Themen in diesem Artikel:
- Regulierung & Seriosität: Erfahre, warum BaFin-Lizenz und Börsennotierung Coinbase besonders transparent machen.
- Gebühren im Detail: Verstehe alle Kostenarten – von 1,49 % Standardgebühr bis zum 0,50 % Spread – und was ein 5.000-€-Kauf wirklich kostet.
- Coinbase vs. Kraken vs. Binance: Vergleiche Gebühren, Kryptowährungsauswahl und BaFin-Regulierung der drei größten Börsen für deutsche Privatanleger.
- Sicherheit & Versicherung: Finde heraus, wie 98 % Cold Storage, 2FA und FDIC-Versicherung bis 250.000 USD dein Kapital schützen.
- Wallet & Selbstverwahrung: Lerne, ab welchem Betrag eine Hardware-Wallet sinnvoll ist – custodial vs. non-custodial erklärt.
- Kontoeröffnung & Staking: Überblick über den Registrierungsprozess und Staking-Renditen von bis zu 4–5 % p. a. für Ethereum auf Coinbase.
- Fazit & Empfehlung: Vergleich von Stärken und Schwächen – für wen Coinbase 2026 wirklich die richtige Wahl ist.
Was ist Coinbase? Regulierung, Seriosität und BaFin-Lizenz
Coinbase ist eine regulierte, lizenzierte Krypto-Börse – und damit eine der seriösesten Plattformen für deutsche Privatanleger. Die Plattform wurde 2012 in San Francisco gegründet und hat sich seitdem zur meistgenutzten Krypto-Börse im englischsprachigen Raum entwickelt. Was Coinbase von vielen Wettbewerbern unterscheidet: die konsequente Regulierung auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
Für den deutschen Markt ist die Coinbase Germany GmbH bei der BaFin lizenziert. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat Coinbase die Erlaubnis für das Kryptoverwahrgeschäft erteilt. Das bedeutet: Coinbase unterliegt in Deutschland denselben Aufsichtspflichten wie andere regulierte Finanzdienstleister. Für den gesamten europäischen Markt hält Coinbase zusätzlich eine Lizenz der irischen Zentralbank. In den USA ist das Unternehmen bei der SEC registriert und als Money Services Business (MSB) eingestuft.
Besonders relevant für Privatanleger ist die Börsennotierung von Coinbase. Als börsennotiertes Unternehmen veröffentlicht Coinbase quartalsweise Finanzberichte. Das schafft ein Maß an Transparenz, das bei privaten Krypto-Börsen schlicht nicht existiert. Du kannst Umsätze, Nutzerzahlen und Risikofaktoren in öffentlich zugänglichen Berichten nachlesen – ein echter Vorteil gegenüber nicht börsennotierten Wettbewerbern.
Die Plattform richtet sich bewusst an zwei Zielgruppen. Einsteiger nutzen die Standard-Oberfläche: übersichtlich, intuitiv, auf das Wesentliche reduziert. Wer mehr Kontrolle und niedrigere Gebühren will, wechselt zu Coinbase Advanced (früher: Coinbase Pro). Beide Modi sind über dasselbe Konto zugänglich – du musst dich nicht neu registrieren.
Ein weiteres Transparenz-Signal: Coinbase weist alle Gebühren vor Abschluss einer Transaktion aus. Kein Kleingedrucktes, keine nachträglichen Überraschungen. Kritiker merken zwar an, dass der Spread zusätzlich zur ausgewiesenen Handelsgebühr anfällt – dazu gleich mehr. Aber grundsätzlich gilt: Coinbase ist eine der am stärksten regulierten Krypto-Plattformen, die deutschen Privatanlegern zur Verfügung stehen.
📌 Good to know
Die BaFin-Lizenz schützt dich nicht wie eine Bankeinlagensicherung. Sie stellt aber sicher, dass Coinbase Germany GmbH bestimmte Sorgfaltspflichten, Geldwäscheprävention und Kapitalanforderungen erfüllen muss – das ist ein erheblicher Unterschied zu unregulierten Plattformen.
Für deutsche Anleger ist die BaFin-Regulierung ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Sie bedeutet, dass du im Streitfall einen regulierten Ansprechpartner hast und dass Coinbase nicht einfach den deutschen Markt verlassen kann, ohne regulatorische Konsequenzen zu tragen. In einer Branche, in der Plattformen über Nacht verschwinden können, ist das kein unwichtiges Detail.
