Geschäftskonto für Kleinunternehmer: Was du wirklich brauchst

30.10.59 Aufrufe0 Mal als hilfreich markiertZuletzt geprüft: 30.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Zehn Tarife von 0 bis 9,99 Euro im Monat, Umsatzgrenzen 25.000 und 100.000 Euro, Einlagensicherung und Eröffnung im Überblick.

Geschäftskonto für Kleinunternehmer: Was du wirklich brauchst

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Das Wichtigste in Kürze

Stand: Oktober 2026. Dieser Beitrag stellt prüfbare Angaben aus Gesetzen und Anbieterseiten zusammen. Er ist kein Produkttest und keine Steuerberatung.

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Accountable – Geschäftskonto

Accountable – Geschäftskonto

Vorteile

  • Deutsche IBAN und Mastercard
  • Unterkonto für Steuerrücklagen
  • Mit der Buchhaltung synchronisiert
  • Apple Pay und Google Pay

Nachteile

  • Bargeldabhebung 1 € pro Vorgang
  • Auslandsüberweisung 5 € + 0,6–5 %
  • Einlagensicherung über Frankreich
  • Nicht für GmbH und UG optimiert

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bunq – Geschäftskonto

bunq – Geschäftskonto

Vorteile

  • Free ohne Grundgebühr für Freelancer
  • Je nach Tarif 3 bis 25 Konten mit IBAN
  • Zahlungen in 20 Währungen
  • Einlagensicherung bis 100.000 € (NL)

Nachteile

  • Core bis Elite: 7,99 bis 23,99 €/Monat
  • Free: 0,13 € je Überweisung/Lastschrift
  • Free: nur virtuelle Karte
  • Verifiziertes Privatkonto erforderlich

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Accountable Geschäftskonto: Konditionen direkt beim Anbieter ansehen

Pflicht oder Kür: Brauchst du als Kleinunternehmer ein Geschäftskonto?

Eine Pflicht zum Geschäftskonto ergibt sich für Kleinunternehmer weder aus § 19 UStG noch aus § 146 AO, denn beide Vorschriften regeln Umsatzgrenzen und Buchungen, nicht das Konto.

Die Kleinunternehmerregelung knüpft allein an den Umsatz an. Die Abgabenordnung verlangt, dass Buchungen einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet vorgenommen werden. Gesetzlich verpflichtet dich keine der beiden Normen zu einem bestimmten Kontotyp.

Wer als Einzelunternehmer kein Geschäftskonto führt, verstößt damit also nicht gegen diese Vorschriften. Die Kontotrennung bleibt eine Frage der Ordnung: Je weniger private Umsätze zwischen den Betriebsvorgängen stehen, desto schneller lässt sich jeder Beleg zuordnen.

Was ist der Unterschied zwischen Kleinunternehmer und Kleingewerbe?

Die drei Begriffe meinen Verschiedenes und werden oft verwechselt. Für die Kontowahl zählt die Rechtsform, nicht der Umsatzsteuerstatus.

Kleinunternehmer
Steuerlicher Status nach § 19 UStG: Gesamtumsatz im Vorjahr höchstens 25.000 Euro, im laufenden Jahr höchstens 100.000 Euro.
Kleingewerbe
Umgangssprachlich für einen Gewerbebetrieb, der nach Art oder Umfang keinen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert (§ 1 Abs. 2 HGB). Im Gesetz steht der Begriff nicht, und er sagt nichts über die Umsatzsteuer aus.
Freiberufler
Selbstständige in Tätigkeiten nach § 18 EStG, etwa wissenschaftlich, künstlerisch, schriftstellerisch oder unterrichtend. Sie zeigen die Aufnahme dem Finanzamt an.

Wann führt an einem eigenen Konto kaum ein Weg vorbei?

Bei GmbH und UG liegt der Fall anders. Eine GmbH darf nach § 7 Abs. 2 GmbHG erst angemeldet werden, wenn auf jeden Geschäftsanteil ein Viertel des Nennbetrags eingezahlt ist und insgesamt mindestens die Hälfte des Mindeststammkapitals von 25.000 Euro.

Bei der Unternehmergesellschaft ist das Stammkapital vor der Anmeldung in voller Höhe einzuzahlen. Für diese Einzahlung brauchst du in der Praxis ein Konto, das auf die Gesellschaft läuft. Für Einzelunternehmer gilt diese Vorgabe nicht.

Accountable – Geschäftskonto

Geschäftskonto ohne Kontoführungsgebühr

Vorteile

  • Deutsche IBAN und Mastercard
  • Unterkonto für Steuerrücklagen
  • Mit der Buchhaltung synchronisiert
  • Apple Pay und Google Pay

Nachteile

  • Bargeldabhebung 1 € pro Vorgang
  • Auslandsüberweisung 5 € + 0,6–5 %
  • Einlagensicherung über Frankreich
  • Nicht für GmbH und UG optimiert

Deutsche Skatbank – Geschäftskonto

Trumpfkonto Business für Firmenkunden

Vorteile

  • Für Freiberufler und Unternehmen
  • girocard: Bargeld an VR-Automaten frei
  • Kontoauszüge kostenlos im E-Postfach
  • Firmenkreditkarte auf Wunsch

