Das Wichtigste in Kürze
- Die drei Kontomodelle: Überblick über Klassik, Premium und Premium Plus mit Grundpreisen, Freiposten und Postenpreisen.
- Kosten nach Buchungen: Erfahre, was das Konto bei 10 bis 300 Posten im Monat zu regulären Preisen kostet.
- Break-even Klassik gegen Premium: Finde heraus, ab 137, 152 oder 270 Posten Premium günstiger als Klassik wird.
- Kosten über 24 und 36 Monate: Vergleiche die Gesamtkosten mit Aktionspreisen und 100-€-Bonus über zwei und drei Jahre.
- Rechenbeispiele je Profil: Entdecke, welches Modell für Freiberufler, Handwerksbetrieb und GmbH rechnerisch passt.
- Online-Bonus und Tagesgeld: Verstehe die Bedingungen für 100 € Bonus und 2,75 % Tagesgeldzins auf Neugeld.
- Karten, Bargeld, Extras: Überblick über Business Card, Bargeldgebühren von 2,50 € und 5,00 € sowie COINFO.
- Eröffnung und Unterlagen: Erfahre, welche Dokumente Einzelunternehmer, GbR und GmbH für die Eröffnung brauchen.
- Trennung und Rücklage: Lerne, warum getrennte Konten und ein Tagesgeld für die Steuerrücklage sinnvoll sind.
Commerzbank – KlassikGeschäftskonto

Commerzbank – KlassikGeschäftskonto
Vorteile
- Für Selbstständige und Freiberufler
- Girocard mit Visa-Funktion (Debitkarte)
- Tagesgeld mit 2,75 % p.a. bis 100.000 €
- Digitale Kontovollmacht für Mitarbeitende
Nachteile
- Danach 15,90 € Grundpreis pro Monat
- Erstattung nur mit Beratungsgespräch
- Werbeeinwilligung ist Voraussetzung
- Nur ohne Geschäftskonto in 12 Monaten
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.
Commerzbank – PremiumGeschäftskonto

Commerzbank – PremiumGeschäftskonto
Vorteile
- 100 € Online-Bonus bei Eröffnung
- 50 Buchungsposten im Monat inklusive
- Tagesgeld mit 2,75 % p.a. bis 100.000 €
- Leistungen einer Filialbank
Nachteile
- Danach 34,90 € Grundpreis pro Monat
- Ab 51. Posten 0,15 € je Buchung
- Bonus nur mit Beratung und Werbe-OK
- Beleghafte Buchung 2,50 € je Posten
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.
Die drei Commerzbank-Geschäftskonten 2026 im Überblick
Das Commerzbank Geschäftskonto gibt es 2026 in drei Modellen: Klassik, Premium und Premium Plus. Die kurze Antwort auf die Preisfrage: Das KlassikGeschäftskonto kostet 0 € Grundpreis für 12 Monate statt 15,90 € — bei Online-Abschluss erstattet die Bank den Grundpreis über 12 Monate (190,80 €). Danach zahlst du 15,90 € im Monat. Das PremiumGeschäftskonto kostet 24 Monate lang 8,90 €, danach 34,90 €. Premium Plus kostet ohne Aktionspreis 54,90 € im Monat. Nur Premium und Premium Plus bringen bei Online-Abschluss 100 € Bonus.
Welches Modell für dich günstiger ist, entscheidet aber nicht der Grundpreis. Es entscheiden die Zahl deiner Buchungen und die Frage, ob du eine Business Card oder digitale Zusatzdienste brauchst. Genau das rechnen wir in diesem Artikel durch.
Das Geschäftskonto ist nur die eine Hälfte. Für dein Privatgeld kommt ein privates Commerzbank-Konto mit Startguthaben infrage, dessen Kosten und Bedingungen wir in einem eigenen Beitrag durchgerechnet haben.
Für wen die Commerzbank welches Modell vorsieht
Die Bank positioniert Klassik ausdrücklich für Einzelunternehmer „mit geringen Kontobewegungen“. Das Motto lautet: perfekt bei wenig Zahlungsverkehr. Eine Girocard mit Visa-Funktion ist dabei, eine Business Card gibt es nur gegen Aufpreis.
Premium nennt die Commerzbank ihren Bestseller. Es richtet sich an Selbstständige „mit umfangreichen Transaktionen und vielen Buchungen“. Enthalten sind eine Business Card Premium Debit oder wahlweise die Business Card Premium als Kreditkarte, dazu die Dienste COINFO und COTRANSFER und eine Umsatzübersicht über mehr als 24 Monate.
