Oracle plant eine Kapitalbeschaffung von insgesamt 20 Milliarden Dollar durch die Ausgabe neuer Aktien im Wert von 10 Milliarden Dollar sowie den Verkauf von Anleihen über weitere 10 Milliarden Dollar. Die Erlöse sollen Investitionsausgaben, den laufenden Geschäftsbetrieb und mögliche Dividendenzahlungen finanzieren. Der Technologiekonzern reagiert damit auf den steigenden Kapitalbedarf für den Ausbau seiner KI-Infrastruktur.
Finanzierungsstruktur: Aktien und Anleihen zu je 10 Milliarden Dollar
Oracle setzt bei der Kapitalbeschaffung auf eine gleichgewichtete Struktur aus Eigen- und Fremdkapital. Die Ausgabe neuer Aktien im Umfang von 10 Milliarden Dollar soll die Eigenkapitalbasis stärken, während Anleihen über weitere 10 Milliarden Dollar die Fremdfinanzierung ergänzen. Diese Mittel fließen in Investitionsausgaben, den operativen Geschäftsbetrieb und potenzielle Ausschüttungen an Aktionäre.
Kursentwicklung: Rückgang um sechs Prozent nach Ankündigung
Die Börsenreaktion auf die Finanzierungspläne fiel negativ aus. An der New Yorker Börse verlor die Oracle-Aktie am Montag mehr als sechs Prozent. Binnen eines Jahres halbierte sich der Aktienkurs des Unternehmens. Die umfangreiche Ausgabe von Aktien und Anleihen zur Finanzierung neuer Rechenzentren belastet das Vertrauen der Anleger in die kurzfristige finanzielle Stabilität des Konzerns.
Wachstumsstrategie: Eigenfinanzierung ab Geschäftsjahr 2028/29
Oracle erwartet aufgrund des KI-Booms ein starkes Wachstum in den kommenden Jahren. Ab dem Geschäftsjahr 2028/29 soll das Unternehmen nach eigenen Angaben eigenständig wachsen können, ohne auf zusätzliche Eigen- oder Fremdfinanzierung angewiesen zu sein. Bis Mitte 2030 plant Oracle, lediglich noch 20 Milliarden Dollar vom Finanzmarkt aufzunehmen. Die langfristige Strategie konzentriert sich auf Investitionen in Infrastruktur für Künstliche Intelligenz und den Ausbau der Rechenzentrums-Kapazitäten.