Nachteile

  • Kontoführung 5 € im Monat (UG 10 €)
  • 0,10 € je Online-Buchung (UG 0,20 €)
  • Keine Verzinsung des Guthabens
  • Kontoführung ausschließlich online

bunq – Geschäftskonto

Tarife von Free bis Elite Business

Vorteile

  • Free ohne Grundgebühr für Freelancer
  • Je nach Tarif 3 bis 25 Konten mit IBAN
  • Zahlungen in 20 Währungen
  • Einlagensicherung bis 100.000 € (NL)

Nachteile

  • Core bis Elite: 7,99 bis 23,99 €/Monat
  • Free: 0,13 € je Überweisung/Lastschrift
  • Free: nur virtuelle Karte
  • Verifiziertes Privatkonto erforderlich

Tide – Geschäftskonto

Lite-Plan ohne monatliche Grundgebühr

Vorteile

  • Geschäftskonto mit deutscher IBAN
  • Eine Debitkarte im Lite-Plan inklusive
  • Rechnungen und DATEV-Export in der App
  • Auch für UG und GmbH

Nachteile

  • Lite: 5 Transfers frei, dann je 0,20 €
  • 1 % Gebühr bei Fremdwährung
  • Bargeldabhebung kostet 2 €
  • Tide ist keine Bank (Konto über Adyen)

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Funktionen für Kleinunternehmer: Was ein Geschäftskonto können sollte

Die wichtigsten Funktionen für Kleinunternehmer sind eine deutsche IBAN, planbare Überweisungen, eine Karte, ein Export für die Buchhaltung und ein getrennter Platz für Rücklagen.

Ein Geschäftskonto als Kleinunternehmer muss wenig können, das aber verlässlich. Wer im Monat zwanzig Rechnungen schreibt, braucht keine Teamrechte und keine Firmenkartenverwaltung. Einen Überblick über private Kontomodelle findest du in der Kategorie Girokonten.

Welche Funktionen sollte das Konto für Kleinunternehmer haben?

  • Zahlungsverkehr: Überweisungen und Lastschriften mit einer IBAN, die deine Kunden ohne Rückfrage akzeptieren.
  • Karte: Eine Debitkarte für laufende Ausgaben, je nach Anbieter ergänzt um Apple Pay und Google Pay.
  • Buchhaltungsanbindung: Eine DATEV-Schnittstelle oder ein Export, der Umsätze ohne Abtippen übergibt.
  • Rechnungen: Ausgangsrechnungen direkt aus der App, falls du kein eigenes Programm nutzt.
  • Unterkonten: Eine zweite IBAN, um Steuerrücklagen sichtbar vom Betriebsgeld zu trennen.

Gibt es ein kostenloses Geschäftskonto für Kleinunternehmer?

Fünf Anbieter dieser Übersicht führen einen Tarif ohne Grundgebühr, also mit 0 Euro Monatspreis. Das betrifft die Kontoführung, nicht jeden einzelnen Vorgang: Je nach Tarif kosten Überweisungen, Bargeld oder die physische Debitkarte extra.

Ein günstiges Geschäftskonto für Kleinunternehmer erkennst du deshalb erst an deiner eigenen Nutzung. Entscheidend sind die Zahl der Überweisungen, der Bargeldbedarf und die Frage, ob du Zahlungen ins Ausland leistest.

Wie hilft das Konto bei Buchhaltung und Einnahmenüberschussrechnung?

Ein Anbieter nennt eine integrierte DATEV-Schnittstelle, die Buchungen monatlich synchronisiert. Ein anderer nennt Verbindungen zu Lexware Office, sevDesk und BuchhaltungsButler. Solche Anbindungen ersparen dir das Abtippen, die Belege und deren Prüfung bleiben aber deine Aufgabe.

Accountable verbindet das Konto mit einer Steuer-App. Im Tarif Buchhaltung für 24,90 Euro pro Monat oder 19,90 Euro pro Monat bei jährlicher Zahlung, jeweils zzgl. USt, nennt der Anbieter den Jahresabschluss für Kleinunternehmer samt EÜR. Über einen eigenen Zugang lässt sich die Steuerberatung einbinden.

Kostenmodelle bei wenig Buchungen: Welches Modell passt zu deinem Volumen?

Bei wenig Buchungen entscheiden drei Kostenmodelle über die Jahresrechnung: kein Monatspreis mit Entgelt je Vorgang, ein Paket mit Kontingent oder ein niedriger Monatspreis mit Postenentgelt.

Deutsche Skatbank – GeschäftskontoTrumpfkonto Business für FirmenkundenZum Angebot

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Wie viele Buchungen enthalten kostenlose Konten?

Die Spanne ist groß. Tide Lite enthält pro Monat 5 Überweisungen oder Lastschriften, danach kostet jeder Transfer 0,20 Euro. Holvi Flex berechnet jede Überweisung mit 0,25 Euro. Accountable weist in seiner Preistabelle für Buchungen 0 Euro aus.

Prüfe im jeweiligen Preisverzeichnis, welche Vorgänge als Buchung oder Transfer zählen. Die Begriffe sind nicht einheitlich, und ein Vergleich stimmt nur, wenn du dieselbe Zählweise ansetzt.