Premium Plus zielt auf Unternehmen mit hohem Volumen und mehreren Karteninhabern. Hier bekommst du zwei Girocards, zwei Business Cards, 250 Freiposten und fünf freie Bargeldauszahlungen im Monat.
Freiposten und Postenpreise
Der zweite große Preishebel sind die Freiposten. Klassik enthält 10 Posten im Monat, Premium 50, Premium Plus 250. Jeder weitere Posten kostet 0,20 €, 0,15 € oder 0,10 €. Premium bietet also fünfmal so viele Freiposten wie Klassik und einen um ein Viertel günstigeren Folgepreis.
Alle drei Modelle laufen als Flex-Tarif. Sie werden monatlich abgerechnet und sind monatlich kündbar. Das ist wichtig für die Frage, was du nach Ende der Aktionspreise machst.
| Merkmal | Klassik | Premium | Premium Plus |
|---|---|---|---|
| Grundpreis in der Aktion | 0 € für 12 Monate | 8,90 € für 24 Monate | kein Aktionspreis |
| Grundpreis regulär | 15,90 € | 34,90 € | 54,90 € |
| Freiposten pro Monat | 10 | 50 | 250 |
| Preis je weiterem Posten | 0,20 € | 0,15 € | 0,10 € |
| Business Card | gegen Aufpreis | 1 inklusive | 2 inklusive |
| Girocard mit Visa-Funktion | 1 | 1 | 2 |
| COINFO und COTRANSFER | gegen Aufpreis | inklusive | inklusive |
| Online-Bonus | kein Bonus, Grundpreis-Erstattung 190,80 € | 100 € | 100 € |
Für eine GmbH gilt ein einfacher Grundsatz: Nicht die Grundgebühr bestimmt den Preis des Geschäftskontos, sondern das Buchungsvolumen. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie stark dieser Effekt ist.
Commerzbank – KlassikGeschäftskonto
0 € Grundpreis für 12 Monate
Vorteile
Nachteile
- Danach 15,90 € Grundpreis pro Monat
- Erstattung nur mit Beratungsgespräch
- Werbeeinwilligung ist Voraussetzung
- Nur ohne Geschäftskonto in 12 Monaten
Commerzbank – PremiumGeschäftskonto
8,90 € mtl. für 2 Jahre + 100 € Bonus
Vorteile
Nachteile
- Danach 34,90 € Grundpreis pro Monat
- Ab 51. Posten 0,15 € je Buchung
- Bonus nur mit Beratung und Werbe-OK
- Beleghafte Buchung 2,50 € je Posten
Commerzbank – GiroKonto
100 € Startguthaben bei Online-Eröffnung
Vorteile
Nachteile
- Danach 4,90 € Kontoführung pro Monat
- Startguthaben nur bei Online-Eröffnung
- 5 Buchungen ab 25 € pro Monat, 3 Monate
- Nur ohne Commerzbank-Konto in 24 Monaten
Commerzbank – Topzinskonto Plus
2,25 % p.a. variabel für 12 Monate
Vorteile
Nachteile
- Danach Standardzins, aktuell 0,75 % p.a.
- Zinssatz variabel, Anpassung möglich
- Nicht für Geld aus Commerzbank/comdirect
- Aktionszins nur 12 Monate ab Eröffnung
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.
Was das Konto wirklich kostet: Monatskosten nach Buchungsvolumen
Um die Modelle fair zu vergleichen, brauchst du eine Formel. Mit n als Zahl der beleglosen Posten im Monat sieht das zu regulären Preisen so aus:
- Klassik = 15,90 € + max(0; n − 10) × 0,20 €
- Premium = 34,90 € + max(0; n − 50) × 0,15 €
- Premium Plus = 54,90 € + max(0; n − 250) × 0,10 €
Mit diesen drei Zeilen kannst du deinen eigenen Fall in einer Minute nachrechnen. Schau dafür in deine Kontoauszüge der letzten drei Monate und zähle die Überweisungen und Lastschriften.
Wie sich die Kontopreise der Banken insgesamt entwickeln und wo die typischen Gebührenfallen liegen, zeigt unser Kontogebühren-Report 2026.
Was als Posten zählt
Als Freiposten gelten beleglose Zahlungsaufträge. Das sind vor allem SEPA-Überweisungen und Lastschriften. Echtzeitüberweisungen fallen ebenfalls in die Freiposten. Sind die aufgebraucht, kosten sie so viel wie eine normale Buchung, also keinen Echtzeit-Aufschlag.
Ein Punkt bleibt offen: Die Commerzbank spricht mal von „Zahlungsaufträgen“, mal von „Buchungen“. Ob auch Gutschriften, etwa eingehende Kundenzahlungen, als Posten zählen, geht aus den Produktseiten nicht eindeutig hervor. Das entscheidet das Preis- und Leistungsverzeichnis. Prüfe es vor dem Abschluss, denn bei vielen Zahlungseingängen verschiebt sich die Rechnung deutlich.
