Geschäftskonto für Freiberufler: Pflicht, Kosten und Auswahl

30.10.61 Aufrufe0 Mal als hilfreich markiertZuletzt geprüft: 30.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Keine Pflicht für Freiberufler, Grundpreise von 0 bis 23,99 Euro im Monat, Einlagensicherung bis 100.000 Euro: Konten und Fristen, Stand Oktober 2026.

Geschäftskonto für Freiberufler: Pflicht, Kosten und Auswahl

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Das Wichtigste in Kürze

Stand: Oktober 2026 · Konditionen laut Preisverzeichnissen der Anbieter, Rechtsstand laut gesetze-im-internet.de

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Accountable – Geschäftskonto

Accountable – Geschäftskonto

Vorteile

  • Deutsche IBAN und Mastercard
  • Unterkonto für Steuerrücklagen
  • Mit der Buchhaltung synchronisiert
  • Apple Pay und Google Pay

Nachteile

  • Bargeldabhebung 1 € pro Vorgang
  • Auslandsüberweisung 5 € + 0,6–5 %
  • Einlagensicherung über Frankreich
  • Nicht für GmbH und UG optimiert

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.

bunq – Geschäftskonto

bunq – Geschäftskonto

Vorteile

  • Free ohne Grundgebühr für Freelancer
  • Je nach Tarif 3 bis 25 Konten mit IBAN
  • Zahlungen in 20 Währungen
  • Einlagensicherung bis 100.000 € (NL)

Nachteile

  • Core bis Elite: 7,99 bis 23,99 €/Monat
  • Free: 0,13 € je Überweisung/Lastschrift
  • Free: nur virtuelle Karte
  • Verifiziertes Privatkonto erforderlich

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Accountable Geschäftskonto: Konditionen direkt beim Anbieter ansehen

Rechtliche Lage: Ist ein Geschäftskonto für Freiberufler Pflicht?

Ein Geschäftskonto ist für Freiberufler gesetzlich nicht vorgeschrieben. Ärztinnen, Übersetzer, Journalistinnen oder Ingenieure dürfen berufliche Zahlungen grundsätzlich über jedes Konto abwickeln, die steuerlichen Aufzeichnungspflichten bleiben davon unberührt.

Das Konto ist also freiwillig, aus praktischen Gründen aber empfohlen. Gefragt ist der Nachweis: Das Finanzamt will jede Betriebseinnahme und jede Betriebsausgabe nachvollziehen können, egal über welches Konto sie läuft. Ein eigenes Konto erleichtert genau diesen Nachweis.

Was verlangt das Steuerrecht stattdessen?

Nach § 140 AO muss steuerlich Bücher führen, wer bereits nach anderen Gesetzen dazu verpflichtet ist. Freiberufler sind keine Kaufleute im Sinne des Handelsgesetzbuchs, daher greift diese Pflicht bei ihnen in der Regel nicht.

Auch § 141 AO trifft sie nicht: Die originäre Buchführungspflicht gilt für gewerbliche Unternehmer, etwa ab einem Gesamtumsatz von mehr als 800.000 Euro im Kalenderjahr. Freiberufler ermitteln ihren Gewinn deshalb meist per Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR).

Für die EÜR gelten trotzdem die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und die GoBD: Belege müssen vollständig, zeitgerecht und unveränderbar abgelegt sein. Kontoauszüge sind dabei zentrale Belege, weil sie den Geldfluss zu jeder Rechnung zeigen.

Wann ist ein separates Konto doch vorgeschrieben?

Anders sieht es bei einer Kapitalgesellschaft aus. Wer eine GmbH oder UG gründet, braucht ein Konto auf den Namen der Gesellschaft, schon um das Stammkapital einzuzahlen. Das Mindeststammkapital liegt laut Gründungsrecht bei der UG ab 1 €, bei der GmbH bei 25.000 €.

Daneben kann die eigene Bank ein Geschäftskonto verlangen, wenn ihre AGB eine geschäftliche Nutzung des Privatkontos ausschließen. Diese Pflicht ist dann vertraglich, nicht gesetzlich.

Accountable – Geschäftskonto

Geschäftskonto ohne Kontoführungsgebühr

Vorteile

  • Deutsche IBAN und Mastercard
  • Unterkonto für Steuerrücklagen
  • Mit der Buchhaltung synchronisiert
  • Apple Pay und Google Pay

Nachteile

  • Bargeldabhebung 1 € pro Vorgang
  • Auslandsüberweisung 5 € + 0,6–5 %
  • Einlagensicherung über Frankreich
  • Nicht für GmbH und UG optimiert

Deutsche Skatbank – Geschäftskonto

Trumpfkonto Business für Firmenkunden

Vorteile

  • Für Freiberufler und Unternehmen
  • girocard: Bargeld an VR-Automaten frei
  • Kontoauszüge kostenlos im E-Postfach
  • Firmenkreditkarte auf Wunsch

Nachteile

  • Kontoführung 5 € im Monat (UG 10 €)
  • 0,10 € je Online-Buchung (UG 0,20 €)
  • Keine Verzinsung des Guthabens
  • Kontoführung ausschließlich online

bunq – Geschäftskonto

Tarife von Free bis Elite Business

Vorteile

  • Free ohne Grundgebühr für Freelancer
  • Je nach Tarif 3 bis 25 Konten mit IBAN
  • Zahlungen in 20 Währungen
  • Einlagensicherung bis 100.000 € (NL)

Nachteile

  • Core bis Elite: 7,99 bis 23,99 €/Monat
  • Free: 0,13 € je Überweisung/Lastschrift
  • Free: nur virtuelle Karte
  • Verifiziertes Privatkonto erforderlich

Tide – Geschäftskonto

Lite-Plan ohne monatliche Grundgebühr

Vorteile

  • Geschäftskonto mit deutscher IBAN
  • Eine Debitkarte im Lite-Plan inklusive
  • Rechnungen und DATEV-Export in der App
  • Auch für UG und GmbH

Nachteile

  • Lite: 5 Transfers frei, dann je 0,20 €
  • 1 % Gebühr bei Fremdwährung
  • Bargeldabhebung kostet 2 €
  • Tide ist keine Bank (Konto über Adyen)

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Trennung von Privat und Beruf: Darfst du dein Privatkonto nutzen?