Coinbase Gebühren im Detail: Was kostet der Handel wirklich?
Die Gebührenstruktur von Coinbase ist transparent – aber nicht günstig. Das ist der zentrale Kritikpunkt an der Plattform, und er ist berechtigt. Wer die Kosten nicht kennt, zahlt deutlich mehr als nötig. Hier ist alles, was du wissen musst.
Die Standardgebühr beträgt 1,49 % pro Transaktion ab einem Volumen von 200 €. Bei kleineren Beträgen greift eine Staffelung: Unter 200 € zahlst du eine Pauschale zwischen 0,99 € und 2,99 €, abhängig vom genauen Betrag. Zusätzlich zur ausgewiesenen Handelsgebühr fällt ein Spread von ca. 0,50 % an – die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis. Dieser Spread wird in der Kaufübersicht angezeigt, aber viele Nutzer übersehen ihn.
Konkret bedeutet das: Bei einem Kauf von 5.000 € fallen allein durch die 1,49-%-Gebühr 74,50 € an. Der Spread kommt noch oben drauf – macht weitere 25 € bei 0,50 %. Gesamtkosten für einen einzigen Kauf: rund 99,50 €. Das ist kein Kleingeld.
Bei den Einzahlungsmethoden gibt es einen klaren Gewinner: SEPA-Überweisungen sind kostenlos. Wer per Debitkarte, Kreditkarte oder PayPal einzahlt, zahlt dagegen 3,49 % Aufschlag. Das ist teuer. Für regelmäßige Käufe solltest du immer per SEPA einzahlen und dann handeln – nie direkt per Karte kaufen. Die Auszahlung zurück auf dein Bankkonto kostet lediglich 0,15 € per SEPA, das ist fair.
Für aktive Trader ist Coinbase Advanced die deutlich günstigere Alternative. Hier gilt ein Maker-/Taker-Modell ohne zusätzlichen Spread. Bei einem 30-Tage-Volumen unter 10.000 USD zahlst du 0,40 % als Maker und 0,60 % als Taker. Mit steigendem Volumen sinken die Gebühren weiter – bis auf 0,00 % Maker-Gebühr bei über 500 Millionen USD Monatsvolumen. Die Depotführung ist kostenlos.
Eine dritte Option ist Coinbase One: ein Abonnement-Modell ab 4,99 € pro Monat. Dafür erhältst du gebührenfreien Handel bis zu einem bestimmten Volumenlimit sowie erhöhte Staking-Rewards. Wer regelmäßig handelt, kann damit die Handelsgebühren deutlich senken. Ob sich das Abo lohnt, hängt von deinem Handelsvolumen ab – bei 1.000 € monatlichem Kaufvolumen sparst du mit Coinbase One gegenüber dem Standard-Tarif bereits rund 9,90 € pro Monat.
| Transaktionsart | Gebühr |
|---|---|
| Handel ab 200 € (Standard) | 1,49 % |
| Handel unter 200 € (Pauschale) | 0,99 € – 2,99 € |
| Spread (zusätzlich) | ca. 0,50 % |
| SEPA-Einzahlung | kostenlos |
| Einzahlung per Karte / PayPal | 3,49 % |
| Auszahlung auf Bankkonto (SEPA) | 0,15 € |
| Coinbase Advanced – Maker (unter 10.000 USD) | 0,40 % |
| Coinbase Advanced – Taker (unter 10.000 USD) | 0,60 % |
| Coinbase One Abonnement | ab 4,99 €/Monat |
💡 Tip
Zahle immer per SEPA-Überweisung ein und kaufe dann über die Plattform. Wer direkt per Karte kauft, zahlt 3,49 % Aufschlag – das macht bei 1.000 € schon 34,90 € extra. Für aktive Trader lohnt sich der Wechsel zu Coinbase Advanced, da dort kein zusätzlicher Spread anfällt.
Coinbase vs. Kraken vs. Binance: Welche Börse lohnt sich für deutsche Anleger?