Monatskosten nach Ende der Aktionen
Die Tabelle zeigt das reine Konto ohne Karte, ohne Bargeld und ohne Zusatzdienste. So siehst du den Effekt der Postenpreise isoliert.
| Posten pro Monat | Klassik | Premium | Premium Plus |
|---|---|---|---|
| 10 | 15,90 € | 34,90 € | 54,90 € |
| 20 | 17,90 € | 34,90 € | 54,90 € |
| 50 | 23,90 € | 34,90 € | 54,90 € |
| 100 | 33,90 € | 42,40 € | 54,90 € |
| 150 | 43,90 € | 49,90 € | 54,90 € |
| 200 | 53,90 € | 57,40 € | 54,90 € |
| 300 | 73,90 € | 72,40 € | 59,90 € |
Das Ergebnis überrascht viele: Ohne Zusatzleistungen ist Premium nach Ende der Aktion bei keinem Volumen das günstigste Modell. Bis 205 Posten ist Klassik am billigsten, ab 206 Posten liegt Premium Plus vorn. Premium liegt immer dazwischen.
Das heißt nicht, dass Premium eine schlechte Wahl ist. Es heißt nur, dass du für Premium einen Grund brauchst, der nicht im Grundpreis steckt. Dieser Grund heißt fast immer Business Card oder digitale Zusatzdienste.
Monatskosten bei 100 Posten nach Ende der Aktionen
Ab wann lohnt sich Premium? Die Break-even-Punkte
Ein Break-even-Punkt ist die Zahl der Posten, ab der das teurere Modell günstiger wird. Für Klassik gegen Premium gibt es nicht einen, sondern vier solcher Punkte. Welcher für dich gilt, hängt davon ab, was du zur Klassik dazubuchen müsstest.
Ohne Karte und Zusatzdienste: 270 Posten
Brauchst du nur das nackte Konto, kosten Klassik und Premium erst bei 270 Posten gleich viel, nämlich 67,90 € im Monat. So viele Buchungen hat kaum ein Einzelunternehmer. In diesem Fall bleibt Klassik nach der Aktionsphase klar günstiger.
Mit Business Card Premium Debit: 152 Posten
Die Debit-Variante der Business Card kostet bei Klassik 5,90 € im Monat, bei Premium ist sie enthalten. Damit verschiebt sich der Gleichstand auf 152 Posten bei 50,20 €. Ab dem 153. Posten ist Premium günstiger.
Mit Kreditkarte: rund 137 Posten
Die Business Card Premium als echte Kreditkarte kostet bei Klassik 79,90 € im Jahr, also rund 6,66 € im Monat. Dann wird Premium ab etwa 137 Posten günstiger.
Mit Karte, COINFO und COTRANSFER: immer Premium
Arbeitest du mit digitaler Umsatzinformation und digitalen Zahlungsaufträgen, ändert sich das Bild komplett. COINFO kostet bei Klassik 13 € im Monat, COTRANSFER 6 €. Zusammen mit der Debitkarte sind das 24,90 € Zusatzkosten. Dann ist Premium bei jedem Volumen günstiger. Schon bei 10 Posten kostet Klassik 40,80 €, Premium nur 34,90 €.
| Posten pro Monat | Klassik mit Debitkarte, COINFO, COTRANSFER | Premium | Ersparnis mit Premium |
|---|---|---|---|
| 20 | 42,80 € | 34,90 € | 7,90 € |
| 50 | 48,80 € | 34,90 € | 13,90 € |
| 150 | 68,80 € | 49,90 € | 18,90 € |
Über ein Jahr gerechnet sind das bei 50 Posten 166,80 € Unterschied, bei 150 Posten 226,80 €.
Premium Plus: ab 184 Posten
Premium Plus wird ab 184 Posten günstiger als Premium und ab 206 Posten günstiger als Klassik. Dabei sind die zweite Karte und die freien Bargeldvorgänge noch nicht eingerechnet. Beide drücken den Punkt weiter nach unten.
Ab wie vielen Posten im Monat das teurere Modell günstiger wird
Die Faustregel daraus ist einfach. Brauchst du eine Business Card oder die digitalen Zusatzdienste, nimm Premium. Hast du wenige Buchungen und brauchst nichts davon, bleib bei Klassik.
Interaktiver Geschäftskonto-Rechner
Geschäftskonto-Rechner: Klassik oder Premium?
