Börsenplätze in Deutschland: Der komplette Vergleich

18.11.380 Aufrufe0 Mal als hilfreich markiertZuletzt geprüft: 01.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Die Wahl des richtigen Handelsplatzes kann den Unterschied zwischen hohen Gebühren und kosteneffizientem Trading ausmachen. In Deutschland stehen dir sieben Regionalbörsen und mehrere elektronische Handelsplätze zur Verfügung – doch welcher ist der beste für deine Anlagestrategie?

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Das Wichtigste in Kürze

SMARTBROKER – Aktien

SMARTBROKER – Aktien

SMARTBROKER – Aktien

Vorteile

  • Gratis Handel über Gettex (ab 500 €)
  • 30+ Handelsplätze & 10.800+ Sparpläne
  • 1,75 % Zinsen aufs Verrechnungskonto

Nachteile

  • Keine Filialen – dafür günstiger
  • Kein 24/7-Support – dafür schlanke Kosten
  • Kein Demokonto – dafür echter Handel ab 1 €

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.

Scalable Capital – Aktien Sparplan

Scalable Capital - Aktien Sparplan

Scalable Capital – Aktien Sparplan

Vorteile

  • Gebührenfreie Depotführung
  • Geringe Kosten
  • Großes Sparplan Angebot
  • Große Auswahl

Nachteile

  • Keine aut. Wiederanlage
  • Keine Anleihen
  • Kein Trailing
  • Keine Neuemissionen

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Wie unterscheiden sich Börsen?

An der Börse treffen Angebot und Nachfrage aufeinander, wodurch sich Preise bilden und Anlagen getätigt werden. Je nach Art des Handelsplatzes findest du dort unterschiedliche Handelsobjekte. Für den Kauf von ETFs, Aktien oder Investmentfonds bist du an einer Wertpapierbörse richtig, während andere Börsentypen spezialisierte Funktionen erfüllen. Der Zugang zu diesen Börsen erfolgt über einen Broker, wie ein Vergleich von Trade Republic und eToro zeigt.

An Warenbörsen werden Produkte, Waren und Rohstoffe gehandelt. Terminbörsen wickeln Warentermingeschäfte und Derivate ab, während Devisenbörsen mit ausländischen Währungen aller Art handeln. Strom, Gas und andere Energieträger werden an den sogenannten Energiebörsen gehandelt – jeder Börsentyp hat seinen eigenen Fokus und seine spezifischen Handelsmechanismen.

📌 Good to know

Die klassische Präsenzbörse mit persönlichen Treffen zwischen Makler:innen wird seit den 1990er Jahren zunehmend durch Computersysteme ersetzt. Diese Entwicklung macht den Handel effizienter, schneller und kostengünstiger – besonders vorteilhaft für Privatanleger:innen. Diese Digitalisierung ermöglicht auch die elektronische Abwicklung der Wertpapiergeschäfte im Effektengiroverkehr.

SMARTBROKER – Aktien

SMARTBROKER – Aktien

Aktien handeln

Vorteile

Gratis Handel über Gettex (ab 500 €)30+ Handelsplätze10.800+ Sparpläne1,75 % Zinsen aufs VerrechnungskontoHandel ab 1 € möglich

Nachteile

  • Keine Filialen – dafür günstiger
  • Kein 24/7-Support
  • Kein Demokonto
Scalable Capital

Scalable Capital

Gebührenfreie Depotführung

Vorteile

Gebührenfreie DepotführungGeringe KostenGroßes Sparplan-AngebotGroße AuswahlDeutscher Neobroker

Nachteile

  • Keine automatische Wiederanlage
  • Keine Anleihen
  • Keine Neuemissionen
Scalable Capital

Scalable Capital

Gebührenfreie Depotführung

Vorteile

Gebührenfreie DepotführungGeringe KostenGroßes Sparplan-AngebotGroße AuswahlDeutscher Neobroker

Nachteile

  • Keine automatische Wiederanlage
  • Keine Anleihen
  • Keine Neuemissionen
Scalable Capital

Scalable Capital

Gebührenfreie Depotführung

Vorteile

Gebührenfreie DepotführungGeringe KostenGroßes Sparplan-AngebotGroße AuswahlDeutscher Neobroker

Nachteile

  • Keine automatische Wiederanlage
  • Keine Anleihen
  • Keine Neuemissionen

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.