Die Trennung von Privat und Beruf ist für Freiberufler keine Rechtspflicht, doch die geschäftliche Nutzung eines Privatkontos kann gegen die AGB der Bank verstoßen.

Ein privates Girokonto ist ein Vertrag mit einem Verbraucher. Banken und Zahlungsdienstleister trennen ihre Angebote deshalb nach Kundengruppe: Bei Tide etwa ist die Kontoeröffnung nur für Geschäftskunden vorgesehen, die AGB von Accountable richten sich ausschließlich an Unternehmer.

Was passiert bei geschäftlicher Nutzung des Privatkontos?

Fällt einer Bank auf, dass über ein Privatkonto regelmäßig Honorare und Geschäftsausgaben laufen, kann sie je nach Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine Umstellung auf ein Geschäftskonto verlangen. Im äußersten Fall droht die Kündigung der Kontoverbindung.

Wie Banken bei Sperren und Kündigungen vorgehen und welche Rechte du hast, beschreibt der Beitrag zur Kontosperre. Für den Freiberuf heißt das: Die AGB deines Kontos vor der ersten Rechnung lesen.

Warum erleichtert die Trennung die EÜR?

Auf einem gemischten Konto musst du jede Buchung einzeln als privat oder beruflich kennzeichnen. Bei einem eigenen Konto ist jede Buchung zunächst betrieblich, Privatentnahmen erscheinen als klar erkennbare Umbuchung.

Das spart Zeit beim Steuerberater, der oft nach Aufwand abrechnet. Bei einer Außenprüfung sieht der Prüfer auf einem getrennten Konto nur betriebliche Vorgänge, nicht deine privaten Einkäufe.

Wie trennst du private und geschäftliche Zahlungen sauber?

  • Eine IBAN für Rechnungen: Auf jeder Rechnung steht nur die Geschäfts-IBAN, damit kein Honorar privat eingeht.
  • Feste Entnahme: Ein monatlicher Dauerauftrag aufs Privatkonto ersetzt das Gehalt, das Freiberufler sich nicht auszahlen.
  • Unterkonto für Steuern: Umsatzsteuer und Einkommensteuer-Vorauszahlung landen sofort nach Zahlungseingang auf einer Rücklage.
  • Karte nur beruflich: Die Geschäftskarte bezahlt Software, Reisen und Material, private Ausgaben laufen über die Privatkarte.

Funktionen für Freiberufler: Was ein Geschäftskonto leisten kann

Ein Geschäftskonto für Freiberufler bündelt Zahlungsverkehr, Rechnungsstellung und Buchhaltungsanbindung. Für den Alltag zählen vor allem Unterkonten, E-Rechnung und eine Schnittstelle zu Steuerbüro oder Buchhaltungssoftware.

Deutsche Skatbank – GeschäftskontoTrumpfkonto Business für FirmenkundenZum Angebot

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Wer als Freiberufler ein Geschäftskonto sucht, vergleicht heute weniger Zinsen als Werkzeuge. Die Funktionen unterscheiden sich stark, auch innerhalb eines Anbieters je nach Tarif.

Unterkonten für die Steuerrücklage

Ein Unterkonto mit eigener IBAN trennt Steuergeld vom verfügbaren Guthaben. Accountable bietet ein Steuerrücklagenkonto mit deutscher IBAN, im Max-Tarif bis zu 10 Unterkonten. Bei bunq sind bis zu 25 Giro- oder Sparkonten mit jeweils eigener IBAN möglich.

Vivid nennt beliebig viele Konten mit deutscher IBAN. Für die Rücklage reicht meist ein einziges Unterkonto, auf das du einen festen Anteil jeder Zahlung überträgst.

Rechnungen und E-Rechnung direkt aus dem Konto

Eine integrierte Rechnungsfunktion ordnet Zahlungseingänge automatisch offenen Posten zu. Bei Holvi sind Rechnungsstellung und E-Rechnung im Tarif Pro enthalten. Ein Buchhaltungsanbieter erlaubt das Senden und Empfangen von XRechnung, ZUGFeRD und PEPPOL auch im Free-Tarif.

Seit 2025 musst du E-Rechnungen von anderen Unternehmen empfangen können. Für das Ausstellen gelten nach § 27 Abs. 38 UStG Übergangsregeln: Für Umsätze 2027 ist Papier oder ein anderes Format bis zum 31. Dezember 2027 nur noch zulässig, wenn dein Vorjahresumsatz nicht über 800.000 Euro lag. Ein Konto mit E-Rechnungs-Funktion deckt beide Seiten ab, eine separate Rechnungssoftware ist dann nicht zwingend.

Schnittstelle zu DATEV und Buchhaltungssoftware

Die Schnittstelle zur Buchhaltungssoftware entscheidet, wie viel Handarbeit am Monatsende bleibt. Ein App-Anbieter synchronisiert Buchungen monatlich über eine integrierte DATEV-Schnittstelle. Holvi verbindet sich mit DATEV, Lexware Office, sevDesk und BuchhaltungsButler.

bunq nennt mehr als 50 Buchhaltungs-Integrationen. Bei einem Buchhaltungsanbieter kann die Steuerberaterin über einen eigenen Zugang auf die Daten zugreifen, ein Export im DATEV-Format ist möglich.

Karten, Bargeld und Auslandszahlungen

Für Freiberufler mit Kunden im Ausland zählen SWIFT-Überweisungen und Fremdwährungsentgelte. Holvi wickelt Auslandsüberweisungen in 18 Währungen ab, SWIFT-Überweisungen ab 0,50 € pro Transaktion. bunq nennt Zahlungen in 20 Währungen.

Bei Vivid sind alle Karten Visa-Debitkarten, im ersten der drei Tarife sind ausgehende SWIFT-Überweisungen nicht verfügbar. Wer regelmäßig Honorare aus Drittstaaten erhält, sollte die Entgelte für eingehende Zahlungen gesondert prüfen.