Gib ein, wie viele Buchungen und Bargeldvorgänge dein Betrieb im Monat hat und welche Zusatzleistungen du brauchst. Der Rechner zeigt, welches Commerzbank-Geschäftskonto über deinen Zeitraum am wenigsten kostet.
–
–
–
KlassikGeschäftskonto
–
PremiumGeschäftskonto
–
PremiumGeschäftskonto Plus
–
Vorsprung des günstigsten
–
Kumulierte Kosten der drei Modelle
Kosten pro Monat nach Aktionsende
Rechenweg je Monat: Klassik 15,90 € + (Buchungen − 10) × 0,20 € + Bargeld × 2,50 € + Zusatzleistungen, Aktion 12 Monate ohne Grundpreis. Premium 34,90 € + (Buchungen − 50) × 0,15 € + Bargeld × 2,50 €, Aktion 24 Monate 8,90 € Grundpreis. Premium Plus 54,90 € + (Buchungen − 250) × 0,10 € + (Bargeld − 10) × 2,50 €, 5 Abhebungen und 5 Einzahlungen frei. Debitkarte, COINFO und COTRANSFER sind bei Premium und Premium Plus inklusive. Der Online-Bonus von 100 € ist bei eingeschalteter Aktion im 6. Monat abgezogen.
Stand der Konditionen: 08.10.2026, laut commerzbank.de. Alle Angaben ohne Gewähr.
Rechenbeispiele: Gesamtkosten in den ersten 24 und 36 Monaten
Die Monatsbetrachtung zu regulären Preisen ist nur die halbe Wahrheit. In den ersten zwei Jahren wirken die Aktionspreise und der Bonus. Darum lohnt der Blick auf die Gesamtkosten.
Die Annahmen
- Klassik: 12 Monate ohne Grundpreis, danach 12 Monate zu 15,90 €.
- Premium: 24 Monate zu 8,90 €, abzüglich 100 € Online-Bonus.
- Postenpreise fallen in beiden Modellen ab dem ersten Monat an.
- Keine Karten-Aufpreise, kein COINFO, kein COTRANSFER, kein Bargeld.
| Posten pro Monat | Klassik (24 Monate) | Premium mit Bonus | Premium ohne Bonus |
|---|---|---|---|
| 10 | 190,80 € | 113,60 € | 213,60 € |
| 20 | 238,80 € | 113,60 € | 213,60 € |
| 50 | 382,80 € | 113,60 € | 213,60 € |
| 100 | 622,80 € | 293,60 € | 393,60 € |
Mit Bonus ist Premium in den ersten 24 Monaten bei jedem Volumen günstiger. Bei 50 Posten sparst du gegenüber Klassik 269,20 €, bei 100 Posten sogar 329,20 €. Ohne Bonus liegt Klassik nur bei sehr geringem Volumen von rund 10 Posten vorn.
Der Grund ist der Aktionsrabatt. Er beträgt bei Premium 26 € im Monat, über 24 Monate also 624 €. Klassik spart dir im ersten Jahr zwar 190,80 € Grundpreis, die Postenpreise laufen aber ab dem elften Posten mit 0,20 € weiter.
Der Blick ins dritte Jahr
Spannend wird es ab Monat 25. Dann springt Premium auf 34,90 €, Klassik bleibt bei 15,90 €. Bei 20 Posten im Monat kostet Klassik über 36 Monate 453,60 €, Premium inklusive Bonus 532,40 €. Wer dauerhaft wenige Buchungen hat und keine Karte braucht, fährt ab dem dritten Jahr mit Klassik besser.
Bei 50 Posten sieht es anders aus. Über 36 Monate kostet Klassik dann 669,60 €, Premium 532,40 €. Premium bleibt also vorn, obwohl im dritten Jahr der volle Grundpreis fällig wird.
💡 Tip
Trag dir den 24. Monat nach Kontoeröffnung in den Kalender. Zähle dann deine Posten der letzten drei Monate und rechne mit den Formeln oben nach. Weil alle Modelle monatlich kündbar sind, kannst du rechtzeitig reagieren. Die Bedingungen für einen Modellwechsel klärst du vorab direkt mit der Bank.
Rechenbeispiele je Unternehmensprofil
Zahlen in Tabellen sind abstrakt. Drei typische Profile zeigen, wie sich die Entscheidung im Alltag anfühlt. Alle Werte gelten zu regulären Preisen nach Ende der Aktionen.
Profil 1: Freiberufliche Grafikdesignerin, 20 Posten
Sie schreibt etwa zehn Rechnungen im Monat, zahlt Miete für den Coworking-Platz, Software-Abos und ein paar Lieferanten. Das ergibt rund 20 Posten. Eine Business Card braucht sie nicht, Online-Abos laufen über die Girocard mit Visa-Funktion.