Wer Coinbase mit anderen großen Krypto-Börsen vergleicht, stößt schnell auf eine unbequeme Wahrheit: Coinbase ist teuer. Mit 1,49 % Handelsgebühr plus 0,50 % Spread liegt die Plattform deutlich über den Konditionen der Konkurrenz. Kraken berechnet im Profi-Modus ab 0,16 % Maker-Gebühr, Binance liegt bei pauschal 0,10 % pro Trade. Der Preisunterschied ist erheblich.
Bei einem monatlichen Handelsvolumen von 5.000 € zahlst du bei Coinbase Standard rund 99,50 € (Gebühr + Spread). Bei Kraken wären es etwa 13 €, bei Binance rund 5 €. Über ein Jahr summiert sich das auf einen Unterschied von mehreren hundert Euro – Geld, das du besser in Krypto investierst.
Beim Thema Kryptowährungsauswahl liegt Coinbase ebenfalls zurück. Rund 150 handelbare Kryptowährungen sind ein solides Angebot für Einsteiger, aber Kraken bietet über 200 und Binance sogar über 600 Coins. Wer in kleinere Altcoins investieren möchte, stößt bei Coinbase schnell an Grenzen.
Doch Coinbase hat einen entscheidenden Vorteil, der für deutsche Privatanleger besonders relevant ist: die BaFin-Regulierung. Die Coinbase Germany GmbH ist bei der BaFin lizenziert – das ist unter den drei verglichenen Börsen einzigartig. Binance operiert in Deutschland unter erheblichen regulatorischen Einschränkungen. Kraken ist zwar in Europa aktiv, eine vergleichbare BaFin-Lizenz für das Kryptoverwahrgeschäft ist jedoch nicht öffentlich dokumentiert.
Ein weiterer Punkt: Coinbase ist die einzige der drei Börsen mit einem Abonnement-Modell. Coinbase One ab 4,99 €/Monat ermöglicht gebührenfreien Handel bis zu einem Volumenlimit – das kann für regelmäßige Käufer die Kostenstruktur deutlich verbessern. Kraken und Binance bieten kein vergleichbares Modell.
Was Sicherheitsvorfälle betrifft: Beim Hack 2021 waren rund 6.000 Coinbase-Konten betroffen. Coinbase entschädigte alle betroffenen Nutzer vollständig. Das ist ein positives Zeichen für den Umgang mit Sicherheitsproblemen. Binance hatte in der Vergangenheit ebenfalls Sicherheitsvorfälle. Kraken gilt als bisher ohne größere bekannte Vorfälle.
Das Fazit für den Vergleich: Coinbase ist die richtige Wahl, wenn dir Regulierung, Transparenz und eine einsteigerfreundliche Oberfläche wichtig sind. Wer primär auf niedrige Gebühren und eine breite Coin-Auswahl setzt, sollte Kraken oder Binance in Betracht ziehen – oder zumindest Coinbase Advanced nutzen.
| Merkmal | Coinbase | Kraken | Binance |
|---|---|---|---|
| Handelsgebühr (Standard) | 1,49 % + 0,50 % Spread | 0,16 % Maker / 0,26 % Taker | 0,10 % pro Trade |
| Kryptowährungsauswahl | ca. 150 | über 200 | über 600 |
| BaFin-Regulierung (DE) | Ja | k. A. | eingeschränkt |
| Cold Storage | 98 % der Gelder | umfangreiche Maßnahmen | umfangreiche Maßnahmen |
| SEPA-Einzahlung | kostenlos | meist kostenlos | variiert |
| Abonnement-Modell | Coinbase One ab 4,99 €/Monat | nein | nein |
| Profi-Modus | Coinbase Advanced | Kraken Pro | Binance Advanced |
Wie sicher ist Coinbase? Cold Storage, 2FA und Versicherung erklärt
Coinbase gilt als eine der sichersten Krypto-Börsen weltweit – und das aus gutem Grund. Die Sicherheitsarchitektur ist mehrschichtig und geht weit über das hinaus, was viele kleinere Plattformen bieten. Hier sind die wichtigsten Fakten.
Das Herzstück der Sicherheitsstrategie ist das Cold Storage: 98 % aller Kundengelder werden offline verwahrt, auf Systemen, die physisch vom Internet getrennt sind. Nur 2 % der Gelder befinden sich in einem Hot Wallet – das ist das Minimum, das für die tägliche Liquidität und die Abwicklung von Transaktionen benötigt wird. Offline gespeicherte Krypto-Assets sind für Hacker schlicht nicht erreichbar. Das ist der wichtigste Sicherheitsmechanismus überhaupt.