Geschäftskonto als Basis für eine spätere Finanzierung

Kreditanbieter werten für Geschäftskredite oft die Umsätze des Geschäftskontos aus. Bei iwoca etwa reichen für Beträge von 1.000 € bis 50.000 € die Kontoumsätze der letzten 90 Tage, Details stehen im Beitrag iwoca Erfahrungen 2026. Ein sauber getrenntes Konto macht diese Auswertung lesbar.

Vergleichstabelle: Kontomodelle für Freiberufler im Überblick

Die Vergleichstabelle stellt sechs Kontomodelle für Freiberufler mit Grundpreis, Buchungsentgelten, Karten und Einlagensicherung nebeneinander (Stand: Oktober 2026).

Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Rangfolge. Alle Werte stammen aus den Preis- und Leistungsverzeichnissen der Anbieter. finalarm hat die Konten nicht selbst eröffnet, die Tabelle ist eine Zusammenstellung prüfbarer Angaben.

Geschäftskonten für Freiberufler: Grundpreise und Konditionen laut Anbieter, Stand: Oktober 2026
KontomodellAnbieterGrundpreis pro MonatBuchungen und KartenAbsicherung der Einlagen
Rechnungen Free mit GeschäftskontoAccountable0,00 €; Konto in jedem Tarif ohne KontogebührDeutsche IBAN, virtuelle Mastercard; physische Debitkarte einmalig 7,5 €Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution (Frankreich) bis 100.000 €
Free Business / Core / Pro / Elite BusinessbunqFree Business nur für Einzelunternehmer; Core 7,99 €, Pro 13,99 €, Elite 23,99 €Bis zu 25 Konten mit eigener IBAN, Zahlungen in 20 WährungenNiederländische Einlagensicherung (DGS) bis 100.000 € pro Einleger
Flex / Lite / ProHolviFlex 0 €; Lite 9 € statt 12 €, Pro 15 € statt 18 € bei 1 Jahr LaufzeitFlex: 0,25 € pro Überweisung; Lite: 100 Überweisungen, Pro: 500 Überweisungen pro MonatZahlungsinstitut; Gelder bei Kreditinstituten in Europa, bis 100.000 € pro Kunde und Bank
Lite / SmartTideLite 0 €; Smart 9,99 € monatlich oder 72 € im JahrLite: 5 SEPA-Transfers frei, danach 0,20 €; Smart: 75 frei, danach 0,20 €Konto über Adyen N.V., Kreditinstitut mit Lizenz der De Nederlandsche Bank
Trumpfkonto BusinessDeutsche Skatbank5 €Beleglos/online 0,10 € pro Einzelposten; Überziehungszins 9,14 % p. a.BVR Institutssicherung GmbH plus freiwillige Sicherungseinrichtung des BVR
Business-GeschäftskontoVividab 0 € pro Monat, drei TarifeVisa-Debitkarten; erste physische Karte je Teammitglied ohne Aufpreis, weitere 9,90 €Kundengeldkonto bei Natixis: französische Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde
Stand: Oktober 2026 (Skatbank-Konditionen Stand 01.10.2026). Preise des Rechnungs-Tarifs zzgl. USt. Entgelte sind variabel und können sich ändern.

Die Tabelle zeigt nur den Grundpreis und die wichtigsten Nebenentgelte. Für deine tatsächlichen Kosten zählen Zahl der Buchungen, Kartenbedarf und Bargeldnutzung. Die Leistungen der Filialbank-Modelle erklärt der Beitrag zum Commerzbank Geschäftskonto 2026.

Passende Angebote

Deutsche Skatbank – GeschäftskontoTrumpfkonto Business für FirmenkundenZum Angebot
bunq – GeschäftskontoTarife von Free bis Elite BusinessZum Angebot
Tide – GeschäftskontoLite-Plan ohne monatliche GrundgebührZum Angebot

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Was kostet ein Geschäftskonto für Freiberufler?

Ein Geschäftskonto für Freiberufler kostet bei den reinen Kontotarifen mit veröffentlichtem Grundpreis zwischen null und 23,99 Euro im Monat (Stand: Oktober 2026). Accountable bündelt Konto und Buchhaltung in Tarifen bis 74,90 Euro zzgl. USt, Vivid weist die Preise höherer Tarife nicht aus. Hinzu kommen Entgelte für Buchungen, Karten und Bargeld.

Der Grundpreis für die Kontoführung ist nur ein Baustein. Je nach Zahlungsprofil kann ein Modell mit Monatspreis und Freibuchungen günstiger ausfallen als ein Konto ohne Grundpreis mit Entgelt pro Überweisung.

Welche Kostenbausteine fallen an?

  • Grundpreis: Bei der Deutschen Skatbank 5 Euro im Monat, bei bunq im Core-Tarif 7,99 Euro.
  • Buchungsentgelt: Im Trumpfkonto Business 0,10 Euro pro beleglosem Einzelposten, bei Holvi im Flex-Tarif 0,25 Euro pro Überweisung.
  • Bargeld: Tide berechnet in den Tarifen Lite und Smart für Abhebungen in Euro 2 Euro plus Entgelt des Fremdinstituts.
  • Überziehung: Die Skatbank nennt 9,14 Prozent Überziehungszins im Trumpfkonto Business.

Jahreskosten im Rechenbeispiel

Auf das Jahr gerechnet werden die Unterschiede sichtbar. Die folgende Tabelle rechnet nur den Grundpreis hoch, ohne Buchungs- und Kartenentgelte.

Jahreskosten des Grundpreises ausgewählter Kontomodelle, Stand: Oktober 2026
KontomodellGrundpreisKosten pro Jahr
Trumpfkonto Business (Skatbank)5 € pro Monat60 €
Tide Smart, jährliche Abrechnung72 € pro Jahr72 €
bunq Core Business7,99 € pro Monat95,88 €
Tide Smart, monatliche Abrechnung9,99 € pro Monat119,88 €
Accountable Steuern (mit Steuererklärung), Jahrestarif29,90 € pro Monat zzgl. USt358,80 € zzgl. USt
Stand: Oktober 2026. Eigene Berechnung aus den Preisangaben der Anbieter, ohne Buchungs-, Karten- und Bargeldentgelte.

