Optionsscheine einfach erklärt: Risiken, Handel & Alternativen

18.11.723 Aufrufe0 Mal als hilfreich markiertZuletzt geprüft: 20.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Optionsscheine ermöglichen dir, mit Hebelwirkung auf steigende oder fallende Kurse zu spekulieren – ein Spiel mit hohem Risiko und Gewinnpotenzial. Doch die intransparente Preisbildung und das Emittentenrisiko machen diese Derivate zur Herausforderung selbst für erfahrene Anleger. Bevor du dein Kapital riskierst, solltest du die Mechanismen, Unterschiede zu Optionen und sicherere Alternativen verstehen.

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Das Wichtigste in Kürze

LYNX – Optionen handeln

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Vorteile

  • EUREX-Optionen 2,00 € je Kontrakt
  • US-Optionen (Cboe) 3,50 $ je Kontrakt
  • Eurex, Euronext, CME, Cboe und Asien
  • Plattformen LYNX+, TWS und Mobile-App

Nachteile

  • Verlust kann Einlage übersteigen
  • Unbegrenzte Verluste beim Stillhalten
  • Margin Call bei Verlusten möglich
  • Nur für Anleger mit hoher Risikoklasse

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.

Scalable Capital – Zertifikate

Scalable Capital - Zertifikate

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Vorteile

  • Gebührenfreie Depotführung
  • Geringe Kosten
  • Großes Sparplan Angebot
  • Große Auswahl

Nachteile

  • Keine aut. Wiederanlage
  • Keine Anleihen
  • Kein Trailing
  • Keine Neuemissionen

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Was sind Optionsscheine?

Derivate sind Finanzinstrumente, die ihren Wert aus einem Basiswert ableiten, etwa aus einer Aktie, einer Anleihe oder einem Index wie dem DAX oder Dow Jones. Gerade die Index-Spekulation ist bei Anlegern beliebt, da sie eine Wette auf die gesamte Marktentwicklung ermöglicht. Ein wichtiger Indikator für die erwartete Schwankungsbreite des DAX ist der Volatilitätsindex VDAX-NEW.

Optionsscheine sind eine besondere Form von Derivaten, die es dir ermöglichen, auf steigende oder fallende Kurse eines Basiswerts zu wetten, ohne diesen direkt zu kaufen. Eine strukturell ähnliche, aber noch riskantere Form solcher Finanzwetten ist der Handel mit binären Optionen. Solche Derivate werden über spezialisierte Online-Broker gehandelt, wie Erfahrungen mit dem Broker XTB zeigen.

Das Besondere an Optionsscheinen ist, dass sie einen Hebel nutzen. Du investierst nur einen Bruchteil des Wertes des Basiswerts, profitierst aber überproportional von dessen Kursbewegungen. Das kann im positiven Fall zu hohen Gewinnen führen, aber auch zu erheblichen Verlusten. Dieser Hebeleffekt kommt auch bei anderen Derivaten zum Einsatz, beispielsweise bei Krypto-CFDs auf Bitcoin oder Ethereum.

📌 Good to know

Optionsscheine werden in der Fachsprache als Warrants bezeichnet. Diese Terminologie ist besonders im Börsenhandel und in der Finanzindustrie üblich.

LYNX - Optionen handeln

LYNX – Optionen handeln

Zugang zu über 30 Optionsbörsen

Vorteile

EUREX-Optionen 2,00 € je KontraktUS-Optionen (Cboe) 3,50 $ je KontraktEurex, Euronext, CME, Cboe und AsienPlattformen LYNX+, TWS und Mobile-App

Nachteile

  • Verlust kann Einlage übersteigen
  • Unbegrenzte Verluste beim Stillhalten
  • Margin Call bei Verlusten möglich
  • Nur für Anleger mit hoher Risikoklasse
Scalable Capital

Scalable Capital

Gebührenfreie Depotführung

Vorteile

Gebührenfreie DepotführungGeringe KostenGroßes Sparplan-AngebotGroße AuswahlDeutscher Neobroker

