Das Wichtigste in Kürze
- Das Wichtigste in Kürze: Einzahlen kostenlos nur bei der Frankfurter Sparkasse, Abheben an Sparkassen-Automaten.
- Wo Einzahlen funktioniert: Schalter und Einzahlautomaten in Frankfurt, andere Institute nur nach eigenem Ermessen.
- Post und große Beträge: Warum Bargeld per Post zurückkommt und wann du einen Herkunftsnachweis brauchst.
- Abheben mit der girocard: Rund 21.000 Sparkassen-Automaten und Supermarktkassen mit Bargeldservice.
- Abheben mit der Visa: Ab 50 € kostenlos, darunter 3 € je Abhebung im Inland und im EWR.
- Bargeld im Ausland: Euro im EWR, Fremdwährung mit 2,25 % und Entgelte fremder Automatenbetreiber.
- Konto und Karten: Wann das GiroDirekt 0 € kostet und was die Visa ab dem zweiten Jahr kostet.
- Wann es nicht passt: Für wen das Direktbankmodell mit viel Bargeld unpraktisch wird.
1822direkt – GiroDirekt Girokonto

1822direkt – GiroDirekt Girokonto
Vorteile
- Keine Kontoführungsgebühr ab 700 € Eingang
- girocard mit V PAY ohne Gebühr
- Abheben an Sparkassen-Automaten gratis
- Apple Pay und Google Pay nutzbar
Nachteile
- 4,90 € im Monat unter 700 € Geldeingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispozins 9,90 % p. a. variabel
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
1822direkt – Girokonto unter 30

1822direkt – Girokonto unter 30
Vorteile
- Unter 30: keine Kontoführungsgebühr
- girocard mit V PAY ohne Gebühr
- Visa Classic im ersten Jahr ohne Gebühr
- Abheben an Sparkassen-Automaten gratis
Nachteile
- Ab 30: 4,90 €/Monat unter 700 € Eingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
- Eröffnung erst ab 18 Jahren
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Das Wichtigste in Kürze: Einzahlen nur in Frankfurt, Abheben fast überall
Wer bei 1822direkt Geld einzahlen will, hat genau eine kostenlose Anlaufstelle: die Frankfurter Sparkasse. An ihren Schaltern und Einzahlautomaten landet Bargeld ohne Entgelt auf deinem Konto. Beim Abheben ist es umgekehrt. Mit der girocard bekommst du an rund 21.000 Sparkassen-Automaten in Deutschland kostenlos Bargeld, dazu an Supermarktkassen mit Bargeldservice. Die Visa-Kreditkarte ist ab 50 € kostenlos, darunter kostet jede Abhebung 3 €.
Diese Aufteilung folgt aus dem Geschäftsmodell. 1822direkt ist eine Direktbank ohne eigene Filialen und gehört zu 100 Prozent der Frankfurter Sparkasse. Für das Abheben nutzt du das Automatennetz der Sparkassen. Eingezahltes Bargeld muss dagegen physisch angenommen, gezählt und gebucht werden, und das übernimmt nur die Mutter in Frankfurt. Wie eng beide Häuser verbunden sind, erklären wir ausführlich im Beitrag zur Verbindung zwischen 1822direkt und Frankfurter Sparkasse.
Alle Angaben in diesem Artikel beziehen sich auf das aktuelle GiroDirekt-Girokonto der 1822direkt, die Website der Bank und das Preis- und Leistungsverzeichnis mit Stand 11.08.2026. Stand der Konditionen: 08.10.2026.
| Vorgang | Wo | Kosten |
|---|---|---|
| Bargeld einzahlen | Schalter und Einzahlautomaten der Frankfurter Sparkasse | 0 € |
| Bargeld einzahlen | Schalter anderer Banken oder Sparkassen | nur nach Ermessen des Instituts, zu dessen Preis |
| Abheben mit girocard | rund 21.000 Sparkassen-Automaten in Deutschland | 0 € |
| Abheben mit girocard | Supermarktkassen mit Bargeldservice | 0 € |
| Abheben mit Visa | Inland und EWR in Euro, ab 50 € | 0 € |
| Abheben mit Visa | Inland und EWR in Euro, unter 50 € | 3 € |
Die Kurzformel für den Alltag: Kleine Beträge holst du mit der girocard an der Sparkasse, größere Beträge oder Abhebungen auf Reisen mit der Visa ab 50 €. Einzahlen planst du so, dass es entweder in Frankfurt passiert oder über ein Konto, bei dem deine Hausbank vor Ort Bargeld annimmt.