- Klassik: 15,90 € + 10 × 0,20 € = 17,90 € im Monat
- Premium: 34,90 € im Monat
Klassik spart ihr nach der Aktionsphase 17 € im Monat, also 204 € im Jahr. In den ersten zwei Jahren ist trotzdem Premium günstiger: 113,60 € gegen 238,80 €. Wer nicht wechseln will, rechnet über 36 Monate. Dann liegt Klassik mit 453,60 € gegen 532,40 € vorn.
Profil 2: Handwerksbetrieb, 100 Posten
Ein kleiner Elektrobetrieb mit zwei Gesellen hat Materialeinkauf, Löhne, Leasingraten und viele Kundenzahlungen. Er kommt auf rund 100 Posten. Für Tankstelle und Baumarkt braucht der Inhaber eine Business Card Premium Debit.
- Klassik mit Debitkarte: 33,90 € + 5,90 € = 39,80 € im Monat
- Premium: 42,40 € im Monat
Klassik ist hier 2,60 € im Monat günstiger, denn der Betrieb liegt unter dem Break-even von 152 Posten. Nutzt er zusätzlich COINFO und COTRANSFER, kippt das Bild: Klassik kostet dann 58,80 €, Premium bleibt bei 42,40 €. Die Differenz von 16,40 € im Monat ergibt 196,80 € im Jahr.
Profil 3: GmbH mit 250 Posten
Eine Agentur-GmbH mit acht Mitarbeitern, vielen Dienstleistern und zwei Geschäftsführern kommt auf rund 250 Posten. Beide Geschäftsführer brauchen eine Business Card.
- Klassik: 15,90 € + 240 × 0,20 € = 63,90 €, plus zwei Debitkarten zu je 5,90 € = 75,70 €
- Premium: 34,90 € + 200 × 0,15 € = 64,90 €, eine Karte enthalten, die zweite kostet extra
- Premium Plus: 54,90 €, zwei Business Cards und zwei Girocards enthalten
Premium Plus ist hier klar vorn. Gegenüber Klassik mit zwei Karten spart die GmbH 20,80 € im Monat, also 249,60 € im Jahr. Hebt sie regelmäßig Bargeld ab, kommen bis zu 12,50 € monatliche Ersparnis durch die fünf freien Auszahlungen dazu.
Online-Bonus und Tagesgeld-Aktion: Bedingungen im Detail
Drei Aktionen machen das Commerzbank Geschäftskonto 2026 attraktiv: das Kennenlern-Angebot beim Klassik-Konto, der Online-Bonus von 100 € bei Premium und Premium Plus sowie ein Tagesgeldzins von 2,75 % pro Jahr für Geschäftskunden. Bei allen dreien lohnt sich das Kleingedruckte. Stand der Konditionen: 08.10.2026.
Das Kennenlern-Angebot beim Klassik-Konto
Beim KlassikGeschäftskonto zahlst du 0 € Grundpreis für 12 Monate statt 15,90 € — bei Online-Abschluss erstattet die Bank den Grundpreis über 12 Monate (190,80 €). Einen zusätzlichen Online-Bonus gibt es bei Klassik nicht. Die Bedingungen:
- Du hattest in den letzten 12 Monaten kein Commerzbank-Geschäftskonto.
- Du erteilst innerhalb von 12 Monaten eine Werbeeinwilligung.
- Du führst innerhalb von 12 Monaten ein Beratungsgespräch, per Telefon oder Video.
Die Fristen sind doppelt so lang wie beim Premium-Bonus. Erfüllst du eine Bedingung nicht, entfällt die Erstattung, und es bleibt beim regulären Grundpreis von 15,90 € im Monat. Die Postenpreise ab dem elften Posten fallen in jedem Fall an.
Der 100-€-Online-Bonus
Den Bonus gibt es nur beim Online-Abschluss von Premium oder Premium Plus. Für Klassik gibt es keinen Bonus, dafür die Grundpreis-Erstattung oben. Die Bedingungen nach aktuellem Stand:
- Du bist Neukunde. Das heißt: In den letzten 12 Monaten hattest du kein Geschäftskonto bei der Commerzbank AG.
- Du erteilst innerhalb von 6 Monaten nach Kontoeröffnung eine Werbeeinwilligung per E-Mail oder Telefon. Diese widerrufst du danach mindestens 6 Monate lang nicht.
- Du führst innerhalb von 6 Monaten ein Beratungsgespräch. Das geht auch telefonisch.
- Die Gutschrift erfolgt aufs Geschäftskonto, sobald alle Bedingungen erfüllt sind.