Welche Börsen gibt es in Deutschland?

In Deutschland gibt es sieben wichtige Standorte für Regionalbörsen mit teils unterschiedlichen Schwerpunkten. Die wichtigste davon ist die Börse Frankfurt als traditionelle Leitbörse und Deutschlands größte Wertpapierbörse für Privatanleger:innen. Sie bildet das Herzstück des deutschen Wertpapierhandels und bietet die breiteste Produktpalette.

Deutschlands zweitgrößte Börse sitzt in Stuttgart und bietet mit „Euwax“ Europas größte Plattform für börslichen Handel mit verbrieften Derivaten an. An der Hanseatischen Wertpapierbörse in Hamburg können im Zweitmarkt auch nicht börsengehandelte Investmentfonds gehandelt werden. Sie wird zusammen mit der Niedersächsischen Börse Hannover von der BÖAG Börsen AG betrieben und bietet damit eine interessante Alternative für spezielle Anlageprodukte. Um an diesen Börsen handeln zu können, ist ein Wertpapierdepot erforderlich, wie ein Depot-Vergleich zeigt. Die Konditionen für ein solches Depot unterscheiden sich je nach Anbieter, wie der Vergleich von JustTRADE und Smartbroker+ zeigt.

An der Börse Düsseldorf geben hauptsächlich mittelständische Unternehmen Aktien oder Anleihen zur eigenen Finanzierung aus. München ist die Heimatbörse von DAX-Aktiengesellschaften wie Allianz, BMW oder Siemens und handelt mit Wertpapieren wie Investmentfonds, ETFs sowie mit Rohstoffzertifikaten (ETC). In der Hauptstadt Berlin sitzt eine der ältesten Wertpapierbörsen Deutschlands (gegründet 1685), die seit Januar 2026 mit der Tradegate Exchange zur Tradegate Berlin Stock Exchange (Tradegate BSX) fusioniert ist und sich auf den Handel mit Privatanleger-Orders spezialisiert hat. Für den Handel nutzen Privatanleger heute meist Neobroker, deren Konditionen ein Neobroker-Vergleich gegenüberstellt.

Hinzu kommen vollelektronische Handelsplätze wie die von der Frankfurter Börse betriebene Xetra, die mittlerweile der bedeutendste Börsenhandelsplatz Deutschlands ist. Weitere deutsche Computerbörsen sind Tradegate Exchange, Quotrix, LS Exchange und gettex.

💡 Tip

Für Privatanleger:innen sind elektronische Handelsplätze wie Xetra, Tradegate oder gettex in der Regel die bessere Wahl. Sie bieten automatisierten Handel ohne Maklergebühren, längere Handelszeiten und deutlich niedrigere Kosten als traditionelle Parkettbörsen. Allerdings unterscheiden sich auch hier die Gebührenmodelle, was ein Vergleich von Xetra, gettex und Tradegate im Detail aufschlüsselt. Die Konditionen für den Handel an diesen Plätzen variieren je nach Anbieter, etwa bei Libertex oder eToro.

Börsen haben unterschiedliche Öffnungszeiten

An Börsen wird nur während der regulären Öffnungszeiten gehandelt, was bei deiner Orderplanung eine wichtige Rolle spielt. In Deutschland liegt die Handelszeit werktags zwischen 8 und 22 Uhr, wobei die Öffnungszeiten der einzelnen Börsen allerdings variieren können. Düsseldorf handelt von 8 bis 22 Uhr (Quotrix von 7:30 bis 22 Uhr), während die Tradegate BSX in Berlin von 7:30 bis 22 Uhr handelt. Anleihen werden an beiden Börsen nur bis 20 Uhr gehandelt.