Nachteile

  • Keine automatische Wiederanlage
  • Keine Anleihen
  • Keine Neuemissionen
XTB

XTB

Negativsaldoschutz inklusive

Vorteile

Regulierung durch CySECSeit 2012 am MarktGuter SupportNegativsaldoschutzKostenloses Demokonto

Nachteile

  • Verifizierung bei Einzahlung
  • Keine ETFs
  • Keine Sparpläne
SMARTBROKER

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1,75 % Zinsen aufs Verrechnungskonto

Vorteile

Gratis Handel über Gettex (ab 500 €)30+ Handelsplätze10.800+ Sparpläne1,75 % Zinsen aufs VerrechnungskontoHandel ab 1 € möglich

Nachteile

  • Keine Filialen – dafür günstiger
  • Kein 24/7-Support
  • Kein Demokonto

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.

Unterschied zu Optionen

Im Vergleich zu reinen Optionen, die an regulierten Terminbörsen wie der Eurex gehandelt werden, funktionieren Optionsscheine etwas anders:

  • Börslich und außerbörslich handelbar: Du kannst Optionsscheine sowohl an Börsen als auch außerbörslich, etwa direkt beim Emittenten, handeln. Das bietet mehr Flexibilität, bringt aber auch Nachteile mit sich.
  • Preisfeststellung durch den Emittenten: Der Preis (Ask- und Bid-Kurse) wird durch den Emittenten festgelegt. Das bedeutet, dass die Preisbildung weniger transparent ist als bei regulären Optionen, die an der Eurex nach Angebot und Nachfrage gehandelt werden.
  • Emittentenrisiko: Bei Optionsscheinen trägst du ein Ausfallrisiko. Falls der Emittent insolvent wird, kann dein Investment wertlos werden – selbst wenn der Basiswert im Geld ist. Dieses Risiko besteht bei klassischen Optionen nicht, da diese durch eine Clearingstelle abgesichert sind.

Wie funktioniert der Hebel?

Optionsscheine nutzen einen Hebel, um Kursbewegungen zu verstärken. Wenn der Basiswert um 1 % steigt, kann der Optionsschein beispielsweise um 10 % zulegen, je nach Hebelwirkung.

Beispiel: Angenommen, du kaufst einen Call-Optionsschein auf eine Aktie, die bei 100 € steht. Der Hebel beträgt 10. Steigt die Aktie nun um 5 % auf 105 €, steigt der Wert des Optionsscheins um etwa 50 %. Solche Kursgewinne können gehäuft während einer Aktienrallye auftreten, die besondere Chancen und Risiken birgt.

Das funktioniert natürlich auch in die andere Richtung: Verluste werden ebenfalls gehebelt. Bei einem Kursrückgang von 5 % würde der Optionsschein entsprechend 50 % an Wert verlieren. Auch ein Aktiensplit des Basiswerts beeinflusst den Optionsschein, da Bezugsverhältnis und Basispreis angepasst werden müssen.

💡 Tip

Hebel klingen verlockend, aber sie erhöhen auch das Risiko drastisch. Gerade für Anfänger sind gehebelte Produkte nicht zu empfehlen. Es gibt deutlich sicherere Anlageformen, etwa ETFs auf Aktienindizes, die langfristig und ohne unnötiges Risiko Rendite bringen.

Call- und Put-Optionsscheine

Es gibt zwei Hauptarten von Optionsscheinen:

  • Call-Optionsscheine: Mit einem Call setzt du auf steigende Kurse. Wenn der Basiswert im Wert steigt, steigt auch der Wert deines Calls.
  • Put-Optionsscheine: Mit einem Put setzt du auf fallende Kurse. Fällt der Basiswert, steigt der Wert deines Puts.

Beide Optionsscheinarten haben einen Basispreis (Strike) und eine Laufzeit. Der Basispreis ist der Kurs, den der Basiswert erreichen muss, damit der Optionsschein profitabel wird. Die Laufzeit ist der Zeitraum, in dem der Optionsschein gültig ist – läuft diese ab, kann der Optionsschein wertlos verfallen.

