Das Wichtigste in Kürze
- Was kostenlos wirklich heißt: Gratis bezieht sich meist nur auf den Grundpreis, nicht auf Buchungen, Karten oder Bargeld.
- Grundgebühr vs. Buchungskosten: Freiposten, Preis pro Buchung und Nettopreise bestimmen die echten Kosten.
- Karten, Bargeld, Auslandszahlungen: Physische Karte, Abhebungen, Fremdwährung und SWIFT als typische Zusatzposten.
- Rechenbeispiel nach Buchungsvolumen: Bei 100 Überweisungen im Monat kommen die durchgerechneten Modelle auf 108 bis 300 Euro im Jahr.
- Vergleichstabelle der Kontomodelle: Neun Kontomodelle mit Grundpreis, Freiposten, Karten und Zielgruppe nebeneinander.
- Kosten und Konditionen im Überblick: Zusatzentgelte, Aktionen, Mindestlaufzeiten und Überziehung im Detail.
- Rechtsform und Zugang: Was für Einzelunternehmer, Freiberufler, GbR, GmbH und UG gilt.
- Eröffnung, Unterlagen und Dauer: Antrag, Identifizierung und Freischaltung in wenigen Minuten bis einigen Werktagen.
- Privatkonto als Geschäftskonto: Wann ein eigenes Konto nötig ist und was das Finanzamt sieht.
- Einlagensicherung und Aufsicht: Gesetzlich geschützt sind 100.000 Euro je Einleger und Institut.
- Kontowechsel und Kleingedrucktes: IBAN-Umstellung, Lastschriften und Entgelte im Preisverzeichnis.
- Buchhaltung, DATEV und Unterkonten: Welche Zusatzfunktionen es im Einstiegsmodell gibt und welche erst später.
- Worauf du bei der Auswahl achten kannst: Acht Prüfpunkte von Buchungsvolumen und Bargeld bis zu Laufzeit und Buchhaltung.
Stand: Oktober 2026. Alle Konditionen laut Preisseiten der Anbieter; Entgelte sind variabel und können sich ändern.
Accountable – Geschäftskonto
Accountable – Geschäftskonto
Vorteile
- Deutsche IBAN und Mastercard
- Unterkonto für Steuerrücklagen
- Mit der Buchhaltung synchronisiert
- Apple Pay und Google Pay
Nachteile
- Bargeldabhebung 1 € pro Vorgang
- Auslandsüberweisung 5 € + 0,6–5 %
- Einlagensicherung über Frankreich
- Nicht für GmbH und UG optimiert
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
bunq – Geschäftskonto
bunq – Geschäftskonto
Vorteile
- Free ohne Grundgebühr für Freelancer
- Je nach Tarif 3 bis 25 Konten mit IBAN
- Zahlungen in 20 Währungen
- Einlagensicherung bis 100.000 € (NL)
Nachteile
- Core bis Elite: 7,99 bis 23,99 €/Monat
- Free: 0,13 € je Überweisung/Lastschrift
- Free: nur virtuelle Karte
- Verifiziertes Privatkonto erforderlich
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Accountable Geschäftskonto: Konditionen direkt beim Anbieter ansehen
Kostenloses Geschäftskonto: Was steckt hinter dem Gratis-Versprechen?
Gratis bedeutet bei einem kostenlosen Geschäftskonto vor allem: kein monatlicher Grundpreis. Überweisungen über ein Freikontingent, physische Karten, Bargeld und Auslandszahlungen kosten je nach Kontomodell trotzdem extra.
„Kostenlos“ ist im Geschäftskundenbereich ein Preismodell, keine Zusage für jede Leistung. Die Online-Anbieter in dieser Übersicht führen ein Einstiegsmodell mit 0,00 € Grundpreis und verdienen an Zusatzleistungen, an Kartenumsätzen oder an höheren Tarifen mit mehr Inklusivleistungen.
Welche Kosten fallen trotz Null-Euro-Grundpreis an?
Die typischen Zusatzposten sind Buchungen jenseits der Inklusivmenge, die physische Debitkarte, Bargeld am Geldautomaten, Fremdwährungen und SWIFT-Zahlungen. Dazu kommen Entgelte für Rücklastschriften, Unterkonten, weitere Nutzer oder eine zweite Karte.
Rechtlich ist der Rahmen klar: Nach § 675f Abs. 5 BGB schuldest du das vereinbarte Entgelt. Für dich als Unternehmer zählen damit die Entgelte, die im Preis- und Leistungsverzeichnis vereinbart sind.
Maßgeblich ist deshalb immer das Preis- und Leistungsverzeichnis, nicht die Werbezeile. Wer dort nachliest, sieht, welche Posten tatsächlich berechnet werden und welche im Einstiegsmodell enthalten sind.
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Grundgebühr vs. Buchungskosten
Grundgebühr und Buchungskosten sind die zwei Preishebel jedes Geschäftskontos: Der Grundpreis fällt monatlich fest an, Buchungskosten wachsen mit jeder Überweisung oder Lastschrift über dem Freikontingent.
Ein Konto ohne Grundpreis bleibt deshalb nur so lange günstig, wie dein Buchungsvolumen klein ist. Bei hohem Volumen kann ein Tarif mit festem Monatspreis und großem Freikontingent weniger kosten als ein Konto, das jede einzelne Überweisung berechnet.
Wie viele Buchungen sind im Einstiegsmodell inklusive?
Die Inklusivmenge, oft Freiposten oder Freibuchungen genannt, unterscheidet sich stark. Im Lite-Plan von Tide sind 5 SEPA-Überweisungen oder Lastschriften pro Monat enthalten, danach kostet jeder Transfer 0,20 Euro. Im Smart-Plan sind es 75 pro Monat.