Wann rechnet sich ein Paket mit Kontingent?

Ein Paket verschiebt die Kosten vom Einzelvorgang in den Monatspreis. Holvi Lite enthält 100 Überweisungen pro Monat und kostet 9 Euro statt 12 Euro zzgl. USt, bei 1 Jahr Laufzeit mit monatlicher Abrechnung. Das ergibt 108 Euro im Jahr.

Der Flex-Tarif desselben Anbieters kommt im Rechenbeispiel mit 100 Überweisungen pro Monat auf 300 Euro im Jahr. Die Rechnung gilt ohne Zusatzfunktionen und zeigt, wie stark das Volumen die Modellfrage dreht.

Der Smart-Plan von Tide kostet 9,99 Euro pro Monat oder 72 Euro bei jährlicher Abrechnung. Zwölf Monatsbeiträge ergeben 119,88 Euro, die Jahreszahlung spart rechnerisch 47,88 Euro. Enthalten sind 75 Überweisungen oder Lastschriften pro Monat.

Was kostet das klassische Postenmodell?

Das Trumpfkonto Business der Skatbank kostet 5 Euro pro Monat plus 0,10 Euro je beleglosem Einzelposten. Ohne Buchungsentgelte sind das 60 Euro im Jahr. Für die UG nennt die Bank 10 Euro pro Monat und 0,20 Euro je Posten, Stand 01.10.2026.

Was kosten ausgewählte Tarife im Jahr?

Tide LiteLite-Plan: 0 € pro Jahr0 €Skatbank Trumpfkonto BusinessTrumpfkonto Business: 60 € pro Jahr60 €Tide Smart, jährlichSmart-Plan: 72 € pro Jahr72 €bunq Core BusinessCore Business: 95,88 € pro Jahr95,88 €Holvi LiteLite: 108 € pro Jahr108 €Holvi Flex, BeispielFlex: 300 € pro Jahr im Rechenbeispiel300 €
Quelle: Preisangaben der Anbieter, eigene Rechnung ohne Einzelentgelte; Flex-Tarif mit 100 Überweisungen pro Monat. Stand: Oktober 2026.

Das Diagramm zeigt die Grundkosten, keine Gesamtrechnung. Entgelte oberhalb eines Kontingents, für Bargeld oder für Auslandszahlungen kommen jeweils hinzu.

Vergleichstabelle

Die Übersicht fasst zusammen, was der Artikel zu Kosten, Rechtsrahmen und Eröffnung nennt (Stand: Oktober 2026).

Finalarm Infografik · interaktiv
Geschäftskonto für Kleinunternehmer: Kosten und Rahmen
Jahreskosten ausgewählter Tarife, gesetzliche Grenzen und die Dauer der Eröffnung.
25.000 €
Umsatzgrenze Vorjahr
Kleinunternehmer nach § 19 UStG
100.000 €
Einlagensicherung
je Kunde und Institut
0 €
Grundgebühr Tide Lite
dauerhaft kostenlos
Ansicht:

Grundkosten ausgewählter Tarife pro Jahr

Ohne Einzelentgelte; Flex-Tarif im Rechenbeispiel mit 100 Überweisungen pro Monat.

Tide Lite
0 €
Skatbank Trumpfkonto Business
60 €
Tide Smart, jährlich
72 €
bunq Core Business
95,88 €
Holvi Lite
108 €
Holvi Flex, Beispiel
300 €

Quelle: Preisangaben der Anbieter, eigene Rechnung ohne Einzelentgelte. Stand: Oktober 2026.

Quellen: accountable.de · bafin.de · bundesfinanzministerium.de · bunq.com · gesetze-im-internet.de · holvi.com · iwoca.de · skatbank.de · tide.co · vivid.money
Stand: 30.10.2026

Passende Angebote

Deutsche Skatbank - GeschäftskontoTrumpfkonto Business für FirmenkundenZum Angebot
bunq - GeschäftskontoTarife von Free bis Elite BusinessZum Angebot
Tide - GeschäftskontoLite-Plan ohne monatliche GrundgebührZum Angebot

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Vergleichstabelle: Geschäftskonten für Kleinunternehmer im Überblick

Die Vergleichstabelle stellt zehn Tarife nebeneinander und zeigt Preis, Kontingent, Karte und Kontoführer, ohne eine Reihenfolge oder Wertung vorzugeben.

