Die 40 Dax-Unternehmen steigerten ihren Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 52,6 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 7 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Laut einer Untersuchung der Beratungsfirma EY markiert dies das höchste jemals in einem zweiten Quartal erzielte Ergebnis. Parallel dazu reduzierten die Konzerne ihre Belegschaft um 41.000 Stellen auf 3,049 Millionen Mitarbeiter.
Umsatzentwicklung und Gewinnführer
Der Gesamtumsatz der Dax-Unternehmen stieg um 4,6 Prozent auf 463 Milliarden Euro. Die Deutsche Telekom führte die Rangliste mit einem operativen Gewinn von 6,9 Milliarden Euro an, gefolgt von Allianz mit 4,9 Milliarden Euro, Volkswagen mit 3,5 Milliarden Euro und Siemens mit 3,4 Milliarden Euro. Besonders starke Zuwächse verzeichneten Bayer und Vonovia.
Branchenspezifische Entwicklung
Das Gewinnwachstum konzentrierte sich auf wenige Sektoren: Rüstungsunternehmen, Profiteure des KI-Booms sowie Chemiekonzerne profitierten von Preiserhöhungen aufgrund des Iran-Konflikts und asiatischen Lieferengpässen. Banken und Versicherungen erzielten ebenfalls Rekordergebnisse.
Automobilindustrie unter Druck
Die Automobilhersteller verzeichneten hingegen Rückgänge: Der Umsatz sank um 1 Prozent, der operative Gewinn um 12 Prozent. BMW traf es mit einem Gewinnrückgang von 39 Prozent am härtesten, während Volkswagen und Daimler Truck jeweils Einbußen von 9 Prozent hinnehmen mussten.
Beschäftigungsentwicklung
Zum Stichtag 30. Juni beschäftigten die Dax-Konzerne 3,049 Millionen Mitarbeiter – ein Rückgang von 1 Prozent oder 41.000 Stellen im Jahresvergleich. Von 37 berichtenden Unternehmen bauten 16 Personal ab, während 21 ihre Belegschaft aufstockten. Besonders die Automobilhersteller stehen unter Druck, während Unternehmen wie Rheinmetall Personal aufbauen.
