Themen in diesem Artikel:
- Was ist ein Studentenkonto?: Erfahre, welche Voraussetzungen du brauchst und bis zu welchem Alter die Konten kostenlos sind.
- Direktbank oder Filialbank?: Vergleiche Dispozinsen, Bargeldversorgung und digitale Services – mit aktuellen Marktanteilsdaten 2025.
- Die besten Studentenkonten 2026: Alle Konditionen von DKB, ING, Comdirect, Commerzbank und Sparkasse im direkten Vergleich.
- Dispozinsen & Überziehungsrahmen: Finde heraus, welche Bank ab 7,91 % p.a. anbietet und wo du bis 500 € ohne Bonitätsprüfung bekommst.
- Karten & kostenloses Abheben im Ausland: Überblick über kostenlose Debit- und Kreditkarten sowie die besten Optionen fürs Auslandssemester.
- Was passiert nach dem Studium?: Lerne, ab welchem Geldeingang dein Konto kostenlos bleibt und welche Alternativen ohne Altersgrenze existieren.
Was ist ein Studentenkonto und wer hat Anspruch darauf?
Ein Studentenkonto ist ein Girokonto mit speziell auf Studierende zugeschnittenen Konditionen – und der wichtigste Unterschied zum regulären Konto ist simpel: Du zahlst keine oder deutlich reduzierte Kontoführungsgebühren. Normale Girokonten kosten zwischen 5 und 10 Euro pro Monat, also bis zu 120 Euro im Jahr. Studentenkonten sind davon vollständig befreit, solange du die Bedingungen erfüllst.
Der zentrale Nachweis ist die Immatrikulationsbescheinigung. Ohne sie läuft nichts. Die meisten Banken verlangen dieses Dokument einmal jährlich – typischerweise zu Semesterbeginn – um sicherzustellen, dass du noch aktiv studierst. Das klingt bürokratisch, ist aber in der Praxis meist ein einfacher Upload im Online-Banking.
Neben der Immatrikulationsbescheinigung brauchst du in der Regel einen gültigen Personalausweis oder Reisepass sowie eine Meldebescheinigung. Manche Banken fragen zusätzlich nach einem Nachweis über regelmäßigen Geldeingang – etwa einen BAföG-Bescheid. Und genau hier ist eine wichtige Besonderheit: BAföG zählt bei den meisten Banken als vollwertiger Geldeingang. Du musst also keinen Job haben, um die Bedingungen zu erfüllen.
Die Altersprenzen variieren je nach Bank erheblich. DKB, ING, Comdirect und Commerzbank bieten kostenlose Kontoführung bis zum 28. Geburtstag. Norisbank ist mit einer Grenze von unter 30 Jahren besonders großzügig. Deutsche Bank und Consorsbank gehen ebenfalls bis 30 Jahre. Sparkassen sind dagegen oft restriktiver: Die Berliner Sparkasse zieht die Grenze bereits bei 24 Jahren, die Stadtsparkasse München bei 25 Jahren.
Neben der Altersgrenze gibt es bei manchen Banken eine zweite Bedingung: den monatlichen Mindestgeldeingang. Das ist besonders relevant, wenn du die Altersgrenze überschreitest – aber auch während des Studiums kann es eine Rolle spielen. Bei der Commerzbank brauchst du zum Beispiel mindestens 300 Euro monatlichen Geldeingang, um die kostenlose Young-Visa-Kreditkarte zu erhalten.
Was unterscheidet ein Studentenkonto sonst noch vom regulären Girokonto? Erstens sind die Dispozinsen bei vielen Anbietern günstiger kalkuliert. Zweitens ist der Überziehungsrahmen oft auf rund 500 Euro begrenzt – was für Studierende in der Regel ausreicht. Drittens legen viele Direktbanken eine kostenlose Visa-Debitkarte bei, die weltweit einsetzbar ist. Echte Kreditkarten mit Kreditrahmen sind seltener inklusive, aber es gibt Ausnahmen.
Kurz gesagt: Ein Studentenkonto lohnt sich finanziell fast immer. Du sparst Gebühren, bekommst oft eine kostenlose Karte und profitierst von günstigeren Konditionen – solange du die Altersgrenze und die Dokumentenpflicht im Blick behältst.