Coinbase Vermögensverwahrung: Cold Storage vs. Hot Wallet
Auf Kontoebene bietet Coinbase mehrere Schutzschichten. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist Pflicht. Empfohlen wird eine Authenticator-App wie Google Authenticator oder Authy, die alle 30 Sekunden einen neuen Code generiert. SMS-basierte 2FA ist weniger sicher, da SIM-Swapping-Angriffe möglich sind. Die sicherste Option ist ein physischer Sicherheitsschlüssel wie ein YubiKey. Zusätzlich schützen SSL-Verschlüsselung und biometrische Authentifizierung in der App dein Konto.
Was die Versicherung betrifft, gibt es eine wichtige Unterscheidung: USD-Guthaben auf der Plattform ist über Coinbases Bankpartner FDIC-versichert – bis zu 250.000 USD pro Nutzer. Das gilt jedoch ausschließlich für Fiat-Guthaben. Krypto-Bestände selbst sind nicht versichert – das ist Branchenstandard und gilt für nahezu alle Krypto-Börsen weltweit.
Beim Sicherheitsvorfall 2021 waren rund 6.000 Nutzerkonten betroffen. Angreifer nutzten eine Schwachstelle im SMS-basierten Kontowiederherstellungsprozess aus. Coinbase entschädigte alle betroffenen Nutzer vollständig. Das Unternehmen hat danach die Sicherheitsprotokolle überarbeitet. Dieser Vorfall zeigt: Kein System ist perfekt – aber der Umgang damit war vorbildlich.
Für maximale Sicherheit empfiehlt es sich, die 2FA auf eine Authenticator-App umzustellen, niemals SMS-2FA zu verwenden und für größere Beträge eine Hardware-Wallet zu nutzen. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Coinbase Wallet, Selbstverwahrung und Hardware-Wallets: Was passt zu mir?
Eine der wichtigsten Entscheidungen beim Krypto-Investment ist die Frage der Verwahrung. Wo liegen deine Coins – und wer kontrolliert die Private Keys? Das ist keine technische Kleinigkeit, sondern eine Frage mit direkten finanziellen Konsequenzen.
Wenn du Krypto auf der Coinbase-Börse kaufst und dort lässt, nutzt du ein custodiales Wallet. Das bedeutet: Coinbase hält deine Private Keys. Du siehst deine Coins in der App, aber technisch gesehen hält Coinbase die Kontrolle. Das ist komfortabel und für die meisten Einsteiger völlig ausreichend – solange du der Plattform vertraust und die Beträge überschaubar sind.
Die Coinbase Wallet App ist dagegen ein non-custodiales Wallet. Hier kontrollierst du deine eigenen Private Keys vollständig. Niemand außer dir hat Zugriff auf deine Coins. Das ist mehr Verantwortung – wenn du deine Seed Phrase verlierst, sind die Coins unwiederbringlich weg. Aber es ist auch mehr Sicherheit: Selbst wenn Coinbase gehackt wird oder insolvent geht, sind deine Coins in der Coinbase Wallet sicher. Die Coinbase Wallet App ist zudem kompatibel mit Ledger-Hardware-Wallets, was eine weitere Sicherheitsebene ermöglicht.
Die sicherste Option ist eine Hardware-Wallet wie Ledger oder Trezor. Diese Geräte kosten zwischen 40 und 100 € und speichern deine Private Keys vollständig offline. Selbst wenn dein Computer mit Malware infiziert ist, kann ein Angreifer nicht auf deine Coins zugreifen. Fachleute empfehlen den Einsatz einer Hardware-Wallet ab einem Krypto-Vermögen von etwa 3.000 bis 10.000 €. Für kleinere Beträge bis ca. 1.000 bis 3.000 € gilt die Verwahrung auf einer seriösen, regulierten Börse wie Coinbase als vertretbar.
