontoeröffnungen nennt die Bank Video-Legitimation, eID oder POSTIDENT. Welche Wege im Antrag angeboten werden, siehst du dort.
- Geld überweisen: Der Anlagebetrag geht über das Verrechnungskonto ins Festgeld.
- Freistellungsauftrag erteilen: damit Zinsen bis zum Sparer-Pauschbetrag steuerfrei bleiben.
- Ablauftag notieren: vor allem bei 6 und 12 Monaten, damit du über die Verlängerung rechtzeitig entscheidest.
Prüfe vor dem Abschluss die aktuellen Zinssätze auf der Seite der Bank. Für Neuabschlüsse kann sie diese jederzeit ändern. Der Satz, der am Tag deines Abschlusses gilt, bleibt dir dagegen für die gesamte Laufzeit.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Zinsen zahlt die 1822direkt aufs Festgeld?
Zum Stand 08.10.2026 zahlt die Bank 2,20 % p. a. für 6 Monate, 2,90 % für 1 Jahr und 3,20 % für 2, 3, 4 und 5 Jahre. Der Satz gilt fest für die gesamte Laufzeit.
Wie hoch ist die Mindestanlage beim 1822direkt Festgeld?
Du legst mindestens 5.000 € und höchstens 1.000.000 € an. Das Konto ist kostenlos. Für weiteres Geld eröffnest du ein zusätzliches Festgeld.
Gelten die Festgeldzinsen auch für Bestandskunden?
Für das Festgeld nennt die Bank auf ihrer Konditionsseite keine Neukundenbedingung, anders als beim Sonderzins des Tagesgelds. Bestandskunden können bei der Verlängerung zusätzlich eine Laufzeit von 3 Monaten zu derzeit 1,60 % wählen.
Verlängert sich das Festgeld automatisch?
Ja, Festgelder mit 6 und 12 Monaten verlängern sich zum dann gültigen Zins. Du kannst das bis 3 Geschäftstage vor Ablauf abwählen. Ab 2 Jahren gibt es keine automatische Verlängerung.
Kann ich das Festgeld vorzeitig kündigen?
Nein, eine vorzeitige Kündigung ist bei der 1822direkt nicht vorgesehen. Lege deshalb nur Geld an, das du für die gesamte Laufzeit nicht brauchst.
Wann bekomme ich die Zinsen?
Bei Laufzeiten unter 2 Jahren werden die Zinsen am Ende dem Festgeld gutgeschrieben. Ab 2 Jahren zahlt die Bank sie jährlich auf das Verrechnungskonto aus.