Tarife im Vergleich, Stand: Oktober 2026 (Skatbank: 01.10.2026)
ProduktPreis pro MonatÜberweisungenKarteKontoführer
Accountable Geschäftskonto0 €0 € je Buchungvirtuelle Mastercard, physische Debitkarte 7,5 € einmaligSwan (Frankreich)
Tide Lite0 €5 pro Monat, danach 0,20 €1 physische DebitkarteAdyen (Niederlande)
Tide Smart9,99 € oder 72 € pro Jahr75 pro Monat, danach 0,20 €physische Debitkarte, 6 virtuelle KartenAdyen (Niederlande)
bunq Free Businesskostenlos, für Einzelunternehmer:innenkeine Angabekeine AngabeNiederlande
bunq Core Business7,99 €keine Angabekeine AngabeNiederlande
Vivid Free Start0 €SEPA Instant ohne EntgeltVisa-DebitkarteLuxemburg, CSSF-Aufsicht
Vivid BasicTarife beginnen bei etwa 6,90 € (bei jährlicher Zahlung)SEPA Instant ohne EntgeltVisa-DebitkarteLuxemburg, CSSF-Aufsicht
Holvi Flex0 €0,25 € je Überweisung1 virtuelle KarteZahlungsinstitut
Holvi Lite9 € statt 12 € zzgl. USt, 1 Jahr Laufzeit100 pro Monat1 physische, 1 virtuelle KarteZahlungsinstitut
Deutsche Skatbank Trumpfkonto Business5 €0,10 € je beleglosem Postenkeine AngabeGenossenschaftsbank

„Keine Angabe“ heißt, dass die ausgewerteten Anbieterseiten dazu keinen Wert nennen. Preise sind variabel, maßgeblich ist das aktuelle Preisverzeichnis. Tiefer gehen die Überblicke Vivid Erfahrungen 2026, bunq Erfahrungen 2026 und Accountable Erfahrungen 2026.

Kann eine GmbH oder UG ein Konto mit 0 Euro Monatspreis bekommen?

Das hängt vom Tarif ab, denn nicht jeder steht jeder Rechtsform offen. Der Free-Business-Tarif von bunq richtet sich an Einzelunternehmer:innen, die AGB von Accountable an Freiberufler und Einzelunternehmer. Für Kapitalgesellschaften ist dieses Angebot laut eigener Angabe derzeit nicht optimiert.

Ein weiterer Anbieter nennt neben Selbstständigen und Freiberuflern auch GmbH, UG und e.K. mit Sitz in Deutschland. Prüfe die Zulässigkeit deiner Rechtsform vor dem Antrag, nicht erst nach dem Upload der Unterlagen.

Kosten und Konditionen im Überblick (Stand: Oktober 2026)

Die Kosten neben dem Monatspreis entstehen vor allem bei Bargeld, Fremdwährung und Auslandsüberweisungen, und genau dort unterscheiden sich die Konditionen der Tarife am deutlichsten.

Nebenkosten ausgewählter Anbieter, Stand: Oktober 2026
AnbieterBargeld abhebenBargeld einzahlenFremdwährung KarteAuslandsüberweisung
AccountableGeldautomaten in der SEPA-Zone: 0 €keine Angabelaut Anbieter 0 €5 € + 0,6 bis 5 %
Tide2 € plus Kosten des Fremdinstitutsderzeit nicht verfügbarLite 1 %, Smart 0 €Eingang SWIFT in EUR von außerhalb des EWR mit SHA: 5 € + 1 %, laut Preisverzeichnis „Sobald verfügbar“, also noch nicht live
VividLimit per App einstellbarkeine Angabekeine AngabeFree Start: ausgehend nicht verfügbar; Basic: 5 frei, dann 5 €
Holvikeine Angabekeine Angabe1 %SWIFT ab 0,50 €
Deutsche Skatbankteilnehmende Volks- oder Raiffeisenbanken: ohne EntgeltEinzahlungsautomaten der VR-Bank Altenburger Landkeine Angabekeine Angabe

Bei welchem Konto kann ich Bargeld einzahlen?

Die Bargeldeinzahlung ist bei Online-Konten der Punkt mit den wenigsten Angaben. Ein Anbieter schließt sie derzeit aus, bei mehreren anderen nennen die ausgewerteten Seiten dazu keine Konditionen. Die Skatbank verweist auf die Automaten einer regionalen Partnerbank.

Wer im Laden oder auf Märkten Bargeld einnimmt, klärt die Einzahlung daher vor der Kontowahl. Sonst kostet die Abgabe der Tageseinnahmen Wege, die in keiner Preistabelle stehen.

Was gilt beim Überziehen des Kontos?

Zwei Anbieter dieser Übersicht bieten keinen Dispokredit an, einer davon nennt für geduldete Überziehungen 10 % p. a. Die Skatbank weist für das Trumpfkonto Business 9,14 % p. a. als Sollzins und Überziehungszins aus, Stand 01.10.2026.

Was passiert, wenn man ein Privatkonto geschäftlich nutzt?

Ein Privatkonto geschäftlich zu nutzen verbietet § 146 AO nicht, die AGB und das Preisverzeichnis deiner Bank musst du aber prüfen, und die Zuordnung der Belege wird aufwendiger.

Ob deine Bank geschäftliche Zahlungen auf einem privaten Girokonto zulässt, ergibt sich aus ihren AGB und dem Preis- und Leistungsverzeichnis. Lies diese Unterlagen vor dem Start nach. Die Abgabenordnung bleibt davon unberührt: § 146 AO verlangt geordnete Buchungen, unabhängig vom Kontotyp.

Warum ist die Vermischung für die Buchhaltung heikel?

Die Vermischung trifft dich bei jeder Durchsicht der Kontoauszüge. Private Einkäufe stehen neben Kundenzahlungen, und du musst sie für die Einnahmenüberschussrechnung einzeln aussortieren. Wer Auszüge an das Finanzamt oder die Steuerberatung gibt, zeigt dabei auch private Vorgänge.