Direktbank oder Filialbank: Was passt besser zum Studium?
Die Frage, ob du ein Konto bei einer Direktbank oder einer Filialbank eröffnest, hat sich in den letzten Jahren fast von selbst beantwortet. Der Trend ist eindeutig: Wurden 2015 noch rund 12 Prozent aller neuen Girokonten in Deutschland bei Direktbanken und nur etwa 2 Prozent bei Neobanken eröffnet, sind es 2025 zusammen bereits rund 45 Prozent – davon allein 30 Prozent bei Neobanken. Für Studierende, die digital-affin sind und selten eine Filiale betreten wollen, ist das kaum überraschend.
Unter den 16- bis 29-Jährigen schätzen 73 Prozent ein breites Online-Banking-Angebot als wichtigstes Kriterium bei der Kontowahl. Das Filialnetz halten dagegen nur noch 37 Prozent dieser Altersgruppe für relevant. Das bedeutet nicht, dass Filialbanken keine Daseinsberechtigung mehr haben – aber es zeigt, wo die Prioritäten junger Kontoinhaber liegen.
Beim strukturellen Vergleich punkten Direktbanken in fast allen kostenrelevanten Kategorien. Die Dispozinsen sind deutlich günstiger: Direktbanken wie DKB und ING liegen zwischen 8 und 11 Prozent pro Jahr, während Sparkassen oft 12 bis 14 Prozent verlangen. Das klingt abstrakt, ist aber konkret: Wer 500 Euro einen Monat überzieht, zahlt bei der Sparkasse rund 5 bis 6 Euro Zinsen, bei der DKB nur etwa 3,70 Euro.
Bei der Bargeldversorgung sieht das Bild differenzierter aus. Direktbanken ermöglichen oft weltweite kostenlose Abhebungen – DKB mit Aktivstatus, ING in Euro-Ländern ab 50 Euro, Comdirect dreimal monatlich weltweit. Filialbanken dagegen haben ein eigenes Automatennetz: Die Sparkasse bietet kostenlose Abhebungen an rund 20.000 eigenen Automaten in Deutschland. Die Commerzbank ist über die Cash Group mit etwa 5.000 Automaten vertreten. Wer viel Bargeld in Deutschland braucht und selten ins Ausland reist, kann mit einer Filialbank gut fahren.
Kreditkarten sind bei Direktbanken häufiger kostenlos inklusive oder zumindest günstiger zu bekommen. Filialbanken bieten sie regional und oft kostenpflichtig an oder knüpfen sie an Bedingungen. Digitale Services wie Apple Pay und Google Pay sind bei allen großen Direktbanken längst Standard.
Persönliche Beratung bleibt der stärkste Vorteil der Filialbank – besonders wenn du komplexere Finanzfragen hast oder ein Girokonto mit weiteren Bankprodukten kombinieren möchtest. Für den reinen Kontozweck im Studium – Überweisungen, Daueraufträge, Kartenzahlungen – ist eine Direktbank in der Regel die günstigere und flexiblere Wahl.
Marktanteil von Direkt- und Neobanken bei Neukontoeröffnungen in Deutschland
Die besten Studentenkonten im Vergleich: DKB, ING, Comdirect, Commerzbank und Sparkasse
Welches Studentenkonto ist das beste? Die ehrliche Antwort: Es kommt auf deine Situation an. Aber es gibt klare Unterschiede, die die Entscheidung leichter machen. Hier sind die wichtigsten Anbieter im Detail.
DKB – günstigste Dispozinsen, starker Bonus
Die DKB ist für Studierende unter 28 Jahren kostenlos und bietet aktuell einen Neukundenbonus von 100 Euro (Aktion gültig bis 30. Juni 2026). Inklusive ist eine Visa-Debitkarte, mit der du weltweit kostenlos Geld abheben kannst – vorausgesetzt, du erfüllst den Aktivstatus mit mindestens 700 Euro monatlichem Geldeingang. Die Dispozinsen gehören mit 7,91 bis 8,99 Prozent pro Jahr zu den günstigsten im Markt. Apple Pay und Google Pay sind selbstverständlich verfügbar. Der Immatrikulationsnachweis ist jährlich einzureichen.
