Die Deutsche Bundesbank hat eine europaweite Ausschreibung für eine neue Zentrale in Frankfurt gestartet. Bis Ende 2027 soll ein Anbieter den Zuschlag erhalten. Das geplante Gebäude soll rund 2.500 Arbeitsplätze und eine Nutzfläche von etwa 15.000 Quadratmetern umfassen.
Wirtschaftlichkeitsprüfung führt zu Standortwechsel
Anfang des Jahres entschied der Vorstand der Bundesbank, nach Abschluss der Sanierungsarbeiten nicht mehr in das markante Betongebäude im Norden Frankfurts zurückzukehren. Eine umfassende Wirtschaftlichkeitsprüfung ergab, dass der Erwerb einer neuen Immobilie erheblich kostengünstiger ist als die Rückkehr zum alten Standort.
Die Notenbank plant den Kauf eines schlüsselfertigen Gebäudes innerhalb des Stadtgebiets von Frankfurt. Die neue Immobilie kann entweder ein Neubau oder eine umfassend sanierte Bestandsimmobilie sein.
Auswahlkriterien für die neue Zentrale
Bei der Standortauswahl spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Stephan Bredt, Chief Operating Officer mit Zuständigkeit für das Baumanagement, betont: Eine gute Lage sowie eine hervorragende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sind neben Preis und Qualität entscheidende Kriterien. Diese Faktoren sollen sicherstellen, dass Mitarbeiter, Geschäftspartner und Besucher leicht Zugang zur neuen Zentrale haben.
Nachnutzung des denkmalgeschützten Altbaus
Das ehemalige Bundesbankgebäude steht unter Denkmalschutz und wird künftig von einer Europäischen Schule genutzt. Auf dem Gelände lagern in hochgesicherten Tresoren mehr als die Hälfte der deutschen Goldreserven: insgesamt 1.710 Tonnen Gold, die die Bundesbank im Auftrag des deutschen Staates verwahrt.