Interaktiver Bargeld-Rechner
Was kostet dich Bargeld bei der 1822direkt im Jahr?
Trag ein, wie oft du mit girocard oder Visa abhebst, wie viel du in Fremdwährung brauchst und wo du einzahlst. Der Rechner summiert die Entgelte pro Jahr und zeigt, wo du sparen kannst.
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Visa unter 50 €
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Fremdwährung und Betreiber
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Einzahlungen
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Mit Kontoführung
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Bargeldkosten pro Jahr nach Posten
Rechenweg: girocard an rund 21.000 Sparkassen-Automaten und an Supermarktkassen 0 €. Visa im Inland und im EWR in Euro ab 50 € kostenlos, darunter 3 €. Fremdwährung 2,25 % plus Entgelt laut PLV. Einzahlen kostenlos am Schalter und an Einzahlautomaten der Frankfurter Sparkasse, andere Banken nur am Schalter nach eigenem Preis, Einzahlautomaten anderer Institute gehen nicht. Kontoführung sonst 4,90 € im Monat.
Stand der Konditionen: 08.10.2026, laut 1822direkt.de und Preis- und Leistungsverzeichnis (Stand 11.08.2026). Vereinfachte Rechnung, maßgeblich sind allein die Bedingungen der Bank. Alle Angaben ohne Gewähr.
1822direkt - GiroDirekt Girokonto
Girokonto ohne Gebühr ab 700 € Eingang
Vorteile
Nachteile
- 4,90 € im Monat unter 700 € Geldeingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispozins 9,90 % p. a. variabel
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
1822direkt - Girokonto unter 30
Unter 30 ohne Kontoführungsgebühr
Vorteile
Nachteile
- Ab 30: 4,90 €/Monat unter 700 € Eingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
- Eröffnung erst ab 18 Jahren
1822direkt - Tagesgeldkonto
Tagesgeld ohne Kontoführungsgebühr
Vorteile
Nachteile
- Danach niedrigerer Bestandszins
- Zinsgutschrift nur jährlich zum 31.12.
- Auszahlung nur auf Referenzkonto in DE
- Eröffnung nur mit Smartphone und TAN-App
1822direkt - Wertpapierdepot
Neue Depots ohne Depotgebühr
Vorteile
Nachteile
- Order 4,90 € + 0,25 %, mind. 9,90 €
- Börse zzgl. 2,95 € (entfällt im Direkthandel)
- Andere Sparpläne 1,50 %, mind. 1,50 €, max. 14,90 €
- Prämie an Sparplan und Trades geknüpft
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Bargeld einzahlen bei 1822direkt: Wo es geht und wo nicht
Die Bank formuliert es in ihren Fragen und Antworten klar: Bargeld zahlst du kostenlos am Schalter und an den Einzahlautomaten der Frankfurter Sparkasse ein. Im Preis- und Leistungsverzeichnis steht die Einzahlung an den Einzahlungsautomaten der Frankfurter Sparkasse ausdrücklich als unentgeltlich. Andere Wege sind entweder eingeschränkt oder gar nicht vorgesehen.
Frankfurter Sparkasse: Schalter und Einzahlautomaten
Für Kundinnen und Kunden aus Frankfurt und dem Umland ist das der einfache Weg. Du gehst mit deiner girocard zu einem Einzahlautomaten der Frankfurter Sparkasse, steckst die Karte ein, legst die Scheine ein und bestätigst den Betrag. Das Geld wird deinem 1822direkt-Konto gutgeschrieben. Am Schalter funktioniert es ebenso, nur eben mit Personal statt Automat. Ein Entgelt fällt in beiden Fällen nicht an.
Praktisch ist der Automat vor allem für kleinere, regelmäßige Beträge, etwa Bargeld aus einem Flohmarktverkauf oder das gesammelte Wechselgeld in Scheinen. Für größere Summen oder wenn du einen Beleg mit Stempel möchtest, ist der Schalter die bessere Wahl. Plane dafür die Öffnungszeiten der Filiale ein.
