Der private Konsum in Deutschland bleibt schwach. Das Konsumklima steht im November bei minus 30,8 Punkten und liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert von minus 22,8 Punkten. Aktuelle Erhebungen der Konsumforschungsinstitute GfK und NIM zeigen eine anhaltende Zurückhaltung der Verbraucher bei größeren Anschaffungen.
Konsumklima sinkt gegenüber Vorjahr
Die Stimmung unter den Verbrauchern bleibt nach Angaben der Nürnberger Forscher deutlich hinter dem Niveau des Vorjahres zurück. Während die Erwartungen hinsichtlich eines wirtschaftlichen Wachstums leicht optimistischer ausfallen, sinkt gleichzeitig die Bereitschaft für größere Anschaffungen. Die Einkommenserwartungen haben erneut nachgegeben, nachdem sie bereits im Vormonat stark eingebrochen waren.
Sparneigung und Kaufbereitschaft divergieren
Trotz eines leichten Rückgangs der Sparneigung zieht die Kaufbereitschaft nicht nach. NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl erklärt, dass Verbraucher zwar optimistischer auf die allgemeine Wirtschaftslage blicken, beim eigenen Finanzhaushalt jedoch weiterhin Skepsis überwiegt. Selbst die Wiedereinführung des Tankrabatts führt lediglich zu einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau.
Inflationsängste belasten Konsumneigung
Steigende Inflationsängste und unsichere Einkommensaussichten dämpfen den Enthusiasmus für größere Käufe. Die Erhebung basiert auf 2.000 Verbraucherinterviews, die Anfang Oktober im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt wurden. Das Konsumklima wird seit 1974 regelmäßig untersucht, seit 1980 erfolgt die Erhebung monatlich.