Holvi Flex kommt ohne monatlichen Grundpreis aus und berechnet 0,25 Euro pro Überweisung ab der ersten. Im Lite-Tarif desselben Anbieters sind 100 Überweisungen pro Monat enthalten, im Pro-Tarif 500.
Klassischer rechnet die Deutsche Skatbank: Das Trumpfkonto Business kostet 5 Euro pro Monat, jede beleglose oder Online-Buchung 0,10 Euro. Die Variante für die UG kostet 10 Euro im Monat und 0,20 Euro je Posten (Stand der Konditionen: 01.10.2026).
Was kostet eine Buchung über dem Freikontingent?
Jede weitere Buchung kostet bei den hier zusammengestellten Modellen zwischen 0,10 Euro und 0,25 Euro. Bei 100 Überweisungen pro Monat ergibt diese Spanne über ein Jahr einen dreistelligen Unterschied, wie das Rechenbeispiel zeigt.
Netto oder brutto: Wie sind die Preise angegeben?
Geschäftskunden-Preise stehen oft netto. Accountable weist alle Preise pro Monat zzgl. USt aus, ein Zahlungsinstitut nennt für KMU-Tarife einen Einstieg ab 9 Euro pro Monat (zzgl. USt).
Für dich als Unternehmer mit Vorsteuerabzug ist der Nettopreis die relevante Größe, weil du die Umsatzsteuer als Vorsteuer vom Finanzamt zurückholst. Kontoentgelte eines betrieblichen Kontos buchst du als Betriebsausgabe.
Anders bei der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG: Wer im Vorjahr höchstens 25.000 Euro und im laufenden Jahr höchstens 100.000 Euro Gesamtumsatz hat und die Regelung nutzt, zieht keine Vorsteuer ab. Für Kleinunternehmer zählt dann der Bruttopreis, also Nettopreis plus Umsatzsteuer.
Karten, Bargeld, Auslandszahlungen
Karten, Bargeld und Auslandszahlungen sind die häufigsten Zusatzkosten eines Gratis-Geschäftskontos, weil sie beim Anbieter echte Fremdkosten auslösen. Hier unterscheiden sich die Modelle stärker als beim Grundpreis.
Wie viele Karten sind ohne Aufpreis enthalten?
Eine virtuelle Debitkarte gehört bei allen vier Anbietern der Kostentabelle weiter unten zum Einstiegsmodell. Bei der physischen Karte gehen die Regeln auseinander:
- Accountable: virtuelle Mastercard in allen Tarifen; die physische Debit Card kostet einmalig 7,50 Euro, nur im Tarif Max ist sie enthalten.
- Tide: erste physische Karte und Ersatzkarte ohne Ausstellungsentgelt, virtuell 1 Karte im Lite-Plan und 6 Karten im Smart-Plan.
- Vivid: virtuelle Karten und die erste physische Karte je Teammitglied ohne Aufpreis; jede weitere physische Karte kostet 9,90 Euro bei Standardversand, eine Metallkarte 19,90 Euro plus Versand.
- Holvi: virtuelle Business Debit Mastercard in jedem Tarif, mindestens 1 physische Karte ab dem Lite-Tarif; im Flex-Modell gibt es 1 virtuelle Karte.
Kann ich bei einem Gratis-Geschäftskonto Bargeld einzahlen?
Bargeld einzahlen ist bei reinen Online-Geschäftskonten die Ausnahme. Ein Anbieter aus der Kostentabelle nennt Bareinzahlungen derzeit als nicht verfügbar. Bei der Deutschen Skatbank zahlst du Bargeld an den Einzahlungsautomaten der VR-Bank Altenburger Land ein, also regional begrenzt.
Wer regelmäßig Bargeld einnimmt, etwa im Handel oder in der Gastronomie, braucht deshalb eine Filialbank oder eine Partnerlösung für die Einzahlung. Kläre vor der Eröffnung, wo und zu welchem Entgelt Einzahlungen möglich sind.
Wie Einzahlungen bei einer Direktbank über Partnerautomaten laufen, zeigt der Beitrag Bei 1822direkt Bargeld einzahlen und abheben.
Was kostet Bargeld am Geldautomaten?
Abhebungen am Geldautomaten innerhalb der SEPA-Zone kosten bei Accountable laut Preisseite 0 Euro, ohne Mengenbegrenzung. Ein anderer Anbieter berechnet 2,00 Euro pro Abhebung in Euro plus die Kosten des Fremdinstituts, im Lite- wie im Smart-Plan.
Die Deutsche Skatbank verweist auf ein Netz von rund 13.600 Geldautomaten der Volksbanken Raiffeisenbanken. Welche davon ohne Entgelt auszahlen, steht im Preisverzeichnis. Was Abhebungen im Ausland je Land kosten, zeigt die Gebühren-Weltkarte.
Fremdwährung und SWIFT: Was kosten Auslandszahlungen?
Bei Kartenzahlungen in Fremdwährung berechnen zwei der vier Anbieter aus der Kostentabelle je 1 % des Umsatzes, einer davon nur im Einstiegstarif. Im teureren Smart-Plan fällt dieser Aufschlag laut Preisliste nicht an.
Für SWIFT-Überweisungen außerhalb des Euro-Zahlungsraums gelten eigene Preise. Ein Zahlungsinstitut nennt Auslandsüberweisungen in 18 Währungen ab 0,50 Euro pro Transaktion.
Bei Vivid sind ausgehende SWIFT-Zahlungen im ersten Tarif nicht verfügbar, im zweiten 5 und im dritten 10 pro Monat frei, danach kostet jede 5 Euro. Eingehende SWIFT-Zahlungen und SEPA Instant berechnet der Anbieter in keinem der drei Tarife.
