Themen in diesem Artikel:
- Was ist Wise?: Erfahre, wie das Multi-Currency-Konto mit echtem Devisenmittelkurs und Peer-to-Peer-Netzwerk in 160+ Länder funktioniert.
- Alle Kontofunktionen: Entdecke lokale Bankdaten in 22 Währungen, virtuelle Karten und 74 % Überweisungen unter 20 Sekunden.
- Gebühren im Detail: Vergleiche alle Kosten – Karte 7 EUR einmalig, Abhebung bis 250 EUR kostenlos, Umrechnung ab 0,47 %.
- Geschwindigkeit und Limits: Verstehe, warum 95 % aller Transfers unter 24 Stunden ankommen und welche Limits gelten.
- Sicherheit und Regulierung: Finde heraus, was Safeguarding bedeutet und wie FCA, NBB und BaFin dein Geld schützen.
- Wise vs. Bank vs. Revolut: Vergleiche echte Gebühren gegen Sparkasse und Revolut – mit konkreten Zahlen und Einlagenschutz-Unterschieden.
Was ist Wise und wie funktioniert das Multi-Currency-Konto?
Das Wise Multi-Currency-Konto ist ein Zahlungskonto, das internationalen Geldtransfer, Währungshaltung und Kartenzahlung in einem Produkt vereint – zum echten Devisenmittelkurs, ohne versteckte Aufschläge. Wise ist kein klassisches Kreditinstitut, sondern ein regulierter Zahlungsdienstleister und E-Geld-Institut. Das macht einen wichtigen Unterschied, auf den wir beim Thema Sicherheit noch genau eingehen.
Gegründet unter dem Namen TransferWise, hat sich Wise zum Marktführer für transparente Auslandsüberweisungen entwickelt. Die Zielgruppe ist breit: Vielreisende, digitale Nomaden, Selbstständige mit internationalen Kunden und Unternehmen, die regelmäßig Fremdwährungen bewegen. Wer einmal erlebt hat, wie eine klassische Bank bei einer Auslandsüberweisung 15 Euro Pauschalgebühr plus einen versteckten Wechselkursaufschlag kassiert, versteht den Reiz sofort.
Das technische Herzstück ist das Peer-to-Peer-Prinzip mit lokalen Banknetzwerken. Wenn du zum Beispiel Euro nach Großbritannien sendest, überquert das Geld selten physisch eine Landesgrenze. Stattdessen nutzt Wise lokale Bankkonten in beiden Ländern: Dein Euro-Betrag geht auf ein lokales Wise-Konto in Deutschland, und ein entsprechender Pfund-Betrag wird aus einem britischen Wise-Konto an den Empfänger ausgezahlt. Das spart Korrespondenzbank-Gebühren und beschleunigt den Transfer erheblich.
Der Wechselkurs ist ein zentrales Verkaufsargument. Wise verwendet ausschließlich den echten Interbank-Kurs – also den Mittelkurs, den du auch auf Finanzportalen siehst. Banken hingegen nutzen diesen Kurs als Basis und schlagen dann 1–3 % auf, ohne das explizit auszuweisen. Bei Wise siehst du vor der Überweisung genau, wie viel Gebühr du zahlst. Kein Kleingedrucktes, kein versteckter Aufschlag im Kurs.
Die Kontoeröffnung ist kostenlos und dauert wenige Minuten. Du benötigst ein Ausweisdokument zur Identifizierung, die Verifizierung läuft digital. Danach kannst du sofort Guthaben in über 40 Währungen halten – manche Quellen sprechen von über 50, je nachdem ob man nur das Halten oder auch das Senden und Empfangen zählt. Zahlungen sind in 49 Währungen möglich, Überweisungen in über 160 Länder weltweit. Das ist eine Abdeckung, die kein klassisches deutsches Girokonto auch nur annähernd erreicht.
Wichtig für die Einordnung: Wise ist kein Ersatz für ein vollständiges Girokonto. Es gibt keinen Dispokredit, keine Kreditfunktionen und – das ist entscheidend – keine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro wie bei einer regulären Bank. Dazu später mehr. Als Ergänzungskonto für internationale Zahlungen und Reisen ist Wise aber schwer zu schlagen.
