Themen in diesem Artikel:
- Kosten beim Einsatz der Girocard im Ausland: Überblick über Gebühren beim Bezahlen und Geldabheben im Ausland.
- In welchen Ländern die Girocard gilt: Entdecke Akzeptanz, Geo-Blocking und nötige Freischaltungen.
- Einschränkungen durch das Ende von Maestro: Verstehe das Maestro-Aus und welche Alternativen es gibt.
- Eingeschränkte Nutzung im Ausland: Maestro-Service endet 2028, V-Pay bleibt vorerst bestehen.
- Praktische Tipps für Reisen: Hinweise zu Limits, Kosten und deiner Urlaubs-Checkliste.
- Häufig gestellte Fragen zur Girocard im Ausland: Kompakte Antworten zu Akzeptanz, Gebühren und Freischaltung.
Im Ausland funktioniert die Girocard nur eingeschränkt. Mit aufgedrucktem Maestro-Logo zahlst du weltweit, mit V-Pay-Logo nur in Europa, ohne Co-Badging gar nicht. Welche Gebühren fallen an? In der Eurozone bezahlst du kostenlos, außerhalb meist ein bis drei Prozent vom Umsatz. Bargeld abheben kostet oft fünf bis zehn Euro je Bank – durch die Gebühr deiner und der fremden Bank zusammen bis zu zwanzig Euro. In welchen Ländern? Maestro gilt weltweit, V-Pay überwiegend in Europa; manche Banken sperren Regionen per Geo-Blocking. Wichtig: Mastercard hat den Maestro-Service im Juli 2023 eingestellt, bis 2028 laufen die letzten Karten aus.
Girocards dank Co-Badging auch im Ausland einsetzbar
Kurz gesagt: Eine Girocard funktioniert im Ausland nur, wenn sie ein Maestro- oder V-Pay-Logo trägt. Dieses Co-Badging schaltet die internationale Nutzung frei.
Die Girocard gehört zur Standardausstattung eines jeden Girokontos und ermöglicht dir unkomplizierten bargeldlosen Zahlungsverkehr. Viele kennen sie noch unter ihrem alten Namen EC-Karte. Ursprünglich als europaweites Bezahlsystem konzipiert, kannst du mit einer Girokarte grundsätzlich in ganz Deutschland und Europa Geld abheben und in Geschäften bezahlen – auch kontaktlos.
Die meisten Girocards lassen sich ebenso im Ausland einsetzen. Möglich machen das die Kooperationen mit Kreditkartenanbietern wie Mastercard mit Maestro und VISA mit V-Pay. Ob deine Girocard über ein solches sogenanntes Co-Badging verfügt, erkennst du an dem aufgedruckten Maestro- oder V-Pay-Logo. Diese Partnerschaft erweitert den Einsatzbereich deiner Karte erheblich und macht sie zu einem praktischen Begleiter auf Reisen.
💡 Tipp
Prüfe vor deiner Reise das Logo auf deiner Girocard: Maestro-Logo bedeutet weltweite Einsetzbarkeit, V-Pay-Logo funktioniert nur in Europa. Karten ohne Logo sind reine Deutschland-Karten und im Ausland nicht nutzbar.
In welchen Ländern du mit der Girocard bezahlen kannst
Direkt beantwortet: Mit Maestro zahlst du weltweit, mit V-Pay überwiegend in Europa, ohne Co-Badging nur in Deutschland.
In welchen Ländern du mit deiner Girocard bezahlen kannst, hängt davon ab, ob sie an das Maestro- oder V-Pay-System gekoppelt ist. Maestro-Karten sind weltweit gültig und eignen sich daher besonders gut für Weltenbummler:innen. Karten mit dem V-Pay-Zeichen kannst du dagegen in der Regel nur in Europa nutzen.
Girocard im Ausland: Akzeptanz nach System
Das Co-Badging entscheidet, wo deine Karte gilt. Die Übersicht zeigt die Einsatzgebiete der drei Varianten:
| System | Erkennungsmerkmal | Einsatzgebiet |
|---|---|---|
| Maestro (Mastercard) | Maestro-Logo auf der Karte | weltweit, längstens bis 2028 (Ablauf der Bestandskarten) |
| V-Pay (Visa) | V-Pay-Logo auf der Karte | überwiegend Europa |
| Ohne Co-Badging | nur Girocard-Logo, kein Maestro/V-Pay | nur Deutschland |
Aus Sicherheitsgründen sperren einige Banken die Girocard für den Einsatz außerhalb Europas. Du kannst die Länder, in denen du die Karte einsetzen willst, auf Antrag bei deiner Bank freischalten lassen. Erkundige dich also im Vorfeld einer Reise bei deiner Bank, ob du deine Girocard in deinem Reiseland nutzen kannst und welche Tages- und Wochenlimits es beim Geldabheben und Bezahlen gibt.