ING – höchste Neukundenprämie, BAföG anerkannt
Die ING bietet Studierenden bis 28 Jahre ein kostenloses Konto mit einer Neukundenprämie von bis zu 200 Euro – dem höchsten Willkommensbonus im Vergleich. Besonders praktisch: BAföG wird explizit als anrechenbarer Geldeingang anerkannt. Kostenlose Bargeldabhebungen sind in Euro-Ländern ab einem Betrag von 50 Euro möglich. Die Dispozinsen liegen bei rund 9 bis 11 Prozent pro Jahr. Eine echte Kreditkarte ist nicht inklusive, aber Apple Pay und Google Pay funktionieren problemlos.
Comdirect – dreimal monatlich weltweit kostenlos abheben
Comdirect ist ebenfalls bis 28 Jahre kostenlos und legt 50 Euro Startguthaben obendrauf. Das Besondere: Du kannst dreimal pro Monat weltweit kostenlos Bargeld abheben – ein echter Vorteil für Auslandsreisen oder Auslandssemester. Die Dispozinsen liegen bei 11,75 Prozent pro Jahr, was im Mittelfeld liegt. Eine optionale Visa-Kreditkarte kostet 1,90 Euro pro Monat, die girocard ist für 1,00 Euro monatlich erhältlich.
Commerzbank StartKonto – Young Visa inklusive
Die Commerzbank bietet ihr StartKonto bis zum 28. Geburtstag kostenlos an und lockt mit 50 Euro Startguthaben bei aktiver Nutzung über drei Monate. Der besondere Vorteil: Die Young-Visa-Kreditkarte ist kostenlos inklusive, wenn du mindestens 300 Euro monatlichen Geldeingang nachweist. Das ist die niedrigste Hürde für eine kostenlose echte Kreditkarte im Vergleich. Bargeld kannst du kostenlos an den Cash-Group-Automaten abheben – rund 5.000 Standorte in Deutschland.
Sparkasse – starkes Netz, frühere Altersgrenze
Die Sparkasse punktet mit einem dichten Automatennetz von rund 20.000 Standorten in Deutschland. Allerdings ist die Altersgrenze regional sehr unterschiedlich und oft niedriger als bei Direktbanken: Die Berliner Sparkasse zieht die Grenze bei 24 Jahren, die Stadtsparkasse München bei 25 Jahren. Dispozinsen liegen typischerweise bei 12 bis 14 Prozent pro Jahr – deutlich teurer als bei Direktbanken. Für Studierende, die viel Bargeld in Deutschland benötigen und persönliche Beratung schätzen, kann die Sparkasse trotzdem eine sinnvolle Wahl sein.
Norisbank – großzügige Altersgrenze bis 30
Die Norisbank ist bis unter 30 Jahre kostenlos – damit hat sie die großzügigste Altersgrenze unter den klassischen Banken. Bis 500 Euro Dispokredit gibt es ohne Bonitätsnachweis. Wer die Altersgrenze überschreitet und keinen Mindestgeldeingang von 500 Euro monatlich vorweisen kann, zahlt 3,90 Euro pro Monat – das ist der günstigste Fallback-Tarif im Vergleich.
| Merkmal | DKB | ING | Comdirect | Commerzbank | Sparkasse |
|---|---|---|---|---|---|
| Kostenlos bis | unter 28 J. | unter 28 J. | unter 28 J. | unter 28 J. | 24–25 J. (regional) |
| Debitkarte | Visa Debit (kostenlos) | Visa Debit (kostenlos) | Visa Debit (kostenlos) | Girocard (kostenlos) | Girocard (kostenlos) |
| Kreditkarte | Visa inklusive | nicht inklusive | optional 1,90 €/Monat | Young Visa (ab 300 € Eingang) | regional, oft kostenpflichtig |
| Dispozins | 7,91–8,99 % p.a. | ~9,14–10,99 % p.a. | 11,75 % p.a. | ~10,25 % p.a. | 12–14 % p.a. |
| Bargeld weltweit | kostenlos (Aktivstatus) | kostenlos €-Länder (ab 50 €) | 3×/Monat kostenlos | Cash Group DE kostenlos | ~20.000 Automaten DE |
| Neukundenprämie | 100 € (bis 30.06.2026) | bis 200 € | 50 € | 50 € | keine standardisierte |
| Mobile Payment | Apple Pay, Google Pay | Apple Pay, Google Pay | Apple Pay, Google Pay | Apple Pay, Google Pay | Apple Pay, Wero |
📌 Good to know
Die ING erkennt BAföG explizit als anrechenbaren Geldeingang an. Das bedeutet: Auch ohne Nebenjob erfüllst du die Bedingung für kostenlose Kontoführung – und für die Neukundenprämie von bis zu 200 Euro.