Alle Funktionen des Wise-Kontos im Überblick
Das Wise-Konto ist mehr als ein reines Überweisungstool. Es hat sich zu einem vollständigen Zahlungskonto für internationale Nutzer entwickelt – mit einer Reihe von Funktionen, die zusammen ein überzeugendes Paket ergeben.
Einer der praktischsten Aspekte sind die lokalen Bankdaten. Du bekommst eigene Kontodaten in bis zu 22 Währungen, darunter eine deutsche IBAN, eine US-Routing-Nummer und eine britische Kontonummer. Das bedeutet: Internationale Kunden oder Arbeitgeber können dir Geld überweisen, als wärst du lokal ansässig. Für Freelancer, die für britische oder amerikanische Unternehmen arbeiten, ist das ein enormer Vorteil – keine teuren Auslandsüberweisungen mehr, weil der Absender einfach auf ein lokales Konto überweist.
Die Debitkarte ist international einsetzbar – als Mastercard oder Visa, je nach Region. Sie funktioniert in über 175 Ländern. Zusätzlich gibt es virtuelle Debitkarten, die kostenlos und sofort verfügbar sind. Diese lassen sich mit Apple Pay und Google Pay verknüpfen, was kontaktloses Bezahlen weltweit ermöglicht. Wer viel reist, schätzt die Möglichkeit, mehrere virtuelle Karten für unterschiedliche Zwecke zu erstellen – etwa eine für Online-Shopping und eine für Abonnements.
Daueraufträge sind ebenfalls möglich, was Wise für regelmäßige internationale Zahlungen tauglich macht – zum Beispiel für Mietzahlungen ins Ausland oder monatliche Überweisungen an Familienmitglieder. Lastschriften in GBP, EUR und AUD sind kostenlos einrichtbar. Unterkonten zum Sparen und Geldsammeln runden das Angebot ab: Du kannst Geld für bestimmte Zwecke reservieren, ohne es auf ein separates Konto verschieben zu müssen.
Die App zeigt Kontobewegungen in Echtzeit. Das klingt selbstverständlich, ist es aber bei internationalen Transaktionen nicht immer. Bei Wise siehst du sofort, wenn eine Zahlung eingeht oder ausgeht – inklusive des angewendeten Wechselkurses und der genauen Gebühr. Diese Transparenz ist ein Kernversprechen des Produkts.
Die Überweisungsgeschwindigkeit ist beeindruckend: 74 % aller weltweiten Überweisungen kommen in unter 20 Sekunden an. 95 % werden in unter 24 Stunden abgewickelt. Europäische Routen – etwa von Euro in Pfund – sind oft in Sekunden erledigt. Überweisungen in die USA dauern meist Minuten bis Stunden, nach Thailand ebenfalls nur Minuten. Zum Vergleich: Traditionelle Banken brauchen für internationale Transfers 2 bis 5 Werktage, manchmal länger.
Beim Geldempfang gibt es ebenfalls Unterschiede je nach Währung. EUR, GBP, AUD, NZD, RON, HUF und SGD eingehend sind kostenlos. USD per ACH-Zahlung oder Bank Debit ist ebenfalls kostenlos. Nur USD per Wire-Überweisung kostet 7,50 USD – ein Punkt, den man kennen sollte, wenn man regelmäßig Dollarbeträge aus den USA empfängt.
Das Überweisungslimit aus dem Wise-Guthaben beträgt bis zu 20 Millionen Euro pro Einzelüberweisung – eine Zahl, die zeigt, dass Wise auch für größere Geschäftstransaktionen ausgelegt ist. Per SEPA oder Trustly sind es bis zu 1,2 Millionen Euro, per Karte bis zu 10.000 Euro.
📌 Good to know
Virtuelle Wise-Karten sind sofort einsatzbereit und kostenlos. Wer die physische Karte noch nicht erhalten hat oder sie gerade nicht dabei hat, kann trotzdem sofort weltweit bezahlen – über Apple Pay oder Google Pay mit der virtuellen Karte.
Gebühren beim Wise-Konto: Was kostet wirklich was?