Accountable – Geschäftskonto
Accountable – Geschäftskonto
Vorteile
- Deutsche IBAN und Mastercard
- Unterkonto für Steuerrücklagen
- Mit der Buchhaltung synchronisiert
- Apple Pay und Google Pay
Nachteile
- Bargeldabhebung 1 € pro Vorgang
- Auslandsüberweisung 5 € + 0,6–5 %
- Einlagensicherung über Frankreich
- Nicht für GmbH und UG optimiert
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
bunq – Geschäftskonto
bunq – Geschäftskonto
Vorteile
- Free ohne Grundgebühr für Freelancer
- Je nach Tarif 3 bis 25 Konten mit IBAN
- Zahlungen in 20 Währungen
- Einlagensicherung bis 100.000 € (NL)
Nachteile
- Core bis Elite: 7,99 bis 23,99 €/Monat
- Free: 0,13 € je Überweisung/Lastschrift
- Free: nur virtuelle Karte
- Verifiziertes Privatkonto erforderlich
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Rechenbeispiel nach Buchungsvolumen
Das Rechenbeispiel nach Buchungsvolumen zeigt: Bei 100 Überweisungen im Monat kostet ein Konto mit 0,25 Euro pro Überweisung 300 Euro im Jahr, ein Tarif mit 100 Inklusiv-Überweisungen für 9 Euro monatlich 108 Euro.
Die Formel für die Jahreskosten lautet: 12 × Grundpreis plus 12 × (Buchungen pro Monat minus Freiposten) × Preis pro Buchung. Liegt die Zahl der Buchungen unter dem Freikontingent, bleibt nur der Grundpreis übrig.
Welches Preismodell passt zu wenigen Buchungen?
Mit bis zu 5 Überweisungen und Lastschriften im Monat fallen im Lite-Plan keine Transferentgelte an, weil genau diese Menge enthalten ist. Auch ein Modell ohne Grundpreis mit 0,25 Euro je Überweisung bleibt bei kleinem Volumen niedrig, weil du nur die tatsächlichen Transfers zahlst.
Ab welchem Volumen rechnet sich ein Tarif mit Grundpreis?
Bei rund 100 Überweisungen im Monat dreht sich das Bild. Das Flex-Modell kommt dann auf 300 Euro pro Jahr, der Lite-Tarif mit 100 Inklusiv-Überweisungen auf 108 Euro pro Jahr, gerechnet mit dem Monatspreis im 1-Jahres-Abo zzgl. USt.
Der Smart-Plan von Tide kostet 9,99 Euro im Monat oder 72 Euro pro Jahr bei jährlicher Abrechnung. Monatlich gezahlt summiert er sich auf 119,88 Euro, die jährliche Zahlung spart 47,88 Euro. Enthalten sind 75 Transfers pro Monat, jeder weitere kostet 0,20 Euro.
Bei 100 Transfers im Monat kostet der Smart-Plan mit jährlicher Zahlung 132 Euro im Jahr, weil zum Jahrespreis von 72 Euro die Entgelte für 25 zusätzliche Transfers pro Monat kommen. Der Lite-Plan ohne Grundpreis enthält nur 5 Transfers und liegt bei demselben Volumen bei 228 Euro.
Für das Trumpfkonto Business der Skatbank fallen 60 Euro Grundpreis im Jahr an, dazu kommen 0,10 Euro je Online-Buchung ohne genannte Freiposten. Bei 100 Buchungen im Monat sind das 180 Euro im Jahr.
bunq Core Business kostet 7,99 Euro im Monat, also 95,88 Euro Grundpreis im Jahr. Einen Buchungspreis nennt die Preisseite nicht, deshalb fehlt das Modell im Diagramm. Auch ein Anbieter mit Buchhaltungssoftware fehlt dort, weil er Buchungen ohne Buchungspreis ausweist.
Jahreskosten bei 100 Überweisungen pro Monat
💡 Tip
Zähle drei Monate Kontoauszüge deines bisherigen Kontos aus, getrennt nach Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlungen und Bargeld. Erst mit diesen Zahlen wird der Preisvergleich belastbar.
Passende Angebote
Vergleichstabelle: Gratis-Geschäftskonten und Tarife mit Grundpreis
Die Vergleichstabelle stellt Grundpreis, Inklusivleistungen, Karten und Zielgruppe von neun Kontomodellen gegenüber, Stand: Oktober 2026. Die Reihenfolge ist alphabetisch nach Anbieter und keine Wertung.
| Kontomodell | Grundpreis pro Monat | Freiposten und Buchungsentgelt | Karten | Für wen |
|---|---|---|---|---|
| Accountable Geschäftskonto | 0,00 € Kontogebühr | Buchungen laut Anbieter ohne Buchungspreis. | Virtuelle Mastercard; physische Karte 7,5 € einmalig. | Freiberufler:innen, Einzelunternehmer:innen. |
| bunq Free Business | Kein Grundpreis. | Keine Angabe auf der Preisseite. | Keine Angabe. | Nur Einzelunternehmer:innen. |
| bunq Core Business | 7,99 € (Pro 13,99 €, Elite 23,99 €) | Keine Angabe auf der Preisseite. | Keine Angabe. | Unternehmen mit akzeptierter Rechtsform. |
| Trumpfkonto Business (Deutsche Skatbank) | 5,00 €, für die UG 10,00 € | 0,10 € je Online-Buchung, für die UG 0,20 €. | Bankkarte. | Geschäftskunden, Kontoführung nur online. |
| Holvi Flex | 0,00 € | 0,25 € je Überweisung. | 1 virtuelle Karte. | Selbstständige, 1 Nutzer. |
| Holvi Lite | 9 € statt 12 € im 1-Jahres-Abo, zzgl. USt | 100 Überweisungen pro Monat. | 1 physische und 1 virtuelle Karte. | Selbstständige und KMU. |
| Tide Lite | 0,00 € | 5 Transfers pro Monat, danach 0,20 €. | Erste physische Karte, 1 virtuelle Karte. | Selbstständige, Freiberufler, GmbH, UG, e.K. |
| Tide Smart | 9,99 € oder 72 € pro Jahr | 75 Transfers pro Monat, danach 0,20 €. | Erste physische Karte, 6 virtuelle Karten. | Wie Lite. |
| Vivid Free Start oder Standard | 0,00 € | SEPA Instant ohne Aufpreis. | Virtuelle Karten und erste physische Karte je Teammitglied. | Freiberufler:innen, Einzelunternehmer:innen. |
| Stand: Oktober 2026. Konditionen laut Preisseiten der Anbieter, Preise teils zzgl. USt; Entgelte sind variabel. | ||||
Die Tabelle zeigt, dass ein Grundpreis von null Euro allein wenig über die Jahreskosten sagt. Entscheidend sind Freiposten, Kartenregeln und die Frage, ob deine Rechtsform das Einstiegsmodell überhaupt nutzen darf.