Grundpreis pro Jahr im Vergleich

Trumpfkonto BusinessTrumpfkonto Business: 60 € pro Jahr60 €Smart jährlichSmart jährlich: 72 € pro Jahr72 €Core BusinessCore Business: 95,88 € pro Jahr95,88 €Smart monatlichSmart monatlich: 119,88 € pro Jahr119,88 €
Quelle: Preisverzeichnisse der Anbieter, eigene Berechnung des Grundpreises ohne Buchungsentgelte. Modelle ohne Monatspreis sind nicht dargestellt. Stand: Oktober 2026.

Monatlich oder jährlich zahlen?

Beim Smart-Tarif spart die jährliche Abrechnung 47,88 Euro gegenüber zwölf Monatszahlungen. Der Preis dafür ist die Vorauszahlung: Nach den Bedingungen werden bereits gezahlte Abonnementgebühren bei Kündigung nicht erstattet.

Ähnlich rechnet ein Buchhaltungsanbieter: Der Jahrespreis liegt rund 20 % unter dem Monatspreis, etwa 9,90 Euro statt 12,40 Euro im Tarif Rechnungen Plus, jeweils zzgl. USt. Wer erst testen will, startet mit monatlicher Zahlung und wechselt später.

Kontokosten in der Steuererklärung

Entgelte eines rein betrieblich genutzten Kontos gehören in der EÜR in der Regel zu den Betriebsausgaben. Bei einem gemischt genutzten Konto musst du den beruflichen Anteil schätzen und begründen. Die Einordnung im Einzelfall klärst du mit deiner Steuerberatung.

Was kostet ein Geschäftskonto für Freiberufler?

Die Übersicht fasst zusammen, was der Artikel zu Kosten, Absicherung und Eröffnung eines Geschäftskontos für Freiberufler nennt (Stand: Oktober 2026).

Finalarm Infografik · interaktiv
Geschäftskonto für Freiberufler: Kosten und Ablauf
Grundpreise pro Jahr, Einlagensicherung und die Eröffnung in vier Schritten.
5 €
Trumpfkonto Business pro Monat
Deutsche Skatbank
7,99 €
bunq Core Business pro Monat
95,88 € pro Jahr
100.000 €
Einlagensicherung je Kunde
bei Kreditinstituten
Ansicht:

Grundpreis pro Jahr im Vergleich

Nur der Grundpreis hochgerechnet, ohne Buchungs-, Karten- und Bargeldentgelte.

Trumpfkonto Business
60 €
Tide Smart, jährlich
72 €
bunq Core Business
95,88 €
Tide Smart, monatlich
119,88 €
47,88 €
spart Tide Smart bei jährlicher statt monatlicher Zahlung

Quelle: Preisverzeichnisse der Anbieter, eigene Berechnung. Stand: Oktober 2026.

Quellen: skatbank.de · tide.co · bunq.com · gesetze-im-internet.de
Stand: 30.10.2026

Kostenloses Geschäftskonto für Freiberufler: Wo liegen die Haken?

Konten ohne Monatspreis für Freiberufler gibt es bei mehreren Anbietern. Die Bedingungen stecken in Buchungsentgelten, begrenzten Karten, dem IBAN-Land und Grenzen bei der Rechtsform.

Wer ein kostenloses Geschäftskonto als Freiberufler sucht, sollte deshalb nicht nur auf den Grundpreis schauen. Entscheidend ist, welche Leistungen im Nulltarif fehlen und was sie einzeln kosten. Prüfe auch, ob ein Tarif an einen Mindestumsatz oder regelmäßige Geldeingänge gebunden ist.

Welche Bedingungen gelten bei Modellen ohne Grundpreis?

Die Anbieter hinter den Tarifnamen stehen in der Vergleichstabelle oben.

  • Rechnungs-Tarif Free: Kein Kontoentgelt, deutsche IBAN und virtuelle Mastercard; die physische Karte kostet einmalig 7,5 €.
  • Free Business: Ohne Monatspreis, aber nur für Einzelunternehmer, nicht für Kapitalgesellschaften.
  • Flex-Tarif: 0 Euro im Monat, dafür 0,25 € je Überweisung, eine virtuelle Karte, ein Nutzer und ein Konto mit finnischer IBAN.
  • Lite-Tarif: Kein Grundpreis und kein Mindesteingang, fünf Freitransfers pro Monat, danach 0,20 Euro je Transfer; Fremdwährungsentgelt 1 % des Kartenumsatzes.
  • Einstiegstarif mit drei Stufen: Ab 0 € pro Monat mit deutschen IBANs, ausgehende SWIFT-Überweisungen sind dort nicht verfügbar.

Gründerkonto, Testphase und Aktionspreise

Manche Banken werben mit einem Gründerkonto, das nur in einer Anfangsphase ohne Grundpreis läuft. Prüfe dort immer Dauer und Folgepreis, bevor du die IBAN auf Rechnungen druckst.

Ein Zahlungsinstitut bietet eine Testphase von 30 Tagen an, ein Buchhaltungsanbieter nennt für seine Tarife eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie, keine Startgebühr und monatliche Kündbarkeit außer im Max-Tarif. Aktionspreise sind befristet und gehören nicht in deine Dauerkalkulation.

Ist ein Konto ohne Grundpreis bei wenigen Rechnungen sinnvoll?

Für Freiberufler mit wenigen Rechnungen und Ausgaben pro Monat ist ein Nulltarif oft die passende Größe. Mit wachsender Zahl an Überweisungen kann ein Paketpreis mit Freibuchungen den Nutzen eines Gratiskontos übersteigen.

Filialbank, Direktbank oder Neobank: Welche Anbieterform passt?

Filialbank, Direktbank und Neobank unterscheiden sich beim Geschäftskonto vor allem bei Bargeldservice, persönlicher Beratung, Preis und App-Funktionen.

Filialbank: Bargeld und Hausbankbeziehung

Eine Filialbank nimmt Bargeld am Schalter oder Automaten an und bietet persönliche Ansprechpartner. Wer Förderkredite der KfW beantragen will, braucht eine Hausbank, die den Antrag durchleitet. Wie Ablauf und Unterlagen bei einer Großbank aussehen, zeigt der Beitrag Commerzbank Geschäftskonto eröffnen 2026.