Die Gebührenstruktur von Wise ist transparent – aber nicht kostenlos. Das ist ein wichtiger Unterschied. Wise wirbt damit, keine versteckten Gebühren zu haben, und das stimmt. Aber es gibt durchaus Kosten, die man kennen sollte, bevor man das Konto als Hauptwerkzeug für internationale Zahlungen nutzt.
Die Kontoführung selbst ist dauerhaft kostenlos. Keine monatliche Grundgebühr, kein Jahresbeitrag, kein Mindestguthaben. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber vielen klassischen Bankkonten, die 5 bis 15 Euro pro Monat kosten.
Die physische Debitkarte kostet einmalig 7 Euro zur Ausstellung. Das ist kein Abo, sondern eine einmalige Gebühr. Bei Verlust oder Defekt fällt eine Ersatzkartengebühr von 4 Euro an. Virtuelle Karten hingegen sind komplett kostenlos und sofort verfügbar.
Bargeldabhebungen am Geldautomaten sind bis zu 250 Euro pro Monat kostenlos. Wer dieses Limit überschreitet, zahlt 2,69 % auf den übersteigenden Betrag. Wichtig: Geldautomatenbetreiber können zusätzlich eigene Gebühren erheben – das liegt außerhalb von Wise’s Kontrolle und variiert je nach Land und Betreiber.
Die Währungsumrechnungsgebühr beginnt ab 0,47 % und variiert je nach Währungspaar. Häufig gehandelte Paare wie EUR/GBP oder EUR/USD sind günstiger, exotischere Währungen teurer. Für Überweisungen kommt eine variable Gebühr zwischen 0,35 % und 1,5 % hinzu, plus ein fester Sockelbetrag – zum Beispiel 0,50 Euro. Wer regelmäßig größere Beträge überweist, profitiert vom Großvolumen-Rabatt: Ab 22.000 Euro sinken die Gebühren auf ab 0,1 %.
Hier ist die vollständige Gebührenübersicht auf einen Blick:
| Leistung | Gebühr |
|---|---|
| Kontoführung monatlich | 0 EUR |
| Physische Debitkarte (einmalig) | 7 EUR |
| Virtuelle Debitkarte | 0 EUR |
| Ersatzkarte | 4 EUR |
| Bargeldabhebung (bis 250 EUR/Monat) | 0 EUR |
| Bargeldabhebung (über 250 EUR/Monat) | 2,69 % |
| Währungsumrechnung (ab) | 0,47 % |
| Überweisungsgebühr (variabel) | 0,35 %–1,5 % |
| Großvolumen-Rabatt (ab 22.000 EUR) | ab 0,1 % |
| USD-Empfang per ACH | 0 USD |
| USD-Empfang per Wire | 7,50 USD |
| EUR, GBP, AUD, NZD, RON, HUF, SGD eingehend | 0 EUR |
Zum Vergleich: Die Sparkasse Berlin berechnet für eine Auslandsüberweisung bis 10.000 Euro pauschal 12,50 bis 17,50 Euro – plus einen versteckten Wechselkursaufschlag. Bei größeren Beträgen kommen 1,0 bis 1,75 Promille dazu, maximal 500 bis 600 Euro, plus eine Fremdkostenpauschale von 20 Euro für die OUR-Option. Bei Wise zahlst du ab 0,47 % – ohne Pauschalen, ohne versteckten Kursaufschlag. Der Unterschied kann bei einer einzigen Überweisung von 5.000 Euro bereits 10 bis 15 Euro betragen.
💡 Tip
Wenn du regelmäßig USD aus den USA empfängst, lass den Absender ACH oder Bank Debit nutzen statt Wire Transfer. Das spart dir die 7,50 USD Empfangsgebühr pro Transaktion – bei monatlichen Zahlungen macht das 90 USD im Jahr.
Überweisungsgeschwindigkeit und Limits: Was Wise wirklich leistet
Geschwindigkeit ist eines der stärksten Argumente für Wise. Die Zahlen sind eindeutig: 74 % aller weltweiten Überweisungen kommen in unter 20 Sekunden an. 95 % werden in unter 24 Stunden abgewickelt. Das sind keine Marketingversprechen, sondern gemessene Werte über das gesamte Transaktionsvolumen.
