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Überraschendes Wachstum der deutschen Wirtschaft trotz Niedrigwasser

31. Oktober 2026, 10:01 Uhr22 AufrufeZuletzt geprüft: 31.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Die deutsche Wirtschaft zeigt trotz Herausforderungen wie dem Iran-Konflikt und Niedrigwasser im Sommer überraschendes Wachstum. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal um 0,2 Prozent. Während der private Konsum als Wachstumstreiber hervorsticht, bleiben Investitionen und Exporte hinter den Erwartungen zurück. Ökonomen sehen dennoch Potenzial für eine anhaltende Erholung.

Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal 2026 um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte damit trotz Niedrigwasser im Sommer und geopolitischer Spannungen zu, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mitteilte. Ökonomen hatten mit einer Stagnation gerechnet. Der private Konsum erwies sich als treibende Kraft des Wachstums.

Privater Konsum stützt Konjunktur

Die Konsumausgaben der privaten Haushalte erhöhten sich im dritten Quartal leicht. Trotz höherer Energiepreise blieb die Kauflaune der Verbraucher stabil. Investitionen verzeichneten hingegen einen Rückgang. Auch die Exporte von Waren zeigten zu Beginn der zweiten Jahreshälfte Schwächen. Die zuvor dynamische Entwicklung der Ausfuhren schwächte sich ab dem dritten Quartal merklich ab.

Wachstumskurs seit Jahresbeginn

In den ersten beiden Quartalen 2026 war die deutsche Wirtschaft um 0,4 Prozent beziehungsweise 0,3 Prozent gewachsen. Das Niedrigwasser am Rhein beeinträchtigte temporär Branchen wie Chemie und Stahl, konnte die Erholung aber nicht stoppen. Nach vier aufeinanderfolgenden Wachstumsquartalen rechnen Ökonomen auch für das vierte Quartal 2026 mit einem deutlichen Plus. Die Bundesregierung erwartet für das Gesamtjahr ein Wachstum von 1,3 Prozent. Im Vorjahr hatte das Bruttoinlandsprodukt lediglich um 0,2 Prozent zugelegt.

Arbeitsmarkt zeigt gemischtes Bild

Die Zahl der Arbeitslosen sank im Oktober saisonbedingt um 40.000 auf 2,955 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich um 0,1 Punkte auf 6,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen allerdings um 44.000 Personen. Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich laut Ifo-Institut sechs Monate in Folge verbessert. Die Erwartungen bezüglich des Exportgeschäfts sind so optimistisch wie seit Februar 2022 nicht mehr.

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