Beispiel für einen Call: Du kaufst einen Call-Optionsschein auf eine Aktie, die aktuell bei 50 € steht. Der Basispreis liegt bei 55 €, die Laufzeit beträgt sechs Monate. Steigt die Aktie innerhalb der Laufzeit auf 60 €, ist dein Call im Geld und du kannst Gewinn realisieren. Bleibt die Aktie jedoch unter 55 €, verfällt der Optionsschein wertlos. Für den Handel kommen verschiedene Ordertypen wie Market, Limit und Stop zum Einsatz.

Risiken und Alternativen zu Optionsscheinen

Optionsscheine klingen spannend, bergen aber erhebliche Risiken:

  • Totalverlust: Entwickelt sich der Kurs des Basiswerts nicht wie gewünscht, kann dein gesamtes Investment verloren gehen.
  • Zeitwertverfall: Je näher das Laufzeitende rückt, desto schneller verliert der Optionsschein an Wert, selbst wenn der Basiswert stabil bleibt.
  • Emittentenrisiko: Wird der Emittent insolvent, ist dein Geld weg – auch bei einem profitablen Optionsschein.

Bessere Alternativen: Wenn du dennoch auf Hebelprodukte setzen möchtest, gibt es Turbozertifikate (auch als Knock-out-Zertifikate bekannt). Diese sind transparenter, da sie an regulierten Börsen gehandelt werden und durch Knock-out-Schwellen eine klare Verlustbegrenzung haben. Eine weitere Methode zum Hebeln ist der Wertpapierkredit, bei dem das eigene Depot als Sicherheit dient.

Für langfristigen Vermögensaufbau sind jedoch ETFs die weitaus sicherere und ertragreichere Option. Ein breit diversifizierter ETF auf einen Weltindex wie den MSCI World bietet dir solides Wachstum, ohne unnötiges Risiko. Solche Investments werden oft über Sparpläne umgesetzt, bei denen Anleger auch Teilaktien im Sparplan erwerben können. Die Konditionen für solche Sparpläne unterscheiden sich je nach Anbieter, wie der Vergleich von flatex und eToro verdeutlicht.

Häufig gestellte Fragen

Q

Lohnt sich der Handel mit Optionsscheinen?

Optionsscheine sind hochspekulativ und eignen sich nicht für langfristige Investments. Sie sind nur für erfahrene Trader geeignet, die das Risiko eines Totalverlusts tragen können. Für Vermögensaufbau sind ETFs die bessere Wahl. Mit einem ETF-Sparplan-Rechner lässt sich die potenzielle Entwicklung eines solchen Investments simulieren.

Q

Was ist der Unterschied zwischen Optionsscheinen und Optionen?

Optionsscheine werden vom Emittenten ausgegeben und können außerbörslich gehandelt werden, was ein Emittentenrisiko mit sich bringt. Optionen hingegen werden an regulierten Terminbörsen wie der Eurex gehandelt und sind durch eine Clearingstelle abgesichert. Die Eurex ist dabei nur einer von mehreren Börsenplätzen in Deutschland mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Q

Wie funktionieren Call- und Put-Optionsscheine?

Mit einem Call-Optionsschein setzt du auf steigende Kurse, während du mit einem Put-Optionsschein auf fallende Kurse spekulierst. Beide haben eine Laufzeit und einen Basispreis, den der Basiswert erreichen muss, damit der Optionsschein Gewinn bringt. Bevor du dich für einen bestimmten Optionsschein entscheidest, spielt auch die Wahl des Brokers eine Rolle, etwa in unserem Testbericht zu Capital.com. Ein direkter Vergleich zwischen Capital.com und eToro kann die Entscheidung erleichtern.

Q

Welche Alternativen gibt es zu Optionsscheinen?

Turbozertifikate (Knock-out-Zertifikate) bieten ähnliche Hebelwirkung, sind aber transparenter und werden an regulierten Börsen gehandelt. Für langfristigen Vermögensaufbau sind ETFs jedoch die bessere und sicherere Alternative. Sowohl Zertifikate als auch ETFs sind bei Neobrokern handelbar, wie ein Vergleich von Scalable Capital und Smartbroker+ zeigt.

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