Zum Verständnis: Traditionelle Banken brauchen für internationale Überweisungen 2 bis 5 Werktage – manchmal länger, wenn Korrespondenzbanken involviert sind oder Compliance-Checks ausgelöst werden. Das ist nicht nur langsam, sondern auch unberechenbar. Wise ist in beiden Dimensionen überlegen: schneller und vorhersehbarer.
Die Geschwindigkeit variiert je nach Route. Europäische Transfers – etwa von Euro in Pfund – sind oft in Sekunden abgeschlossen, weil Wise lokale Zahlungsnetzwerke nutzt. Überweisungen in die USA dauern meist Minuten bis Stunden. Transfers nach Thailand sind ebenfalls in Minuten erledigt. EUR-Überweisungen nach einem Währungsumtausch brauchen 1 bis 2 Werktage, bis das Geld beim Empfänger ankommt – das liegt am Clearing-Prozess der Empfängerbank, nicht an Wise.
Das folgende Diagramm zeigt den Anteil der Wise-Überweisungen nach Geschwindigkeit im weltweiten Vergleich:
Balkendiagramm: Anteil Wise-Überweisungen nach Geschwindigkeit
Genauso wichtig wie die Geschwindigkeit sind die Limits. Aus dem Wise-Guthaben heraus kannst du bis zu 20 Millionen Euro pro Einzelüberweisung senden – eine Größenordnung, die selbst für größere Unternehmenstransaktionen ausreicht. Per SEPA oder Trustly liegt das Limit bei 1,2 Millionen Euro. Per Karte kannst du bis zu 10.000 Euro überweisen, per iDEAL bis zu 50.000 Euro.
Für USD-Überweisungen per ACH gelten rollierende Limits: 50.000 USD pro 24 Stunden und 250.000 USD pro 60 Tage. Wer höhere Beträge überweisen möchte, muss das Geld zunächst auf das Wise-Konto einzahlen und von dort senden – dann greift das 20-Millionen-Euro-Limit.
Diese Limits sind für die meisten Privatnutzer und kleinen Unternehmen völlig ausreichend. Für sehr große Unternehmenstransaktionen gibt es zudem einen dedizierten Wise Business-Bereich mit angepassten Konditionen.
Sicherheit und Regulierung: Wie sicher ist Geld bei Wise?
Die Sicherheitsfrage ist bei Wise komplexer als bei einer klassischen Bank – und verdient eine ehrliche, differenzierte Antwort. Denn Wise ist kein Kreditinstitut. Das hat konkrete Konsequenzen für den Schutz deines Geldes.
Beginnen wir mit der Regulierung. In Großbritannien ist Wise als E-Geld-Institut bei der Financial Conduct Authority (FCA) unter der Zulassungsnummer 900507 reguliert. In der EU operiert Wise Europe SA unter der Aufsicht der Nationalbank von Belgien (NBB), Registernummer 0713629988. Über Passrechte ist Wise damit im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum tätig. In Deutschland ist Wise zusätzlich bei der BaFin registriert. Das sind seriöse, anerkannte Regulierungsbehörden – Wise ist kein Graumarkt-Anbieter.
Aber: Weil Wise kein Kreditinstitut ist, gibt es keine klassische gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Bei einer deutschen Sparkasse oder Bank ist dein Geld bis zu diesem Betrag gesetzlich abgesichert – im Insolvenzfall springt der Einlagensicherungsfonds ein. Bei Wise gibt es diesen Mechanismus nicht.
Stattdessen setzt Wise auf Safeguarding. Das bedeutet: Kundengelder werden vollständig vom Betriebsvermögen von Wise getrennt und bei risikoarmen Partnerbanken verwahrt. Im Insolvenzfall von Wise sollen diese Gelder damit nicht in die Insolvenzmasse fallen, sondern an die Kunden zurückfließen. Das ist ein anerkanntes Schutzkonzept für E-Geld-Institute – aber es ist nicht dasselbe wie eine gesetzliche Einlagensicherung. Im schlimmsten Fall hängt der tatsächliche Schutz von der Qualität der Partnerbanken und dem Insolvenzverfahren ab.
Für die IT-Sicherheit setzt Wise auf mehrere Schichten: biometrische Sperre (Fingerabdruck oder Gesichtserkennung), Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für alle Logins und Transaktionen sowie aktive Betrugserkennung im Hintergrund. Verdächtige Transaktionen werden automatisch gemeldet und können gesperrt werden. Das entspricht dem Standard moderner Fintech-Anbieter.