Tarifdetails und Ablauf einzelner Anbieter beschreiben die Beiträge Vivid Erfahrungen 2026 und bunq Erfahrungen 2026.
Rechenbeispiel nach Buchungsvolumen
Die wichtigsten Zahlen aus dem Vergleich auf einen Blick: Jahreskosten bei 100 Überweisungen im Monat, Buchungsentgelte und Einlagensicherung.
Jahreskosten bei 100 Überweisungen im Monat
Beide Modelle im direkten Vergleich: Fester Tarifpreis mit Freiposten gegen Preis je Überweisung.
Quelle: Preisseiten von Holvi, Stand: Oktober 2026. Jahreswerte aus Grundpreis, Freiposten und Preis je Buchung berechnet.
Stand: 30.10.2026
Kosten und Konditionen im Überblick (Stand: Oktober 2026)
Kosten und Konditionen eines Gratis-Geschäftskontos entscheiden sich bei den Zusatzleistungen: physische Karte, Bargeld, Fremdwährung, SWIFT und Überziehung. Die Tabelle fasst die Angaben von vier Online-Anbietern zusammen.
| Kostenpunkt | Accountable | Tide | Vivid | Holvi |
|---|---|---|---|---|
| Grundpreis Einstiegsmodell | 0,00 €. | 0,00 € (Lite). | 0,00 € (Free Start, Standard). | 0,00 € (Flex). |
| Physische Debitkarte | 7,5 € einmalig, im Tarif Max enthalten. | Erste Karte und Ersatzkarte: 0,00 €. | Erste Karte je Teammitglied: 0,00 €, weitere 9,90 €. | Mindestens 1 Karte ab Lite enthalten. |
| Bargeld abheben | SEPA-Zone: 0,00 €. | 2,00 € plus Fremdinstitut. | Limit setzbar, Preis laut Preisverzeichnis. | Keine Angabe. |
| Bargeld einzahlen | Keine Angabe. | Derzeit nicht verfügbar. | Keine Angabe. | Keine Angabe. |
| Kartenzahlung in Fremdwährung | 0,00 € laut Anbieter. | Lite 1 %, Smart 0,00 €. | Keine Angabe. | 1 % in allen Tarifen. |
| SWIFT ausgehend | Keine Angabe. | Keine Angabe. | Tarif 1 nicht verfügbar; Tarif 2: 5 frei, Tarif 3: 10 frei, danach 5 €. | Ab 0,50 € je Transaktion. |
| Dispo und Überziehung | Keine Angabe. | Kein Dispokredit; geduldete Überziehung 10 % p. a. | Keine Angabe. | Kein Dispokredit. |
| Einlagensicherung | Frankreich, Fonds de Garantie, bis 100.000 €. | Niederlande, DGS über Adyen N.V., bis 100.000 €. | Frankreich, Kundengeldkonto bei Natixis, bis 100.000 €. | Zahlungsinstitut, Kundengelder auf separaten Konten. |
| Stand: Oktober 2026. Angaben laut Preisseiten und FAQ der Anbieter; „keine Angabe“ heißt, dass die geprüften Seiten keinen Betrag nennen. | ||||
Was passiert nach Ablauf der Aktionsmonate?
Bei einer befristeten Aktion ohne Grundpreis oder ohne Transaktionskosten entscheidet, was im ersten regulären Monat danach gilt.
Ein Beispiel zur Einordnung: Wirbt eine Bank für Neukunden mit zwölf Monaten ohne Grundpreis, zahlst du ab dem dreizehnten Monat den regulären Preis, ohne erneut gefragt zu werden. Notiere dir das Enddatum und rechne die Jahreskosten mit dem Preis nach der Aktion.
Manche Aktionen arbeiten mit Erstattungen: Das Entgelt wird zunächst belastet und später erstattet, wenn Bedingungen wie Kartennutzung oder Umsatz erfüllt sind. Prüfe, ob die Erstattung automatisch erfolgt oder beantragt werden muss.
Achte auch auf Mindestlaufzeiten. Der Max-Plan eines Buchhaltungsanbieters mit Geschäftskonto hat eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten, unabhängig von der Zahlungsweise; eine Kündigung vor Ablauf ist nicht möglich.
Kann ich über das Geschäftskonto einen Kredit oder Dispo bekommen?
Ein Dispo- oder Kontokorrentkredit ist bei Online-Geschäftskonten ohne Grundpreis selten. Ein Anbieter mit Partnerbank bietet keine Dispokredite an und nennt für geduldete Überziehungen einen Sollzins von 10 % p. a. Bei einem Zahlungsinstitut ohne Dispokredit kann nur ausgegeben werden, was auf dem Konto liegt.