Ein wichtiger Punkt für Coinbase-Nutzer: Im Insolvenzfall einer Krypto-Börse gibt es keinen Einlagenschutz für Krypto-Bestände. Das ist der fundamentale Unterschied zu einem Bankkonto. Wer große Beträge auf Coinbase lagert, trägt das Gegenparteirisiko. Die Selbstverwahrung per Hardware-Wallet eliminiert dieses Risiko vollständig.
| Merkmal | Coinbase Exchange | Coinbase Wallet App | Hardware-Wallet |
|---|---|---|---|
| Verwahrungstyp | Custodial | Non-Custodial | Non-Custodial |
| Private Keys | Coinbase hält Keys | Nutzer hält Keys | Nutzer hält Keys (offline) |
| Hackrisiko | Gering (98 % Cold Storage) | Mittel | Sehr gering |
| Internetverbindung | Online | Online (Hot Wallet) | Offline (Cold Wallet) |
| Kosten | kostenlos | kostenlos | ca. 40–100 € |
| Empfehlung ab Betrag | bis ca. 1.000–3.000 € | mittlere Beträge | ab ca. 3.000–10.000 € |
Kontoeröffnung bei Coinbase und Staking: So startest du durch
Die Registrierung bei Coinbase ist unkompliziert und dauert in der Regel nur wenige Minuten. Du benötigst eine gültige E-Mail-Adresse, ein sicheres Passwort und ein gültiges Ausweisdokument – entweder deinen Personalausweis oder deinen Reisepass. Zusätzlich ist ein Adressnachweis erforderlich, zum Beispiel eine aktuelle Kontoabrechnung oder ein Versorgerrechnung.
Der Verifizierungsprozess (KYC – Know Your Customer) läuft vollständig online ab. Du fotografierst dein Ausweisdokument mit der Smartphone-Kamera, machst ein Selfie zur Identitätsbestätigung und gibst deine Adresse ein. In den meisten Fällen ist die Verifizierung innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. In seltenen Fällen kann es bis zu 24 Stunden dauern. Danach kannst du sofort mit der ersten SEPA-Einzahlung beginnen.
Nach der Kontoeröffnung hast du jederzeit Zugriff auf eine Portfolio-Übersicht in der App. Der aktuelle Gesamtwert deiner Krypto-Bestände wird in Echtzeit angezeigt, inklusive Kursveränderungen. Das ist besonders für Einsteiger hilfreich, die ihren Portfoliowert im Blick behalten wollen.
Ein oft unterschätztes Feature ist das Staking. Coinbase bietet Staking für mehrere Kryptowährungen an. Bei Ethereum 2.0 sind aktuell rund ca. 2 bis 3 % Jahresrendite möglich. Ähnliche Renditen gibt es für Tezos und Cosmos. Staking bedeutet: Du sperrst deine Coins für eine gewisse Zeit, um das Netzwerk zu unterstützen, und erhältst dafür Belohnungen in Form weiterer Coins.
Mit einem Coinbase One Abonnement steigen die Staking-Rewards zusätzlich. Das macht das Abo nicht nur für aktive Trader interessant, sondern auch für langfristige Halter, die passives Einkommen aus ihren Krypto-Beständen generieren wollen. Wer beispielsweise 10.000 € in Ethereum gestakt hat, kann bei 2,5 % Jahresrendite mit rund 250 € pro Jahr rechnen – ohne aktiven Handel.
Wichtig zu wissen: Beim Staking über Coinbase gibst du die direkte Kontrolle über deine Coins temporär ab. Coinbase führt das Staking in deinem Namen durch. Das ist komfortabel, aber es bedeutet auch, dass du auf die Zuverlässigkeit der Plattform angewiesen bist. Wer maximale Kontrolle möchte, kann über die Coinbase Wallet App auch direkt im DeFi-Bereich staken.
Für Einsteiger ist das Staking über Coinbase der einfachste Einstieg in passives Krypto-Einkommen. Du musst keine technischen Details kennen, keine Nodes betreiben und keine komplexen Protokolle verstehen. Ein Klick in der App reicht – und deine Coins arbeiten für dich.
Fazit: Für wen lohnt sich Coinbase 2026 wirklich?
Coinbase ist keine perfekte Plattform – aber sie ist eine der besten Optionen für bestimmte Anlegertypen. Das Fazit lässt sich klar strukturieren.