Andere Banken und Sparkassen: nur nach eigenem Ermessen
Viele gehen davon aus, dass jede Sparkasse Bargeld für 1822direkt annimmt, weil man dort ja auch kostenlos abhebt. Das stimmt so nicht. Laut 1822direkt können andere Banken und Sparkassen eine Einzahlung am Schalter annehmen, müssen es aber nicht. Ob sie das tun und was es kostet, entscheidet das jeweilige Institut selbst. Rechne also damit, dass du abgewiesen wirst oder ein Entgelt zahlst, und frag vorher nach.
Der Hintergrund: Jede Sparkasse ist ein eigenständiges Institut. Das gemeinsame Abhebenetz ist eine Kooperation innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe, das Annehmen von Bargeld für fremde Konten gehört nicht dazu.
Einzahlautomaten anderer Institute: nicht nutzbar
Ein Punkt, an dem viele scheitern: Einzahlautomaten anderer Banken und Sparkassen kannst du für dein 1822direkt-Konto nicht nutzen. Das sagt die Bank ausdrücklich. Auch wenn der Automat deine girocard erkennt und dir am Nachbargerät Geld auszahlt, nimmt er keine Einzahlung auf dein Konto an. Der Grund ist technisch und organisatorisch: Die Einzahlung muss bei dem Institut gebucht werden, das den Automaten betreibt, und dafür braucht es eine Vereinbarung, die nur mit der Frankfurter Sparkasse besteht.
| Einzahlweg | Möglich? | Kosten |
|---|---|---|
| Einzahlautomat der Frankfurter Sparkasse | ja | 0 € |
| Schalter der Frankfurter Sparkasse | ja | 0 € |
| Schalter einer anderen Bank oder Sparkasse | nach Ermessen des Instituts | Preis des Instituts |
| Einzahlautomat einer anderen Bank oder Sparkasse | nein | – |
| Bargeld per Post an 1822direkt | nein | Rücksendung auf deine Kosten |
Was tun, wenn du nicht im Raum Frankfurt wohnst?
Dann gibt es keinen von der Bank genannten kostenlosen Einzahlweg. In der Praxis bleibt ein Umweg über ein zweites Konto. Du zahlst das Bargeld bei einer Bank ein, bei der du ohnehin ein Konto hast und die vor Ort Bargeld annimmt, und überweist den Betrag anschließend auf dein 1822direkt-Konto. Viele haben noch ein altes Filialkonto oder ein Gemeinschaftskonto, das sich dafür eignet.
Brauchst du das Geld schnell, hilft die Echtzeitüberweisung. Sie kostet bei 1822direkt laut Preis- und Leistungsverzeichnis 0,00 €. Für eingehende Echtzeitüberweisungen von deiner anderen Bank kommt es auf deren Preise an. Beachte bei großen Summen das Online-Limit: Bei 1822direkt liegt es standardmäßig bei 25.000 € je Überweisung. Das betrifft vor allem den Rückweg, wenn du Geld von 1822direkt auf ein anderes Konto schiebst.
Kein Bargeld per Post, und was bei großen Beträgen gilt
Manche kommen auf die Idee, Bargeld einfach an die Bank zu schicken, wenn keine Filiale in der Nähe ist. Bei 1822direkt ist das ausdrücklich ausgeschlossen. Das Preis- und Leistungsverzeichnis enthält dazu einen eigenen Hinweis: Du sollst der 1822direkt kein Bargeld zur Einzahlung zusenden. Kommt trotzdem ein Umschlag mit Geld an, schickt die Bank ihn versichert zurück und belastet die Kosten deinem Konto.
📌 Good to know
Bargeld per Post wird nicht eingezahlt, sondern versichert zurückgeschickt, und die Kosten dafür trägst du. Dazu kommt das Verlustrisiko auf dem Hinweg, für das niemand haftet.
Herkunftsnachweis ab größeren Summen
Unabhängig davon, wo du einzahlst, gelten für große Bargeldbeträge die Pflichten aus dem Geldwäschegesetz. Banken müssen prüfen, woher das Geld stammt. Nach den Auslegungs- und Anwendungshinweisen der BaFin verlangen Kreditinstitute bei Bareinzahlungen von mehr als 10.000 € einen Herkunftsnachweis. Das ist keine Besonderheit der 1822direkt oder der Frankfurter Sparkasse, sondern gilt bei allen Banken in Deutschland.
