Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Gleichzeitig sank die Inflationsrate im Oktober auf 2,8 Prozent, nachdem sie im September noch bei 3,3 Prozent gelegen hatte. Ein neuer Tankrabatt trug maßgeblich zu dieser Entwicklung bei.
Bruttoinlandsprodukt: Wachstum trotz Niedrigwasser
Das Statistische Bundesamt verzeichnete für das dritte Quartal ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent. Damit setzte sich die positive Entwicklung der Vorquartale fort, in denen Zuwächse von 0,4 Prozent im ersten und 0,3 Prozent im zweiten Quartal erreicht wurden. Ökonomen hatten ursprünglich mit einer Stagnation gerechnet, da das Rekord-Niedrigwasser im Sommer die Wirtschaft belastete.
Der private Konsum erwies sich als bedeutender Wachstumstreiber. Zwischen Juli und September stiegen die Konsumausgaben leicht an, obwohl die Energiepreise höher lagen. Die Exportdynamik aus dem ersten Halbjahr verlangsamte sich hingegen merklich im dritten Quartal. Auch bei den Investitionen war ein leichter Rückgang zu beobachten.
Inflation: Energiepreise belasten weiterhin
Die Inflationsrate sank im Oktober auf 2,8 Prozent, verglichen mit 3,3 Prozent im September. Trotz des Tankrabatts zahlten Verbraucher für Kraftstoff und Haushaltsenergie 12,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Bei Lebensmitteln fiel der Preisanstieg hingegen gering aus, und auch bei Dienstleistungen ließ der Preisdruck nach.
Volkswirte warnen vor verfrühter Entwarnung. Prognosen gehen davon aus, dass die Inflationsrate zum Jahreswechsel aufgrund steigender Energiepreise erneut über 3 Prozent steigen könnte.
Arbeitsmarkt: Moderater Rückgang der Arbeitslosigkeit
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ging im Oktober um 40.000 zurück. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Die Bundesagentur für Arbeit betont jedoch, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch nicht ausreichend seien für eine nachhaltige Besserung am Arbeitsmarkt.