Kurz erklärt: Maestro und V-Pay
Beim Maestro-System werden alle sensiblen Kartendaten auf dem Magnetstreifen gespeichert. Das hat den Vorteil, dass diese von vielen Geräten ausgelesen werden können und du überall auf der Welt per Unterschrift damit bezahlen kannst. Die breite Akzeptanz macht Maestro zur flexibleren Lösung für internationale Reisen.
V-Pay speichert die Daten dagegen auf einem speziellen Chip und du musst zum Bezahlen immer deine PIN eingeben. Das ist etwas sicherer, aber nicht alle Geräte verfügen über die nötige Technik. Das schränkt die Einsatzmöglichkeiten von V-Pay-Karten im Ausland ein, bietet dafür aber einen höheren Schutz vor Kartenmissbrauch.
📌 Gut zu wissen
Viele Banken haben aus Sicherheitsgründen Geo-Blocking aktiviert: Deine Karte funktioniert dann nur in bestimmten Regionen. Informiere deine Bank unbedingt vor Reiseantritt über dein Reiseziel, um eine automatische Sperrung zu vermeiden.
Das kostet der Auslandseinsatz der Girocard
Das kostet es: In der Eurozone zahlst du kostenlos, außerhalb ein bis drei Prozent vom Umsatz. Beim Abheben kommen je fünf bis zehn Euro von deiner und der fremden Bank dazu.
Mit deiner Girokarte kannst du überall in Deutschland und innerhalb der Eurozone kostenlos in Geschäften bezahlen. Innerhalb der EU dürfen grenzüberschreitende Euro-Zahlungen mit der Karte laut EU-Preisverordnung ohnehin nicht teurer sein als vergleichbare Inlandszahlungen. Wenn du jedoch außerhalb der Eurozone in einem Geschäft mit der Girocard zahlst, vereinnahmt deine Bank eine prozentuale Gebühr des Umsatzes. Diese kann je nach Kartenanbieter zwischen ein und drei Prozent liegen.
Für das Abheben von Bargeld an Geldautomaten im Ausland fällt jedoch üblicherweise seitens deiner Bank eine Gebühr von zwischen fünf und zehn Euro an, manchmal auch ein prozentualer Betrag. Die genauen Kosten erfährst du im Preisverzeichnis deiner Bank. Dazu kommen zusätzlich die Gebühren, die die ausländische Bank erhebt. Diese verlangen für die Nutzung ihres Automaten häufig eine Pauschale, die ebenfalls zwischen fünf und zehn Euro liegt, unabhängig vom abgehobenen Betrag. In der Summe können beim Geldabheben außerhalb der Eurozone also schnell bis zu zwanzig Euro pro Vorgang zusammenkommen.
In Ländern, die eine andere Währung als den Euro haben, können zudem Wechselkursgebühren entstehen. Diese kann deine Bank entweder transparent als prozentualen Teil des Umsatzes erheben. Manchmal verstecken sich diese Gebühren aber auch in einem unvorteilhaften Wechselkurs für die Umrechnung in Euro. Die Betreiber deutscher Bankautomaten weisen die Auslandsgebühren aber in der Regel im Preisverzeichnis aus.
Girocard im Ausland: Gebühren im Überblick
Beim Auslandseinsatz fallen mehrere Gebühren an. Die Übersicht fasst die typischen Kosten zusammen:
| Situation | Typische Kosten |
|---|---|
| Bezahlen in der Eurozone | kostenlos |
| Bezahlen außerhalb der Eurozone | ein bis drei Prozent des Umsatzes |
| Geld abheben (Gebühr deiner Bank) | fünf bis zehn Euro |
| Geld abheben (Gebühr des ausländischen Automaten) | fünf bis zehn Euro |
| Zahlung in Fremdwährung | zusätzliche Wechselkursgebühr möglich |
💡 Tipp
Lehne die Sofortumrechnung in Euro (Dynamic Currency Conversion) am Automaten oder beim Händler immer ab! Wähle stattdessen die Landeswährung – so sparst du oft 5-10% durch bessere Wechselkurse deiner Hausbank.