Als Nachweis eignen sich Unterlagen, die den Weg des Geldes nachvollziehbar machen: ein Kontoauszug mit der früheren Barabhebung, ein Kaufvertrag beim Verkauf eines Autos, eine Schenkungsurkunde oder ein Erbschein. Wer also heute einen größeren Betrag abhebt, etwa für eine geplante Anschaffung, und ihn später doch wieder einzahlt, sollte den Kontoauszug aufbewahren. Ohne Nachweis kann die Bank die Annahme verweigern oder weitere Fragen stellen.
Für die Einzahlung großer Summen ist der Schalter ohnehin der sinnvollere Weg als der Automat. Dort kannst du die Unterlagen direkt vorlegen, und du bekommst eine Quittung über den Betrag.
Infografik: Bargeld bei der 1822direkt: wo geht was?
Wo du Bargeld kostenlos einzahlst und abhebst, was im Ausland gilt und wie stark die 50-€-Schwelle der Visa wirkt.
Einzahlen, abheben, im Ausland
Wähle den Vorgang.
Konditionen für das GiroDirekt der 1822direkt, PLV Stand 11.08.2026, geprüft am 08.10.2026. Ältere Kontomodelle können abweichen.
Stand: 08.10.2026, laut 1822direkt.de
Abheben mit der girocard: Sparkassen-Automaten und Supermarktkasse
Zum GiroDirekt gehört eine kostenlose girocard, die bei 1822direkt Sparkassen-Card heißt und die V-PAY-Funktion von Visa trägt. Für Bargeld in Deutschland ist sie die wichtigste Karte. Wer wissen will, wie sich girocard und internationale Debitkarten technisch unterscheiden, findet die Grundlagen in unserem Ratgeber zum Unterschied zwischen girocard und Debitkarte.
Rund 21.000 Sparkassen-Automaten
Mit der girocard hebst du an rund 21.000 Geldautomaten der Sparkassen in Deutschland kostenlos ab. Im Preis- und Leistungsverzeichnis steht die Bargeldauszahlung an Geldautomaten der Sparkassen innerhalb Deutschlands für das GiroDirekt als unentgeltlich, ohne Begrenzung auf eine bestimmte Zahl im Monat. Damit nutzt du eines der dichtesten Automatennetze im Land. Auch in kleineren Orten steht meist eine Sparkasse in erreichbarer Nähe.
Wichtig ist die Einschränkung auf Sparkassen. An Automaten anderer Bankengruppen, etwa der Cash Group oder von Genossenschaftsbanken, gilt diese Kostenfreiheit nicht. Dort kann der Betreiber ein eigenes Entgelt verlangen, das dir der Automat vor der Auszahlung anzeigt. Wer gewohnt ist, an jedem beliebigen Automaten Geld zu ziehen, sucht sich vorher die nächste Sparkasse in der App oder auf der Karte.
Bargeld an der Supermarktkasse
Laut 1822direkt hebst du mit der girocard auch an Supermarktkassen mit Bargeldservice kostenlos ab. Das hilft, wenn die nächste Sparkasse weit weg ist oder ein Automat gerade außer Betrieb ist. Die Bedingungen legt der Händler fest, nicht die Bank. Dazu zählen ein möglicher Mindesteinkauf und der Höchstbetrag pro Auszahlung. Frag im Zweifel an der Kasse nach, bevor du bezahlst.
Tageslimit im Blick behalten
Für die girocard gilt ein täglicher Verfügungsrahmen, der sich nach Automatentyp unterscheidet. Wie hoch er für deine Karte aktuell ist, siehst du im Online-Banking oder in der App. Planst du eine größere Barabhebung, etwa für einen Gebrauchtwagen, prüfe den Rahmen ein paar Tage vorher. So stehst du nicht mit der halben Summe am Automaten.
Ältere Kontomodelle: Abhebungen begrenzt
Wer sein Konto schon länger bei 1822direkt hat, nutzt womöglich ein älteres Modell, das die Bank nicht mehr anbietet. Für diese Konten gelten eigene Bedingungen. Bei einigen ist die Zahl kostenloser Abhebungen an Sparkassen-Automaten pro Monat und Konto begrenzt, jede weitere Abhebung kostet dann ein Entgelt. Welche Regel für dich gilt, steht im Preis- und Leistungsverzeichnis im Abschnitt zu den nicht mehr angebotenen Girokonten. Den Namen deines Modells findest du in der Kontoübersicht.