Auch elektronische Handelsplätze öffnen unterschiedlich. Der Handel auf Xetra findet beispielsweise von 9 bis 17:30 Uhr statt, während Tradegate von 7:30 bis 22 Uhr und gettex von 8 bis 22 Uhr handeln. Diese längeren Handelszeiten geben dir mehr Flexibilität, besonders wenn du berufstätig bist und erst nach Feierabend Zeit für deine Investments hast.

📌 Good to know

An Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen wie Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, Heiligabend und Silvester haben alle deutschen Börsen geschlossen. Plane diese Handelsunterbrechungen ein, besonders wenn du kurzfristig auf Marktbewegungen reagieren möchtest.

Welche Börse ist die günstigste für Privatanlegende?

Möchtest du als Privatanleger:in in Aktien und ETFs investieren, sind die Kosten ein wichtiges Entscheidungskriterium. Welche Börse die günstigste ist, leitet sich von den jeweils aufgerufenen Gebühren pro Transaktion ab, wobei sich die Börsen teils stark unterscheiden. Diese Unterschiede können bei regelmäßigem Handel erhebliche Auswirkungen auf deine Rendite haben. Die genaue Zusammensetzung der Kosten variiert je nach Broker, wie ein Ordergebühren-Vergleich für 2026 verdeutlicht. Welcher Anbieter die besten Konditionen für den Handel an verschiedenen Börsenplätzen bietet, zeigt ein Online-Broker-Vergleich.

Die Börsen München, Berlin, Düsseldorf und Hamburg-Hannover erheben Ordergebühren, Transaktionsentgelte und Maklercourtagen. Stuttgart verlangt Ordergebühren und Transaktionsentgelt, während an der Börse Frankfurt Anlegende Ordergebühren, Transaktions- und Handelsentgelt entrichten müssen. Diese Mehrfachbelastung kann sich schnell summieren, besonders bei kleineren Ordervolumen. Bevor du dich für einen Handelsplatz entscheidest, kannst du in unserem Testbericht zu Smartbroker nachvollziehen, wie ein Anbieter mit reduzierten Gebühren im Alltag abschneidet.

Elektronische Handelssysteme sind in der Regel günstiger, da sämtliche Transaktionen automatisch ablaufen und keine Kommunikation zwischen Käufer:in und Verkäufer:in nötig ist. Tradegate Exchange, Quotrix und gettex verlangen bei Privatanlegenden in der Regel keine zusätzlichen Gebühren. Nur Xetra ruft ein zusätzliches Transaktionsentgelt auf, bleibt aber dennoch oft günstiger als traditionelle Regionalbörsen.

Interaktiver Vergleich

Deutsche Börsenplätze im Vergleich: Kosten und Handelszeiten

Stelle die Angaben aus diesem Artikel nebeneinander, blende Gleichstände aus und markiere, was dir wichtig ist. Hervorgehoben wird nur, wo ein Wert messbar besser ist.

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Zahlen im Diagramm

Datengrundlage: die Angaben im Artikeltext (Abschnitte „Welche Börsen gibt es in Deutschland?“, „Börsen haben unterschiedliche Öffnungszeiten“ und „Welche Börse ist die günstigste für Privatanlegende?“). Hervorhebungen gelten nur für Kriterien mit eindeutiger Richtung (z. B. niedrigere Gebühr). Keine Anlage- oder Produktberatung.

Diese Kostenfaktoren solltest du beachten

Generell solltest du neben den Ordergebühren folgende Kosten im Auge behalten und vergleichen, bevor du Wertpapiere an einem Handelsplatz kaufst. Das Handelsplatzentgelt ist eine Gebühr für die Nutzung der Börse, die in der Regel bei elektronischen Handelsplätzen entfällt. Diese Ersparnis macht elektronische Plattformen besonders attraktiv für kostenbewusste Anleger:innen. Gerade bei kostenlosen Depotmodellen zeigt sich, wie stark elektronische Anbieter Gebühren sparen können, wie du in unserem Test zu finanzen.net zero nachlesen kannst.

