Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) hat sein Sicherungssystem reformiert, nachdem riskante Geschäfte einzelner Mitgliedsbanken die Solidargemeinschaft belasteten. Die genossenschaftliche Finanzgruppe erzielte 2025 einen Gewinn von 11,6 Milliarden Euro vor Steuern und betreut mit 646 Banken mehr als 30 Millionen Kunden.
Reform des Sicherungssystems und neue Führungsrichtlinien
Der BVR hat das Projekt „Geno Next Level“ initiiert, um Frühwarnsysteme zu verbessern und den Einfluss auf problematische Entwicklungen zu verschärfen. BVR-Präsidentin Marija Kolak begründete die Maßnahmen mit hochriskanten Geschäften sowie Missmanagement bei einzelnen Bankenverantwortlichen, deren Auswirkungen oft erst nach Jahren sichtbar werden. Parallel wurde ein neuer Kodex für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eingeführt, der in den kommenden Monaten von den Führungsgremien der Mitgliedsinstitute umgesetzt werden soll.
Die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg musste den Sicherungsfonds in Anspruch nehmen und trennte sich von ihrem Vorstandschef. Der Fall verdeutlicht die Notwendigkeit strengerer Kontrollmechanismen innerhalb des Verbunds.
Finanzergebnis 2025
Die genossenschaftliche Finanzgruppe erwirtschaftete 2025 einen Gewinn von 11,6 Milliarden Euro vor Steuern. Das Ergebnis liegt unter dem Rekordjahr 2023 mit 14,4 Milliarden Euro, übertrifft jedoch das Vorjahresergebnis von 10,8 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss belief sich auf 7,4 Milliarden Euro.
Ertragsquellen und Geschäftsentwicklung
Zum positiven Ergebnis trugen ein leicht gestiegener Zinsüberschuss und ein um 56 Prozent gewachsenes Versicherungsgeschäft bei. Die Gruppe umfasst 646 Banken und Spezialinstitute mit einer Kundenbasis von über 30 Millionen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Gewinn vor Steuern 2025 | 11,6 Milliarden Euro |
| Jahresüberschuss 2025 | 7,4 Milliarden Euro |
| Anzahl Mitgliedsbanken | 646 |
| Kundenzahl | über 30 Millionen |
| Wachstum Versicherungsgeschäft | 56 Prozent |