Hebst du häufig ab, lohnt der Vergleich mit dem GiroDirekt. Der Wechsel aus einem anderen Giromodell in GiroDirekt kostet laut Preis- und Leistungsverzeichnis einmalig 15,00 €. Rechne dagegen, was dich die zusätzlichen Abhebungen im Jahr kosten, und prüfe, ob du die Bedingungen für die kostenlose Kontoführung im GiroDirekt erfüllst.
Abheben mit der Visa: ab 50 € kostenlos, darunter 3 €
Zum GiroDirekt kannst du eine Visa Classic oder eine Visa Gold dazunehmen, sofern die Bonität passt. Beide Karten sind für das Abheben eine Ergänzung zur girocard, keine Alternative für jeden Tag. Alle Details zu den Karten, zu Apple Pay und zu den Kosten ab dem zweiten Jahr stehen im Beitrag über Visa Classic und Visa Gold der 1822direkt.
Die 50-€-Schwelle
Mit der Visa hebst du im Inland und im Europäischen Wirtschaftsraum in Euro kostenlos ab, wenn du mindestens 50 € pro Vorgang abhebst. Unter 50 € kostet jede Abhebung 3 €. Bei 20 € sind das 15 Prozent des Betrags, bei 40 € immer noch 7,5 Prozent. Ab 50 € fällt das Entgelt komplett weg. Die Grafik zeigt, wie stark die Schwelle wirkt.
Was eine Visa-Abhebung in Deutschland je nach Betrag kostet
Für den Alltag heißt das: Kleine Beträge holst du mit der girocard am Sparkassen-Automaten, wo es keinen Mindestbetrag gibt. Die Visa nimmst du, wenn du mindestens 50 € brauchst und keine Sparkasse in der Nähe ist, oder auf Reisen im Euro-Ausland. Ein Rechenbeispiel zeigt, warum das wichtig ist: Wer viermal im Monat 40 € mit der Visa abhebt, zahlt 12 € im Monat, also 144 € im Jahr. Wer stattdessen zweimal 80 € abhebt, zahlt nichts.
Betreiberentgelte bleiben möglich
Die 0 € ab 50 € beziehen sich auf das Entgelt der 1822direkt. Fremde Automatenbetreiber können zusätzlich ein eigenes Entgelt verlangen. Der Automat muss es dir vor der Auszahlung anzeigen. Brich den Vorgang ab, wenn dir die Gebühr zu hoch ist, und such einen anderen Automaten.
Bargeld im Ausland: Euro, Fremdwährung und Automatenbetreiber
Auf Reisen kommt es auf zwei Fragen an: Zahlst du in Euro oder in einer anderen Währung, und nutzt du die girocard oder die Visa? Dazu kommt die Gebühr des Automatenbetreibers, auf die die Bank keinen Einfluss hat.
Im Euro-Ausland
In Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums, die mit Euro zahlen, gilt für die Visa dasselbe wie in Deutschland: ab 50 € kostenlos, darunter 3 €. Das betrifft etwa Urlaube in Österreich, Italien, Spanien, Frankreich oder den Niederlanden. Für die girocard nennt die Bank die Kostenfreiheit nur an Sparkassen-Automaten in Deutschland. Willst du im Ausland mit der girocard abheben, schau vorher ins Preis- und Leistungsverzeichnis, welche Entgelte für dein Modell gelten. Für die meisten Reisen im Euroraum ist die Visa mit Beträgen ab 50 € der berechenbarere Weg.
In Fremdwährung
Außerhalb des Euro wird es teurer. Für Kartenzahlungen in Fremdwährung berechnet 1822direkt 2,25 Prozent des Umsatzes, bei der girocard mindestens 1,50 €. Bei einer Hotelrechnung von umgerechnet 400 € sind das 9,00 €. Bei einem Kaffee für umgerechnet 4 € mit der girocard greift dagegen das Mindestentgelt von 1,50 €, was bei kleinen Beträgen stark ins Gewicht fällt. Für kleine Zahlungen in Fremdwährung ist die Visa deshalb oft die günstigere Karte.