Direktbank: online, mit genossenschaftlichem Rückhalt

Eine Direktbank führt Konten ohne eigenes Filialnetz. Die Deutsche Skatbank etwa führt ihr Geschäftskonto ausschließlich online, Kontoauszüge kommen ins elektronische Postfach. Bargeld lässt sich an Einzahlungsautomaten der VR-Bank Altenburger Land einzahlen.

Lastschriften einziehen kannst du dort erst nach Prüfung und einer separaten Vereinbarung. Je nach Höhe und Dauer der Kontoverbindung können für eine Übergangszeit von 6 Monaten Sicherheiten verlangt werden.

Neobank: App zuerst, oft ohne eigene Banklizenz

Eine Neobank organisiert das Konto vollständig über eine App, oft mit Rechnungsfunktion und Buchhaltungsanbindung. Viele Fintechs sind aber keine Banken: Holvi ist ein lizenziertes Zahlungsinstitut, andere Anbieter stellen das Konto über Partner wie Swan bereit.

Bei Tide wird das Geschäftskonto über die Adyen N.V. geführt, ein Kreditinstitut mit Lizenz der niederländischen Zentralbank. Bareinzahlungen sind dort derzeit nicht verfügbar. Wer Barumsätze hat, braucht eine andere Einzahlungsmöglichkeit.

Kreditinstitut
Unternehmen mit Banklizenz, das Einlagen entgegennimmt; Guthaben fallen unter die gesetzliche Einlagensicherung.
Zahlungsinstitut
Zahlungsdienstleister ohne Einlagengeschäft; Kundengelder werden getrennt bei Partnerbanken verwahrt.
Neobank
App-basiertes Finanzangebot, das Konto und Zusatzdienste digital bündelt, mit oder ohne eigene Banklizenz.
Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)
Vereinfachte Gewinnermittlung, bei der Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben nach Zahlungszeitpunkt gegenübergestellt werden.

Wie läuft die Eröffnung ab und welche Unterlagen brauchst du?

Die Eröffnung eines Geschäftskontos läuft bei Online-Anbietern digital: Antrag ausfüllen, Identität per Video-Ident oder eID bestätigen, Prüfung abwarten, Konto nutzen.

Welche Unterlagen verlangen Anbieter?

  • Ausweis: Personalausweis oder anderer gültiger Lichtbildausweis für die Legitimation.
  • Steuerdaten: Deine Steuer-ID sowie die Steuernummer, die das Finanzamt nach der Anmeldung der freiberuflichen Tätigkeit vergibt.
  • Angaben zur Tätigkeit: Beschreibung des Freiberufs, Name und Standort des Unternehmens, Kontaktdaten.
  • Gewerbeschein: Nur für Gewerbetreibende, Freiberufler brauchen keine Gewerbeanmeldung.

Eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer verlangt derselbe Anbieter nur bei innergemeinschaftlichem Handel. Das Mindestalter liegt dort bei 18 Jahren.

Wie lange dauert die Eröffnung?

Die Dauer hängt von der Prüfung ab. Bei einem Zahlungsinstitut ist der Antrag in wenigen Minuten gestellt, Prüfung und Freischaltung dauern laut Anbieter in der Regel 1-3 Werktage. Ein Buchhaltungsanbieter nennt spätestens 2 Werktage, bis das Konto startklar ist.

Ein App-Anbieter beschreibt 4 Schritte: Formular online ausfüllen, Identitätsprüfung per Videoanruf, Genehmigung, Konto einsatzbereit. Für Kapitalgesellschaften dauert es länger, weil der Handelsregistereintrag hinzukommt.

So läuft die Legitimation per Video-Ident

  1. Antrag: Online-Formular mit Angaben zu Person, Tätigkeit und Steuerdaten ausfüllen.
  2. Legitimation: Ausweis im Videocall vorzeigen oder die Online-Ausweisfunktion per NFC-Smartphone nutzen.
  3. Prüfung: Der Anbieter gleicht Identität, Geschäftsangaben und Geldwäsche-Vorgaben ab.
  4. Freischaltung: IBAN, App-Zugang und virtuelle Karte werden aktiviert, die physische Karte kommt per Post.

Was gilt bei negativer SCHUFA?

Tide verzichtet bei der Eröffnung auf eine SCHUFA-Abfrage und prüft die Identität per Videoanruf. Eine Ablehnung bleibt trotzdem möglich, etwa für ausgeschlossene Branchen wie Kryptohandel oder Glücksspiel.

Wie sicher ist das Guthaben? Einlagensicherung und Aufsicht

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Guthaben auf einem Geschäftskonto bis 100.000 Euro je Kunde und Institut, wenn das Geld bei einem Kreditinstitut liegt.

Die Deckungssumme regelt § 8 Abs. 1 des Einlagensicherungsgesetzes. Sie gilt auch für Einzelunternehmer und Freiberufler. Bei ausländischen Instituten greift die Sicherung des Herkunftslands nach EU-weit einheitlicher Mindesthöhe.

Wie sind die einzelnen Modelle abgesichert?

  • Deutsche Skatbank: Angeschlossen an die amtlich anerkannte BVR Institutssicherung GmbH und zusätzlich an die freiwillige Sicherungseinrichtung des BVR.
  • bunq: Niederländische Einlagensicherung (DGS) bis 100.000 € pro Einleger, ausgenommen Aktien und Krypto.
  • Accountable: Gelder liegen über Swan bei der BNP in Frankreich, geschützt durch den französischen Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution bis 100.000 €.
  • Vivid: Das Kundengeldkonto bei Natixis ist durch die französische gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde abgesichert, jedoch nur für die dort gehaltenen Gelder.
  • Holvi: Kundengelder liegen zu 100 % auf separaten Konten bei europäischen Banken, dort greift die Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank.

Was unterscheidet Zahlungsinstitut und Bank?

Ein Zahlungsinstitut nimmt keine Einlagen an, es verwahrt Kundengelder getrennt vom eigenen Vermögen. Bei Vivid gehört das Guthaben im Insolvenzfall nicht zur Insolvenzmasse. Anteile an Geldmarktfonds, in die der Anbieter einen Teil der Kundengelder anlegt, sind dagegen keine Einlagen und nicht abgesichert.