Die Deutsche Skatbank nennt für das Geschäftskonto einen Soll- und Überziehungszins von 9,14 % p. a. (Stand: 01.10.2026). Eine Kreditlinie oder Überziehung setzt üblicherweise eine Bonitätsprüfung voraus.
Welche Rechtsform bekommt welches Gratis-Konto?
Die Rechtsform entscheidet oft, ob ein Gratis-Modell überhaupt zugänglich ist: Viele Null-Euro-Tarife richten sich an Einzelunternehmer und Freiberufler, für GmbH und UG gelten häufig eigene Preise.
Welche Modelle gibt es für Freiberufler und Einzelunternehmer?
Für Einzelunternehmer, Freiberufler und Kleinunternehmer ist die Auswahl an Modellen ohne Grundpreis am größten. Das Modell Free Business von bunq ist ausdrücklich auf Einzelunternehmer:innen beschränkt.
Zwei weitere Online-Anbieter nennen Freiberufler:innen und Einzelunternehmer:innen ausdrücklich als Zielgruppe. Einer davon ist für Kapitalgesellschaften nach eigener Angabe derzeit nicht optimiert und unterstützt die Ist-Versteuerung.
Wer als Freiberufler gilt, regelt § 18 EStG, etwa für Ärzte, Rechtsanwälte oder schriftstellerische und unterrichtende Tätigkeit. Freiberufler melden kein Gewerbe an; Gewerbetreibende zeigen den Beginn nach § 14 GewO bei der Gemeinde an.
Gibt es ein Gratis-Geschäftskonto für GmbH, UG oder GbR?
Für Kapitalgesellschaften sind Null-Euro-Modelle seltener. Ein Online-Anbieter nimmt als eingetragene Unternehmen GmbH, UG und e.K. auf, außerdem Selbstständige, Freiberufler und Einzelunternehmen mit Sitz in Deutschland.
Für die GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) nennen die ausgewerteten Anbieterseiten kein ausdrückliches Null-Euro-Modell. Frag vor dem Antrag nach, ob die GbR als Rechtsform akzeptiert wird und welcher Tarif dann gilt.
Für GmbH und UG führt am Geschäftskonto praktisch kein Weg vorbei. Nach dem GmbH-Gesetz (GmbHG) beträgt das Stammkapital einer GmbH mindestens 25.000 Euro; bei der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) muss das Stammkapital vor der Anmeldung zum Handelsregister in voller Höhe eingezahlt sein.
Ablauf: Eröffnung, Unterlagen und Dauer
Die Eröffnung eines Online-Geschäftskontos läuft in vier Schritten: Antrag online ausfüllen, Identität per Videoident oder Online-Ausweis bestätigen, Freischaltung abwarten, Konto einrichten.
- Antrag: Persönliche Daten, Unternehmensdaten wie Name, Rechtsform und Sitz sowie E-Mail-Adresse und Telefonnummer online eingeben.
- Identifizierung: Ausweis per Videoanruf, eID oder Foto mit Selfie prüfen lassen; Banken und Zahlungsinstitute müssen dich nach dem Geldwäschegesetz identifizieren (KYC-Prüfung, Know Your Customer).
- Freischaltung: Das Institut prüft die Angaben; danach erhältst du IBAN und Karte.
- Einrichtung: Buchhaltungsanbindung, Unterkonten und Daueraufträge anlegen.
Welche Unterlagen brauche ich für die Eröffnung eines Geschäftskontos?
Die Anforderungen ähneln sich. Ein Online-Anbieter verlangt ein Mindestalter von 18 Jahren, einen Geschäftssitz in Deutschland mit Steuer-ID und Steuernummer, einen gültigen Lichtbildausweis und einen Adressnachweis.
- Ausweis: gültiger Lichtbildausweis, teils mit Online-Ausweisfunktion.
- Gewerbeanmeldung: nur bei Einzelunternehmen mit Gewerbe; Freiberufler brauchen keinen Gewerbeschein.
- Handelsregisterauszug: bei eingetragenen Unternehmen wie GmbH, UG oder e.K.; manche Anbieter fragen nur die Handelsregisternummer ab.
- Steuerdaten: Steuer-ID und Steuernummer, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer nur bei innergemeinschaftlichem Handel.
- Kontaktdaten: E-Mail-Adresse, Telefonnummer und ein Smartphone für die App.
Wie lange dauert die Eröffnung eines Geschäftskontos?
Die Dauer hängt vor allem an der Prüfung. Ein Zahlungsinstitut nennt eine Kontoeröffnung in wenigen Minuten, Prüfung und Freischaltung dauern in der Regel 1 bis 3 Werktage.
Accountable gibt an, dass das Konto in spätestens 2 Werktagen startklar ist. Bei bunq dauert die Anmeldung normalerweise weniger als 5 Minuten, verlangt aber eine europäische Geschäftsadresse.
Brauche ich für ein Geschäftskonto eine Schufa-Auskunft?
Eine SCHUFA-Abfrage gehört bei Guthabenkonten ohne Dispo nicht zwingend dazu. Ein Online-Anbieter verzichtet nach eigener Angabe bei der Kontoeröffnung auf eine SCHUFA-Prüfung; geprüft wird stattdessen die Identität per Videoanruf.
Eine Bonitätsprüfung wird relevant, sobald ein Kreditrahmen ins Spiel kommt. Ein Zahlungsinstitut nennt etwa eine Kreditlinie bis zu 50.000 Euro auf Antrag.
Wie bekommt eine GmbH in Gründung ein Konto vor dem Handelsregistereintrag?
Für die Gesellschaft in Gründung brauchst du das Konto, bevor der Handelsregisterauszug existiert, weil die Einlage auf das Stammkapital vor der Anmeldung eingezahlt sein muss. Holvi ermöglicht ein Konto für GmbH oder UG in Gründung und stellt eine Einzahlungsbestätigung vor dem Registerauszug aus.
