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Tankrabatt senkt Inflation, Entwarnung bleibt aus

31. Oktober 2026, 10:02 Uhr23 AufrufeZuletzt geprüft: 31.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Im Oktober sorgte der Tankrabatt in Deutschland für eine spürbare Entlastung bei den Verbraucherpreisen, wodurch die Inflationsrate auf 2,8 Prozent sank. Doch Experten warnen: Die Energiepreise bleiben hoch und könnten andere Güter verteuern. Eine schnelle Entspannung der Inflation ist nicht in Sicht.

Im Oktober 2024 sank die deutsche Inflationsrate auf 2,8 Prozent, nachdem sie im September noch bei 3,3 Prozent gelegen hatte. Der Rückgang ist laut Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, hauptsächlich auf den Tankrabatt zurückzuführen. Dennoch warnen Experten vor einer vorschnellen Entwarnung: Die gestiegenen Energiepreise könnten um die Jahreswende die Inflation wieder über 3 Prozent treiben.

Energiekosten belasten Verbraucher weiterhin

Trotz des Tankrabatts zahlten Verbraucher im Oktober 12,2 Prozent mehr für Kraftstoffe und Haushaltsenergie als im Vorjahr. Das Tempo des Preisanstiegs verlangsamte sich allerdings gegenüber dem Vormonat, als die Teuerung noch bei fast 15 Prozent lag. Die Bundesregierung senkte die Energiesteuer auf Benzin und Diesel ab dem 1. Oktober bis Ende 2026 um etwa 14 Cent pro Liter.

Unterschiedliche Preisentwicklung bei Gütergruppen

Während Nahrungsmittel nur um 0,4 Prozent teurer wurden, verteuerten sich Dienstleistungen wie Pauschalreisen und Restaurantbesuche um 2,5 Prozent. Diese Erhöhung fiel allerdings geringer aus als in den Vormonaten. Volkswirte erwarten, dass höhere Transport- und Lagerkosten sowie gestiegene Rohstoffpreise künftig auf andere Güter durchschlagen werden.

Ausblick und geldpolitische Herausforderungen

Energie bleibt der Haupttreiber der Inflation in Deutschland und im Euroraum. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflationsrate von 2 Prozent an, um die Kaufkraft der Bürger zu erhalten. Um dem Preisauftrieb entgegenzuwirken, wurden die Leitzinsen bereits zweimal angehoben. Experten gehen davon aus, dass die Inflation vorerst hoch bleiben wird, da internationale Konflikte weiterhin die Energiepreise treiben und der Tankrabatt nur kurzfristig stabilisierend wirkt.

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