Wo prüfst du Lizenz und Aufsicht?

Ob ein Anbieter eine Banklizenz oder eine Zulassung als Zahlungsinstitut hat, zeigt die Unternehmensdatenbank der BaFin. Ausländische Institute stehen dort, wenn sie in Deutschland grenzüberschreitend tätig sind. Die Vivid Money S.A. etwa untersteht der luxemburgischen CSSF.

Good to know

Hast du Geschäftskonto und Privatkonto bei derselben Bank, zählen beide Guthaben für die Grenze von 100.000 Euro zusammen, weil Freiberufler als natürliche Person Kontoinhaber sind. Rücklagen für Steuern liegen dann nicht automatisch getrennt abgesichert.

Umsatzsteuer, Rücklagen und E-Rechnung: Rechtlicher Rahmen und Pflichten

Der rechtliche Rahmen für Freiberufler mit Geschäftskonto umfasst Umsatzsteuer-Voranmeldung, Aufbewahrungsfristen und die E-Rechnung zwischen inländischen Unternehmern.

Wann musst du die Umsatzsteuer abführen?

Die Umsatzsteuer-Voranmeldung ist nach § 18 Abs. 1 UStG bis zum zehnten Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums elektronisch zu übermitteln, die Vorauszahlung wird am selben Tag fällig. Zeitraum ist grundsätzlich das Kalendervierteljahr.

Lag die Steuer des Vorjahres über 9.000 Euro, gilt der Kalendermonat. Für das Gründungsjahr enthält § 18 Abs. 2 UStG Sonderregeln, deren Anwendung du mit dem Finanzamt klärst. Bei einer Vorjahressteuer bis 2.000 Euro kann das Finanzamt von Voranmeldungen befreien.

Eine Dauerfristverlängerung verschiebt die Frist um einen Monat, das Finanzamt kann dafür eine Sondervorauszahlung anordnen. Die Details stehen in § 18 UStG auf gesetze-im-internet.de.

Wie legst du Steuerrücklagen an?

Eine Steuerrücklage auf einem Unterkonto verhindert, dass Umsatzsteuer als verfügbares Geld erscheint. Die vereinnahmte Umsatzsteuer gehört dem Finanzamt, du verwahrst sie nur bis zur nächsten Voranmeldung. Zusätzlich brauchst du eine Rücklage für die Einkommensteuer.

Was gilt für die E-Rechnung?

Rechnungen an andere Unternehmer im Inland sind nach § 14 Abs. 2 UStG als E-Rechnung in einem strukturierten Format auszustellen. Nach der Übergangsregel in § 27 Abs. 38 UStG sind Papier- oder andere elektronische Formate bis 31.12.2026 noch zulässig.

Für Umsätze 2027 gilt die Übergangsregel nur noch, wenn dein Gesamtumsatz im Vorjahr nicht mehr als 800.000 Euro betrug. Erläuterungen gibt das Bundesfinanzministerium in seinen FAQ zur E-Rechnung.

Fristen und Pflichten für Freiberufler mit Geschäftskonto, Stand: Oktober 2026
PflichtRegelRechtsgrundlage
Umsatzsteuer-VoranmeldungBis zum zehnten Tag nach Ablauf des Zeitraums; monatlich bei Vorjahressteuer über 9.000 €§ 18 UStG
Aufbewahrung Bücher und Aufzeichnungenzehn Jahre§ 147 Abs. 3 AO
Aufbewahrung Buchungsbelege, etwa Kontoauszügeacht Jahre§ 147 Abs. 3 AO
Aufbewahrung sonstige Unterlagensechs Jahre§ 147 Abs. 3 AO
E-Rechnung an inländische UnternehmerStrukturiertes Format; Rechnung innerhalb von sechs Monaten nach der Leistung§ 14 Abs. 2 UStG, Übergang § 27 Abs. 38 UStG
Stand: Oktober 2026, Quelle: gesetze-im-internet.de

Dieser Beitrag ist keine Steuerberatung. Wie die Fristen in deinem Fall laufen, klärst du mit deiner Steuerberatung oder direkt mit dem Finanzamt.

Freiberufler, Kleinunternehmer, GmbH: Was ändert die Rechtsform?

Die Rechtsform bestimmt, ob ein Geschäftskonto Pflicht ist und welche Anbieter dich annehmen. Freiberufler und Kleinunternehmer entscheiden frei, Kapitalgesellschaften brauchen ein eigenes Konto.

Freiberuf oder Gewerbe?

Ein Freiberuf ist eine selbständige wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit oder ein Katalogberuf wie Arzt oder Steuerberater. Für diese Tätigkeiten ist keine Gewerbeanmeldung nötig, die Anmeldung läuft über das Finanzamt.

Wer dagegen ein Gewerbe betreibt, meldet es beim Gewerbeamt an und zahlt gegebenenfalls Gewerbesteuer. Einige Kontoanbieter verlangen bei Gewerbetreibenden den Gewerbeschein, bei Freiberuflern nicht.

Was gilt für Kleinunternehmer?

Wer die Kleinunternehmerregelung nutzt, weist keine Umsatzsteuer aus und spart sich in der Regel die Voranmeldung. Ein Geschäftskonto ist trotzdem sinnvoll, weil die EÜR auch hier jede Zahlung belegen muss. Ein Buchhaltungsanbieter unterstützt laut eigener Angabe Rechnungen für Kleinunternehmer und den späteren Wechsel in die Regelbesteuerung.

Was gilt für GmbH und UG?

Eine GmbH oder UG ist eine juristische Person und braucht ein Konto auf ihren eigenen Namen. Holvi eröffnet Konten auch für GmbH oder UG in Gründung und stellt eine Einzahlungsbestätigung für das Stammkapital vor dem Handelsregisterauszug aus.

Nicht jedes Freiberufler-Konto passt für Kapitalgesellschaften: Accountable ist laut eigener Angabe für UG und GmbH derzeit nicht ausgelegt und unterstützt die Ist-Versteuerung. Mehr dazu im Beitrag Accountable Erfahrungen 2026.

