Eine Umfrage des Bundesverbands deutscher Banken mit knapp 2.200 Teilnehmern zeigt wachsendes Interesse an Wertpapieren in Deutschland. 65 Prozent der Befragten bewerten Aktien und andere Wertpapiere als gute oder sehr gute Option zur privaten Altersvorsorge. Gleichzeitig nutzen 41 Prozent bereits Wertpapiere als Anlageform – nur knapp hinter Tagesgeldkonten mit 44 Prozent. Trotz positiver Einstellung bleibt die konkrete Vorsorge bei vielen auf der Strecke.
Junge Generation bewertet Wertpapiere besonders positiv
Bei den 16- bis 24-Jährigen halten 77 Prozent Aktien für eine gute oder sehr gute Altersvorsorge-Option. Die Zustimmung nimmt mit steigendem Alter ab. Parallel dazu stieg die Zahl der Aktionäre in Deutschland laut Deutschem Aktieninstitut auf 14,1 Millionen Menschen – ein Anstieg um fast zwei Millionen gegenüber dem Vorjahr.
Hindernisse für Aktieninvestitionen
Drei zentrale Gründe halten Deutsche von Aktieninvestments ab:
- Fehlende finanzielle Mittel: 29 Prozent
- Angst vor Verlusten: 21 Prozent
- Mangelndes Wissen über Finanzmärkte: 18 Prozent
Interesse vorhanden, regelmäßige Beschäftigung fehlt
Vier von zehn Befragten zeigen starkes Interesse an Finanzthemen, weitere 34 Prozent geben an, etwas interessiert zu sein. Etwa die Hälfte aller Teilnehmer fühlt sich gut über Geldangelegenheiten informiert, bei jungen Erwachsenen sind es 45 Prozent. Allerdings beschäftigen sich nur 24 Prozent der Jüngsten regelmäßig mit Finanzthemen, während es bei Senioren ab 40 Jahren 45 Prozent sind.
Altersvorsorge wird aufgeschoben
64 Prozent der jungen Menschen und 27 Prozent der erwerbsfähigen Senioren haben sich laut Bankenverband noch nicht ernsthaft mit Altersvorsorge auseinandergesetzt. Hauptgeschäftsführer Heiner Herkenhoff warnt, dass Altersvorsorge oft als späteres Anliegen betrachtet wird, obwohl frühzeitige Beschäftigung damit wertvolle Ressourcen spart und die Chance bietet, langfristig Vermögen aufzubauen.