Vivid nennt für die Gründung einer UG oder GmbH einen Angebotspreis von 99 Euro statt 199 Euro (Stand: Oktober 2026, Aktionszeitraum nicht angegeben); Notar- und öffentliche Gebühren kommen hinzu. Laut Anbieter gibt es direkt eine DE-IBAN, das Stammkapital lässt sich innerhalb von 10 Minuten einzahlen.
Kann ich mein Privatkonto als Geschäftskonto nutzen?
Ein Privatkonto als Geschäftskonto zu nutzen, verbietet für Einzelunternehmer und Freiberufler kein Gesetz. Die AGB des Privatkontos können überwiegend geschäftliche Nutzung aber ausschließen.
Die Trennung von privat und geschäftlich hat praktische Gründe. Das Finanzamt kann bei einer Prüfung Kontoauszüge einsehen; auf einem gemischten Konto musst du jede private Buchung erklären. Für die Buchhaltung bedeutet ein eigenes Konto weniger Zuordnungsarbeit.
Ist ein Geschäftskonto Pflicht?
Eine allgemeine Pflicht zum Geschäftskonto gibt es für Einzelunternehmer und Freiberufler nicht. Für Kapitalgesellschaften wie GmbH und UG ist ein Konto auf den Namen der Gesellschaft dagegen faktisch verpflichtend, weil das Stammkapital dort eingezahlt und nachgewiesen wird.
Kann ich ein Privatkonto zusätzlich zum Geschäftskonto behalten?
Das Privatkonto bei deiner Hausbank kannst du neben einem Online-Geschäftskonto behalten; ein zweites Konto ist rechtlich unproblematisch. Einen Überblick über private Konten findest du in der Rubrik Girokonten.
Kontoauszüge gehören zu den Buchungsbelegen. Nach § 147 Abs. 3 AO gilt für Buchungsbelege eine Aufbewahrungsfrist von acht Jahren, für Bücher und Jahresabschlüsse von zehn Jahren.
Sicherheit: Einlagensicherung und Aufsicht
Die Einlagensicherung schützt Guthaben bei Banken in der EU bis 100.000 Euro je Einleger und Institut; bei Zahlungsinstituten schützt stattdessen die getrennte Verwahrung der Kundengelder.
In Deutschland regelt § 8 Abs. 1 EinSiG die Deckungssumme: Der Entschädigungsanspruch ist auf den Gegenwert von 100.000 Euro begrenzt. Die Aufsicht über Banken führen BaFin und Deutsche Bundesbank gemeinsam.
Ist mein Geld auf einem Online-Geschäftskonto sicher?
Entscheidend ist, wo das Geld tatsächlich liegt. Mehrere der hier betrachteten Anbieter sind keine Banken, sondern Zahlungsinstitute oder Plattformen mit Partnerbank im EU-Ausland:
- Accountable: Bankdienstleistungen über Swan (Frankreich), Gelder bei der BNP in Frankreich, Schutz bis 100.000 Euro über den französischen Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution.
- bunq: niederländische Einlagensicherung (DGS), anspruchsberechtigte Einlagen bis 100.000 Euro pro Einleger.
- Tide: Konto über die Partnerbank Adyen N.V., lizenziert von De Nederlandsche Bank; berechtigte Einlagen über das niederländische Einlagensicherungssystem bis 100.000 Euro.
- Vivid: Aufsicht durch die CSSF in Luxemburg; Gelder auf dem Kundengeldkonto bei Natixis sind über die französische gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kund:in geschützt, nicht das gesamte Guthaben. Geldmarktfonds sind keine Einlagen und daher nicht abgesichert.
- Holvi: lizenziertes Zahlungsinstitut, keine Bank; Kundengelder liegen zu 100 % auf separaten Konten bei europäischen Banken.
- Deutsche Skatbank: angeschlossen an die amtlich anerkannte BVR Institutssicherung GmbH und die zusätzliche freiwillige Sicherungseinrichtung des BVR.
Ob ein Institut zugelassen ist, kannst du in der Unternehmensdatenbank der BaFin nachsehen. Die BaFin macht die Angaben im Zahlungsinstituts- und E-Geld-Instituts-Register öffentlich zugänglich.
📌 Good to know
Die Deckungssumme der gesetzlichen Einlagensicherung gilt je Einleger und Institut, nicht je Konto. Mehrere Unterkonten beim selben Institut werden zusammengerechnet.
Wie wechsle ich mein Geschäftskonto?
Den Wechsel des Geschäftskontos organisierst du weitgehend selbst, denn die gesetzliche Kontenwechselhilfe nach § 20 ZKG steht nur Verbrauchern zu.
- Neues Konto: Konto eröffnen und freischalten lassen, bevor du das alte kündigst.
- IBAN melden: Neue IBAN an Kunden, Lieferanten, Finanzamt und Sozialversicherung geben und Rechnungsvorlagen anpassen.
- Lastschriften umstellen: Gläubiger mit Lastschriftmandat informieren, Daueraufträge neu anlegen.
- Dienste umhängen: Zahlungsanbieter, Kassensystem und Buchhaltungssoftware mit dem neuen Konto verbinden.
- Altes Konto schließen: einige Wochen parallel laufen lassen, dann kündigen und Restguthaben überweisen.
Was steht im Kleingedruckten des Preisverzeichnisses?
Das Kleingedruckte steht im Preis- und Leistungsverzeichnis. Prüfe dort Entgelte für Rücklastschriften, Unterkonten und weitere Nutzer; Ein Anbieter nennt beispielsweise 5,00 Euro für einen Lastschrift-Rücklauf.
