Der Non-Food-Discounter Mäc Geiz sichert im laufenden Insolvenzverfahren 123 seiner ehemals über 180 Filialen. Rund 60 Standorte werden geschlossen, eine detaillierte Liste der betroffenen Geschäfte liegt nicht vor. Das Dienstleistungs- und Logistikzentrum am Hauptsitz in Landsberg in Sachsen-Anhalt bleibt erhalten, wodurch bis zu 850 Arbeitsplätze gesichert werden könnten. Im Frühjahr beschäftigte die Handelskette nach eigenen Angaben rund 1.200 Personen.
Gläubigerabstimmung über Sanierungsplan im Dezember
Voraussichtlich im Dezember sollen die Gläubiger beim Amtsgericht Halle (Saale) über den Sanierungsplan abstimmen. Dieser Plan bildet die Grundlage für die Entschuldung des Unternehmens und den Aufbau einer soliden wirtschaftlichen Basis. Geschäftsführer Rüdiger Grommes kündigte an, die Marktposition durch neue Produkte und erweiterte Sortimentsbereiche zu stärken.
Insolvenzantrag in Eigenverwaltung seit Mai
Mäc Geiz hatte im Mai einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Ziel war eine grundlegende Neuausrichtung angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage. Der Discounter führte diese Entscheidung auf die anhaltende Kaufzurückhaltung zurück.
Wettbewerb im Non-Food-Discount-Segment
Mäc Geiz verkauft Produkte des täglichen Bedarfs wie Haushaltswaren, Drogerieartikel und Schreibwaren. Die Kette steht im Wettbewerb mit Händlern wie Action, Tedi und Woolworth. Die meisten Filialen befinden sich in Ostdeutschland. Anfang des Jahres wechselte Mäc Geiz den Besitzer, als die Kodi Beteiligungs GmbH die Kette übernahm. Kodi selbst stellte ebenfalls einen Insolvenzantrag.