Buchungsbelege sind nach § 147 Abs. 3 AO acht Jahre aufzubewahren, Bücher und Aufzeichnungen zehn Jahre. Über einen so langen Zeitraum ist ein Konto mit klarem Zweck leichter nachzuvollziehen als ein gemischtes.

Kann ich mein Privatkonto geschäftlich nutzen?

Dein Privatkonto geschäftlich zu nutzen verbietet § 146 AO nicht, ob deine Bank es zulässt, klären ihre AGB und das Preisverzeichnis. Als Mittelweg kommt ein zweites privates Konto infrage: Es trennt die Geldströme, ohne einen eigenen Geschäftstarif zu verlangen. Auch dafür gelten die Bedingungen des Instituts. Frage bei Bedarf schriftlich nach und bewahre die Antwort auf.

Ablauf: Eröffnung, Unterlagen und Dauer

Die Eröffnung eines Geschäftskontos läuft bei digitalen Anbietern über App oder Formular, die Dauer reicht je nach Anbieter von wenigen Minuten bis zu 3 Werktagen.

Welche Unterlagen brauche ich für die Kontoeröffnung?

  • Identität: Gültiger Lichtbildausweis, geprüft per Videoanruf, e-ID oder Foto mit Selfie.
  • Unternehmen: Name, Rechtsform und Standort, bei bunq auch die Handelsregisternummer als Teil der Geschäftsdaten.
  • Steuerdaten: Je nach Anbieter gefordert, etwa Steuer-ID, Steuernummer und Adressnachweis.
  • Gewerbeanmeldung: Bei einem Anbieter dieser Übersicht nur für Einzelunternehmen gefordert.

Kann man ein Geschäftskonto ohne Gewerbeanmeldung erstellen?

Das gelingt je nach Tätigkeit: Freiberufler melden kein Gewerbe an, sondern teilen die Aufnahme dem Finanzamt mit. Welchen Nachweis ein Anbieter dann verlangt, regeln seine Bedingungen. Wer eine gewerbliche Tätigkeit nicht anzeigt, riskiert nach § 146 GewO eine Geldbuße bis zu eintausend Euro.

Gewerbetreibende zeigen den Start nach § 14 GewO gleichzeitig der zuständigen Behörde an, die den Empfang innerhalb dreier Tage bescheinigt. Plane diese Frist ein, wenn dein Anbieter den Gewerbeschein verlangt.

Wie lange dauert die Eröffnung?

Die Anbieterangaben gehen weit auseinander. Bei bunq dauert die Anmeldung normalerweise weniger als 5 Minuten. Andere nennen für Prüfung und Freischaltung in der Regel 1 bis 3 Werktage oder ein startklares Konto in spätestens 2 Werktagen. Davon zu trennen ist die Gründung einer UG oder GmbH: Dafür nennt ein Anbieter in der Regel 3 bis 14 Tage, das betrifft die Firmengründung, nicht die Kontoeröffnung.

Ein Beispiel für den Ablauf bei einer Filialbank zeigt der Beitrag Commerzbank Geschäftskonto eröffnen 2026.

Wird bei der Eröffnung die SCHUFA geprüft?

Drei Anbieter dieser Übersicht werben damit, bei der Kontoeröffnung auf die SCHUFA-Abfrage zu verzichten, geprüft wird dort die Identität. Andere Anbieter machen in den ausgewerteten Quellen keine Angabe, die Bonität und ein bestehender Eintrag lassen sich daher nur im Einzelfall klären.

Was tun, wenn die Bank das Geschäftskonto verweigert?

Nach einer Ablehnung bleibt der Antrag bei einem anderen Anbieter, denn die Kriterien unterscheiden sich. Ein Anbieter schließt etwa Vereine, Krypto-Handel und Glücksspiel aus, ein anderer nennt für sein Business-Sparkonto Insolvenz oder unvollständige Dokumentation als Ablehnungsgründe.

Das Basiskonto hilft hier nur begrenzt. Den Anspruch aus § 31 ZKG hat jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU. Verbraucher handelt nach § 13 BGB zu Zwecken, die überwiegend weder gewerblich noch selbständig beruflich sind.

Sicherheit: Einlagensicherung und Aufsicht

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt nach § 8 EinSiG bis zu 100.000 Euro je Kunde und Institut, ausländische Kontoführer nutzen das System ihres Heimatlandes.

Ist mein Geld bei digitalen Anbietern sicher?

Das hängt davon ab, wer das Konto führt und wo das Geld liegt. Tide ist laut eigener Aussage keine Bank, die Konten stellt Adyen N.V. bereit, ein von der De Nederlandsche Bank lizenziertes Kreditinstitut. Einlagen sind über das niederländische System bis zu 100.000 Euro geschützt.