Dispozinsen und Überziehungsrahmen: Was Studenten wirklich kostet
Der Dispokredit ist für viele Studierende ein stilles Sicherheitsnetz. Mal kommt die Miete früher als das BAföG, mal ist ein unerwarteter Reparaturkostenbetrag fällig. Kein Problem – solange du weißt, was dich das kostet. Und hier liegen die Unterschiede zwischen den Banken erheblich.
Der Marktdurchschnitt bei Dispozinsen liegt aktuell bei rund 12 Prozent pro Jahr. Das Maximum im Markt erreicht sogar knapp 17 Prozent pro Jahr. Wer also bei einer teuren Bank dauerhaft 500 Euro im Minus ist, zahlt dafür im Jahr bis zu 85 Euro Zinsen – nur für den Dispo. Das ist Geld, das du besser anderweitig einsetzen kannst.
Die DKB ist der günstigste Anbieter im Vergleich. Je nach Aktivstatus liegen die Zinsen zwischen 7,91 und 8,99 Prozent pro Jahr. Wer monatlich mindestens 700 Euro Geldeingang hat, profitiert vom niedrigeren Satz. Die ING liegt bei rund 9 bis 11 Prozent pro Jahr – je nach aktuellem Stand der Konditionen. Comdirect berechnet 11,75 Prozent, die Commerzbank rund 10,25 Prozent. Sparkassen sind mit 12 bis 14 Prozent pro Jahr am teuersten.
Beim Überziehungsrahmen sind Studentenkonten bewusst konservativ kalkuliert. Typischerweise liegt der Rahmen bei rund 500 Euro. Das reicht für kurzfristige Engpässe, ist aber kein Ersatz für eine strukturierte Finanzplanung. ING und Norisbank bieten bis zu 500 Euro Dispokredit ohne Bonitätsnachweis an – das ist für Studierende ohne festes Einkommen ein echter Vorteil. Höhere Rahmen sind individuell und hängen von deiner Bonität ab.
Ein wichtiger Hinweis: Den Dispokredit solltest du nur kurzfristig nutzen. Wenn du regelmäßig im Minus bist, lohnt es sich, über Alternativen nachzudenken. Der staatliche Bildungskredit der KfW bietet zum Beispiel günstigere Zinsen als jeder Dispokredit. Auch ein BAföG-Antrag oder ein Stipendium kann die finanzielle Situation nachhaltig verbessern.
Für Studierende, die gelegentlich kurz überziehen, ist die DKB die klar günstigste Option. Wer weiß, dass er den Dispo häufiger braucht, sollte die Zinsdifferenz konkret durchrechnen: Bei 500 Euro dauerhaft überzogen spart man mit der DKB gegenüber einer Sparkasse im Jahr rund 25 bis 30 Euro – über ein fünfjähriges Studium summiert sich das auf 125 bis 150 Euro.
Dispozinsen im Vergleich nach Anbieter (% p.a., Stand 2025)
Kostenlos Geld abheben und im Ausland bezahlen: Karten für Studierende
Ob Erasmus-Semester in Spanien, Sprachkurs in den USA oder einfach der Urlaub nach dem letzten Prüfungsblock – als Studierender bist du häufig im Ausland unterwegs. Die falsche Karte kann dich dabei schnell 3 bis 5 Euro pro Abhebung kosten. Die richtige Karte kostet dich nichts.
Standard bei allen großen Direktbanken ist eine kostenlose Visa-Debitkarte. Diese ist weltweit einsetzbar und funktioniert überall dort, wo Visa akzeptiert wird. Der Unterschied liegt in den Konditionen für Bargeldabhebungen im Ausland.
