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US-Zwischenwahlen: Trumps Zollpolitik bleibt voraussichtlich unverändert

31. Oktober 2026, 10:02 Uhr31 AufrufeZuletzt geprüft: 31.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Die Zwischenwahlen in den USA werden laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft kaum Änderungen in Trumps Zollpolitik bringen. Trotz möglicher oppositioneller Mehrheit im Kongress bleibt die Unsicherheit bestehen. Deutsche Unternehmen sollten sich auf eine Fortsetzung der aktuellen Wirtschaftsrichtung bis 2029 einstellen.

Die bevorstehenden Zwischenwahlen in den USA werden nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen in der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump mit sich bringen. Deutsche Unternehmen sollten darauf vorbereitet sein, dass die derzeitige Ausrichtung der Wirtschafts- und Zollpolitik mindestens bis Januar 2029 unverändert bleiben wird. Selbst eine mögliche Kongressmehrheit der Opposition wäre vermutlich nicht ausreichend groß, um ein präsidiales Veto zu überstimmen.

Handelsdefizit der USA steigt deutlich

Nach fast zwei Jahren im Amt zieht das IW eine ernüchternde Bilanz von Trumps Zollpolitik. Das Handelsdefizit der USA betrug im August 2026 etwa 130 Milliarden Dollar – ein Anstieg um 35 Milliarden gegenüber August 2024. Der Anteil der EU am US-Handelsdefizit verringerte sich von 20 auf sieben Prozent, hauptsächlich durch vermehrte US-Energieexporte in die EU. Das bilaterale Defizit mit Deutschland sank leicht von 6,6 Milliarden Dollar im August 2024 auf 5,8 Milliarden Dollar im August 2026.

Rückgang bei ausländischen Direktinvestitionen

Die Investitionsbereitschaft ausländischer Firmen in den USA hat abgenommen. Direktinvestitionen beliefen sich im Jahr 2025 auf 248 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotz robusten Wirtschaftswachstums entstehen weniger neue Arbeitsplätze als unter vorherigen Regierungen. Investitionen konzentrieren sich verstärkt auf Bereiche wie Künstliche Intelligenz.

Staatsschulden überschreiten kritische Marke

Gestiegene Lebenshaltungskosten und steigende Staatsschulden belasten das Land erheblich. Erstmals überschreiten die Staatsschulden 40 Billionen US-Dollar, was mehr als 120 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung entspricht. Nach Einschätzung von Samina Sultan, Expertin für Außenhandel beim IW, wird auch nach den Zwischenwahlen eine gewisse Unsicherheit bestehen bleiben. Die USA bleiben jedoch für Deutschland und die EU ein bedeutender Handelspartner.

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