Eine Inaktivitätsgebühr für ungenutzte Konten nennen die ausgewerteten Preisseiten nicht. Lies trotzdem die AGB, bevor du ein Zweitkonto ungenutzt liegen lässt.
Zu den Kündigungsregeln gehört die Frage, ob bezahlte Entgelte erstattet werden. Bei einem Anbieter wird die Kündigung des Smart-Plans am ersten Tag des Kalendermonats wirksam, der auf die Kündigung folgt; bereits gezahlte Abonnementgebühren werden nicht erstattet.
Buchhaltung, DATEV und Unterkonten: Was leisten Gratis-Konten?
Buchhaltungsfunktionen sind bei Geschäftskonten ohne Grundpreis unterschiedlich ausgebaut: DATEV-Schnittstelle, Unterkonten mit eigener IBAN und Rechnungsstellung stecken teils im Einstiegsmodell, teils in höheren Tarifen.
- DATEV: Ein Online-Anbieter bietet eine integrierte DATEV-Schnittstelle mit monatlicher Synchronisierung, ein anderer verbindet sich mit DATEV, Lexware Office, sevDesk und BuchhaltungsButler.
- Unterkonten: bunq erlaubt bis zu 25 Giro- oder Sparkonten mit eigener IBAN, Vivid nennt unbegrenzt viele deutsche IBANs ab 0 Euro im Monat.
- Steuerrücklage: Ein Anbieter mit Buchhaltungssoftware bietet ein Steuerrücklagenkonto mit deutscher IBAN, im Tarif Max bis zu 10 Unterkonten mit eigener IBAN.
- Rechnungen: E-Rechnungen im Format XRechnung, ZUGFeRD oder PEPPOL lassen sich bei diesem Anbieter auch im Free-Tarif unbegrenzt versenden; bei anderen Konten gehört die E-Rechnung erst zu höheren Tarifen.
Die E-Rechnung ist für Rechnungen an andere Unternehmer im Inland nach § 14 Abs. 2 UStG Pflicht. Für Umsätze bis Ende 2026 erlaubt § 27 Abs. 38 UStG noch Papierrechnungen oder, mit Zustimmung des Empfängers, ein anderes elektronisches Format.
Wie ein Konto mit integrierter Steuerfunktion aufgebaut ist, beschreibt der Beitrag Kontist Geschäftskonto für Selbstständige im Detail. Tarife und Steuerpakete eines Kontos mit Buchhaltung erklärt Accountable Erfahrungen 2026.
Worauf du bei der Auswahl achten kannst
Bei der Auswahl eines Geschäftskontos ohne Grundpreis zählen acht Punkte mehr als die Null in der Werbung: Buchungsvolumen, Bargeld, Rechtsform, Karten, Ausland, Sicherheit, Laufzeit und Buchhaltung.
- Buchungsvolumen: Zähle deine monatlichen Überweisungen und Lastschriften und rechne die Jahreskosten mit Freiposten und Preis pro Buchung.
- Bargeld: Wenn du Bargeld einnimmst, kläre die Einzahlung vorab; bei reinen Online-Konten fehlt sie oft.
- Rechtsform: Prüfe, ob das Einstiegsmodell für deine Rechtsform gilt oder nur für Einzelunternehmer.
- Karten: Zahl der physischen und virtuellen Karten für dich und dein Team.
- Ausland: Fremdwährungsaufschlag und SWIFT-Preise, wenn du Kunden oder Lieferanten außerhalb des Euroraums hast.
- Sicherheit: Bank oder Zahlungsinstitut, welches Einlagensicherungssystem greift.
- Laufzeit: Mindestlaufzeit, Aktionsende und Kündigungsregeln.
- Buchhaltung: DATEV-Export, Belegerfassung und Unterkonten für Rücklagen.
Ein Konto, das im Einstieg nichts kostet, kann bei deinem Profil teurer werden als ein Tarif mit Grundpreis. Die Jahresrechnung mit deinen eigenen Zahlen zeigt den Unterschied.
Wie die Preislogik einer Filialbank mit mehreren Kontomodellen aussieht, zeigt der Beitrag Commerzbank Geschäftskonto 2026. Den Antragsweg dort beschreibt Commerzbank Geschäftskonto eröffnen 2026.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es wirklich ein kostenloses Geschäftskonto?
Ein Geschäftskonto ohne monatlichen Grundpreis führen mehrere Anbieter, Stand: Oktober 2026. Gratis ist dabei meist nur die Kontoführung im Einstiegsmodell. Entgelte für Überweisungen über dem Freikontingent, die physische Karte, Bargeld oder Fremdwährungen können trotzdem anfallen. Ob das Konto für dich tatsächlich nichts kostet, zeigt erst eine Jahresrechnung mit deinem eigenen Buchungsvolumen.
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Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Welche Kosten fallen bei einem kostenlosen Geschäftskonto trotzdem an?
Typische Zusatzkosten sind Entgelte pro Überweisung jenseits der Inklusivmenge, etwa 0,20 Euro oder 0,25 Euro je Transfer, dazu die physische Debitkarte, Abhebungen am Geldautomaten, Fremdwährungsaufschläge von 1 % und SWIFT-Überweisungen. Geschäftskunden-Preise stehen oft netto, also zuzüglich Umsatzsteuer. Prüfe außerdem Entgelte für Rücklastschriften, Unterkonten und weitere Nutzer im Preis- und Leistungsverzeichnis.
Wie viele Buchungen sind bei einem kostenlosen Geschäftskonto inklusive?