Coinbase lohnt sich für dich, wenn: Du Einsteiger bist und eine intuitive, übersichtliche Oberfläche bevorzugst. Du Wert auf BaFin-Regulierung und maximale Transparenz legst. Du bereit bist, für Sicherheit und Regulierung etwas mehr Gebühren zu zahlen. Du Staking nutzen möchtest, ohne technische Details zu kennen. Du ein kleines bis mittleres Portfolio aufbaust und nicht täglich handelst.
Coinbase lohnt sich weniger, wenn: Du aktiv und häufig handelst – dann ist Coinbase Advanced oder eine günstigere Börse sinnvoller. Du in viele verschiedene Altcoins investieren möchtest – hier hat Binance mit über 600 Coins klar die Nase vorn. Du primär auf minimale Kosten optimierst – Kraken und Binance sind deutlich günstiger.
Die Stärken von Coinbase liegen klar in der Regulierung, der Transparenz durch die Börsennotierung, der Sicherheitsarchitektur mit 98 % Cold Storage und der einsteigerfreundlichen Bedienung. Die Schwäche liegt im Preis: 1,49 % plus Spread ist für aktive Trader schlicht zu teuer.
Die kluge Strategie für Coinbase-Nutzer: SEPA-Einzahlung nutzen, für größere Transaktionen auf Coinbase Advanced wechseln, ab 3.000 € Krypto-Vermögen eine Hardware-Wallet anschaffen und Staking als passiven Einkommensbaustein einsetzen. So holst du das Beste aus der Plattform heraus – ohne unnötig Gebühren zu verbrennen.
Häufig gestellte Fragen
Ist Coinbase seriös und in Deutschland reguliert?
Ja. Die Coinbase Germany GmbH ist bei der BaFin lizenziert und hält die Erlaubnis für das Kryptoverwahrgeschäft. Zusätzlich ist Coinbase börsennotiert und veröffentlicht quartalsweise Finanzberichte. Für den EU-Markt besteht eine Lizenz der irischen Zentralbank.
Wie hoch sind die Gebühren bei Coinbase für Privatanleger?
Die Standardgebühr beträgt 1,49 % ab 200 € Transaktionsvolumen, zuzüglich ca. 0,50 % Spread. SEPA-Einzahlungen sind kostenlos, Kartenzahlungen kosten 3,49 %. Für aktive Trader ist Coinbase Advanced mit Maker-Gebühren ab 0,40 % deutlich günstiger.
Wie sicher ist Coinbase für meine Krypto-Bestände?
Coinbase verwahrt 98 % aller Kundengelder offline in Cold Storage. Zusätzlich schützen 2FA, SSL-Verschlüsselung und biometrische Authentifizierung das Konto. USD-Guthaben ist FDIC-versichert bis 250.000 USD. Krypto-Bestände selbst sind nicht versichert – das ist Branchenstandard.
Was ist der Unterschied zwischen Coinbase und der Coinbase Wallet?
Die Coinbase-Börse ist custodial: Coinbase hält deine Private Keys. Die Coinbase Wallet App ist non-custodial: Du kontrollierst deine eigenen Private Keys vollständig. Bei der Wallet hast du mehr Kontrolle, trägst aber auch die volle Verantwortung für die Sicherung deiner Seed Phrase.
Ab welchem Betrag lohnt sich eine Hardware-Wallet?
Fachleute empfehlen eine Hardware-Wallet wie Ledger oder Trezor ab einem Krypto-Vermögen von ca. 3.000 bis 10.000 €. Die Anschaffungskosten liegen bei 40 bis 100 €. Für kleinere Beträge gilt die Verwahrung auf einer regulierten Börse wie Coinbase als vertretbar.
Bietet Coinbase Staking an und wie hoch sind die Renditen?
Ja, Coinbase bietet Staking für Ethereum 2.0, Tezos und Cosmos an. Für Ethereum sind aktuell ca. ca. 2 bis 3 % Jahresrendite möglich. Mit einem Coinbase One Abonnement ab 4,99 €/Monat erhältst du erhöhte Staking-Rewards ohne technisches Vorwissen.
Ist Coinbase günstiger als Kraken oder Binance?
Nein. Coinbase Standard mit 1,49 % plus Spread ist deutlich teurer als Kraken (ab 0,16 % Maker) und Binance (0,10 % pro Trade). Für kostensensible Trader empfiehlt sich Coinbase Advanced oder eine alternative Börse. Coinbase punktet dafür mit BaFin-Regulierung und Transparenz.



