Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im August um 7,9 Punkte auf 34,2 Punkte gestiegen und erreichten damit den höchsten Stand seit Februar. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim übertraf mit diesem Wert die Prognosen der Volkswirte, die im Durchschnitt mit 30 Punkten gerechnet hatten. Der Indikator zeigt seit vier Monaten in Folge eine Erholung.
Lagebeurteilung verbessert sich deutlich
Der Indikator zur aktuellen Wirtschaftslage stieg um 16,5 Punkte auf minus 61,1 Punkte. Ökonomen hatten zuvor einen Wert von minus 69,3 Punkten erwartet. Trotz des negativen Niveaus zeigt die Entwicklung einen deutlichen Aufwärtstrend in der Einschätzung der gegenwärtigen Situation.
Exporte und Infrastrukturprogramme als Stützen
ZEW-Präsident Achim Wambach verwies auf positive Unternehmens- und Exportzahlen als Grundlage des Trends. Im Juni exportierte Deutschland Waren im Wert von über 139 Milliarden Euro – ein Rekordwert für einen einzelnen Monat. Im Frühjahr verzeichnete die deutsche Wirtschaft ein Wachstum von 0,2 Prozent. Infrastrukturprogramme der Bundesregierung könnten das Wachstum zusätzlich unterstützen.
Risikofaktoren bleiben bestehen
Elmar Völker von der Landesbank LBBW betonte, dass Finanzmarktexperten zum vierten Mal hintereinander mehr Zuversicht zeigen. Gleichzeitig bestehen weiterhin Herausforderungen durch den Nahost-Konflikt und die Auswirkungen von Niedrigwasser, das insbesondere am Rhein ein Risiko für wirtschaftliche Aktivitäten darstellt.