  • bunq: Niederländische Einlagensicherung (DGS) bis zu 100.000 Euro pro Einleger, ausgenommen Investitionen in Aktien und Krypto.
  • Accountable: Konto über Swan (Frankreich), Gelder bei der BNP, geschützt durch den Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution bis 100.000 Euro.
  • Vivid: Natixis-Kundengeldkonto über die französische Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kund:in abgesichert, nicht das gesamte Guthaben.
  • Holvi: Lizenziertes Zahlungsinstitut, keine Bank; Kundengelder liegen zu 100 % auf separaten Konten bei europäischen Banken.
  • Skatbank: BVR Institutssicherung GmbH plus zusätzliche freiwillige Sicherungseinrichtung des BVR.

Was unterscheidet Bank und Zahlungsinstitut?

Eine Bank führt Einlagen, ein Zahlungsinstitut hält Kundengelder auf separaten Konten. Bei Vivid gehört das Guthaben im Fall einer Insolvenz des Instituts laut Anbieter nicht zur Insolvenzmasse. Lies deshalb nach, welches Schutzsystem für dein Guthaben genau gilt.

Die Aufsicht richtet sich nach dem Institut: Bei einer luxemburgischen Gesellschaft ist es etwa die CSSF. In Deutschland macht die BaFin angezeigte Informationen im Zahlungsinstituts-Register öffentlich zugänglich.

Was passiert, wenn man mehr als 100.000 € auf dem Konto hat?

Der Betrag über der Deckungssumme von 100.000 Euro fällt nicht unter die gesetzliche Entschädigung. Anteile an Geldmarktfonds sind zudem keine Einlagen und daher nicht abgesichert. Größere Guthaben lassen sich deshalb auf mehrere Institute verteilen, nicht auf mehrere Konten desselben Instituts.

Rechtlicher Rahmen und Pflichten

Der rechtliche Rahmen für Kleinunternehmer besteht aus Umsatzgrenzen, Aufzeichnungspflichten und den Regeln zur E-Rechnung, und er gilt unabhängig davon, welches Konto du führst.

  • Umsatzgrenze Vorjahr: höchstens 25.000 Euro (§ 19 UStG)
  • Umsatzgrenze laufendes Jahr: höchstens 100.000 Euro (§ 19 UStG)
  • Verzicht auf die Regelung: bindet mindestens fünf Kalenderjahre
  • Aufbewahrung: zehn Jahre Bücher, acht Jahre Buchungsbelege, sechs Jahre sonstige Unterlagen
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde und Institut

Was ändert sich beim Überschreiten der Umsatzgrenze?

Über der Umsatzgrenze endet die Befreiung, und die Umsatzsteuer wird Teil deiner Kontoplanung. Die Voranmeldung ist bis zum zehnten Tag nach Ablauf des Zeitraums elektronisch zu übermitteln, die Vorauszahlung wird an diesem Tag fällig (§ 18 UStG).

Voranmeldungszeitraum ist das Kalendervierteljahr. Beträgt die Steuer des Vorjahres mehr als 9.000 Euro, gilt der Kalendermonat. Eine Buchführungspflicht greift für gewerbliche Unternehmer nach § 141 AO ab mehr als 800.000 Euro Gesamtumsatz.

Was gilt für die E-Rechnung?

Kleinunternehmer sind von der Ausstellung einer E-Rechnung ausgenommen (§ 34a UStDV) und können eine sonstige Rechnung stellen, auch auf Papier. E-Rechnungen empfangen können musst du trotzdem. So beschreibt es die FAQ des Bundesfinanzministeriums, Stand Oktober 2026.

Wechselst du zur Regelbesteuerung, bist du unter den übrigen Voraussetzungen ab diesem Zeitpunkt auch zur Ausstellung von E-Rechnungen verpflichtet. Für Unternehmer allgemein ist bei Umsätzen im Inland seit dem 1. Januar 2025 regelmäßig eine E-Rechnung zu verwenden. Papier und sonstige Formate bleiben übergangsweise bis Ende 2026 möglich, bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro bis Ende 2027.

Deine Rechnung als Kleinunternehmer nennt nach § 34a UStDV mindestens Namen und Anschrift beider Seiten, Steuernummer, USt-IdNr. oder Kleinunternehmer-Identifikationsnummer, Ausstellungsdatum, Art und Menge der Leistung sowie das Entgelt mit Hinweis auf die Steuerbefreiung.

Beim Konto zählt daher vor allem der Empfang: Manche Anbieter nennen Senden und Empfangen von E-Rechnungen schon im Einstiegstarif, andere erst in höheren Paketen.

Ersetzt dieser Beitrag eine Steuerberatung?

Dieser Text ist keine Steuerberatung. Einzelfragen, etwa zum Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung, gehören in die Steuerberatung, weil die Bindung von mindestens fünf Kalenderjahren deine Kostenrechnung langfristig beeinflusst.

Wie viel Geld sollte man auf dem Geschäftskonto haben?

Wie viel Geld auf dem Geschäftskonto liegen sollte, schreibt die Abgabenordnung nicht vor, praktisch orientierst du dich an einem Puffer für laufende Ausgaben plus Rücklage für Steuerzahlungen.

Rechne den Puffer aus deinen eigenen Fixkosten und dem letzten Steuerbescheid, nicht aus einer pauschalen Quote. Die passende Rücklage für Einkommensteuer und gegebenenfalls Umsatzsteuer klärst du mit der Steuerberatung.

Warum sollte man 3 Konten haben?