Worauf du bei der Auswahl achten kannst: Welche Kriterien zählen?

Bei der Auswahl eines Geschäftskontos zählen dein Zahlungsprofil, Bargeldbedarf, die Anbindung ans Steuerbüro, Laufzeiten und die Art der Einlagensicherung mehr als der reine Grundpreis.

Ein Vergleich der Konditionen beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Wie viele Rechnungen schreibst du, wie viele Überweisungen tätigst du, wie oft brauchst du Bargeld?

Welche Kriterien solltest du prüfen?

  • Buchungsvolumen: Freibuchungen und Entgelt pro Überweisung mit deiner Monatszahl hochrechnen.
  • Bargeld: Bei Barumsätzen auf Einzahlungsmöglichkeiten achten, viele App-Konten bieten keine.
  • Steuerbüro: DATEV-Schnittstelle oder Steuerberater-Zugang spart Exporte per Hand.
  • IBAN-Land: Eine deutsche IBAN vermeidet Rückfragen bei Kunden und Behörden, auch wenn eine ausländische IBAN im SEPA-Raum gleichgestellt ist.
  • Laufzeit: Der Max-Tarif eines Buchhaltungsanbieters hat eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten, Lite- und Pro-Tarife eines Zahlungsinstituts gelten mit 1 Jahr Laufzeit.
  • Support: Ein App-Anbieter bietet In-App-Chat an sieben Tagen, ein anderer nennt Support rund um die Uhr.
  • Absicherung: Kreditinstitut mit Einlagensicherung oder Zahlungsinstitut mit getrennter Verwahrung.

Welches Geschäftskonto passt zu welchem Freiberufler?

Eine Übersetzerin mit fünf Rechnungen im Monat und ohne Bargeld kommt mit einem Nulltarif aus. Ein Physiotherapeut mit Barzahlungen braucht eine Einzahlungsmöglichkeit. Eine IT-Beraterin mit Kunden in der Schweiz achtet auf SWIFT-Entgelte. Weitere Konten im Detail zeigen die Beiträge zum Kontist Geschäftskonto für Selbstständige und zu Vivid Erfahrungen 2026.

Tip

Exportiere die Umsätze deines bisherigen Kontos aus drei Monaten und zähle Überweisungen, Lastschriften und Abhebungen. Mit diesen Zahlen lässt sich jedes Preismodell in wenigen Minuten auf deine Situation umrechnen.

Schritt für Schritt: So gehst du vor

Schritt für Schritt zum Geschäftskonto heißt: Bedarf ermitteln, Modelle vergleichen, Konto eröffnen, Zahlungen umstellen und das alte Konto erst nach einer Übergangszeit schließen.

  1. Bedarf ermitteln: Buchungen, Bargeld, Auslandszahlungen und Kartenbedarf der letzten Monate auszählen.
  2. Modelle vergleichen: Grundpreis, Buchungsentgelte und Laufzeit für dein Volumen hochrechnen.
  3. Unterlagen bereitlegen: Ausweis, Steuer-ID, Steuernummer und Angaben zur Tätigkeit.
  4. Konto eröffnen: Antrag stellen, Legitimation per Video-Ident oder eID, Freischaltung abwarten.
  5. Rücklage einrichten: Unterkonto für Umsatzsteuer und Einkommensteuer anlegen, Dauerauftrag setzen.
  6. Zahlungen umziehen: Neue IBAN in Rechnungsvorlagen, beim Finanzamt und bei Lieferanten hinterlegen.

Wie wechselst du das Geschäftskonto ohne Buchungslücke?

Die gesetzliche Kontenwechselhilfe nach § 20 ZKG gilt für Verbraucher, beim Kontowechsel eines Geschäftskontos organisierst du den Umzug meist selbst. Lass das alte Konto deshalb einige Wochen parallel laufen, bis alle Lastschriften und Kundenzahlungen auf der neuen IBAN ankommen.

Prüfe vor dem Wechseln die Kündigungsregeln: Bei Tide wirkt die Kündigung des Smart-Plans zum ersten Tag des folgenden Kalendermonats, bereits gezahlte Gebühren werden nicht erstattet. Das Restguthaben geht nach Schließung auf das hinterlegte Referenzkonto.

Denke an das SEPA-Lastschriftmandat beim Finanzamt, an Versicherungen und an Software-Abos. Eine Liste aller Gläubiger aus den Kontoauszügen der letzten zwölf Monate verhindert Rücklastschriften mangels Deckung.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Die häufigsten Fehler beim Geschäftskonto für Freiberufler betreffen fehlende Steuerrücklagen, Mischbuchungen, übersehene Laufzeiten und Entgelte, die erst bei steigendem Volumen auffallen.

  • Keine Rücklage: Wer Umsatzsteuer als Einnahme betrachtet, gerät bei der ersten Vorauszahlung in Engpässe. Ein Unterkonto trennt das Geld vom ersten Tag an.
  • Private Zahlungen über das Geschäftskonto: Jede Privatbuchung muss in der EÜR erklärt werden. Lege für private Ausgaben eine feste Entnahme fest.
  • Nur auf den Grundpreis geschaut: Bei vielen Überweisungen übersteigen Einzelentgelte schnell den Monatspreis eines Pakettarifs.
  • Laufzeit übersehen: Jahresverträge lassen sich nicht jederzeit beenden. Lies vor dem Abschluss die Kündigungsregeln.
  • Altes Konto zu früh geschlossen: Kundenzahlungen auf die alte IBAN laufen ins Leere, wenn du keine Übergangszeit einplanst.
  • Belege nicht archiviert: Kontoauszüge aus der App gehören in ein Archiv, das die Aufbewahrungsfristen der AO abdeckt, auch nach einer Kündigung.

Einen Überblick über weitere Konten der Kategorie findest du in der Rubrik Girokonten.

Häufig gestellte Fragen

Q

Muss ich als Freiberufler ein Geschäftskonto haben?

Eine gesetzliche Pflicht gibt es für Freiberufler nicht, das Geschäftskonto ist freiwillig. Vorgeschrieben ist ein eigenes Konto erst für Kapitalgesellschaften wie GmbH oder UG. Allerdings kann deine Bank die geschäftliche Nutzung des Privatkontos in ihren AGB ausschließen. Für die Einnahmen-Überschuss-Rechnung musst du jede Zahlung belegen, ein getrenntes Konto erleichtert das deutlich.