Die Courtage oder Maklercourtage ist eine Gebühr, die vor allem Regionalbörsen für die Vermittlung durch Börsenmakler:innen erheben. Sie ist vom Volumen der Order abhängig und kann bei größeren Transaktionen prozentual ins Gewicht fallen. Bei elektronischen Handelsplätzen entfällt diese Gebühr komplett, da keine menschlichen Vermittler:innen beteiligt sind.

Teilausführungsgebühren entstehen, wenn die Liquidität eines Wertpapiers niedrig ist und eine Order in mehreren Teilen ausgeführt werden muss, durch die jeweils Gebühren anfallen. Das Abwicklungsentgelt ist eine weitere Kostenkomponente, die je nach Handelsplatz unterschiedlich ausfallen kann.

💡 Tip

Vergleiche vor jeder Order die Gesamtkosten verschiedener Handelsplätze in deinem Broker. Viele Broker zeigen dir direkt die anfallenden Gebühren für jeden verfügbaren Handelsplatz an. Bei regelmäßigen Käufen oder Sparplänen lohnt sich besonders der Blick auf Tradegate oder gettex, da hier oft keine zusätzlichen Gebühren anfallen. Wer solche Kostenvergleiche automatisch angezeigt bekommen möchte, findet passende Funktionen in unserem Testbericht zu Scalable Capital. Welche Konditionen verschiedene Anbieter für den Handel an diesen Plätzen berechnen, zeigt der Vergleich von flatex und eToro.

Häufig gestellte Fragen

Q

Was ist der Unterschied zwischen Xetra und Tradegate?

Xetra ist das elektronische Handelssystem der Frankfurter Börse mit Handelszeiten von 9 bis 17:30 Uhr und erhebt ein Transaktionsentgelt. Tradegate handelt von 7:30 bis 22 Uhr und verlangt bei Privatanlegenden meist keine zusätzlichen Gebühren, was es besonders für Berufstätige attraktiv macht.

Q

Sollte ich als Anfänger:in an einer Regionalbörse oder elektronisch handeln?

Als Anfänger:in sind elektronische Handelsplätze wie Tradegate, gettex oder Xetra die bessere Wahl. Sie bieten transparente Preise, niedrigere Gebühren und einfachere Orderausführung ohne Maklercourtage. Die automatisierte Abwicklung reduziert zudem das Risiko von Fehlern. Welche Broker den Handel an diesen Plätzen ermöglichen, zeigt der Vergleich von Anbietern wie eToro und XTB.

Q

Kann ich auch außerhalb der Börsenöffnungszeiten handeln?

Nein, der direkte Handel ist nur während der Börsenöffnungszeiten möglich. Du kannst jedoch jederzeit Orders mit Limits aufgeben, die dann bei Börseneröffnung ausgeführt werden. Einige Broker bieten auch außerbörslichen Direkthandel mit ausgewählten Handelspartnern an.

Q

Wie vermeide ich Teilausführungsgebühren beim Aktienkauf?

Wähle liquide Handelsplätze wie Xetra für deutsche Aktien oder handel zu Haupthandelszeiten (9-17:30 Uhr). Nutze bei kleineren Orders den Zusatz "Fill or Kill", damit die Order nur komplett oder gar nicht ausgeführt wird. Bei ETFs sind Teilausführungen selten ein Problem. Zusatzoptionen wie "Fill or Kill" bieten nicht alle Broker gleichermaßen an, weshalb sich vor der Kontoeröffnung ein Blick in unsere Erfahrungen mit Trade Republic lohnt.

Q

Macht es einen Unterschied, an welcher Börse ich einen DAX-ETF kaufe?

Der ETF selbst ist identisch, aber die Kosten und der Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis) können variieren. Xetra bietet meist die beste Liquidität für deutsche ETFs, während Tradegate durch längere Handelszeiten und oft fehlende Zusatzgebühren punktet.

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