Für Abhebungen mit der Visa in Fremdwährung fallen ebenfalls 2,25 Prozent an, zuzüglich des Entgelts für die Bargeldauszahlung. Hebe in Ländern mit eigener Währung deshalb lieber selten und dafür größere Beträge ab, statt mehrmals kleine Summen zu ziehen.
| Situation | girocard | Visa Classic/Gold |
|---|---|---|
| Sparkassen-Automat in Deutschland | 0 € | 0 € ab 50 €, sonst 3 € |
| Supermarktkasse mit Bargeldservice | 0 € | – |
| Automat im EWR in Euro | laut Preis- und Leistungsverzeichnis | 0 € ab 50 €, sonst 3 € |
| Kartenzahlung in Fremdwährung | 2,25 %, mind. 1,50 € | 2,25 % |
| Abhebung in Fremdwährung | laut Preis- und Leistungsverzeichnis | 2,25 % zzgl. Entgelt |
| Fremder Automatenbetreiber | mögliches Betreiberentgelt | mögliches Betreiberentgelt |
Umrechnung am Automaten ablehnen
Viele Automaten im Nicht-Euro-Ausland bieten an, den Betrag direkt in Euro abzurechnen. Das klingt bequem, ist aber meist teurer, weil der Betreiber einen eigenen Kurs mit Aufschlag verwendet. Wähle stattdessen die Landeswährung. Dann rechnet deine Bank um, und du zahlst die bekannten 2,25 Prozent statt eines unbekannten Aufschlags.
💡 Tip
Nimm auf Reisen beide Karten mit. Die Visa ist an mehr Automaten im Ausland nutzbar, die girocard dient als Reserve, falls eine Karte gesperrt wird oder verloren geht.
Was Konto und Karten drumherum kosten
Kostenloses Abheben nützt wenig, wenn das Konto selbst Geld kostet. Deshalb gehört der Blick auf Kontoführung und Karten zur Bargeldrechnung dazu. Die vollständigen Kontoführungsbedingungen des GiroDirekt haben wir im Hauptartikel zum Girokonto zusammengefasst.
GiroDirekt: 0 € unter zwei Bedingungen
Das GiroDirekt kostet keine Kontoführungsgebühr, wenn monatlich mindestens 700 € auf dem Konto eingehen oder wenn du das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet hast. Trifft keins von beidem zu, kostet das Konto 4,90 € im Monat, also 58,80 € im Jahr. Ein Geldeingang ist in der Regel Gehalt, Rente oder eine andere regelmäßige Gutschrift. Wer sein Einkommen auf mehrere Konten verteilt, sollte prüfen, ob die 700 € jeden Monat zuverlässig zusammenkommen.
Karten im Überblick
Die girocard ist beim GiroDirekt kostenlos. Geht sie verloren, kostet eine Ersatzkarte 12,90 €. Die Sperre selbst kannst du kostenlos melden. Die Visa Classic ist im ersten Jahr kostenlos und kostet danach 36 € im Jahr. Die Visa Gold ist ebenfalls im ersten Jahr kostenlos und kostet danach 72 € im Jahr. Sie enthält ein Reise- und Unfallversicherungspaket.
| Posten | Kosten | Hinweis |
|---|---|---|
| Kontoführung GiroDirekt | 0 € | ab 700 € Geldeingang im Monat oder unter 30 |
| Kontoführung GiroDirekt | 4,90 € im Monat | wenn keine der beiden Bedingungen erfüllt ist |
| girocard (Sparkassen-Card) | 0 € | Ersatzkarte 12,90 € |
| Visa Classic | 1. Jahr 0 €, danach 36 € im Jahr | Bonität vorausgesetzt |
| Visa Gold | 1. Jahr 0 €, danach 72 € im Jahr | mit Reise- und Unfallversicherungspaket |
| Wechsel aus anderem Giromodell | 15,00 € einmalig | für Bestandskunden älterer Modelle |
Drei Rechenbeispiele pro Jahr
Erstes Beispiel: Du bist 35, dein Gehalt geht auf das Konto, du hebst nur mit der girocard an Sparkassen ab und zahlst gelegentlich in Frankfurt ein. Deine Bargeldkosten liegen bei 0 €, die Kontoführung ebenfalls.
Zweites Beispiel: Du hast keinen Geldeingang von 700 €, bist über 30 und hebst zweimal im Monat 40 € mit der Visa ab, weil keine Sparkasse in der Nähe ist. Das ergibt 58,80 € Kontoführung plus 72 € für die Abhebungen unter 50 €, zusammen 130,80 € im Jahr, und ab dem zweiten Jahr kommen 36 € für die Visa Classic dazu.
Drittes Beispiel: Du zahlst regelmäßig Bargeld ein, wohnst aber nicht im Raum Frankfurt. Bei 1822direkt selbst entstehen keine Kosten, aber du brauchst ein zweites Konto mit Einzahlmöglichkeit vor Ort. Dessen Kontoführung und mögliche Einzahlentgelte gehören in die Rechnung.
