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Energiepreise lassen Inflation auf 2,9 Prozent steigen

1. September 2026, 12:29 Uhr157 AufrufeZuletzt geprüft: 07.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Hohe Energiepreise treiben die Inflation in Deutschland erneut auf 2,9 Prozent. Vor allem gestiegene Kosten für Kraftstoffe und Heizöl belasten die Verbraucher. Die Bundesbank warnt vor einer weiteren Verteuerung, während Tariflöhne potenziell stärker als die Preise steigen könnten. Die EZB könnte mit höheren Leitzinsen reagieren.

Die Inflationsrate in Deutschland ist im August 2026 auf 2,9 Prozent gestiegen. Haupttreiber sind laut Statistischem Bundesamt die Energiepreise, die im Jahresvergleich um 10,5 Prozent zulegten. Bereits im April hatte die Teuerung diesen Wert erreicht, im Dezember 2023 lag sie bei 3,7 Prozent.

Energiepreise treiben Inflation – Nahrungsmittel stabil

Verbraucher zahlten im August für Kraftstoffe und Heizöl deutlich mehr als im Vorjahresmonat. Silke Tober vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung führt die höhere Inflationsrate auf diese Preisentwicklung zurück. Nach dem Auslaufen des Tankrabatts, der die Energiesteuer um 17 Cent pro Liter gesenkt hatte, stieg die Inflationsrate im Juli bereits um 0,5 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent. Steigende Energiepreise belasten dein Budget zusätzlich, weshalb sich ein Blick auf Möglichkeiten der Geldanlage lohnt, etwa über unseren Testbericht zu Smartbroker.

Nahrungsmittel verteuerten sich dagegen nur um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den drei Monaten zuvor hatte der Anstieg jeweils 0,4 Prozent betragen. Von Juli bis August erhöhten sich die Verbraucherpreise insgesamt um 0,2 Prozent.

Prognose: Weitere Teuerung möglich

Die Bundesbank erwartet, dass die Lebenshaltungskosten weiter steigen könnten. Der andauernde Iran-Konflikt blockiert wichtige Handelswege für Energie. An deutschen Tankstellen liegen die Literpreise wieder über zwei Euro. Der ADAC prognostiziert, dass 2026 zum teuersten Tankjahr werden könnte. Höhere Energiekosten könnten auch Transport- und Kühlkosten für Lebensmittel erhöhen.

Reallöhne steigen trotz Inflation

Trotz der Teuerung verzeichnen Tarifbeschäftigte reale Lohnzuwächse. Nach Abzug der Inflation liegt der reale Lohnzuwachs laut WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung bei etwa 0,7 Prozent. Dies bietet Millionen Beschäftigten eine gewisse finanzielle Entlastung, auch wenn die höhere Teuerungsrate die Kaufkraft grundsätzlich mindert.