Die Aufteilung auf drei Konten gibt jedem Euro einen Zweck: Das Privatkonto trägt deinen Lebensunterhalt, das Geschäftskonto den Betrieb, ein Steuerkonto die Rücklage. So siehst du jederzeit, welcher Teil des Guthabens wirklich verfügbar ist.

Wie viele Geschäftskonten sollte man haben?

Ein Konto mit Unterkonten reicht oft aus, denn mehrere IBANs lassen sich innerhalb eines Anbieters nutzen. Genannt werden je nach Anbieter bis zu 15 deutsche IBANs oder bis zu 25 Giro- oder Sparkonten, teils auch ein eigenes Steuerrücklagenkonto.

Ein weiteres Modell für Selbstständige beschreibt der Beitrag Kontist Geschäftskonto für Selbstständige im Detail. Prüfe bei jedem Modell, ob die Rücklage als Einlage gilt oder in ein Anlageprodukt fließt.

Worauf du bei der Auswahl achten kannst

Bei der Auswahl achtest du zuerst auf Rechtsform, Buchungszahl und Bargeldbedarf, denn diese drei Punkte schließen die meisten Tarife aus, bevor der Preis überhaupt zählt.

Welches Geschäftskonto passt zu meiner Rechtsform und meinen Buchungen?

  • Einzelunternehmer mit wenigen Zahlungen: Ein Tarif ohne Monatspreis deckt oft den Grundbedarf, das Kontingent setzt die Grenze.
  • Freiberufler mit vielen Rechnungen: Pakete mit Kontingent oder Rechnungsfunktion senken den Aufwand je Vorgang.
  • Handel mit Bargeld: Eine Einzahlungsmöglichkeit hat Vorrang vor dem Monatspreis.
  • UG oder GmbH: Nur Tarife, die diese Rechtsform ausdrücklich zulassen, kommen infrage.

Welche Bank ist am besten für ein Geschäftskonto?

Eine allgemein gültige Antwort gibt es nicht, und ein Vergleich ersetzt keine Rechnung mit eigenen Werten. Welcher Anbieter passt, ergibt sich aus Volumen, Rechtsform und Bedarf. Zwei weitere Beispiele zeigen die Beiträge Qonto Geschäftskonto Eigenschaften im Überblick und Fyrst Firmenkonto Merkmale.

Ein Geschäftskonto für Kleinunternehmer bei der Sparkasse vor Ort vergleichst du anhand des Preisverzeichnisses des jeweiligen Instituts, denn diese Übersicht enthält dazu keine Werte.

Welche Konditionen stecken im Kleingedruckten?

Prüfe, ob ein Tarif einen Mindestumsatz oder Geldeingang voraussetzt. Achte außerdem auf Laufzeiten: Manche Preise gelten nur bei 1 Jahr Laufzeit, ein Software-Tarif mit Konto hat eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten.

Schritt für Schritt: So gehst du vor

Schritt für Schritt kommst du zum passenden Konto, wenn du erst deinen Bedarf zählst und danach Tarif, Unterlagen und Umstellung der Zahlungen angehst.

  1. Bedarf zählen: Überweisungen, Lastschriften, Bargeldvorgänge und Auslandszahlungen der letzten Monate notieren.
  2. Rechtsform abgleichen: Tarife streichen, die deine Rechtsform oder Branche ausschließen.
  3. Jahreskosten rechnen: Monatspreis plus erwartete Einzelentgelte, jeweils ohne befristete Aktionen.
  4. Unterlagen bereitlegen: Ausweis, Steuernummer und bei einem Gewerbe die Empfangsbescheinigung.
  5. Konto eröffnen: Identitätsprüfung abschließen und die Buchhaltungsanbindung einrichten.
  6. Zahlungen umstellen: Neue IBAN auf Rechnungen, in Lastschriften sowie bei Finanzamt und Kunden hinterlegen.

Den Wechsel organisierst du selbst, denn die Kontenwechselhilfe nach § 20 ZKG besteht für Verbraucher. Lass das alte Konto einige Zeit parallel laufen, damit späte Eingänge nicht verloren gehen.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Die häufigen Fehler beim Geschäftskonto betreffen selten den Monatspreis, sondern übersehene Nebenkosten, eine unpassende Rechtsform oder fehlende Planung für das Wachstum.

  • Nur den Monatspreis vergleichen: Entgelte je Vorgang und Bargeld fehlen dann in der Rechnung.
  • Aktionen als Dauerpreis lesen: Rabatte und Bonuszinsen sind befristet, rechne mit dem regulären Tarifpreis.
  • Netto und brutto verwechseln: Viele Tarife für Unternehmen werden zzgl. USt ausgewiesen. Vergleiche deshalb immer dieselbe Preisbasis.
  • Belege nur im Banking ablegen: Die Aufbewahrungsfristen laufen weiter, sichere die Exporte vor einer Kontoschließung selbst.
  • Umsatzgrenzen nicht beobachten: Prüfe den Jahresumsatz laufend, denn das Gesetz setzt für das laufende Jahr höchstens 100.000 Euro an.
  • Vorschnell auf die Regelung verzichten: Die Bindung von mindestens fünf Kalenderjahren gehört vorab in die Steuerberatung.