Für wen das Direktbankmodell mit Bargeld nicht passt
Für Menschen, die vor allem abheben und selten einzahlen, ist 1822direkt beim Bargeld gut aufgestellt. Das Sparkassen-Netz ist dicht, und mit der girocard kostet das Abheben nichts. Schwierig wird es bei regelmäßigen Einzahlungen außerhalb von Frankfurt. Die strukturellen Unterschiede zwischen Direktbank und Filialbank zeigen sich genau hier.
Wenn regelmäßig Bargeld hereinkommt
Selbstständige mit Barkasse, Menschen mit Trinkgeld im Job, Vereinskassen oder Nebenjobs mit Barzahlung haben ein wiederkehrendes Einzahlproblem. Wer nicht in der Nähe einer Filiale der Frankfurter Sparkasse wohnt, muss jedes Mal den Umweg über ein zweites Konto gehen. Das kostet Zeit und unter Umständen Gebühren beim anderen Institut. In diesen Fällen ist ein Konto bei einer Bank mit Filiale oder Einzahlautomat vor Ort als Hauptkonto oft praktischer.
Wenn du ein Zweitkonto ohnehin hast
Hast du bereits ein Konto mit Einzahlmöglichkeit in deiner Nähe, verliert der Nachteil an Gewicht. Du sammelst Bargeld dort und überweist gesammelt, auf Wunsch per Echtzeitüberweisung. Welche Vor- und Nachteile eines Direktbank-Girokontos es sonst gibt, etwa bei Kosten, Service und Erreichbarkeit, haben wir in einem eigenen Ratgeber aufgeschrieben.
Wenn du kaum Bargeld nutzt
Zahlst du überwiegend mit Karte oder Smartphone und hebst nur gelegentlich ab, spielt das Einzahlthema für dich kaum eine Rolle. Dann zählen vor allem die kostenlose Kontoführung ab 700 € Geldeingang oder unter 30 und die kostenlose girocard. Prüfe nur, ob deine Wege an Sparkassen-Automaten vorbeiführen, und nutze die Visa erst ab 50 €.
Unterm Strich hängt die Antwort von deinem Alltag ab. Wer viel abhebt und wenig einzahlt, kommt bei 1822direkt ohne Gebühren aus. Wer häufig Bargeld auf das Konto bringen muss und nicht in Frankfurt lebt, braucht einen festen zweiten Weg.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich bei jeder Sparkasse Geld auf mein 1822direkt-Konto einzahlen?
Nein. Kostenlos geht es nur am Schalter und an den Einzahlautomaten der Frankfurter Sparkasse. Andere Banken und Sparkassen können eine Einzahlung am Schalter nach eigenem Ermessen und zu ihrem Preis annehmen. Ihre Einzahlautomaten kannst du nicht nutzen.
Kann ich Bargeld per Post an 1822direkt schicken?
Nein. Laut Preis- und Leistungsverzeichnis wird zugesandtes Bargeld nicht eingezahlt, sondern versichert zurückgeschickt. Die Kosten dafür werden deinem Konto belastet.
Wo hebe ich mit der 1822direkt-girocard kostenlos ab?
An rund 21.000 Sparkassen-Automaten in Deutschland und an Supermarktkassen mit Bargeldservice. Beim GiroDirekt ist dafür keine Höchstzahl an Abhebungen pro Monat genannt.
Kostet das Abheben mit der Visa etwas?
Im Inland und im EWR in Euro ist es ab 50 € pro Abhebung kostenlos. Unter 50 € kostet jede Abhebung 3 €. Fremde Automatenbetreiber können zusätzlich ein eigenes Entgelt verlangen.
Was kostet Bargeld in Fremdwährung?
Für Kartenzahlungen in Fremdwährung berechnet 1822direkt 2,25 % des Umsatzes, mit der girocard mindestens 1,50 €. Für Visa-Abhebungen in Fremdwährung fallen 2,25 % zuzüglich des Entgelts für die Auszahlung an.
Brauche ich bei großen Einzahlungen einen Nachweis?
Ja. Nach den Auslegungshinweisen der BaFin zum Geldwäschegesetz verlangen Banken bei Bareinzahlungen über 10.000 € einen Herkunftsnachweis, etwa einen Kontoauszug, Kaufvertrag oder Erbschein.















