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Kosmetikbranche verzeichnet Umsatzplus dank wachsendem Auslandsgeschäft

2. September 2026, 15:51 Uhr124 AufrufeZuletzt geprüft: 07.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Nach einer Flaute im letzten Jahr erlebt die deutsche Kosmetikbranche 2026 ein Comeback im Exportgeschäft. Mit einem Plus von 3,8 Prozent stieg der Auslandsumsatz auf 6,2 Milliarden Euro. Auch der Binnenmarkt wächst stabil. Der Branchenverband IKW sieht darin ein positives Signal für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

Die deutsche Kosmetik- und Haushaltspflegebranche steigerte ihren Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2026 um 2,2 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro. Das Auslandsgeschäft wuchs mit 3,8 Prozent deutlich stärker als der Inlandsmarkt mit 1,4 Prozent. Nach einem schwachen Vorjahr bei den Exporten verzeichnet die Branche damit eine klare Erholung.

Auslandsgeschäft: 6,2 Milliarden Euro Umsatz

Der Auslandsumsatz, der neben Kosmetikprodukten auch Haushaltspflegemittel umfasst, erreichte in den ersten sechs Monaten 6,2 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit übertraf das Exportwachstum die Entwicklung im Inland deutlich und signalisiert eine Stabilisierung nach den Schwierigkeiten des Vorjahres.

Inlandsmarkt mit moderatem Wachstum

Im deutschen Markt erzielten die Hersteller einen Umsatz von 12,9 Milliarden Euro, was einem Plus von 1,4 Prozent entspricht. Diese Entwicklung liegt im Rahmen der Prognose des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel (IKW), der im Dezember ein Jahreswachstum von 1,5 Prozent auf rund 24,1 Milliarden Euro vorhergesagt hatte.

Branchenverband fordert stabile Rahmenbedingungen

Thomas Keiser, Geschäftsführer des IKW, bezeichnete den Anstieg der Exporte als positives Zeichen. Er betonte die Notwendigkeit stabiler und wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen, damit Unternehmen ihre Chancen auf internationalen Märkten nutzen und gleichzeitig den Standort Deutschland stärken können. Der Verband mit Sitz in Frankfurt vertritt mehr als 465 Unternehmen mit rund 178.000 Beschäftigten in Produktion und Vertrieb, die etwa 95 Prozent des deutschen Marktes abdecken.