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Q

Darf ich mein Privatkonto als Freiberufler geschäftlich nutzen?

Steuerrechtlich darfst du Honorare auch über ein Privatkonto empfangen. Ob die Bank das erlaubt, steht in ihren AGB. Schließen diese die geschäftliche Nutzung aus, kann sie eine Umstellung auf ein Geschäftskonto verlangen oder die Kontoverbindung kündigen. Lies die Bedingungen deshalb vor der ersten Rechnung und kläre Zweifelsfälle direkt mit deiner Bank.

Q

Was kostet ein Geschäftskonto für Freiberufler?

Bei den reinen Kontotarifen mit veröffentlichtem Grundpreis reicht der Grundpreis von null bis 23,99 Euro im Monat, Stand Oktober 2026. Accountable bündelt Konto und Buchhaltung in Tarifen bis 74,90 Euro zzgl. USt. Ein Trumpfkonto Business kostet 5 Euro im Monat plus 0,10 Euro je beleglosem Posten, ein Smart-Tarif 9,99 Euro monatlich oder 72 Euro im Jahr. Hinzu kommen je nach Modell Entgelte für Überweisungen, Karten, Bargeld und Fremdwährung.

Q

Gibt es ein Geschäftskonto ohne Grundpreis für Freiberufler?

Ja, mehrere Anbieter führen Einstiegsmodelle ohne Monatspreis. Die Bedingung steckt meist im Detail: Entgelte pro Überweisung, nur eine virtuelle Karte, ein einzelner Nutzer oder eine Beschränkung auf Einzelunternehmer. Ein Gründerkonto ohne Grundpreis ist oft befristet. Rechne deshalb aus, was dein Buchungsvolumen im Nulltarif tatsächlich kostet, bevor du dich festlegst.

Q

Welche Unterlagen brauche ich zur Eröffnung eines Geschäftskontos als Freiberufler?

In der Regel brauchst du einen gültigen Personalausweis oder Lichtbildausweis, deine Steuer-ID und die Steuernummer vom Finanzamt sowie Angaben zu deiner Tätigkeit. Manche Anbieter verlangen einen Adressnachweis. Einen Gewerbeschein brauchen Freiberufler nicht, weil der Freiberuf keine Gewerbeanmeldung erfordert. Die Legitimation läuft meist per Video-Ident oder Online-Ausweisfunktion.

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Q

Wie lange dauert die Eröffnung eines Geschäftskontos?

Bei Online-Anbietern ist der Antrag in wenigen Minuten gestellt. Die Dauer bis zur Freischaltung hängt von der Prüfung ab: Ein Anbieter nennt 1-3 Werktage, ein anderer spätestens 2 Werktage. Die Legitimation per Video-Ident dauert meist nur einen kurzen Videocall. Bei Kapitalgesellschaften kommt der Handelsregistereintrag hinzu, was die Eröffnung verlängert.

Q

Ist ein Geschäftskonto für Freiberufler durch die Einlagensicherung geschützt?

Liegt das Guthaben bei einem Kreditinstitut, schützt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde und Institut. Bei Banken aus anderen EU-Staaten greift die Sicherung des Herkunftslands. Zahlungsinstitute nehmen keine Einlagen an, sie verwahren Kundengelder getrennt bei Partnerbanken. Die Zulassung prüfst du in der Unternehmensdatenbank der BaFin.

Q

Kann ich ein Geschäftskonto mit negativem SCHUFA-Eintrag eröffnen?

Tide verzichtet laut eigener Angabe bei der Kontoeröffnung auf eine SCHUFA-Abfrage und prüft die Identität per Videoanruf. Eine Ablehnung bleibt trotzdem möglich, etwa wenn die Identität nicht bestätigt werden kann oder deine Branche ausgeschlossen ist. Überziehungsrahmen und Kreditfunktionen setzen dagegen meist eine Bonitätsprüfung voraus.

Q

Brauche ich als Kleinunternehmer ein Geschäftskonto?

Vorgeschrieben ist es auch für Kleinunternehmer nicht. Wer die Kleinunternehmerregelung nutzt, weist keine Umsatzsteuer aus, muss aber in der Einnahmen-Überschuss-Rechnung trotzdem jede Einnahme und Ausgabe belegen. Ein separates Konto hält diese Belege übersichtlich. Prüfe zusätzlich, ob die AGB deines Privatkontos eine geschäftliche Nutzung erlauben.

Q

Wann muss ich als Freiberufler die Umsatzsteuer abführen und wie lege ich sie zurück?

Die Umsatzsteuer-Voranmeldung ist bis zum zehnten Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums fällig, das ist grundsätzlich das Kalendervierteljahr. Bei mehr als 9.000 Euro Steuer im Vorjahr meldest du monatlich, für Gründer gelten Sonderregeln. Die Rücklage legst du am besten bei jedem Zahlungseingang auf einem eigenen Unterkonto an.

Q

Was ist der Unterschied zwischen Geschäftskonto und Privatkonto?

Technisch funktionieren beide als Girokonto. Ein Geschäftskonto ist für unternehmerische Zahlungen vorgesehen und bietet oft Zusatzfunktionen wie Unterkonten, Rechnungsstellung und Schnittstellen zur Buchhaltung. Das Privatkonto ist ein Verbrauchervertrag, für den teils andere Schutzregeln gelten, etwa die gesetzliche Kontenwechselhilfe. Geschäftskonten kosten häufiger einen Grundpreis oder Buchungsentgelte.

Q

Wie wechsle ich das Geschäftskonto?

Eröffne zuerst das neue Konto und lass das alte einige Wochen parallel laufen. Hinterlege die neue IBAN in Rechnungsvorlagen, beim Finanzamt, bei Versicherungen und Software-Abos. Die gesetzliche Kontenwechselhilfe gilt nur für Verbraucher, beim Geschäftskonto organisierst du den Umzug meist selbst. Kündige das alte Konto erst, wenn keine Zahlungen mehr eingehen.

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