Die DKB bietet mit Aktivstatus – also bei mindestens 700 Euro monatlichem Geldeingang – weltweite kostenlose Abhebungen. Das ist der umfangreichste Schutz im Vergleich. Die ING erlaubt kostenlose Abhebungen in Euro-Ländern, wenn du mindestens 50 Euro abhebst. Comdirect gewährt dir drei kostenlose Abhebungen weltweit pro Monat – das reicht für die meisten Auslandsaufenthalte.
Echte Kreditkarten mit Kreditrahmen sind seltener kostenlos inklusive. Die DKB legt eine Visa-Kreditkarte bei – das ist ein echter Vorteil, denn bei Hotels und Mietwagen verlangen viele Anbieter eine echte Kreditkarte, keine Debitkarte. Die Commerzbank bietet die Young-Visa-Kreditkarte kostenlos an, wenn du monatlich mindestens 300 Euro Geldeingang nachweist.
Für Auslandssemester oder längere Reisen empfiehlt sich ergänzend eine kostenlose Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühren. Drei Optionen stechen hervor: Die Easybank Visa (früher unter anderem Namen bekannt) ist dauerhaft kostenlos, erhebt keine Fremdwährungsgebühren und erlaubt weltweite Abhebungen ohne Aufpreis. Die Hanseatic Bank Genialcard ist ebenfalls kostenlos, verlangt keine Mindestabhebung und hat keine Gebühren für Zahlungen oder Abhebungen in jeder Währung – du kannst in der App den vollständigen monatlichen Ausgleich einstellen, um Zinsen zu vermeiden. Die Bank Norwegian Visa ist die dritte kostenlose Option ohne Fremdwährungsgebühren.
Die C24-Debitkarte ist weltweit gebührenfrei einsetzbar, aber du hast nur vier kostenlose Abhebungen pro Monat. Außerdem fehlt ein Kreditrahmen – das kann bei Hotels und Mietwagen zum Problem werden, da diese oft eine Kreditkarte als Sicherheit verlangen.
Optionale Zusatzkarten kosten bei manchen Banken extra: Die ING-girocard schlägt mit 1,49 Euro pro Monat zu Buche, die Comdirect-girocard mit 1,00 Euro monatlich. Für die meisten Studierenden ist die kostenlose Visa-Debitkarte ausreichend – die girocard brauchst du nur, wenn du regelmäßig an Automaten abhebst, die ausschließlich das girocard-System akzeptieren.
💡 Tip
Kombiniere dein kostenloses Studentenkonto (z. B. DKB oder ING) mit einer zusätzlichen kostenlosen Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühren. So bist du für Hotels, Mietwagen und Notfälle abgesichert – ohne einen Cent extra zu zahlen.
Was passiert nach dem Studium? Kontomodelle nach der Altersgrenze
Das Studium endet irgendwann – und damit oft auch die kostenlosen Konditionen. Was viele nicht wissen: Die meisten Banken wandeln dein Studentenkonto automatisch in ein reguläres Girokonto um, sobald du die Altersgrenze überschreitest oder dein Studium beendest. Gebühren fallen dann an, sofern du keine Bedingungen erfüllst.
Die gute Nachricht: Bei den meisten Direktbanken kannst du das Konto kostenlos weiterführen – wenn du einen ausreichenden monatlichen Geldeingang hast. Das ist nach dem Berufseinstieg in der Regel kein Problem.
Die DKB verlangt ab dem 28. Geburtstag mindestens 700 Euro monatlichen Geldeingang für die kostenlose Kontoführung (Aktivstatus). Das entspricht etwa einem Minijob oder einem kleinen Nebeneinkommen – für Berufseinsteiger ist diese Hürde leicht zu nehmen. Die ING setzt die Schwelle höher: 1.000 Euro monatlicher Geldeingang sind nötig, sonst fallen 4,90 Euro pro Monat an. Comdirect ist flexibler: Neben 700 Euro Geldeingang zählen auch drei mobile Zahlungen pro Monat als Bedingung für Kostenfreiheit. Wer keine dieser Bedingungen erfüllt, zahlt ebenfalls 4,90 Euro monatlich.