Was bedeutet das praktisch? Für alltägliche Beträge und internationale Transaktionen ist Wise sicher und reguliert. Als Hauptkonto für größere Ersparnisse ist es weniger geeignet als ein reguläres Bankkonto mit Einlagensicherung. Die kluge Nutzung ist: Wise als Transaktionskonto für internationale Zahlungen, klassisches Bankkonto für Ersparnisse und Sicherheitspuffer.
📌 Good to know
Safeguarding schützt dein Geld im Insolvenzfall von Wise – aber es ist keine gesetzliche Einlagensicherung. Halte größere Ersparnisse lieber bei einer Bank mit gesetzlichem Einlagenschutz bis 100.000 EUR.
Der Vergleich mit Revolut ist hier aufschlussreich: Revolut besitzt eine EU-Banklizenz und bietet damit eine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Das ist ein echter struktureller Unterschied zu Wise. Wer diesen Schutz als unverzichtbar betrachtet, muss das in seine Entscheidung einbeziehen.
Wise vs. klassische Bank vs. Revolut: Der direkte Vergleich
Zahlen sprechen lauter als Versprechen. Deshalb schauen wir uns die drei wichtigsten Vergleiche konkret an: Wise gegen eine klassische deutsche Bank, und Wise gegen Revolut.
Wise vs. klassische Bank
Das deutlichste Argument für Wise zeigt sich bei Auslandsüberweisungen. Eine Überweisung von 5.000 Euro ins Ausland kostet bei der Sparkasse Berlin pauschal 12,50 bis 17,50 Euro – plus einen versteckten Wechselkursaufschlag von typischerweise 1 bis 3 %. Bei Wise zahlst du ab 0,47 % Umrechnungsgebühr plus einen kleinen Fixbetrag. Bei 5.000 Euro macht das einen Unterschied von 10 bis 20 Euro pro Transaktion.
Bei größeren Beträgen wird der Unterschied noch deutlicher. Überweisungen über 10.000 Euro kosten bei der Sparkasse 1,0 bis 1,75 Promille des Betrags, maximal 500 bis 600 Euro – plus 20 Euro Fremdkostenpauschale für die OUR-Option. Bei Wise greift ab 22.000 Euro der Großvolumen-Rabatt mit Gebühren ab 0,1 %. Wer regelmäßig fünfstellige Beträge ins Ausland überweist, spart mit Wise jährlich mehrere Hundert Euro.
Die Überweisungsgeschwindigkeit ist ebenfalls klar: 74 % der Wise-Transfers in unter 20 Sekunden vs. 2 bis 5 Werktage bei traditionellen Banken. Der einzige Bereich, in dem klassische Banken klar vorne liegen: Einlagensicherung, Kreditprodukte und die Möglichkeit, das Konto als vollständiges Hauptkonto zu nutzen.
Wise vs. Revolut
Der Vergleich mit Revolut ist nuancierter, weil beide Anbieter unterschiedliche Stärken haben. Revolut ist seit 2023 eine vollwertige Bank mit EU-Banklizenz – das bedeutet gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Das ist ein echter Vorteil gegenüber Wise.
Beim Wechselkurs hingegen hat Wise die Nase vorn in puncto Transparenz. Wise verwendet immer den echten Interbank-Kurs ohne Monatslimit, ab 0,47 % Gebühr. Revolut bietet den Interbank-Kurs kostenlos bis 1.000 Euro pro Monat – danach fallen 0,5 % an. Am Wochenende kann Revolut zusätzliche Aufschläge erheben, weil die Devisenmärkte dann geschlossen sind. Wer regelmäßig größere Beträge tauscht, zahlt bei Revolut potenziell mehr.