Wächst dein Betrieb über diese Grenzen, ändern mehr Überweisungen, die Umsatzsteuer und vielleicht eine GmbH die Rechnung. Plane dann einen Wechsel des Tarifs oder Anbieters ein, und prüfe die Kontomodelle erneut mit den neuen Werten.

Häufig gestellte Fragen

Q

Welches Geschäftskonto für Kleinunternehmer?

Das passende Geschäftskonto für Kleinunternehmer ergibt sich aus Rechtsform, Buchungszahl und Bargeldbedarf. Bei wenigen Zahlungen decken Tarife ohne Monatspreis oft den Grundbedarf, bei vielen Überweisungen kann ein Paket mit Kontingent weniger kosten. Rechne die Jahreskosten mit deinen eigenen Werten und prüfe vorab, ob der Tarif deine Rechtsform zulässt. Stand: Oktober 2026.

Angebote im Überblick

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Muss ich als Kleinunternehmer ein Geschäftskonto haben?

Eine Pflicht zum Geschäftskonto ergibt sich für dich als Einzelunternehmer weder aus § 19 UStG noch aus § 146 AO. Diese Normen regeln Umsatzgrenzen und ordnungsgemäße Buchungen, nicht den Kontotyp. Ob deine Bank geschäftliche Zahlungen auf einem Privatkonto zulässt, steht in ihren Bedingungen. Lies deshalb die AGB und das Preisverzeichnis, bevor du Betriebsvorgänge darüber abwickelst.

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Muss man als Kleinunternehmer ein Geschäftskonto haben?

Das hängt von der Rechtsform ab, nicht vom Status als Kleinunternehmer. Einzelunternehmer und Freiberufler finden in § 19 UStG und § 146 AO keine Kontovorgabe. Bei GmbH und UG ist Stammkapital vor der Anmeldung einzuzahlen, bei der GmbH nach § 7 GmbHG, sodass in der Praxis ein Konto nötig wird, das auf die Gesellschaft läuft.

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Kann man ein Geschäftskonto ohne Gewerbeanmeldung erstellen?

Freiberufler kommen ohne Gewerbeanmeldung aus, weil sie die Aufnahme ihrer Tätigkeit dem Finanzamt mitteilen und kein Gewerbe anzeigen. Welchen Nachweis ein Anbieter dann verlangt, regeln seine Bedingungen. Bei gewerblichen Tätigkeiten ist die Anzeige nach § 14 GewO dagegen vorgeschrieben, und manche Anbieter fordern für Einzelunternehmen den Gewerbeschein.

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Welche Bank ist am besten für ein Geschäftskonto?

Eine für alle gültige Antwort gibt es nicht, weil Kosten und Leistungen vom Nutzungsprofil abhängen. Vergleiche Monatspreis, Entgelte je Vorgang, Bargeldmöglichkeiten, zulässige Rechtsformen und Einlagensicherung anhand der aktuellen Preisverzeichnisse. Eine Rangfolge gibt finalarm bewusst nicht vor, die Tabelle in diesem Beitrag listet die Angaben ohne Wertung auf.

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Wie viel Geld sollte man auf dem Geschäftskonto haben?

Die Abgabenordnung nennt dafür keinen Mindestbetrag. Praktisch orientierst du dich an einem Puffer für die laufenden Ausgaben plus einer Rücklage für die Einkommensteuer und bei Regelbesteuerung für die Umsatzsteuer. Die passende Höhe hängt von Fixkosten und Gewinn ab. Sprich sie mit deiner Steuerberatung ab, statt eine pauschale Quote zu übernehmen.

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Was passiert, wenn man ein Privatkonto geschäftlich nutzt?

§ 146 AO verbietet die geschäftliche Nutzung eines Privatkontos nicht, die Vorgabe zu geordneten Buchungen gilt aber in jedem Fall. Ob deine Bank diese Nutzung zulässt, steht in ihren AGB und im Preisverzeichnis, prüfe beides vorab. Für die Buchhaltung bedeutet die Vermischung mehr Aufwand, weil du private Umsätze aus den Auszügen aussortieren musst.

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Warum sollte man 3 Konten haben?

Drei Konten trennen Lebensunterhalt, Betrieb und Steuerrücklage. Das Privatkonto trägt die privaten Ausgaben, das Geschäftskonto die Zahlungen des Betriebs, das Steuerkonto die Rücklage für das Finanzamt. So erkennst du jederzeit, welcher Teil des Guthabens wirklich verfügbar ist. Das ist ein Ordnungsprinzip, keine Vorgabe, und es lässt sich auch mit Unterkonten abbilden.

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Was passiert, wenn man mehr als 100.000 € auf dem Konto hat?

Die gesetzliche Einlagensicherung deckt 100.000 Euro je Kunde und Institut. Der darüber liegende Betrag fällt nicht unter diese Entschädigung, freiwillige Sicherungseinrichtungen können je nach Institut hinzukommen. Größere Guthaben lassen sich deshalb auf mehrere Institute verteilen. Geldmarktfonds sind keine Einlagen und daher nicht abgesichert, auch wenn du sie über eine Konto-App hältst.

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