Die Norisbank ist mit 3,90 Euro pro Monat der günstigste Fallback-Tarif, wenn weder Altersgrenze (unter 30 Jahre) noch Mindestgeldeingang (500 Euro) erfüllt sind. Die Commerzbank wird ab dem 28. Geburtstag kostenpflichtig – die genaue Gebühr hängt vom gewählten Kontomodell ab.
Sparkassen sind besonders kritisch zu beobachten: Die Altersgrenze liegt oft bei nur 24 oder 25 Jahren. Wer noch im Masterstudium oder Promotionsstudium ist, überschreitet diese Grenze schnell. Dann wird das Konto kostenpflichtig, ohne dass das Studium beendet ist.
Wer dauerhaft kostenlos bleiben möchte, ohne Bedingungen zu erfüllen, hat zwei Alternativen: C24 und N26 bieten dauerhaft kostenlose Girokonten ohne Altersgrenze und ohne Mindestgeldeingang. Diese sind keine klassischen Studentenkonten, sondern allgemein kostenlose Konten – aber sie funktionieren für Studierende genauso gut.
Der wichtigste Tip: Prüfe dein Kontomodell rechtzeitig, bevor du die Altersgrenze erreichst. Viele Banken informieren dich automatisch, aber nicht alle. Wer frühzeitig handelt, kann entweder die Bedingungen für Kostenfreiheit erfüllen oder rechtzeitig zu einem dauerhaft kostenlosen Anbieter wechseln – ohne Unterbrechung und ohne Gebühren.
Ein Kontowechsel ist in Deutschland dank des gesetzlichen Kontowechselservice unkompliziert. Banken sind verpflichtet, dir bei der Übertragung von Daueraufträgen und Lastschriftmandaten zu helfen. Der Wechsel dauert in der Regel nicht länger als zwei Wochen.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein Studentenkonto wirklich kostenlos?
Ja, bei den meisten Direktbanken und vielen Filialbanken fallen keine Kontoführungsgebühren an – solange du die Altersgrenze (meist bis 27 oder 28 Jahre) einhältst. BAföG zählt bei den meisten Banken als anrechenbarer Geldeingang.
Welche Bank bietet die günstigsten Dispozinsen für Studenten?
Die DKB ist mit 7,91 bis 8,99 Prozent pro Jahr am günstigsten. ING liegt bei rund 9 bis 11 Prozent, Comdirect bei 11,75 Prozent. Sparkassen sind mit 12 bis 14 Prozent pro Jahr am teuersten – der Marktdurchschnitt liegt bei rund 12 Prozent.
Was passiert mit dem Konto nach dem Studium oder nach der Altersgrenze?
Das Konto wird automatisch in ein reguläres Girokonto umgewandelt. DKB und Comdirect verlangen dann mindestens 700 Euro monatlichen Geldeingang für Kostenfreiheit, die ING 1.000 Euro. Sonst fallen 4,90 Euro pro Monat an.
Kann ich als Student einen Dispokredit bekommen?
Ja. ING und Norisbank bieten bis zu 500 Euro Dispokredit ohne Bonitätsnachweis an – für Studierende bis 30 Jahre. Höhere Rahmen sind individuell und bonitätsabhängig. Den Dispo solltest du nur kurzfristig nutzen.
Ist eine Kreditkarte beim Studentenkonto inklusive?
Nicht immer. Die DKB legt eine Visa-Kreditkarte bei. Die Commerzbank bietet die Young-Visa kostenlos ab 300 Euro monatlichem Geldeingang. ING und Comdirect liefern nur eine Debitkarte – eine echte Kreditkarte ist optional oder kostenpflichtig.
Kann ich mit dem Studentenkonto kostenlos im Ausland Geld abheben?
Bei Direktbanken oft ja: DKB ermöglicht weltweite kostenlose Abhebungen mit Aktivstatus, ING in Euro-Ländern ab 50 Euro, Comdirect dreimal monatlich weltweit. Für Auslandssemester empfiehlt sich ergänzend eine kostenlose Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühren.
Gibt es Studentenkonten ohne Altersgrenze?
C24 und N26 bieten dauerhaft kostenlose Girokonten ohne Altersgrenze und ohne Mindestgeldeingang. Diese sind keine klassischen Studentenkonten, eignen sich aber für Studierende genauso gut – ohne das Risiko, nach dem Studium plötzlich Gebühren zu zahlen.