Das Angebot ist zeitlich befristet, ein festes Enddatum nennt die Bank nicht. Prüfe die Bedingungen deshalb am Tag deines Abschlusses auf der Commerzbank-Seite und mach einen Screenshot.
2,75 % Zinsen auf Tagesgeld
Die Commerzbank bewirbt auf ihren Geschäftskonto-Seiten eine „Guthabenverzinsung“ von 2,75 % pro Jahr. Dieser Zins gilt aber nicht für das Geschäftskonto selbst. Er gilt für ein separates Tagesgeldangebot für Geschäftskunden. Die Bedingungen:
- Du hast ein Commerzbank-Geschäftskonto eröffnet. Ohne Geschäftskonto gibt es das Angebot nicht.
- Der Zins gilt nur für neues Geld bis 100.000 €.
- Der Aktionszins gilt 4 Monate, danach gilt der jeweils aktuelle Satz.
Der maximale Ertrag lässt sich leicht ausrechnen: 100.000 € × 2,75 % × 4/12 ergibt rund 916,67 € vor Steuern. Bei 20.000 € Rücklage sind es etwa 183,33 €. Hohe Zinsen gibt es bei Geschäftskunden meist nur so: nebenbei auf Tagesgeld, für wenige Monate und nur für neues Geld.
Verwechsle das Angebot nicht mit dem Tagesgeld für Privatkunden. Privatkunden bekommen auf dem Topzinskonto Plus derzeit 2,25 % für 12 Monate. Die Bedingungen dazu findest du in unserem Überblick zum Topzinskonto Plus für Privatkunden.
📌 Good to know
Der Tagesgeld-Ertrag kann den Kontopreis im ersten Jahr mehr als ausgleichen. Er ist aber eine einmalige Aktion. Für die langfristige Wahl zwischen Klassik und Premium zählen allein deine Posten und dein Kartenbedarf.
Karten, Bargeld und Zusatzleistungen: die versteckten Kostentreiber
Neben Grundpreis und Posten gibt es drei weitere Kostenblöcke. Sie entscheiden oft darüber, ob der Vergleich zugunsten von Klassik oder Premium ausgeht.
Karten
Die Girocard mit Visa-Funktion ist in allen Modellen enthalten, bei Premium Plus gleich zweimal. Sie funktioniert als Debitkarte, also mit sofortiger Abbuchung vom Konto.
Die Business Card Premium Debit kostet bei Klassik 5,90 € im Monat, das sind 70,80 € im Jahr. Bei Premium ist sie enthalten, bei Premium Plus zweimal. Die Business Card Premium als Kreditkarte kostet bei Klassik 79,90 € im Jahr. Bei Premium kannst du sie statt der Debit-Variante wählen, bei Premium Plus sind zwei dabei.
Brauchst du eine Kreditkarte für Mietwagenkautionen oder Hotelbuchungen, verschiebt das den Break-even auf rund 137 Posten.
Bargeld
| Vorgang | Klassik | Premium | Premium Plus |
|---|---|---|---|
| Auszahlung am Automaten (Commerzbank, Cash Group) | 2,50 € | 2,50 € | 5 frei, danach 2,50 € |
| Einzahlung am Commerzbank-Automaten | 2,50 € | 2,50 € | bis zu 5 frei, danach 2,50 € |
| Kassenvorgang am Schalter | 5,00 € | 5,00 € | 5,00 € |
Ein Café, das jede Woche die Tageseinnahmen einzahlt, kommt schnell auf vier bis acht Vorgänge im Monat. Am Automaten sind das 10 bis 20 €, am Schalter 20 bis 40 €. Wer viel Bargeld bewegt, sollte das unbedingt in den Vergleich einrechnen. Beleghafte Aufträge, etwa Papierüberweisungen, kosten zusätzlich. Den genauen Preis findest du im Preis- und Leistungsverzeichnis.
Digitale Zusatzdienste
COINFO liefert dir digitale Umsatzinformationen, etwa für die Buchhaltungssoftware. Bei Klassik kostet der Dienst 13 € im Monat, bei Premium ist er für bis zu 5 Konten enthalten. COTRANSFER für digitale Zahlungsaufträge kostet bei Klassik 6 € im Monat, bei Premium nichts. Zusammen sind das 228 € im Jahr.
Nur Premium und Premium Plus zeigen dir Umsätze über mehr als 24 Monate. Das hilft bei Betriebsprüfungen und Jahresvergleichen. Ein Fremdwährungskonto kostet bei Klassik und Premium einheitlich 9,90 € im Monat.