Bei den gehaltenen Währungen liegt Wise deutlich vorne: über 40 bis 50+ Währungen gegenüber 29 bei Revolut. Revolut bietet dafür Ausgaben in über 150 Währungen sowie Krypto-Trading und Aktienhandel – Funktionen, die Wise nicht hat.
| Kriterium | Wise | Revolut | Klassische Bank (Sparkasse) |
|---|---|---|---|
| Bankstatus | E-Geld-Institut | Vollwertige Bank (EU) | Kreditinstitut |
| Einlagensicherung | Nein (Safeguarding) | Ja, bis 100.000 EUR | Ja, bis 100.000 EUR |
| Kontoführungsgebühr | 0 EUR/Monat | 0 EUR/Monat (Basis) | 5–15 EUR/Monat |
| Wechselkurs | Echter Mittelkurs, immer | Mittelkurs bis 1.000 EUR/Monat kostenlos | Kurs mit verstecktem Aufschlag |
| Währungen halten | 40–50+ | 29 | 1 (EUR) |
| Auslandsüberweisung (5.000 EUR) | Ab 0,47 % + Fixgebühr | Ab 0 % (bis Limit) | 12,50–17,50 EUR pauschal + Kursaufschlag |
| Überweisungsgeschwindigkeit | 74 % unter 20 Sek. | Schnell (variiert) | 2–5 Werktage |
| Krypto / Aktien | Nein | Ja | Depot möglich |
| Lokale Bankdaten | Bis 22 Währungen | Begrenzt | Nur IBAN (EUR) |
| Physische Karte | 7 EUR einmalig | Je nach Tarif | Oft kostenlos |
Das Fazit aus dem Vergleich: Wise ist die beste Wahl für alle, die regelmäßig größere Beträge ins Ausland überweisen und maximale Kostentransparenz wollen. Revolut eignet sich besser als Allround-Finanzprodukt mit Banklizenz und Zusatzfunktionen wie Krypto. Die klassische Bank bleibt unverzichtbar für Einlagensicherung, Kreditprodukte und das vollständige Hauptkonto.
💡 Tip
Die optimale Kombination für Vielreisende und Freelancer: klassisches Girokonto für Ersparnisse und Einlagensicherung, Wise für internationale Überweisungen und Kartenzahlungen im Ausland. So profitierst du von den Stärken beider Systeme.
Häufig gestellte Fragen
Ist Wise eine richtige Bank?
Nein. Wise ist ein regulierter Zahlungsdienstleister und E-Geld-Institut, kein Kreditinstitut. Es gibt keine Banklizenz, keinen Dispokredit und keine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro wie bei einer klassischen Bank.
Wie sicher ist mein Geld bei Wise?
Wise schützt Kundengelder durch Safeguarding: Das Geld wird getrennt vom Betriebsvermögen bei risikoarmen Partnerbanken verwahrt. Zusätzlich gibt es Zwei-Faktor-Authentifizierung und biometrische Sperre. Eine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro gibt es jedoch nicht.
Welche Gebühren fallen beim Wise-Konto an?
Kontoführung ist kostenlos. Die physische Debitkarte kostet einmalig 7 Euro. Bargeldabhebungen bis 250 Euro pro Monat sind gratis, danach 2,69 %. Währungsumrechnung kostet ab 0,47 %, Überweisungen 0,35 bis 1,5 % variabel plus Fixanteil.
Wie schnell kommen Überweisungen mit Wise an?
74 % aller weltweiten Wise-Überweisungen kommen in unter 20 Sekunden an, 95 % in unter 24 Stunden. Europäische Routen sind oft in Sekunden erledigt. Traditionelle Banken brauchen für internationale Transfers 2 bis 5 Werktage.
Bekomme ich mit Wise eine deutsche IBAN?
Ja. Wise stellt lokale Bankdaten in bis zu 22 Währungen aus, darunter eine deutsche IBAN, eine US-Routing-Nummer und eine britische Kontonummer. Damit kannst du Geld empfangen, als wärst du lokal ansässig.
Was ist der Unterschied zwischen Wise und Revolut?
Revolut ist eine vollwertige Bank mit EU-Banklizenz und Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Wise ist ein E-Geld-Institut ohne Einlagensicherung, bietet aber mehr Währungen zum Halten (50+ vs. 29) und immer den echten Mittelkurs ohne Monatslimit.
Kann ich Wise als Hauptkonto nutzen?
Nur eingeschränkt. Wise eignet sich hervorragend als Ergänzungskonto für internationale Zahlungen und Reisen. Als vollständiges Hauptkonto fehlen Dispokredit, klassische Bankprodukte und die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro.