Achtung: Künftig nur noch eingeschränkt im Ausland einsetzbar
Worum es geht: Seit Juli 2023 gibt es keine neuen Girocards mit Maestro mehr; Bestandskarten laufen spätestens 2028 aus. V-Pay bleibt vorerst, viele neue Karten gelten aber nur in Deutschland.
Die Girocard ist im Ausland mittlerweile nur noch eingeschränkt nutzbar. Der Grund: Mastercard hat seinen Maestro-Service für Girokarten seit Juli 2023 eingestellt. Seitdem können Banken keine neuen Girokarten mit Maestro-Funktion mehr ausgeben. Bis zu dem Gültig-bis-Datum, das auf der Girokarte steht, kannst du sie jedoch noch wie gewohnt im Ausland nutzen. 2028 werden die letzten Bestandskarten auslaufen.
Das Gegenstück zu Maestro, V-Pay, bleibt vorerst weiterhin bestehen. Viele Banken geben aber bereits jetzt nur noch Girocards ohne Co-Badging mit Mastercard oder VISA aus. Diese kannst du nur in Deutschland einsetzen. Die deutsche Bankenwirtschaft arbeitet aber an verschiedenen Modellen, um Auslandszahlungen mit der Girocard auch zukünftig weiter zu ermöglichen.
📌 Gut zu wissen
Als Ersatz für die auslaufende Maestro-Funktion bieten viele Banken jetzt Debit-Kreditkarten von Mastercard oder Visa an. Diese funktionieren wie eine Girocard (sofortige Kontobelastung), sind aber weltweit einsetzbar und oft günstiger im Auslandseinsatz.
Praktische Hinweise für den Auslandseinsatz
Das Wichtigste zuerst: Kläre vor der Reise Freischaltung, Limits und Gebühren mit deiner Bank – und nimm zur Sicherheit eine zweite Karte als Backup mit.
Vor jeder Auslandsreise solltest du dich bei deiner Bank über die Einsatzmöglichkeiten deiner Girocard informieren. Kläre ab, ob eine Freischaltung für dein Reiseland notwendig ist und welche Limits gelten. Prüfe außerdem das Preisverzeichnis deiner Bank, um die anfallenden Gebühren zu kennen. So vermeidest du unangenehme Überraschungen und kannst deine Reisekasse besser planen.
Setze beim Geldabheben außerdem auf wenige, größere Beträge statt vieler kleiner Abhebungen, da die festen Automatengebühren pro Vorgang anfallen. Prüfe am Automaten immer den angezeigten Gebührenhinweis, bevor du die Abhebung bestätigst, und wähle stets die Abrechnung in der Landeswährung.
Quellen
Häufig gestellte Fragen
Funktioniert jede Girocard im Ausland?
Nur Girocards mit Maestro- oder V-Pay-Logo funktionieren im Ausland. Maestro-Karten sind weltweit einsetzbar, V-Pay-Karten meist nur in Europa. Karten ohne Co-Badging funktionieren ausschließlich in Deutschland.
Welche Gebühren fallen beim Bezahlen außerhalb der Eurozone an?
Beim Bezahlen außerhalb der Eurozone berechnen Banken üblicherweise ein bis drei Prozent des Umsatzes. Zusätzlich können Wechselkursgebühren anfallen. Die genauen Kosten findest du im Preisverzeichnis deiner Bank.
Was kostet das Geldabheben im Ausland mit der Girocard?
Beim Geldabheben im Ausland fallen meist zwei Gebühren an: fünf bis zehn Euro von deiner Bank plus fünf bis zehn Euro vom ausländischen Automatenbetreiber. Insgesamt können also bis zu zwanzig Euro Gebühren entstehen.
Warum wird die Girocard im Ausland künftig eingeschränkt nutzbar sein?
Mastercard hat seit Juli 2023 seinen Maestro-Service eingestellt. Bestehende Maestro-Karten funktionieren noch bis zu ihrem Ablaufdatum, spätestens bis 2028. Viele Banken geben bereits jetzt nur noch Girocards ohne Auslandsfunktion aus.
Sollte ich die Sofortumrechnung in Euro am Automaten akzeptieren?
Nein, lehne die Sofortumrechnung ab. Automatenbetreiber und Händler bieten oft ungünstige Wechselkurse an, bei denen sie mehr verdienen als deine Bank normalerweise berechnen würde. Wähle immer die Landeswährung.
Muss ich meine Girocard für Auslandsreisen freischalten lassen?
Ja, einige Banken sperren Girocards aus Sicherheitsgründen für den Einsatz außerhalb Europas. Informiere dich vor Reiseantritt bei deiner Bank und lasse dein Reiseland gegebenenfalls freischalten.