Kontoeröffnung: Ablauf und Unterlagen je Rechtsform
Du kannst das Commerzbank Geschäftskonto online eröffnen. Die Legitimation läuft per VideoIdent, also per Videochat mit Ausweis. Nach Erfahrungsberichten aus der Praxis erhalten Freiberufler und Einzelunternehmer die IBAN oft sofort. Bei GmbH und UG soll es bis zu 48 Stunden dauern, wenn die notariellen Unterlagen digital vorliegen. Diese Zeitangaben sind nicht offiziell bestätigt, plane also etwas Puffer ein.
Wie das Banking der Commerzbank am Smartphone funktioniert, von der Kontoübersicht bis zur Freigabe von Überweisungen, liest du in unserem Beitrag zur Commerzbank App.
Für alle Rechtsformen
- Personalausweis oder Reisepass
- Steuer-Identifikationsnummer
Einzelunternehmer und Gewerbetreibende
- Gewerbeanmeldung, sofern du ein Gewerbe betreibst
- Steuer-ID
- Handelsregisterauszug nur, wenn du eingetragen bist, etwa als e. K.
Freiberufler wie Ärztinnen, Architekten oder Texterinnen brauchen keine Gewerbeanmeldung. Hier reichen Ausweis und Steuer-ID.
GbR
- Steuer-ID
- Gesellschaftsvertrag
- Nachweis, wer die GbR vertreten darf
Jeder vertretungsberechtigte Gesellschafter muss sich in der Regel selbst legitimieren. Kläre vorab, ob alle Gesellschafter am VideoIdent teilnehmen müssen.
GmbH und UG
- Handelsregisterauszug
- Gesellschafterliste
- Gesellschaftsvertrag
- Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten
Die Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten verlangt das Geldwäschegesetz. Gemeint sind Personen, die mehr als 25 % der Anteile oder Stimmrechte halten oder die Gesellschaft auf andere Weise kontrollieren. Die Bank gleicht diese Angaben mit dem Transparenzregister ab. Stimmen sie nicht überein, verzögert sich die Eröffnung.
Ein Sonderfall ist die GmbH in Gründung. Für die Einzahlung des Stammkapitals brauchst du ein Konto, bevor die Gesellschaft im Handelsregister steht. Frag die Bank deshalb früh, welche Unterlagen sie für diese Phase akzeptiert.
Privat und geschäftlich trennen, Steuerrücklage parken
Gesetzlich verpflichtet zu einem eigenen Geschäftskonto sind nur Kapitalgesellschaften wie UG, GmbH und AG. Die Gesellschaft ist eine eigene Rechtsperson, ihr Geld darf nicht mit dem Privatvermögen der Gesellschafter vermischt werden.
Für Freiberufler, Solo-Selbstständige, GbR und OHG gibt es keine Pflicht. Sinnvoll ist die Trennung trotzdem, aus drei Gründen.
Warum sich die Trennung lohnt
- Buchhaltung: Wenn nur betriebliche Zahlungen über ein Konto laufen, kannst du die Umsätze direkt in deine Buchhaltungssoftware übernehmen. Du musst keine privaten Einkäufe herausfiltern.
- Betriebsprüfung: Prüft das Finanzamt, legst du nur das Geschäftskonto vor. Deine privaten Ausgaben bleiben privat.
- Überblick: Du siehst jederzeit, was dein Geschäft wirklich einbringt. Das hilft bei Preisen, Investitionen und Kreditgesprächen.
Viele Banken untersagen zudem in ihren Bedingungen, ein Privatkonto überwiegend geschäftlich zu nutzen. Die Kontoführungsgebühren eines Geschäftskontos sind in der Regel als Betriebsausgabe absetzbar. Wie das in deinem Fall aussieht, klärst du mit deiner Steuerberatung.
Das private Girokonto als Gegenstück
Zur Trennung gehört auch die andere Seite: ein eigenes Girokonto nur für dein Privatgeld. Dorthin überweist du dir regelmäßig einen festen Betrag, und von dort laufen Miete, Einkäufe und private Verträge. So bleiben beide Kontoauszüge sauber, und du siehst sofort, was du privat ausgibst. Wer alles bei einer Bank bündeln will, kann das Commerzbank GiroKonto für das Privatgeld nutzen. Es kostet 4,90 € im Monat, die ersten 3 Monate sind frei. Bei Online-Eröffnung gibt es unter Bedingungen 100 € Startguthaben, und ab 50.000 € Gesamtvermögen unter deiner Kundennummer entfällt der Kontopreis.
Ob ein Konto wirklich günstig ist, entscheidet sich oft erst im Preisverzeichnis. Worauf du bei Gratis-Versprechen achten solltest, zeigt unser Ratgeber zu kostenlosen Girokonten und ihren versteckten Kosten.
