Die deutsche Elektroindustrie steigerte ihre Exporte im ersten Halbjahr um 9,3 Prozent auf 138,5 Milliarden Euro. Besonders stark fiel der Juni aus, in dem die Ausfuhren um 18,3 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro kletterten. Trotz Handelskonflikten entwickelte sich das Geschäft mit wichtigen Absatzmärkten überwiegend positiv, wie der Branchenverband ZVEI mitteilte.
Exportentwicklung nach Zielregionen
Die USA blieben mit 12,4 Milliarden Euro größter Abnehmer deutscher Elektroprodukte, verzeichneten jedoch einen Rückgang von 2,1 Prozent. ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann bewertet diesen Rückgang angesichts der unberechenbaren US-Zoll- und Handelspolitik als moderat. China als zweitwichtigster Markt verzeichnete ein Plus von 1,6 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro.
Innerhalb der Europäischen Union entwickelten sich die Geschäfte positiv. Nach Angaben von Gontermann sind die Plätze drei bis neun unter den wichtigsten Exportländern durch EU-Mitgliedsstaaten besetzt:
- Niederlande
- Frankreich
- Polen
Importe elektronischer Güter
Deutschland importierte im ersten Halbjahr elektronische Güter im Wert von 143,8 Milliarden Euro, ein Anstieg um 7,7 Prozent. China dominierte als Hauptlieferant mit Produkten im Wert von 42,8 Milliarden Euro. Das Importwachstum fiel damit geringer aus als bei den Exporten.
Beschäftigung in der Branche
Die deutsche Elektroindustrie beschäftigt rund 873.000 Menschen und zählt damit zu den größten industriellen Arbeitgebern des Landes. Zuletzt hatte sich das Auftragsvolumen erhöht und eine positivere Stimmung innerhalb der Branche abgezeichnet.