Das hängt vom Tarif ab. Manche Modelle ohne Grundpreis berechnen jede Überweisung ab der ersten, etwa mit 0,25 Euro. Andere enthalten 5 SEPA-Überweisungen oder Lastschriften pro Monat und verlangen danach 0,20 Euro je Transfer. Tarife mit Grundpreis enthalten 75, 100 oder 500 Überweisungen monatlich, Stand: Oktober 2026. Entscheidend ist, wie viele Buchungen du tatsächlich im Monat hast.
Was kostet eine Buchung über dem Freikontingent?
Jede weitere Buchung kostet bei den hier zusammengestellten Kontomodellen zwischen 0,10 Euro und 0,25 Euro, Stand: Oktober 2026. Eine Genossenschaftsbank berechnet 0,10 Euro pro Online-Buchung, ein Fintech-Einstiegstarif 0,20 Euro nach fünf freien Transfers, ein Modell ohne Freiposten 0,25 Euro je Überweisung. Bei 100 Überweisungen im Monat macht das bis zu 300 Euro im Jahr aus.
Welches Geschäftskonto ohne Grundpreis gibt es für Freiberufler und Selbstständige?
Für Freiberufler und Selbstständige ist die Auswahl an Modellen ohne Grundpreis am größten. Mehrere Online-Anbieter führen ein Einstiegsmodell für 0,00 Euro im Monat, teils ausdrücklich nur für Einzelunternehmer. Unterschiede liegen im Freikontingent für Überweisungen, bei der physischen Karte und beim Bargeld. Vergleiche die Modelle anhand deines Buchungsvolumens; die Vergleichstabelle oben nennt die Eckdaten mit Stand Oktober 2026.
Gibt es für GmbH, UG oder GbR ein Geschäftskonto ohne Grundpreis?
Für GmbH und UG sind Modelle ohne Grundpreis seltener als für Einzelunternehmer, manche Null-Euro-Tarife sind ausdrücklich auf Einzelunternehmer beschränkt. Einzelne Online-Anbieter nehmen GmbH, UG und e.K. im Einstiegsmodell auf. Eine Genossenschaftsbank verlangt für die UG-Variante ihres Geschäftskontos 10 Euro statt 5 Euro im Monat. Für die GbR klärst du vor dem Antrag, ob die Rechtsform akzeptiert wird.
Ist ein Geschäftskonto Pflicht?
Für Einzelunternehmer und Freiberufler gibt es keine gesetzliche Pflicht zu einem separaten Geschäftskonto. Die AGB eines Privatkontos können geschäftliche Nutzung aber einschränken. Für Kapitalgesellschaften wie GmbH und UG ist ein Konto auf den Namen der Gesellschaft praktisch verpflichtend, weil das Stammkapital vor der Anmeldung zum Handelsregister dort eingezahlt und nachgewiesen wird.
Wie eröffne ich ein kostenloses Geschäftskonto online?
Du füllst den Antrag online aus, gibst Unternehmensdaten wie Name, Rechtsform und Sitz an und bestätigst deine Identität per Videoident, eID oder Foto mit Selfie. Diese Identifizierung verlangt das Geldwäschegesetz. Nach der Prüfung erhältst du IBAN und Karte. Halte Ausweis, Steuernummer und je nach Rechtsform Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug bereit.
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Wie lange dauert die Eröffnung eines Geschäftskontos?
Der Antrag selbst dauert laut Anbietern wenige Minuten, bei einem Anbieter weniger als 5 Minuten. Länger dauert die Prüfung: Ein Zahlungsinstitut nennt für Prüfung und Freischaltung in der Regel 1 bis 3 Werktage, ein anderer Anbieter spätestens 2 Werktage. Fehlen Unterlagen wie der Handelsregisterauszug, verlängert sich die Freischaltung entsprechend.
Ist mein Geld auf einem Online-Geschäftskonto sicher?
Guthaben bei einer Bank in der EU schützt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Einleger und Institut. Viele Fintechs arbeiten mit Partnerbanken in den Niederlanden oder Frankreich, deren Sicherungssysteme greifen. Zahlungsinstitute sind keine Banken; sie halten Kundengelder getrennt auf separaten Konten. Ob ein Institut zugelassen ist, zeigt die Unternehmensdatenbank der BaFin.
Brauche ich für ein Geschäftskonto eine Schufa-Auskunft?
Nicht jeder Anbieter fragt die SCHUFA ab; mehrere Online-Anbieter eröffnen Geschäftskonten nach reiner Identitätsprüfung, etwa per Videoanruf. Bei Guthabenkonten ohne Dispo braucht der Anbieter keine Bonitätsauskunft, weil er kein Kreditrisiko trägt. Sobald ein Kreditrahmen, eine Kreditlinie oder eine Überziehung dazukommt, wird eine Bonitätsprüfung üblich. Die Identitätsprüfung nach dem Geldwäschegesetz bleibt in jedem Fall Pflicht.
Sind die Preise netto oder brutto angegeben?
Preise für Geschäftskunden stehen häufig netto, also zuzüglich Umsatzsteuer; ein Anbieter mit Buchhaltungssoftware weist alle Monatspreise ausdrücklich zzgl. USt aus. Mit Vorsteuerabzug ist der Nettopreis deine tatsächliche Belastung. Nutzt du die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG, ziehst du keine Vorsteuer ab und zahlst effektiv den Bruttopreis. Lies deshalb den Hinweis neben dem Preis genau.
Wie wechsle ich mein Geschäftskonto?
Eröffne zuerst das neue Konto und melde die neue IBAN an Kunden, Lieferanten und Finanzamt. Stelle dann Lastschriften über die Gläubiger um, lege Daueraufträge neu an und verbinde Buchhaltung und Zahlungsdienste. Die gesetzliche Kontenwechselhilfe nach § 20 ZKG gilt nur für Verbraucher. Lass das alte Konto einige Wochen parallel laufen, bevor du es kündigst.



