Die Steuerrücklage auf ein Tagesgeldkonto
Ein klassischer Fehler im ersten Jahr der Selbstständigkeit: Der Kontostand sieht gut aus, dann kommen Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Vorauszahlungen auf einmal. Wer keine Rücklage gebildet hat, gerät in Engpässe.
Ein bewährtes Muster ist ein drittes Konto nur für Steuern. Bei jedem Zahlungseingang überweist du einen festen Anteil darauf. Die vereinnahmte Umsatzsteuer gehört dir ohnehin nicht, sie gehört dem Finanzamt. Viele Selbstständige legen einen festen Anteil jeder Zahlung zurück. Wie hoch er sein sollte, hängt von Steuersatz und Vorauszahlungen ab, das klärt die Steuerberatung. Dieser Artikel ist keine Steuerberatung, er zeigt nur, wie du die Rücklage organisatorisch vom laufenden Geld trennst.
Hier passt die Tagesgeld-Aktion. Parkst du die Rücklage als Neugeld auf dem Tagesgeld für Geschäftskunden, verzinst sie sich vier Monate lang mit 2,75 %. Bei 30.000 € Rücklage sind das rund 275 € vor Steuern. Das Geld bleibt täglich verfügbar, wenn der Steuerbescheid kommt. Nach vier Monaten lohnt der Vergleich mit anderen Tagesgeldangeboten, denn danach gilt der jeweils aktuelle Satz.
Die Kombination aus Geschäftskonto, Rücklagenkonto und privatem Girokonto klingt nach Aufwand. In der Praxis sparst du damit Zeit bei jeder Steuererklärung und schläfst ruhiger, wenn der Bescheid im Briefkasten liegt.
Infografik: So trennst du privates und geschäftliches Geld
Privatkonto, Geschäftskonto und ein separates Rücklagenkonto: Die Grafik zeigt, welches Commerzbank-Konto welche Rolle übernimmt und was es kostet.
Privatkonto, Geschäftskonto, Rücklage
Jedes Konto hat eine Aufgabe. Wie hoch eine Rücklage sein sollte, klärst du mit deiner Steuerberatung.
Stand: 08.10.2026, laut commerzbank.de
Häufig gestellte Fragen
Was kostet das Commerzbank KlassikGeschäftskonto 2026?
Neukunden zahlen 12 Monate keinen Grundpreis, danach 15,90 € im Monat. Enthalten sind 10 Freiposten, jeder weitere Posten kostet 0,20 €. Eine Business Card kostet bei Klassik extra, als Debit-Variante 5,90 € im Monat.
Was kostet das PremiumGeschäftskonto nach den ersten 24 Monaten?
Nach 24 Monaten zum Aktionspreis von 8,90 € kostet Premium regulär 34,90 € im Monat. Enthalten sind 50 Freiposten, danach 0,15 € je Posten, eine Business Card sowie COINFO und COTRANSFER.
Ab wie vielen Buchungen lohnt sich Premium statt Klassik?
Ohne Karte und Zusatzdienste erst ab 270 Posten im Monat. Brauchst du eine Debitkarte, ab 152 Posten, mit Kreditkarte ab etwa 137. Nutzt du zusätzlich COINFO und COTRANSFER, ist Premium bei jedem Volumen günstiger.
Gilt der 100-€-Online-Bonus auch für das Klassik-Konto?
Nein, der Bonus gilt nur für Premium und Premium Plus bei Online-Abschluss. Du musst Neukunde sein, innerhalb von 6 Monaten eine Werbeeinwilligung geben und ein Beratungsgespräch führen.
Bekomme ich 2,75 % Zinsen auf das Geschäftskonto?
Nein. Die 2,75 % gelten für ein separates Tagesgeldangebot für Geschäftskunden, nur für Neugeld bis 100.000 € und für 4 Monate. Voraussetzung ist ein Commerzbank-Geschäftskonto. Der maximale Ertrag liegt bei rund 916,67 € vor Steuern.
Was kostet Bargeld beim Commerzbank Geschäftskonto?
Ein- und Auszahlungen am Automaten kosten bei Klassik und Premium je 2,50 €, am Schalter 5,00 €. Premium Plus enthält fünf freie Auszahlungen im Monat, danach gelten dieselben Preise.
Brauche ich als Selbstständiger überhaupt ein Geschäftskonto?
Pflicht ist es nur für Kapitalgesellschaften wie UG und GmbH. Für Freiberufler, Solo-Selbstständige und GbR ist es freiwillig, aber empfehlenswert. Es vereinfacht Buchhaltung und Betriebsprüfung, die Gebühren sind meist absetzbar.















